DE879899C - Tragplatte fuer Zahnprothesen - Google Patents

Tragplatte fuer Zahnprothesen

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DE879899C
DE879899C DES26282A DES0026282A DE879899C DE 879899 C DE879899 C DE 879899C DE S26282 A DES26282 A DE S26282A DE S0026282 A DES0026282 A DE S0026282A DE 879899 C DE879899 C DE 879899C
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DE
Germany
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DES26282A
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Konrad Grade
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/225Fastening prostheses in the mouth
    • A61C13/24Fastening by suction, i.e. total dentures

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Prosthetics (AREA)

Description

  • Tragplatte für Zahnprothesen In der Dentaltechnik ist es bel;allnt, zum Auflianen von künstlichen Zähnen Tragplatten zu ver wenden, die in der Weise auf dem Kiefer gehalten werden, daß an den Abschlußrändern der Platte, uln diese in einem geschlossenen Zug herumlaufend, ein wulstartiger Steg vorgesehen wird, der sich in das Kiefergewebe eindrückt und dabei eine Saugwirkung erzeugt, durch die der einwandfreie Sitz der Platte gewährleistet und ein unerwünschtes Herausfallen beim Sprechen oder Kauen verhindert werden soll. Diese Randstege werden, sofern die Prothesenplatte aus Metall besteht, aus der Platte durch Prägen oder Drücken herausgeformt, tsährend bei aus einem nicht metallischen Werkstoff gebildete Platten die Stege im allgemeinen bereits bei der Herstellung der Platte im Gieß- oder Preßverfahren mit angeformt werden.
  • Derart ausgebildete Protheseuplatten weisen indessell den Afangel auf, daß ihre Haftfähigkeit in vielen Fällen nicht ausreicht, und zwar insbesondere dann. wenn bei dem Prothesenträger ungünstige Kieferformen vorliegen. Silan hat daher schon vorgeschlagen, innerhalb der rundum laufenden Randhefestigung noch zusätzlich in sich geschlossen saugnapfartig wirkende Stege anzubringen, um auf diese Weise die Haftwirkung zu verbessern. Dabei muß jedoch darauf geachtet werden, daß alle diese Stege derart ausgebildet sind, daß sie nach dem Einsetzen der Prothesenplatte in den Kiefer nicht drücken. Da jeder Prothesenträger eine andere Kieferform besitzt, ist vielmehr eine individuelle Bemessung und Gestaltung der Stege erforderlich, um jede Druckstelle, die zu empfindliegen und schmerzhaften Reizungen des Kiefer gewebes führen kann, zu vermeiden. Es müssen daher alle Stegbereiche, die zu derartigen Beeinträchtigungen führen und durch die im übrigen vielfach auch der sichere Halt der Platte in Frage gestellt ist, entsprechend nachgearbeitet und so den Erfordernissen des Einzelfalles genau angepaßt werden können, Diese Bearbeitungsmöglichkeit ist bei aus nicht metallischen Werkstoffen bestehenden Prothesenplatten in der Regel ohne weiteres gegeben. Dagegen treten dann erhebliche Schwierigkeiten auf, wenn es sich um Metallplatten handelt, da in diesem Fall das Abarbeiten von einzelnen Stegbereichen, beispielsweise durch Abfeilen oder Abschaben, das nur mit sehr großer Sorgfalt geschehen darf, sich nie so genau durchführen läßt, wie dies zur Schaffung der gewünschten Stegform unbedingt erforderlich ist. Man ist hierbei ausschließlich von der Geschicklichkeit des betreffenden Fachmannes abhängig, und es ist infolgedessen bisher noch nicht gelungen, metallische Tragplatten für Zahnprothesen, die außer mit dem umlaufenden Randsteg noch mit im übrigen Bereich des Kiefers angreifenden Saugkammern versehen sind, in größerem Umfang in der Praxis zur Anwendung zu bringen.
  • Gemäß der Erfindung wird den geschilderten Schwierigkeiten bei Metallprothesenplatten dadurch in wirkungsvoller Weise begegnet, daß man die Stege in Gestalt von offenen Rillen ausbildet, die mit einem bearbeitbaren, vorzugsweise nicht metallischen Werkstoff ausgefüllt werden, der um ein geringes Maß über die Rillenränder vorsteht. Die Tragplatte wird zu diesem Zweck aus zwei aufeinanderliegenden Teilen zusammengesetzt, wie dies an sich bereits bekannt ist, wobei die Stege zuvor aus dem nach dem Kiefer zu gelegenen Teil der Platte in der üblichen Weise herausgeformt wurden.
  • Nach dem Zusammenfügen der beiden Plattenteile werden dann die Stege nachträglich geöffnet, und zwar zweckmäßig durch Aufschlitzen oder Aufschleifen, worauf in die dadurch geschaffene Rille der bearbeitbare Werkstoff, für den vorzugsweise Gummi, Kunststoff od. dgl. in Frage kommt, durch Pressen, Spritzen oder auch durch Eindrücken von Hand eingebracht wird.
  • Auf diese Weise wird es ermöglicht, diejenigen Bereiche der saugnapfartig wirkenden Stege, die beim Einsetzen der Prothese in den Kiefer Druckstellen erzeugen, derart zu bearbeiten und, was bei Metallstegen praktisch in keinem Fall gelingt, selbst um kaum wahrnehmbare Beträge in ihrer Höhe zu vermindern, daß ein genau passender und keinerlei Beschwerden verursachender Sitz der Platte gewährleistet ist. Darüber hinaus können sogar an jeder Stelle der Stege, entsprechend den durch die Kieferform gegebenen Verhältnissen, Teile des bearbeitbaren Kunststoffes nachträglich noch aufgetragen werden, falls sich beim Einpassen der Platte herausstellen sollte, daß ein Steg nicht über seinen gesamten Umfang am Gewebe anliegt und dadurch keine Saugwirkung eintritt.
  • Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Stege werden somit in besonders günstiger Weise die Vorteile der aus einem bearbeitbaren, zweckmäßig nicht metallischen Werkstoff bestehenden Saugkammerumrandungen mit den Vorzügen der Metallprothesenplatte vereinigt und dadurch die Möglichkeit geschaffen, dem Prothesenträger eine Prothese zu bieten, die bei einwandfreiem Sitz, ungeachtet der Sprech- und Kaubewegungen des Kiefers, jederzeit und selbst auf lange Dauer ein ungestörtes Tragen gewährleistet.
  • Die Zeichnung veranschaulicht den Gegenstand der Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels bei einer Dberkiefergaumenplatte, und zwar zeigt Abb. I eine Draufsicht auf die nach dem Kiefer zu gelegene Seite der Platte, Abb. 2 einen Schnitt durch die Platte nach Linie A-B von Abb. I, jeweils mit geöffneten, jedoch noch nicht ausgefüllten Stegrillen, Abb. 3 in vergrößertem Maßstab einen Teilschnitt durch die Platte mit einem Steg vor dessen Öffnung und Abb. 4 den gleichen Teilschnitt mit geöffnetem und den bearbeitbaren Werkstoff enthaltendem Steg.
  • Die Prothesenplatte I besteht in bekannterWeise aus den beiden aufeinanderliegenden Teilen 2 und 3, von deren der Teil 2 an seinem Randbereich zur Aufnahme der künstlichen Zähne bestimmt ist, während der nach dem Kiefer zu gelegene Teil 3 mit einer Anzahl von in sich geschlossenen wulstartigen Stegen 4 versehen ist, die, wie aus Abb. 3 ersichtlich, vor dem Vereinigen der beiden Plattenteile 2 und 3 aus dem Teil 3 herausgeprägt wurden.
  • Nach dem Zusammensetzen der Platte I werden diese Stege 4 dann auf beliebige Weise, z. B. durch Aufschlitzen, geöffnet, so daß sich Rillen ergeben, in die anschließend der bearbeitbare Werkstoff 5, beispielsweise Kautschuk od. dgl., derart eingefügt wird, daß er die Rillenränder um ein geringes, das Nacharbeiten ermöglichendes Maß überragt. In Abb. 4 ist die auf diese Weise geschaffene Stegform deutlich erkennbar, und es ist ersichtlich, daß der über die Rillenränder vorstehende Bereich der Füllmasse 5 ein leichtes Nacharbeiten gestattet, um die Stege der jeweiligen Kieferform des Prothesenträgers anpassen zu können.
  • Mit Hilfe der durch die Stege 4, 5 gebildeten Saugkammern 6 wird die Prothese auf dem Kiefer festgehalten, indem die Stege sich in das Kiefergewebe eindrücken und so den ordnungsgemäßen und beschwerdefreien Sitz der Prothese bewirken.
  • Die Erfindung läßt sich sinngemäß in der verschiedensten Weise verwirklichen und ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.
  • So sind sowohl die Formgebung der Prothesenplatte selbst wie auch die Anordnung und Verteilung der auf dieser angebrachten, durch die wulstartigen Stege gebildeten Saugkammern durchaus beliebig und richten sich ausschließlich nach den Erfordernissen des Einzelfalles. Ebenso können auch die Verbindung der beiden Plattenteile sowie die Ausformung und Öffnung der Stege in jeder sonstigen geeigneten Weise vorgenommen werden, sofern nur dafür Sorge getragen ist, daß bei Metallprothesenplatten die die Umrandung der Saugkammern bildenden Stege rillenförmig gestaltet und mit einem verhältnismäßig leicht bearbeitbaren Werkstoff ausgefüllt sind, der eine individuelle An- passung der Stege an die Kieferform des Prothesenträgers erlaubt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Aus Metall bestehende Tragplatte für Zahnprothesen mit durch Saugwirkung deren Haftung auf dem Kiefer sichernden wulstartigen Stegen geeigneter Formgebung, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem nach dem Kiefer zu gelegenen Teil (3) der in an sich bekannter Weise aus zwei aufeinanderliegenden Teilen (2, 3) zusammengesetzen Platte (i) herausgeformten Stege (4) in Gestalt von offenen Rillen ausgebildet sind, die mit einem bearbeitbaren, vorzugsweise nicht metallischen, über die Rillenränder vorstehenden Werkstoff (5) ausgefüllt sind.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Tragplatten nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Rillen durch nachträgliches Öffnen der in bekannter Weise aus dem Plattenteil (3) herausgeformten Stege (4) gebildet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Öffnen der Stege (4) durch Aufschlitzen, Aufschleifen od. dgl. erfolgt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, das der bearbeitbare Werkstoff (5) durch Pressen, Spritzen, Eindrücken oder ähnliche geeignete Maßnahmen in die Rillen eingefügt wird.
DES26282A 1951-12-12 1951-12-12 Tragplatte fuer Zahnprothesen Expired DE879899C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE20203558U1 (de) * 2002-03-05 2004-06-03 Oeder, Dieter Befestigungsmittel zum Befestigen einer dentalen Prothese

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE20203558U1 (de) * 2002-03-05 2004-06-03 Oeder, Dieter Befestigungsmittel zum Befestigen einer dentalen Prothese

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