DE875670C - Verfahren zur Leistungssteigerung von Saugzugsintergeraeten beim Sintern von insbesondere sauren Eisenerzen - Google Patents

Verfahren zur Leistungssteigerung von Saugzugsintergeraeten beim Sintern von insbesondere sauren Eisenerzen

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DE875670C
DE875670C DEM2774D DEM0002774D DE875670C DE 875670 C DE875670 C DE 875670C DE M2774 D DEM2774 D DE M2774D DE M0002774 D DEM0002774 D DE M0002774D DE 875670 C DE875670 C DE 875670C
Authority
DE
Germany
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lime
milk
sintering
ores
performance
Prior art date
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Expired
Application number
DEM2774D
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Dr Phil Meyer
Herbert Dr Phil Wittenberg
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GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/16Sintering; Agglomerating
    • C22B1/20Sintering; Agglomerating in sintering machines with movable grates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Leistungssteigerung von Saugzugsintergeräten beim Sintern von insbesondere sauren Eisenerzen Nach dem `'erfahren des Patentes 869 ol;i wird die Anwendung von gebranntem Kalk in feiner Form beim Saugzu-sintern von insbesondere sauren Eisenerzen in Mengen von etwa i bis 9% vorgeschlagen. um eine Leistungssteigerung des Saugzugsinterger.ätes durch Erhöhung der Schichtstärke und/oder der Bandgeschwindigkeit zu erzielen.
  • Nach der Erfindung wird dieses. `'erfahren dadurch wesentlich vereinfacht und verbessert, daß an Stelle von gebranntem Kalk Kalkmilch für die Behandlung der Erze verwendet wird. Es wurde iiiiinlich gefunden, daß überraschenderweise die gleiche Leistungssteigerung mit geringeren Ca0-Gehalten erzielt wird, wenn an Stelle von gebranntem kalk oder Kalkhydrat in Form von Kalkschlämmen Kalkmilch gebraucht wird, die zweckmäßig in der bekannten pumpfäliigen Grädigkeit von etwa i-. bis 15° Be, entsprechend etwa 15 Gewichtsprozent der Lösung, zur Anwendung gelangt. Die Behandlung des Erzes kann entweder durch Überbrausen des zum Sintern vorbereiteten Erzes mit Kalkmilch oder noch besser durch Eintauchen des Erzes in die Kalkmilch erfolgen. Hierbei wird die Kalkmilch zweckmäßig in der heißen Form .verwendet, wie sie beim Ablöschen des gebrannten Kalkes unmittelbar hergestellt wird (Temperatur 6o bis 70°). Die Erze werden also durch die frisch hergestellte heiße Kalkmilch geführt, wodurch zugleich die sonst notwendige Anfeuchtung der Erze auf den für die Sinterung notwendigen Wassergehalt sich erübrigt. Werden beispielsweise 15 Gewichtsprozent Kalkmilch- von i5° Be dem trockenen Feinerz zugesetzt, so erhöht sich der CaO-Gehalt um etwa 21/o, der, wie gefunden wurde, die gleiche leistungserhöhende. Wirkung wie ein etwa 3o/oiger Zuschlag an gebranntem Kalk bewirkt.
  • Mit dem Verfahren der Erfindung werden also erhebliche Mengen an gebranntem Kalk gespart. Eine Erklärung für das besonders günstige Verhalten der Kalkmilch ist darin zu suchen"daß es bei dem Kalkzusatz nur darauf . ankommt, die Oberfläche der Erzkörner physikalisch und chemisch derart zu verändern, so daß ein zu frühes Zusammenschmelzen der einzelnen Erzkörner verhindert wird Lind dadurch die Gasdurchlässigkeit der Sinterbeschickung während der Schmelzbildung aufrechterhalten bleibt.
  • Durch Zusatz von gebranntem Kalk oder Kalkstein In feiner Form (unter :2 mm Korngröße) kann ein durch die Kalkmilchbehandlung unerwünscht höherer Wassergehält wieder auf das erforderliche Maß der Sinterung herabgesetzt -werden. Durch den gleichen Zusatz kann der für die Möllerung notwendige Kalkgehalt irn Sinter in Abhängigkeit vom S'02-Gehalt des Erzes eingestellt werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Leistungssteigerung von Saugzugsintergeräten beim Sintern von insbesondere sauren Eisenerzen durch Zugabe von gebranntem Kalk in feiner Form und geringen Mengen nach Patent 869 oSi, dadurch gekennzeichnet, daß die Erze mit zweckmäßig heißer Kalkmilch behandelt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der für die Durchführung der Sinterung notwendige Wassergehalt der Erze von etwa 12 bis 25 % ausschließlich durch Zugabe von Kalkmilch zweckmäßig bei der Durchinischung der Erze eingestellt wird.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen i und 2, dadurch -gekennzeichnet, daß pumpfähige Kalkmilch von etwa 1q. bis i5° B8 in Mengen von 15 bis 300/0 dem Erz zugesetzt wird. q..
  4. Verfahren nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß außerKalkmilch gebrannter oder gelöschter Kalk und/oder Kalkstein in Korngrdßle unter 2 mm, zweckmäßig in Zementmehlfeinheit zugesetzt wird.
  5. 5. Verfahren nach Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Kalkmilch der Kalkgehalt um etwa 2 bis 3 °/o, bezogen auf das zu sinternde Gut, erhöht wird.
DEM2774D 1943-04-25 1943-04-25 Verfahren zur Leistungssteigerung von Saugzugsintergeraeten beim Sintern von insbesondere sauren Eisenerzen Expired DE875670C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0039305A1 (de) * 1980-04-25 1981-11-04 MANNESMANN Aktiengesellschaft Verfahren zur Verringerung der Schadstoffemission beim Sintern

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