DE880600C - Zweckmaessige Gruppierung der in Fernschreibmaschinen verwendeten Kombinationen zwecks Erreichung kleinster Stoeranfaelligkeit - Google Patents
Zweckmaessige Gruppierung der in Fernschreibmaschinen verwendeten Kombinationen zwecks Erreichung kleinster StoeranfaelligkeitInfo
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- H04L25/49—Transmitting circuits; Receiving circuits using code conversion at the transmitter; using predistortion; using insertion of idle bits for obtaining a desired frequency spectrum; using three or more amplitude levels ; Baseband coding techniques specific to data transmission systems
- H04L25/493—Transmitting circuits; Receiving circuits using code conversion at the transmitter; using predistortion; using insertion of idle bits for obtaining a desired frequency spectrum; using three or more amplitude levels ; Baseband coding techniques specific to data transmission systems by transition coding, i.e. the time-position or direction of a transition being encoded before transmission
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Description
- Zweckmäßige Gruppierung der in Fernschreibmaschinen verwendeten Kombinationen zwecks Erreichung kleinster Störanfälligkeit Ein weit verbreitetes Verfahren zur telegraphischen übertragung von Nachrichten sieht die Verwendung von nach dein Kontbinationsprinzip zusammengesetzten Zeichen vor, die unter Anwendung des Start-Stopp-Verfahrens nacheinander über eine Leitung übertragen werden. Auf diese Weise können bekanntlich z. B. aus fünf Zeichenelementen 3:2 oder aus sechs Zeichenelementen 64 Telegraphierzeichen zusammengesetzt werden.
- Dem wesentlichen Vorteil dieser Methode, der in der Erreichung einer großen Telegraphiergeschwindigkeit besteht, steht der Nachteil gegenüber, daß bei Verfälschung eines einzigen Zeichenelements durch Störeinflüsse unter Umständen eine sinnverändernde Verfälschung des betroffenen Telegraphierzeichens erfolgen kann. In Abb. i sind eine Anzahl dem zwischenstaatlichen Fünfer-Alphabet Nr. 2 des CCIT entnommenen Zeichenkornbinationen zusammengestellt. Man erkennt, daß z. B. bereits die Verfälschung des ersten Stromschrittes genügt, uni aus der Zahl o die Zahl i zu machen, ü nd umgekehrt. Die gleiche Gefahr besteht für die Zahlen 7 und 8, die ebenfalls durch Verfälschung des ersten Stromschrittes verwechselt werden. In derselben Weise sind die Zahlen i und 6 durch Verfälschung des zweiten Stromschrittes, i und:2 durch Verfälschung des dritten, 5 und 9 durch denvierten, o und 8 oder i und 7 durch Störung des fünften Stromschrittes vertauschbar.
- Noch größere Störungsmöglichkeiten durch Verfälschung eines einzigen Stromschrittes bestehen für die dargestellten Buchstabenkombinatinnen, bei denen z, B-. C und K, M, und # X sich durüh den ersten, C und N, D und I, F und K, M und V nur durch den zweiten Stromschritt unterscheiden.
- Es sind bereits zahlreiche Vorschläge bekannt' geworden, um die Gefahr derartiger sinnändernder Verfälschung zu vermeiden oder herabzusetzen oder das Auftreten falscher Zeichen beim Empfänger' wenigstens erkennbar zu machen. Die meisten dieser Vorschläge laufen auf eine Herabsetzung der Telegraphiergeschwindigkeit hinaus. So ist z. B. schon vorgeschlagen worden, jedes Zeicheneleinent doppelt zu übertragen und das Zeichen in der als Empfänger verwendeten Fernschreibmaschine nur dann zum Abdruck zu bringen, wenn alle doppelt übertragenen Zeichenelemente übereinstimmen. Ein anderer Vorschlag geht dahin, sämtliche Buchstaben und Zahlen aus 14 Teilstücken zusammenzusetzen, vondenen jedes einem bestimmten Zeichenelement zugeordnet ist. Obwohl bei diesem Verfahren die Telegraphiergeschwindigkeit bei Anwendung des Start-Stopp-Prinzips im Verhältnis 7: 16, also unter die Hälfte gegenüber dem Fünfer-Alphabet herabgesetzt wird, kommt es auch hier vor, daß einige Buchstaben sich nur durch ein Zeichenelement voneinander unterscheiden.
- Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, ohne Herabsetzung der Telegraphiergeschwindigkeit bei voller Ausnutzung der bei einer bestimmtenAnzahl vonZeichenelementen gegebenen Kombinationsmöglichkeiten die Gefahr des Auftretens von sinnändernden Verfälschungen auf ein Mindestmaß herabzusetzen. Diese Aufgabe wird nach der Erfindungdadurch gelöst, daßdie zurVerfügung stehenden Zeichenkombinationen derart in Gruppen zusammengefaßt werden, däß innerhalb jeder Gruppe_ nur Kombinationen erscheinen, die sich durffi Wenigstens zwei Zeichenelemente voneinander unterscheiden, unddaß die zu Übertragenden Buchstaben oder Zahlen, deren Verwechslung eine Sinnänderung ergaben kann, innerhalb der gleichen Gruppe untergebracht sind.
- In Abb. 2, ist ein Beispiel einer solchen Gruppierung dargestellt. Für die Zahlen von -o bis 9 sind nur solche Kombinationen ver wendet, die aus zwei negativen und drei positiven Stromschritten bestehen. Den Buchstaben dagegen sind nur Kombinationen zugeteilt, die aus drei negativen und zwei positiven * Stromschritten zusammengesetzt sind. Mun erkenntdaß eine der Zahlen nur dann in eine andere Zahl verfälscht werden kann, wenn sich wenigstens zwei Zeichenelemente ändern. In gleicher Weise kann ein Buchstabe nur in einen anderen durch Veränderung von wenigstens zwei Zei eneleinenten umgefälscht werlden. Die Wahrscheinfichkeit derartiger Fälschungen ist bei dem gewählten 01 Beispiel noch dadurch herabgesetzt, daß sich die beiden zu verändernden Zeichenelemente im entgegengesetzten Sinn -ändern müssen, #d. h. daß ein Zeichehelement von - nach + und ein anderes von +. nach - verfälscht wird. Die Wahrscheinlichkeit derartiger Störungen ist erheblich geringer als das Auftreten gleichsinniger Verfälschungen. Die Vertalischung einer Zahl gegen einen Buchstaben ist bei dem in Abb. :2 dargestellten Beispiel durch Verfälschung eines Zeichenelements möglich. So unterscheiden sich die Zahl i und der Buchstabe C nur durch das vierte Zeichenelement. Das Auftreten eines derartigen Fehlers wird aber beim Empfänger sofort erkannt.
- Die Erfindung ist nicht -auf das in Abb. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Sie bezieht sich vielmehr auf jede Verteilung von Buchstaben, Zahlen und Zeichen auf Gruppen von Kombinationen, die sich wenigstens durch zwei oder mehr Zeicheneleinente unterscheiden. In Abb. 3 sind die bei Anwendung von Fünfer-Kombinationen oder Sechser-Kombinationen entstehenden Gruppen zusammengestellt. In jeder Gruppe kommen positive (+) und negative (-) Zeichenelemente gleich häufig vor. Innerhalb einer #Gruppe sind daher immer Veränderungen von zwei Zeichenelementen notwendig, um ein Zeichen der -gleichen Gruppe zu erhalten, während sich die Kombinationen benachbarter Gruppen zum Teil nur in einem Zeichenelement voneinander unterscheiden. Man kann z. B. beiAnwendung des Sechser-Alphabetes dieGruppen I, III, V und VII zusammenfassen und mit Buchstaben belegen, während die Gruppen II, IV und VI zur übertragung von Zahlen und Zeichen verwendet werden. Dadurch erreicht man, daß zwar die Umfälschung eines Buchstabens in eine Zahl oder ein Zeichen oder umgekehrt die Verfälschung eines Zeichens bzw. einer Zahl in einen Buchstaben durch Verfälschung eines Zeichenelements herbeigeführt werden kann. Die Veränderung einer Zahl in eine andere oder eines Buchstabens in einen anderen ist jedoch nur durch Verfälschung von wenigstens zwei Zeichenelementen möglich. - Darüber hinaus besteht noch die Möglichkeit, wichtige Zeichen, deren Verwechslung besonders sinnänderndeWirkung hervorrufen kann, denjenigen Gruppen von Kombinationen zuzuordnen, die sich voneinander durch drei oder mehr Zeichenelemente unterscheiden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung für Telegraphenggeräte, bei denen die einzelnen Zeichen durch Aussendung von Zeichenelementen nach dem Kombinationsprinzip übertragen werden, dadurch gekennzeichnet, daß Gruppen von Zeichen und ins-. besondere Zahlen, deren Vertauschung untereinander eine sinnändernde Wirkung hervorruft, Gruppen von Kombinationen zugcordnet werden, in denen sich die einzelnen Kombinationen untereinander durch jeweils mindestens zwei Zeichenelemente unterscheiden. :2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb einer Gruppe vorzugsweise Kombinationen verwendet werden, die aus der jeweils gleichen Anzahl von positiven und negativen Zeichenelementen zu-ZD sammengesetzt sind, so daß eine Verfälschung, eines Zeichens in ein anderes Zeichen der 2, tyleichen Gruppe nur durch Veränderung von zwei Zeichenelementen im entgegengesetzten Sinn bewirkt werden kann. 3. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Buchstaben oder Zeichen, deren Vertauschung beson#ders gef#ihrlich sinilverändern#de Wirkungen hervorrufen kann, denjenigen Kombinationen zugeordnet werden, die sich untereinander durch die größtmögliche Anzahl von Zeiehenelementen unterscheiden.
Buchstaben S t r o in s c h r i t t e und Zahlen 1 2 3 4 5 0 - + + + + + + + + + + 3 + 4 + 5 - + 6 + - + + + + + + + 9 + B + + + C - + + + D + + F + + + + + + + + + 1- M + + + N + + v + --1- + + x + + + Abb. Buchstaben S t r o in s c h r i t t e und Zahlen 3 4 5 0 + + + + + + 3 + + + 4 + + + 5 + + + 6 + - + + + + + + + + 9 + + + B- + + C + + D + + F + + i - + + K + --- + M + + N - + + v + - + x - + + Abb. 2 Fünfer-Alphabet Sechser-Alphabet Zusammensetzung Anzahl der Zusammensetzung Anzahl der Gruppe der Kombinationen Kombinationen Gruppe der Kombinationen Kombinationen mal + 1 6 mal + 4 mal + 5 mal + 6 i mal - i mal - 3 mal + io 4 mal + 15 2 mal - 2 mal - iv 2 mal + 10 iv 3 mal + 20 3 mal -- 3 mal - v i mal + 5 v :z mal + 15. 4 mal - 4 mal - vi 5 mal - I vi i mal + 6 5 mal - vii 6 mal - Abb. 3
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| DE880600C true DE880600C (de) | 1953-06-22 |
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Family Applications (1)
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1943
- 1943-04-17 DE DEL4220D patent/DE880600C/de not_active Expired
Also Published As
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