DE87449C - - Google Patents

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DE87449C
DE87449C DENDAT87449D DE87449DA DE87449C DE 87449 C DE87449 C DE 87449C DE NDAT87449 D DENDAT87449 D DE NDAT87449D DE 87449D A DE87449D A DE 87449DA DE 87449 C DE87449 C DE 87449C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B39/00Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00
    • F04B39/0005Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00 adaptations of pistons
    • F04B39/0011Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00 adaptations of pistons liquid pistons

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
"0
Bei der Kahlbaum'sehen Quecksilberluftpumpe, die auf zweckmä'fsiger Vereinigung des Sprengel'schen Principes mit dem Principe der Hebung des gefallenen Quecksilbers über Barometerhöhe durch die Saugwirkung irgend einer — hier Wasserstrahl- — Luftpumpe und theilweiser Entgasung des gehobenen Quecksilbers durch die Wirkung eben derselben Pumpe beruht, ist bisher keine Vorrichtung zum Aufsammeln der ausgesaugten Gase angebracht worden, die erst die Verwendung der Pumpe für einen gröfseren Kreis von Zwecken ermöglicht, vor allem zu physiologischen Zwecken als Blutgaspumpe.
Um dies zu bewerkstelligen, mufste eine Einrichtung getroffen werden, welche Gegenstand vorliegender Erfindung ist und theils unmittelbar, theils mittelbar — indem sie den Gebrauch der Pumpe wesentlich erleichtern —-dem erwähnten Zwecke dient.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Pumpe mit der neuen Einrichtung in Vorderansicht und theilweise im Verticalschnitt dargestellt.
In einem Rahmengestelle aus Holz und Eisen sind die Bestandteile der Pumpe leicht abnehmbar mittelst Vorstecker S befestigt. Aus dem Quecksilbersammelgefä'fse K steigt das Steigrohr Ax welches innerhalb der Flasche über dem Quecksilberspiegel eine kleine Luftöffnung besitzt, zu dem oben erweiterten Fallrohr B nach oben auf, dieses geht nach unten in Form eines bei C eingeschmolzenen, nach aufwärts gebogenen Rohrstückes in das Ueberfallrohr C C1 D über, das nach unten in das Sammelgefäfs K zurückführt. Vom tiefsten Punkt des Ueberfallrohres unterhalb C steigt der Schlauch B2 zu den aus Röhren ge-' blasenen Luftfängen EE auf, die durch die Hähne E1 E1 verschlossen sind. Diese Hähne sind seitlich angebohrt und öffnen sich gegen entsprechende Oeffnungen der Hahnhülsen, die unter Quecksilberverschlufs stehen. Aus den Luftfängen führt ein zweimal abgebogenes Heberrohr zur Sprengel'schen Pumpe Lx deren Fallrohr G unten U - förmig nach aufwärts umgebogen in die Gassammelvorrichtung H mündet. Die zu evaeuirenden Pumpenräume J R J1 J2 stehen einerseits mit der Sprengel'schen Pumpe, andererseits durch einen unter. Quecksilberdichtung befindlichen Schliff mit der Barometerprobe M und durch einen ebensolchen SchliffmitdemMc.Leod'schen Vacuummeter (Volumometer) WVF1 in Verbindung, dessen Quecksilberbehälter W durch die Kurbel N gehoben und gesenkt 'wird. Durch den Hahn F, der gleichfalls unter Quecksilberverschlufs steht, und den Schlauch -B1 können die Pumpenräume bei entsprechender Stellung des Hahnes W2 auch unmittelbar mit der bei W2 verbundenen Wasserstrahlpumpe verbunden werden. Bei anderer Stellung des T-förmig gebohrten Hahnes VF2 steht diese jedoch mit A und B in Verbindung.
Die zu evaeuirenden Pumpenräume bestehen aus dem an einem in der Höhe verstellbaren Träger T angebrachten Recipienten J2 mit den Schaumkugeln J1 und dem Trockenapparat R, die durch Schliffe verbunden werden.
Das Fallrohr der Sprengel'schen Pumpe G endigt, wie erwähnt, unmittelbar in der Gassammervorrichtung HH1 H2 Hs, mittelbar durch deren unteres Fortsatzrohr, das durch den Hahn H3 zu verschliefsen ist, in das Quecksilbersammelgefäfs K. Die Gassammelvorrichtung besteht aus dem birnförmigen Glasgefa'fse H, von dessen höchstem Punkte das Rohr H1 zu dem Hahn H2 führt. Durch diesen kann die kleine Quecksilberwanne P mit dem in den Hals derselben eingesetzten Eudiometer von H abgeschlossen werden.
Das Quecksilbersammelgefäfs K ist in Fig. 2 genauer dargestellt. In dessen unterem verengten Theile K2 befindet sich das Quecksilber, das bei Hi (Fig. 1) abgelassen werden kann. In das Quecksilber reichen durch drei Oeffnungen des Deckels das Steig-, Fall- und Ueberfallrohr herab. Der obere erweiterte Theil K1 steht durch ein Trockenrohr O (Fig. 1) mit der äufseren Luft in Verbindung. In den ringförmigen Raum zwischen K1 und K1 wird Schwefelsäure zur Trocknung der Luft eingefüllt.
Die Inbetriebsetzung der mit Quecksilber entsprechend gefüllten Pumpe erfolgt, während Hahn H3 geöffnet und Hahn H2 geschlossen, ebenso der Schlauch B2 noch durch einen Querhahn geschlossen ist, indem zunächst die Räume Ji? J1 J2 durch die Hähne Fund W2 unmittelbar mit der Wasserstrahlpumpe verbunden werden. Wenn diese nicht mehr weiter aussaugt, wird //geschlossen und durch W2 die Verbindung der Wasserstrahlpumpe mit A und B hergestellt. Das in A mit Luftblasen über Barometerjhöhe aufsteigende Quecksilber fällt zum Theil schon wieder evacuirt durch das Rücklaufrohr B in das Ueberfallrohr C C1 , wo allenfalls mitgerissene Luft nach C1 aufsteigt und zunächst alles Quecksilber durch D nach K abrinnt. Nun wird der Quetschhahn an B2 geöffnet und das Quecksilber steigt vom tiefsten Punkt des Ueberfallrohres schon möglichst luftfrei nach E E auf. Das Ueberfallrohr regelt selbstthätig den Zuflufs des Quecksilbers nach EE und L und somit entfällt jegliche Regelung der zum Betriebe verwendeten Wasserstrahlpumpe. Aus den Luftfängen EE kann etwa noch angesammelte Luft durch einfache Drehung der Hähne E1 E1 zeitweise vollständig entfernt werden. . ■ . .
Das aus den Luftfängen EE zur Sprengeischen Pumpe L zufliefsende Quecksilber fällt in das Fallrohr G und evacuirt die Pumpenräume; durch den offenen Hahn H3 fällt dasselbe weiter nach K, während sich die Luft zunächst in H ansammelt, wenn dieses aber einmal gefüllt, ist, auch nach unten fortgerissen wird. . .
Sollen irgendwelche evacuirte Gase aufgefangen werden, so wird folgendermafsen vorgegangen. Zunächst wird die mit Luft gefüllte Pumpe in der beschriebenen Weise vollständig evacuirt. Zum Schlüsse wird, während die Pumpe fortwirkt, Hahn H2 geöffnet und darauf Hahn H3 geschlossen. Nun füllt das herabfallende Quecksilber HH1 H2 und ein Stück von P, da das Eudiometer noch nicht eingesetzt ist. Hierauf wird gleichzeitig H2 geschlossen und H3 geöffnet und nun das mit Quecksilber gefüllte Eudiometer oder eine andere ähnliche Mafs- oder Sammelvorrichtung eingesetzt.
Nach diesen Vorbereitungen werden die auszusaugenden Substanzen in passender Weise mit. dem Recipienten J2 in Verbindung oder in denselben gebracht. Die ausgesaugten Gase gelangen in R getrocknet zur Sprengel'schen Pumpe und werden durch G nach H abwärts befördert, wo sie gegen H1 H2 aufsteigen, während das Quecksilber durch den offenen Hahn H3 abfliefst. Nun kann H2 geöffnet werden. Dann steigen die ausgesaugten Gase bläschenweise ins Eudiometer auf. Es kann aber auch, wenn H2 geschlossen bleibt, das ganze Gas in HH1 angesammelt und erst zum Schlüsse durch Oeffnen von H2 ins Eudiometer entleert werden.
Die zum Betriebe der Pumpe erforderliche Quecksilbermenge ist durch die Verwendung eines einzigen Centralsammelgefäfses K für das Quecksilber, sowie durch die vereinfachte, auch leichter herzustellende Construction der Luftfänge EE auf eine sehr geringe Menge herabgesetzt.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Quecksilberluftpumpe, dadurch gekennzeichnet, dafs die von einer Sprengeischen Pumpe evacuirten Gase mittelst einer selbsttätigen Sammelvorrichtungii.ifj H2 H3 aufgefangen und in eine Mefsvorrichtung geleitet werden können, wobei die Sammelvorrichtung aus einem Gefäfs (H) besteht, in welches ein Fallrohr (G) mündet, und welches einerseits mit einem Behälter (P) zur Aufnahme des Mefsrohres (Eudiometerröhre), andererseits mit dem Sammelgefäfs (K) für das Quecksilber abschliefsbar in Verbindung steht.
2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Luftpumpe, bei welcher durch die Anbringung eines Ueberfallrohres C C1D jegliche Regulirung der zum Betriebe verwendeten Wasserstrahlpumpe entfällt und durch die Fortsetzung des Rücklaufrohres -B nach aufwärts an der Biegungsstelle des Ueberfallrohres bei C erreicht ist, dafs vom tiefsten Punkte dieses durch B2 schon möglichst luftfreies Quecksilber in die Luftfänge EE aufsteigt.
Eine Ausführungsform der unter ι. gekennzeichneten Luftpumpe, bei welcher zur Verminderung der zum Betriebe erforderlichen Quecksilbermenge ein einziges Sammelgefäfs für das Quecksilber verwendet wird, welches sowohl Ueberfall- und Steigrohr, als auch das Fallrohr G aufnimmt.
4. Eine Ausführungsform der unter i. gekennzeichneten Luftpumpe, bei welcher die Hahnschliffe E1 E1 unter Quecksilberabschlufs stehen, um die vollständige Entfernung der Luft aus den Luftfängen EE durch einfache Drehung der Hähne zu ermöglichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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