DE875480C - Verfahren zur Herstellung eines mehrchorigen gemusterten Florgewebes und gemaess diesem Verfahren hergestelltes Gewebe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines mehrchorigen gemusterten Florgewebes und gemaess diesem Verfahren hergestelltes Gewebe

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DE875480C
DE875480C DEC1159D DEC0001159D DE875480C DE 875480 C DE875480 C DE 875480C DE C1159 D DEC1159 D DE C1159D DE C0001159 D DEC0001159 D DE C0001159D DE 875480 C DE875480 C DE 875480C
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DE
Germany
Prior art keywords
pile
threads
warp threads
binding
fabric
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Expired
Application number
DEC1159D
Other languages
English (en)
Inventor
Clemens Johannes Maria V Brink
Clemens Henricus Campman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Tapijtfabriek Van Den Brink &
Original Assignee
Tapijtfabriek Van Den Brink &
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Publication date
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D27/00Woven pile fabrics
    • D03D27/02Woven pile fabrics wherein the pile is formed by warp or weft
    • D03D27/10Fabrics woven face-to-face, e.g. double velvet

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)
  • Cleaning Implements For Floors, Carpets, Furniture, Walls, And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines mehrchorigen gemusterten Florgewebes und gemäß diesem Verfahren hergestelltes Gewebe Es sind mehrchorige gemusterte Florgewebe bekannt, wobei für Teppiche dicke Florkettenfäden in grober Einstellung verwendet werden. Bei der Herstellung derartiger Gewebe arbeitet von den z. B. sechs Choren nur ein Chor je Rohr; die Fäden der übrigen fünf Chore liegen blind im Rückengewebe, d. h. liegen bei auf einem Doppelstuhl gewebten Florgeweben blind verteilt über die Rücken der beiden Gewebe.
  • Diese allgemein übliche Webart bringt es mit sich, daß die Umrisse des Musters nie feiner sein können, als der gegenseitigen Entfernung der arbeitenden Chore in der Richtung des Schusses entspricht, d. h. nie feiner, als dem Abstand des einen Rietstabes zum nächsten entspricht, welcher Abstand bei dicken Florkettenfäden verhältnismäßig groß ist. Bei derartigen Florgeweben ist es also nicht möglich, feine Figuren bzw. schmale Umrisse zu erhalten.
  • Die Erfindung bezweckt, trotz der erforderlichen breiten Rieteinstellung doch eine feinere Ausführung der Figuren erhalten und schmale Umrisse anbringen zu können. Die Erfindung gibt dazu eine Lösung, die es auch für andere, feinere Florgewebe ermöglicht. Umrisse größerer Feinheit zu erhalten, als der üblichen Rieteinstellung entspricht. Die Erfindung kann bei Rutengeweben sowie bei doppelgewebten Florgeweben im weitesten Sinn Anwendung finden: Das Verfahren zur Herstellung eines mehrchorigen gemusterten Florgewebes mit Bindeketten- oder anderen Trennungsfäden, die zwischen aneinandergrenzenden Florfäden liegen, besteht nach der Erfindung darin, daß die Chore je Rietöffnung durch Trennungsfäden geteilt werden und j e Rietöffnung mehr als ein Chor des (jedes) Gewebes gleichzeitig gesteuert werden kann, so daß man nachWahl einen geringeren Abstand zwischen einem arbeitenden Chore einer Rietöffnung und . einem arbeitenden Chore einer angrenzenden Rietöffnung erhalten kann, als der Riettei.lung entspricht.
  • Man kann nun außer gleichbindendem Flor zweier angrenzenden Rohre noch zusätzlichen Flor aufs einem dieser beiden Rohre zur Bildung von Flor mitarbeiten lassen, so daß in einem Rohr z. B. zwei Flore und in einem benachbarten Rohr z. B. ein Flor, wie normal, gebildet werden.
  • Bei Anwendung der Erfindung bleiben die Chore frei voneinander und drehen sich nicht zusammen. Bei der Arbeit auf einem Doppelstuhl können bei einer praktischen Ausführungsform nach der Erfindung je Rohr nebeneinander die Hälfte der Anzahl Binde- und Füllkettenfäden, dann ein bzw. zwei oder mehrere Flo.rkettenfäden, darauf wieder eine Anzahl Binde- und Füllkettenfäden und schließlich zwei oder mehrere Florkettenfäden bzw. e-in Florkettenfaden gewebt werden und an den betreffenden Stellen in einem einzigen Rohr einer oder der beiden -Gruppen von Florkettenfäden nach Wahl Flor gebildet werden.
  • Nach der Erfindung wird das neue Verfahren vorzugsweise bei, durchgemusterten Florgeweben angewendet; es, kann aber auch bei an der Florseite gebundenem Flor Anwendung finden. Die Verwendung von vielen Binde- und Füllkehtenfäden trägt zur Steigerung der Wirkung bei.
  • Die Erfindung umfaßt auch sämtliche unter Anwendung des neuen Verfahrens hergestellte, mehrfarbig gemusterte Florgewebe..
  • An Hand der schematischen Zeichnung wird die Erfindung an .einem Ausführunggsbeispiel näher erläutert.
  • Fig. i stellt die Lage benachbarter Kettenfäden in zwei, aufeinanderfolgenden Rohren für ein Doppelgewebe dar, das während oder nach denn Weben zwecks Bildung zweier einfacher Florgewebe durchgeschnitten wird; -Fig. 2 zeigt, wie die Kettenfäden nindiesenkohren zwecks. Verteilung des Flors über die beiden Waren gesteuert werden; Fig: 3 ist ein Florbindungsschema eines D;reischußflorgewebes nach der Erfindung vor dem Durchschneiden, wobei klarheitshalber die Bindeuni Füllkettenfäden fortgelassen sind.
  • In den Fig. i und 2 sind R1 und R2 zweit benachbarte Rohre. In jedem Rohr liegen von links nach rechts aufeinanderfolgend nebeneinandervier Bindekettenfäden B, vier Füllkettenfäden h, drei Florkettenfäden r, 3, ¢, vier Bindekettenfädern B, vier Füllkettenfäden V, zweü Florkettenfäden 2, 5. Die Verteilung ist derart, daß die Hälfte der Bindeuni Füllkettenfäden in der Oberware bzw. Unterware des Doppelgewebes zu liegen kommt und vom Flore drei Chore in der Oberware und zwei in der Unterware im ersten Rohr und umgekehrt zwei Chore in der Oberware und drei in der Unterware im zweiten Rohr zu liegen kommen. Normal können immer drei der fünf Chore in der Oberware oder in der Unterware liegen, daraus austreten und darin wieder zurückkehren. Sämtliche Florfäden werden einzeln gesteuert.
  • Wie aus der Zeichnung hervorgeht, sind die Florkettenfäden in jeder Ware auch wieder unterteilt, und zwar derart, .das die Fäden der einen Gruppe von denjenigen der anderen Gruppe getrennt sind, im vorliegenden Fall von Binde- und Füllkettenfäden.
  • Es sei angenommen, daß die Reihenfolge der Farben. im Rohr Ri und in dem Rohr R2 in Fig. i wie folgt ist: Violett, Gelb, Grün, Terra und Blau, dann liegen die violetten, die gelben und die grünen Fäden immer von den terra und dien blauen Fäden getrennt.
  • Während früher der Abstand zwischen einem Chore das einen Rietes: und einem Chore des folgenden Rietes dem Abstand El gleich war, kann dieser Abstand nun auf einen kürzeren Abstand KA (Fig. 2) gekürzt werden, da nun die Gruppen von Florkettenfäden geteilt sind und man zu gewünschten Zeitpunkten Zwischenchore arbeiten lassen kann, so daß man trotz eines, groben Plorgewebas mit grober Florteilung dennoch feinere Umrisse und Einzelheiten erhalten kann, die mit der üblichen Riteteinstellung nicht möglich sind.
  • Es ist nicht notwendig, daß die Umrisse und Einzelheiten überall feiner ausgeführt werden; wenn die Bildung eines Umrisses mit einer Verwechslung von Choren zusammenfällt, könnte an dieser Stelle anstatt einer anderen Farbe als auf der anderen ,Seite der trennenden Kettenfäden die gleiche Farbe arbeiten.
  • In Fig. 3 Ist der Lauf der Chore in einem Teil eines auf einem Doppelstuhl gewebten Florgewebes nach der Erfindung vor dem Durchschneiden dargestellt.
  • Die Erfindung umfaßt nicht nur das beschriebene Verfahren und dessen technische Äquivalente, sondern auch sämtliche Florgewehe, die nach dem Grundsatz der Erfindung hergestellt sind, mögen sie auf einem Rutenstuhl oder auf einem Doppelstuhl hergestellt sein. Die Erfindung umfaßt hauptsächlich Teppichflorgewebe, aber auch Tischdeckenflorgewebe und andere für den Zweck in Betracht kommende ,Flurgewebe:

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung eines mehrchorigen gemusterten Flurgewebes mit Bindeketten-oder anderen Trennungsfäden, die zwischen aneinandergrenzenden Flurfäden liegen, dadurch gekennzeichnet, daß die Chore je Rietäffnung durch Trennungsfäden geteilt werden und je Rietöffnung mehr als ein Chor des (jedes) Gewebes gleichzeitig gesteuert werden kann, so daß man nach Wahl einen geringeren Abstand zwischen einem arbeitenden Chore einer Rietöffnung und einem arbeitenden Chore einer angrenzenden Rietöffnung erhalten kann, als der Rietteilung entspricht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem Doppelstuhl je Rohr nebeneinander die Hälfte der Anzahl Binde- und Füllkettenfäden, dann ein bzw. zwei oder mehrere Florkettenfäden, darauf wieder eine Anzahl Binde- und Füllkettenfäden und schließlich zwei oder mehrere Florkettenfäden bzw. ein Florkettenfaden ge-,vebt werden und an geeigneben Stellen in einem Rohr von einer oder von beiden Gruppen von Florkettenfäden nach Wahl Flor gebildet wird.
  3. 3. Mehrchoriges gemustertes Florgewebe, dadurch gekennzeichnet, daß in der Schußrichtung der Flor je Rohr geteilt ist und zwischen den so geteilten Floren Binde- und/oder Füllkettenfäden liegen, die bestimmte Flore in diesem Rohr voneinander getrennt halten, derart, daß in der Richtung des Schusses betrachtet bei Umrissen der Musterfelder die Flor noppenverschiedener Chore dicht aneinander anschließen können.
  4. 4. Mehrchoriges gemustertes Florgewebe nach Anspruch 3., dadurch gekennzeichnet, daß der Reihe nach nebeneinander je Rohr und bei einem Doppelge-,vebe je Ware verarbeitet sind: ein oder zwei Binde- oder Füllkettenfäden, ein bzw. mehrere Florkettenfäden, ein oder zwei Binde-oder Füllketbenfäden, zwei oder mehrere Florkettenfäden bzw. ein Florkettenfaden, und daß an den fraglichen Stellen in einem einzigen Rohr jeder der Gruppen von Florkettenfäden wenigstens eine Flornoppe gebildet ist. Angezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. i8, 5,oi vom Jahre igoo; französische Patentschrift Nr. 807 496; USA.-Patentschrift Nr. z 137:203; Artur H a m a n n, »Webwarenkunde« 192,9, S. 24I/242.
DEC1159D 1939-09-11 1942-01-14 Verfahren zur Herstellung eines mehrchorigen gemusterten Florgewebes und gemaess diesem Verfahren hergestelltes Gewebe Expired DE875480C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB190018501A (en) * 1900-10-17 1900-11-17 Alfred Heald Certain Improvements in Woven Fabrics
FR807496A (fr) * 1935-09-30 1937-01-13 Agache & Co A Velours en double pièce avec suppression partielle de la chaîne de liage
US2137203A (en) * 1937-10-06 1938-11-15 Collins & Aikman Corp Pile fabric

Patent Citations (3)

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FR807496A (fr) * 1935-09-30 1937-01-13 Agache & Co A Velours en double pièce avec suppression partielle de la chaîne de liage
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