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Heftmaschine Die Erfindung betrifft eine :Maschine zum Heften oder
Verklammern von Pappe, Holz oder jedem anderen Werkstoff zwecks Herstellung von
Schachteln, Verpackungen und sonstigen Gegenständen.
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Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer sehr rasch arbeitenden
Maschine, die die Verwendung der verschiedensten Klammern gestattet.
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Die bisher bekannten Maschinen ,dieser Art lassen sich in zwei Kategorien
einteilen: Nach der einen Ba -wart tragen die Heftköpfe alle Glieder für das Vorschieben,
Abtrennen und Zubiegen des Drahtes und das Eintreiben der Drahtklammer, wob; i diese
ganze Einheit mit dem das zu verklammernde Material zusammenpressenden Kopf beweglich
ist.
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Ein Nachteil dieser Bauart der Maschine besteht darin, daß die bewegliche
Einheit eine zu große Masse darstellt und deshalb keine sehr großen Geschwindigkeiten
gestattet.
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Ferner ist bei diesen Maschinen die für den Drafnteorschub bemessene
Zeit zu kurz. Nun ist bekanntlich die Regelmäßi.gkeit,desiDrahtvorschubes um so
größer, je länger der Zeitabschnitt für den Drahtvorschub bemessen ist.
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In der zweiten Bauart der Maschine ist lediglich die Zuhiegevorrichtung
beweglich. Es ist aber
trotzdem nicht möglich, sehr groß. Geschwindigkeiten
zu entwickeln,- wie es anfangs scheinen könnte, denn diese Biegevorrichtung bedarf
eines sehr großen Hubes, um die Freigabe des Drahtvorschubes zu gestatten. Ferner
haben diese Maschinen den Nachteil, daß bei der Bildung gewisser Kläminern Schwierigkeiten.
auftreten; dies.-ist-beispielsweisebei der Verklammerung der Ecken der Fall.
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Die Erfindung: beseitigt die obenerwähnten"Nachteile durch Schaffung
einer Maschine, die mit sehr großer Geschwindigkeit arbeiten kann. So arbeiten beispielsweise
die bisher schnellsten Heftmaschinen nur bei 3oo Umdrehungen in der Minute, während
die erfindungsgemäß ausgebildete Maschine mit weit größerer Geschwindigkeit, beispielsweise
mit 5oo Umdrehungen in der Minute, arbeiten kann.
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Ein wesentliches Merkmal der. Erfindung besteht darin, daß die Drahtvorschübvorrichtung'von
dem eigentlichen, die Schneid-, Zubiege- und Eintreibewerkzeuge tragenden Heftkopf
unabhängig-Ist. Infolgedessen kann insbesondere der Vorschub jederzeit erfolgen,
sobald die vorherige Klammer aus dem Biegefutter ausgestoßen worden ist. Unter diesen
Bedingungen erfolgt,der Vorschub während einer verhältnismäßig längeren Zeitspanne
und ist folglich viel gleichmäßiger.
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Gemäß einem anderen Merkmal der Erfindung ist diese Drahtvorschubvorrichtung
an einem Ausleger der Maschine aufgehängt, wodurch der Vorrichtung seitliche Bewegungen
ohne Rückwirkung auf die Führungsglieder .des beweglichen Heftkopfes ermöglicht
werden.
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Eine besondere Bauweise ermöglicht es, das Zusammenpressen des zu
verklammernden Werkstoffes in kürzester Zeit und im wesentlichen auf die Zeit des
Eintreibens der Klammer in den Werkstoff zu beschränken, wodurch eine Zeitersparnis
und folglich eine Leistungssteigerung erzielt wird.
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Gemäß einem weiteren Merkmal ,der Erfindung werden die Stöße bei Hubende
des beweglichen Heftkopfes dadurch vermieden, ,daß die Schubstange zum Antrieb des
Kopfes aus zwei zueinander verschiebbaren Teilen besteht, zwischen die eine Feder
geschaltet isst, die .mit dem einen Ende -an einem an ihrem Kurbelzapfen exzentrisch
angeordneten Knopf befestigt ist, wodurch die Arbeitsweise der Maschine besonders
geräuschlos gestaltet wird.
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Ferner wird erfindungsgemäß das zum Vernieten dienende Glied beispielsweise
durch die Entspannung einer Feder plötzlich betätigt, wodurch es möglich ist, Idas
Vernieten sehr rasch während der verhältnismäßig kurzen Zeit vorzunehmen, in welcher
sich der Stößel im wesentlichen im unteren Totpunkt befindet.
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Erfindungsgemäß läßt sich endlich der Hörnamboß, der die Nietvorrichtung
trägt und auf dem sich das zu verklammernde Werkstück abstützt, in der Höhe einstellen
mittels eines Teiles, der einerseits in einer waagerechten Nut des Ambosses und
andererseits in einer geneigten Nut des Gestells verschiebbar ist. . Die Erfindung
ist in -der nachstehenden Beschreibung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher
erläutert.
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In der Zeichnung stellt dar Fig. i die Heftmaschine im Seitenriß mit
den Gliedern zur Übertragung der Bewegung von ;der Hauptwelle auf die Sekundärantriebswellen,
Fig. 2 im senkrechten Schnitt den Heftkopf, die Drahtvorschubvorriehtung und den
Niethammer, Fig. 3 Einzelheiten der Antriebsvorrichtung des Niethammers, Fig.4 einen
der Fig.2 entsprechenden waagerechten Schnitt, Fig. 5 einen Schnitt entsprechend
der Linie V-V in Fi.g. 2, Fig. 6 einen waagerechten Schnitt entsprechend der Linie
VI-VI in Fig. 3, Fig. 7 im Aufriß bei fortgedachtem Gehäusedeckel die Vorrichtung
zum vorübergehenden Zurückziehen des Dornes, um welchen die Klammer gebogen -wird,
Fig. 8 im größeren Maßstabe einen Schnitt durch die Einbauvorrichtung -des Niethammers,
Fig. 9 im Querschnitt das System zur Aufhängung der Drahtvorschubvorrichtung, Fing.
io eine Stirnansicht des beweglichen Heftkopfes mit einem Schnitt entsprechend der
Linie K-K in Fig. 4, Fig. i i im größeren Maßstabe die Einzelansicht des Gleitstückes
mit .dem Messer zum Abtrennen des Drahtes und auch die Antriebsvorrichtung dieses
Messers, Fig. 12 in größerem Maßstabe einen Teil der Drahtvorschubvorrichtung, Fig.
13 ein Diagramm des Arbeitshubes der Antriebskurbeln des Stößels und des beweglichen
Kopfes.
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Die beispielsweise dargestellte Heftmaschine weist im wesentlichen
auf: einen waagerechten Ausleger i, der den beweglichen Kopf :2 mit den Gliedern
zum Abtrennen des Drahtes, zum Zubiegen der Klammer und zum Eintreiben ,dieser Klammer
sowie eine vom beweglichen Kopf 2 unabhängige Drahtvorschubvorrichtung 3 trägt,
einen HornambOß 4, auf welchen das zu verklammernde Werkstück aufgelegt wird und
der die Nietglieder 5 trägt; dieser Amboß 4 ist in der noch näher zu beschreibenden
Weise an einem Ständer 6 der Maschine eingebaut, der mit dem Ausleger i fest verbunden
ist.
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Der Antrieb der Maschine erfolgt durch eine, Welle 7, auf welcher
zwei Kettenräder 8 und 9 aufgekeilt sind.
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Das Kettenrad 8 betätigt über eine Kette io ein Kettenrad i i, das
durch noch zu bieschreibende Glieder die Bewegung des beweglichen Kopfes und der
Drahtvorschubvorriahtung .steuert.
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Das Kettenrad 9 treibt über eine Kette 12 und ein Rad 13 die Antriebswelle
14 der Nietvorrichtung an (vgl. Fig. i).
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Der bewegliche Kopf 2 ist an seinem oberen Ende geschlitzt und auf
das untere Ende einer Buchse 15 aufgespannt, beispielsweise mit Hilfe einer Überwurfmutter
16, die mit einem geeigneten Ge-
| winde des beweglichen Kopfes 2 zusammen- |
| wirkt. |
| Die Buchse i 5 ist an ihrem oberen Ende mit einem |
| Schaltarm 17 fest verbunden, der bei 18 an einer |
| Doppellasche ig aiigelenkt ist. Diese Lasche ig ist |
| wiederum bei 2o an einem Winkelhebel 21 ange- |
| lenkt, der um einen festen Punkt 22 am Maschinen- |
| gestell vierschwenkbar ist. Das andere Ende des |
| 1@'inkelhebels 21 ist bei 23 an einer den beweglichen |
| Kopf antreibenden Scliubstan"'2.I angelenkt. Diese |
| Schubstange 2d. ist wiederum mit ihrem anderen |
| Ende an einem Kurbelzapfen 25 befestigt, der |
| mittels eines Zapfens 26 (Fig. -[) und beispiel-sw-eis.e |
| einer Schraube 27 am Iiettetira.d i i ansitzt. |
| Innerhalb der Buchse 1.3 kann sich ein Stößel- |
| träger 28 verschieben, an welchem die Stoßklinge- |
| zum Eintreiben der Klammer nach deren Zubiegung |
| auf denn Futter oder Dorn 29 (v-,. Fig. io) .durch |
| die Biegeflieder befestigt ist. |
| Das Schwanzstück des Stößelhalters 25 ist in |
| einer _Attskehlunf 30 eines Teiles 31 eingebaut
und |
| kann sich in dieser Auskehl:un.g drehen, um die |
| Einstellung der Winh°lstellung dieses Stößels zu |
| gestat ten. |
| Der Teil 3i hat einen Gelenkzapf:n 32, in |
| welchen sieh ein Antriebsstift 33 einschiebt. Dieser |
| Stift 33 sitzt an einem Hebel 34, der um die bereits |
| erwähnte Welle 18 ausschwenkbar ist. Der Hebel |
| 34 ist ein Winl,#elhelie1, dess:n anderes Ende bei 35 |
| an einer Schubstange 36 angelenkt ist. Das andere |
| Ende dieser Schubstange 36 ist auf einem htirbel- |
| zapfen 37 (vgl. Fig. -1.) eingebaut. der an denn |
| Kettenrad i i sitzt. |
| Mit Hilfe dieses Kurbelzapf°ns 37 und der Schub- |
| stange 36 wird die Bewegung des Stößelhalters 28 |
| in der Buchse i 5 gesteuert, so daß das Eintreiben |
| der Klammer möglich ist, wenn der bewegliche |
| Kopf durch das zu verklannnernde Werkstück an- |
| febalten worden ist. Am Ende des Eintr; ibellubes |
| ist die Schuhstan-, 36 im wesentlichen waagerecht, |
| so daß der untere Totpunkt des Stößels durch die |
| Stärkeschwan.un-en des zu verklammernden Werk- |
| stiiches nicht wesentlich, beeinflußt wird. |
| Die Scllulistange -2d. des beweglichen Kopfes bz- |
| steht aus zw;i gleitend geführten Teilen, die durch |
| ein- Feder 38 zusainni2ng°lialten werden. Sobald |
| der Kopf durch. das zu verklammernde Werkstück |
| a iige#ialtcii ist, preßt diese Feder -das Z@'erkstücl%: |
| zusammen und hält es während des Eintreibens der |
| Klammer in der zusammengepreßtenStellung fest. |
| Ein Ende dieser Feder ist an einem Zapfen 39 be- |
| festigt, der in bezog zum Kurbelzapf.-11 25 e-,zen- |
| trisch angeordnet ist (egl. Fig. 4-). Dank einer |
| kombinierten Bewegung des beweglichen Kopfes |
| und des exzentrischlen Zapfens 39 ist die Feder aufs |
| höchste gespannt, wenn die Buchse den unteren |
| Totpunkt ihres Hubes erreicht (wodurch das Aus- |
| einianidergeli°n der beiden Schenkel der Schubstau-, |
| 2d. unter der Wirkung der Schwungkraft vermieden |
| wird), und sie entspannt sich während des Ab- |
| wärtshubes der Buchse, so daß es zu keinem Auf- |
| prall kommt, renn der bewegliche Kopf mit dein |
| zu werlclaininernden M'erkstiick in Berührung ge- |
| langt. Sie beginnt alsdann, sich aufzuziehen, um |
| den @@'erlzstoff zusammenzupressen und. ihn in |
| diesem Zustande festzuhalten. |
| Auf diese Weise wird ein besonders geräusch- |
| loses Arbeiten der Maschine erzielt. |
| Die beiden Kurbelzapfen 25 und 37, die über die |
| Schubstangen 2..1, und 36 den beweglichen Kopf |
| bzw. den Stößel antreiben, sind. ferner in bezug auf- |
| einander (vgl. Diagramm in Fig. 13) versetzt, da- |
| mit ,der Kreisbogen, längs dessen sich, der Antriebs- |
| zapfen -25 des bev-eglichen Kopfes zu beiden Seiten |
| seines hinteren Totpunktes e (Bogen c-d) bewegt, |
| einem Winkel a (Winkel c o d') entspricht, der
gleich |
| ist dem Winkel a (a, ob), der dem Kreisbogen
a., h |
| entspricht, den der den Stößel antreibende Kurbel- |
| zapfen 37 beschreibt, um das Eintreiben der Klam- |
| mer zu bewirken, wenn der bewegliche Kopf mit |
| dem -Werkstück in Berührung gelangt (Punkt c des |
| Diaramms in Fig. i3), welcher Augenblick mit |
| demjenigen zusammenfällt, in «-elchen das Ein- |
| treiben der Klammer beginnt (Punkt a des Dia- |
| gramms). |
| Auf diese Weise wird das zu verklaminerilde |
| Werkstück nur genau so lange zusammengepreßt, |
| wie dies zum Eintreiben der Klammer notweildif |
| ist, d. h. während einer möglichst kurzen Zeit, wo- |
| durch eine Zeitersparnis und folglich eine Steige- |
| rung :der Geschwindigkeit und der Leistungsfähig- |
| keit der Maschine erzielt wird. |
| Der Stößelhalter 28 trägt eine Zahnstange .I0. |
| die mit einem Zahnrad 41 kämmt (Fig. 5). Dieses |
| Zahnrad 4.1 sitzt auf einer Welle 42, auf welcher |
| ein weiteres Zahnrad .1-5 aufg:keilt ist. Dieses |
| kämmt mit einem Zahnrad 46 (Fig.2), das einten |
| Antriebszapfen .I3 trägt. Auf diesem Zapfen ist |
| eine Schubstange ,.13' eingebaut, die bei .4d' an der |
| die Biegeglieder 4.4" tragende Buchse .Id. an,gel-enkt |
| ist (Vgl. Fig. 2 und io). |
| Das Zahnrad .I6 trägt ferner einen -Nocken 47 ; |
| dieser wirkt auf eine am Ende .des Hebels .I9 ge- |
| lagerte Rolle .48 ein, wobei dieser Hebel um einen |
| am beweglichen Kopf sitzenden Zapfen 5o ver- |
| schwenkbar ist. |
| Am Hebel -.g ist eine Doppellasche 52 angelenkt, |
| die mit dem anderen Ende an einem Hebel 53 an- |
| gelenkt ist. Dieser Hebel 53 bewirkt, wenn die |
| Rolle .I8 durch den Nocken -7 betätigt wird, die |
| Dreineng des -Messers 5.4, .durch. welches der für die |
| Klammerbildung bestimmte Draht hindurchgeführt |
| ist (c`;1. auch Fig. i i). Einte auf Verdrehung |
| arbeitende Rückholfeder 55 (Fi. i i) gestattet die |
| Rückführung -des Hebels 49 in' seine Normalst°1- |
| lung ; ,wenn dieser nicht mehr unter der Einwirkung |
| des Neckens 47 steht, nimmt das Messer 54 alsdann |
| seine Normalstellung ein. |
| In dem Augenblick, ,in welchem der Stößel die |
| vom Dorn 29 und den Biegegliedern.Ld" gebildete |
| Klammer andrücken soll, um diese in das zu ver- |
| klammernde Werkstück einzutreiben, muß dieser |
| Dorn unbedingt für einett Augenblick zurücktreten, |
| um diese Bewegung zu gestatten. Zu diesem Zweck |
| wird die Vorrichtung benutzt, die nachstehend be- |
| schrieben ist (cgl. insbesondere die Fig. 7 und io). |
Auf der Welle 42 ödes Zahnrads 45, welches die Drehung des Messers
54 in .der vorbeschriebenen Weise steuert, ist ein Doppelnocken 8i-8i' aufgekeilt,
der aus einem zylindrischen Teil mit einer geeigneten Auskehlung 82 besteht. An
dem Nocken
81 stützt sich ein um einen Zapfen 87 beweglicher Hebel 86 ab.
Dieser Hebel trägt einen Gegenhalter 83 (vgl. Fig. 7 und io), der .gegen einen festen
Teil des Hebels 86 ,durch einen von einer Feder 93 belasteten Bolzen 85 geschoben
wird. Auf dem Zapfen 87 ist ferner ein Hebel
88 gelagert, der auf eine Doppellasche
89 einwirkt. Diese ist mit -dem einen Schenkel eines Hehels 9o verbunden, der um
einen Zapfen 9i ausschwingen kann. Der andere Schenkel dieses Hebels ist fber das
Gelenk 92 mit dem Dorn 29 verbunden (Eia. io). Der Hebel 86 ist durch die Feder
94 (Fig. io) dauernd ,an den Nocken 8i angepreßt.
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Wenn sich der bewegltiche Kopf im oberen Totpunkt befindet, ruht der
Stützeabsabz das Hebels 86 in der Auskehlung 82 des Nockens 81 (Stellung der Fig.
7). Der Dorn 29 befindet sich alsdann in der vorgerückten Stellung gemäß Fig. io.
Der Gegenhalter 83 befindet sich ebenfalls in einer entsprechenden Auskehlung des
anderen Nockenteiles 8 i'. Wenn die Blegeglieder 44" sich ,in bevug auf den beweglichen
Kopf senken, dreht sich die Welle 42 und mit ihr der Nocken 8i-81'. Der Gegenhalter
83 verläßt al.s@dann die Auskehlung, ohne den Hebel 86 mitzunehmen. Nachdem der
Biegevorgang beendet ist und bevor der Stößel die Klammer herausstößt, bringt der
obere Teil des Nockens 81 Iden Hebel 86 zum Ausschwingen und bewirkt folglich das
Zurücktreten des Dornes 29. In diesem Augenblick legt sich der von seiner Feder
zurückgeführte Gegenhalter 83 wieder gegen den. zylindrischen Teil des Nockens 81',
wodurch der Hebel 86 verriegelt wird, so daß er in seine Ausgangsstellung nur zurückkehren
kann, wenn der Gegenhalter 83 in die Auskehlung des Nockens 8i' zurückgefallen ist.
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Diese Anordnung hat den Zweck, die Reibung des hinter den Biege- und
Einstoßgliedern vorgeschobenen Drahtes am Biegeglied zu verhindern, sobald der Stößel
über den Dorn emporgestiegen ist, da der Gegenhalter 83 den Hebel 86 unid folglich
den Dorn nur freigibt, wenn die Bi.egeglieder wieder in ihre obere Stellung zurückgegangen
sind.
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Der beävegliche Kopf besitzt iaueh einen Klammerführer 95, in welchen
,die Klammer beim Verlassen des Dornes unter .der Wirkung des Stößels eindringt.
Dieser Klammerführer wind mittels einer Schelle 95a einfach auf den Dornhalter 96
(Fig. i o) gepreßt, ohne daß eine starre Befestigung eines Teiles am anderen erfolgt.
Wenn mithin der Stößel oder die Stoßschiene .schlecht vorgeformte Klammern in .den
Klammerführer einschiebt, erfährt die Maschine keine Hemmung, und kein Glied der
Maschine erleidet irgendeine Beschädigung, da in .diesem Falle der Klammerführer
nachgibt und aus seiner Lagerung herausgeschleudert wird.
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Die Schrneidvorrichtung ist auf einem Gleitstück 5 i derart eingebaut,
daß .das Messer 54 vorn beweglichen Kopf abgerückt und die Maschine auf diese Weise
für die verschiedenen Klammerlängen eingestellt werden kann. Das Gleitstück
51 kann durch eine Druckschraube ortsfest gehalten und durch einen exzentrischen
Bedienungsknopf 56 verstellt werden. Zwecks Regelung der Klammerlänge braucht nur
die Feststellmutter abgeschraubt und das Gleitstrick S z mittels des Knopfes 56
um den gewünschten Abstand verschoben zu werden. Alsdann wird die Feststellmutter
wieder angezogen.
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Die Drahtvorschubvorrichtung 3 ist vom beweglichen Kopf, der die Schneid-,
Biege- und Einstoßglieder trägt, getrennt angeordnet. Sie ist am Ausleger i durch
Lenker oder Doppellaschen 57 frei aufgehängt (vgl. Fig. 2 und 9). Im .dargestellten
Ausführungsbeispiel sind .drei dieser Doppellaschen vorgesehen. Die Vorrichtung
3 ist ferner mit dem beweglichen Kopf durch eine nicht näher bezeichnete Stange
verbunden, die mit dem einen Ende am Gleitstück 51 und mit dem anderen Ende an der
Drahtvorschu'bvorrichtung 3 anaelenkt ist (Fig.2). Dank der Aufhängung der Vorschubvorrichtung
3 kann sich der bewegliche Kopf auf und ab bewegen., ohne daß sich hieraus eine
Rückwirkung auf die Führung -der Buchse des beweglichen Kopfes ergibt. Diese Aufhängung
gestattet auch die seitlichen Bewegungen, .die sich aus der Einstellung des Gleitstückes
51 ergeben..
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Gemäß einer abgeänderten Ausführungsform kann die Drahtvorschubvorrichtuna
am Ausleger i fest ansitzen und mit dem beweglichen Kopf durch einen nachgiebigen
Stoff oder eine Schlitzführung verbunden sein.
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Der Draht bewegt sich zwischen 'zwei Antriebsrollen 59 und 6o. Die
Rolle 6o ist auf einem um einen Zapfen 62 verschwenkbaren Träger 61 eingebaut. In
der Normalstellung (in Fig. 2 dargestellt) ist der Draht zwischen diesen beiden
Rollen eingespannt, die miteinander durch ein Getriebe verbunden sind. Unter gewissen
Bedingungen, die noch näher angegeben werden, kann aber der Träger 61 ausgeschwenkt
werden, um die Rolle 6o für die Einführung .des Drahtes in die Maschine vorübergehend
abzurücken, Die Steuerung des Drahtvorschubes erfolgt durch einen auf einer Trommel
63' aufgekeilten Kurbelzapfen 63. Die Trommel 63' erhält ihren Antrieb von
einer Welle i i', die durch das Zahnrad i i (vgl. insbesondere Fig. 9) in Umlauf
gesetzt wind. Am Kurbelzapfen 63 sitzt eine Schubstange 64, deren anderes Ende bei
65 an einem Hebel 66' angelenkt ist. Am Zapfen 65' dieses Hebels ist ein weiterer
Hebel 66 (Fig. 2) gelagert, der über eine Doppellasche 67 mit einem Hebel 68 verbunden
ist. Der Hebel 68 sitzt auf einer Welle 69, auf welcher mittels eines Freilaufrades
die Rolle 59 sowie das Zahnrad 70 eingebaut sind. Das Zahnrad 7o kämmt mit
einem Zahnrad 71 (Fig. 12), das auf der Welle sitzt, welche auch die untere Rolle.
6o trägt.
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Es ist zu bemerken, daß die Aufhängelaschen 57 parallel zur Doppellasche
67 angeordnet sind und dieselbe Länge wie diese besitzen.
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Es ist ferner zu bemerken, daß die exzentrische Anordnung des Kurbelzapfens
63 einstellbar ist,
um die Drahtvorschublänge zu ändern und den
einzelnen Klammerlängen anzupassen, wobei dieser Kurbelzapfen zugleich mit dem Gleitstück
51 entsprechend eingestellt wird.
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In der in Fig.2 ersichtlichen Normalstellung wird die Rolle. 6o an
die Rolle 59 angepreßt gehalten, da das Schwanzende ihres schwingenden Trägers 61
vor jeder Bewegung gesichert ist, und zwar durch einen Schubbolzen 72, dessen Kopf
durch einen Klemmhebel 73 festgehalten ist. Dieser Hebel 73 ist um einen Zapfen
74 beweglich und wird von einer Feder 75 belastet. Dieser Hebel 73 sowie der Schubbolzen
72 sind jedoch auf einem umlaufenden Teil ; 6 eingebaut, der unter dem gleitenden
Ansatz 77' eines Teiles 77 umlaufen kann. Ein exzentrischer Knopf 78 ist in den
Teil 77 einsgetrieben und wird von einem umlaufenden Teil 79 getragen.
dessen Drehung durch einen Bedienungshebel 8o bewirkt wird. Das Gleiten des Ansatzes
77' im Teil 76 ist dazu bestimmt, die radialen Bewegungen unter dem Einfluß des
Exzenters 78 zu gestatten.
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Beim Herumdrehen des Hebels 8o wird die Drehung des Teiles 76 bewirkt.
der den H211°1 73 und, sobald die Eeder75 dem Fußende des Schubl)ol7_ens 72 :das
Abstützen am Teil 76 gestattet, auch den Bolzen 72 selbst antreibt. Das andere Ende
dieses Bolzens rückt also vom Ansatz des schwingenden Trägers 61 ab, und es ist
nun möglich, den Träger 61 von Hand zu kippen, um die Rolle 60 von der Rolle 59
abzurücken, was das Einführen des Drahtes in die Maschine gestattet.
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Nachstehend sei nun die Arbeitsweise der --\7i2tvorrichtung beschrieben.
Diese Vorrichtung hat im wesentlichen eine Schräge 97 (Fig. 2), die auf die Glieder
98 einwirkt. Diese Glieder 98 schi.ebeii die Enden der Klammern gegen das zu verklammernde
Werkstück. Die Schräge 97 wird von einer Stange 96 gesteuert, die mit einer im Amboß
-(Fig.8) verschiebbaren Schaltstangezoo verbunden ist. Dieses Gleitstück ist mittels
geeigneter Nuten toi, deren. Aufgabe noch näher beschrieben «-erden soll, mit einem
Steuergleitstück 102 von geringerer Höhe verbunden: (vgl. auch Fig. 6). Dieses Gleitstück
zog hat an der Seite eine Auskerbung 103 (Fig. 6), auf welche ein auf der Achse
1o5 aufgekeilter Nocken io4. einwirkt, der durch das Kettenrad 13 in Drehung versetzt
wird. Am hinteren Ende des Gleitstückes 102 stützt ,ich das untere Ende eines Hebels
1o6 ab (Fig. 3). Dieser Hebel ist um einen Bolzen 107 beweglich, der ein Sperrad
io8 trägt. Dieses Sperrad 1o8 kommt mit einer Sperrklinke zog in Eingriff, die am
Gestell sitzt und von einer Feder 11o belastet ist.
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Eine auf Verdrehung arbeitende, zur Welle 107
konzentrische
Schraubenfeder i i i ist zwischziz dein Hebel 1o6 und einer mit der Welle 107 fest
vcrbundenen Scheibe 112 eingeschaltet.
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Wenn das IL.ettenrad 13 unter der Wirkung der .@ntriebs'velle 7 umläuft,
bewirkt es die Drehung des Nockens 1o4, der das Bestrehen hat, die Stange 96 mit
den Gleitstücken zoo und 102 zurückzuschielten, «-as zur Folge hat, daß der Hebel
1o6 versch«-enkt und außerdem die Feder i i i g: spannt wird. Wenn das Gleitstück
rot vom oberen Punkt des Nockens zod. abgleitet, entspannt sich die Feder i i i
plötzlich und schleudert das Gleitstück i o2 und folglich die Stange 96 nach vorn,
so daß es möglich ist, das Nieten mit Hilfe Jer Schräge 97 v orzunehmen. Auf diese
Weise erfolgt das Nieten äußerst rasch während der kurzen Zeitspanne, in der sich
der bewegliche Kopf im unteren Totpunkt seines Hubes befindet. Die Sperrklinke sog
und das Sperrad io8 gestatten, die Spannung der Feder zu regeln.
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Selbstverständlich kann am hinteren Ende des Gleitstückes io2 e-in
Stoßdämpfer 113 vorgesehen sein, um den Aufprall am Ende des Entspannungshubes zu
vermeiden.
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Der Amboß .4 läßt sich derart in der Höhe einstellen, daß die Maschine
der Durchschnittsstärke einer Reihe zu verklammernder Werkstücke angepaßt werden
kann. Die Zeit der Zusammenpressung des zu verklammernden@Ni'erkstückes wird auf
diese Weise auf das Mindestmaß herabgesetzt und die Geschw indiigkeit undLeistung
derMaschine kann folglich gesteigert werden.
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Die für diesen. Zweck benutzte Vorrichtung besteht in einer im Amboß
d. vorgesehenen waagerechten Auskehlung 114. (vgl. Fi:g. 3 und 8), in welche die
Zunge i 15 eines Gleitstückes i 15' hineinreicht. Dieses Gleitstück läßt
sich in einer schräg geneigten Nut 116 des Gestelles 117 verschieben. Es leuchtet
ohne weiteres ein, d@aß bei Verstellung des Gleitstückes 1i5' entlang der geneigten
Nut 116 die Höhenlage der Zunge 115 geändert wird, die durch ihre Einwirkung .auf
die Auskehlung 114 den Amboß d. auf- und niedergehen läßt. Der Amboß a kann auf
jede geeignete Weise in dieser senkrecht verlaufenden Bewegung am Ständer des Gestells
entlanggeführt werden, beispielsweise mit Hilfe von Absätzen z i8, die das Gestell
zu beiden Seiten -einzwängen und jeglicheVerstellung des Ambosses. in waagerechter
Richtung verhindern. Nachdem die Höhenlage des Ambosses 4. auf diese Weise g° regelt
worden ist. -wird der Amboß mittels der Befestigungsmuttern zig od. dgl. gegen das
Gestell derart festgespannt, daß jegliche Bewegung des den Amboß.. mitnehmenden
Gleitstückes 115 im senkrechten Sinn verhindert wird.
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Die im Gleitstück zoo vorgesehenen Nuten 1o1, in welche die -entsprechenden
Federn oder Zapfen des Gleitstückes 102 hineingreifen, gestatten. bei dieser Höheneinstellung
des Ambosses 4 die scnkrechte Gegeneinand2rverstellung zwischen diesen beiden Gleitstücken
zoo und zog, wobei das Gleitstück ioo dem Amboß 4 folgt, das Gleitstück 102 wiederum
auf derselben Höhe verbleibt und untei der Einwirkung,des -Nockens i o4 steht.