DE871889C - Verfahren zur Herstellung sauerstoffhaltiger organischer Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung sauerstoffhaltiger organischer Verbindungen

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DE871889C
DE871889C DEB7322D DEB0007322D DE871889C DE 871889 C DE871889 C DE 871889C DE B7322 D DEB7322 D DE B7322D DE B0007322 D DEB0007322 D DE B0007322D DE 871889 C DE871889 C DE 871889C
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DE
Germany
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oxygen
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compounds
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DEB7322D
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English (en)
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Richard Dr Klemm
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BASF SE
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BASF SE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/15Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of oxides of carbon exclusively
    • C07C29/151Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of oxides of carbon exclusively with hydrogen or hydrogen-containing gases
    • C07C29/153Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of oxides of carbon exclusively with hydrogen or hydrogen-containing gases characterised by the catalyst used
    • C07C29/156Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of oxides of carbon exclusively with hydrogen or hydrogen-containing gases characterised by the catalyst used containing iron group metals, platinum group metals or compounds thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung sauerstoffhaltiger organischer Verbindungen Es ist bekannt, daß bei der Umsetzung von Kohlenoxyd mit Wasserstoff zu mehrgliedrigen Kohlenwasserstoffen in Gegenwart von Metalle der B. Gruppe, insbesondere Eisen, enthaltenden Katalysatoren als iNTebenprodukte verschiedenartige sauerstoffhaltige Verbindungen, wie Alkohole, Ester, Äther, Aldehyde, Ketone und andere, entstehen können. Die gleichen Gase können ferner in Gegenwart andersartiger Katalysatoren zu Methanol und Isobutanol umgesetzt werden. Äthylalkohol konnte durch Umsetzung von Kohlenoxyd mit Wasserstoff bisher nur in geringer Beimischung erhalten werden.
  • Es ist ferner bekannt, daß man die Umsetzung der genannten Gase vorteilhaft in Gegenwart von sogenannten Eisenschmelzkatalysatoren durchführen kann, die durch Schmelzen von Eisen, zweckmäßig in Gegenwart aktivierender Zusätze, wie insbesondere Silicium und bzw. oder Titan oder deren Verbindungen, im Sauerstoffstrom unter Bildung von (Eisenoxyduloxyd und dessen anschließende Reduktion hergestellt werden, wie dies in der Patentschrift 708 512 beschrieben ist. Hierbei werden aber zum größten Teil Kohlenwasserstoffe und nur geringe Mengen sauerstoffhaltiger organischer Verbindungen erhalten.
  • Es wurde nun gefunden, daß man aus Kohlenoxyd und Wasserstoff erhebliche Mengen sauerstoffhaltiger organischer Verbindungen, insbesondere Äthylalkohol, herstellen kann, wenn man in Gegenwart von Eisen enthaltenden Katalysatoren arbeitet, die Zusätze von Zirko.n oder seinen Verbindungen enthalten. Man kann für diese Umsetzung' Fällungskatalysatoren -oder Sinterkäta= lysatoren verwenden; besonders geeignet sind aber Schmelzkatalysatoren. Die für die letzten bevorzugten Zusätze von. Silicium und bzw. oder Titan oder deren Verbindungen können dabei ganz oder teilweise durch das Zirkön oder seine Verbindungen ersetzt sein, und zwar auch dann, wenn es sich'-nicht um im Schmelzwege erhaltene Katalysatoren handelt. , Die Schmelzkatalysatoren werden in an sich bekannter Weise dadurch hergestellt, daß man Eisenspäne oder Eisen in sonstiger kleinstückiger Form zusammen mit den aktivierenden Zusätzen im 'Sauerstoffstrom schmilzt. Als solche -Zusätze kommen neben Zirkon oder seinen Verbindungen find gegebenenfalls Silicium und bzw. oder Titan oder deren Verbindungen Metalle der r. oder 2. Gruppe des Periodischen Systems, wie Kalium; Kupfer, Beryllium, Magnesium, Zink, Calcium oder Barium, oder auch andere Metalle, wie Chrom oder Mangan, oder Verbindungen der genannten Metalle in Betracht. Alkalimetalle; vor allem -Kalium; sind als Zusätze neben Zirkon besonders vorteilhaft, ' ebenso Kupfer, das auch zusammen mit Kalium- verwendet werden kann. Silber und Gold sind dagegen Weniger bräüchb-ar, da sie nur schwer, wenn überhaupt, als Oxyde in der Schmelze aufgenommen werden; sie werden vielmehr beim =Schmelzen des Eisens oder schon vorher als Metalle ausgeschieden. Von den Elementen der Erdalkaligrüppe ist besonders Calcium vorteilhaft. Die Zusätze werden in der Regel in Mengen von irn ganzen nicht über 2o % des fertigen Katalysators verwendet. Die erstarrten Schmelzen werden auf eine geeignete Korngröße zerkleinert und hierauf entweder in einer besonderen Vorrichtung oder auch im Syntheseofen: selbst bei einer geeigneten Temperatur oberhalb 300°, z. B. zwischen 400 und 8oö°, reduziert.
  • # Die Synthese- in Gegenwart der genannten Katalysatoren wird zweckmäßig bei Drücken über 5o at, vorzugsweise zwischen roo und 25o at, und bei Temperaturen oberhalb 25o°', am besten zwischen 28o und 35o°, ausgeführt, wobei auf eine gute Abführung der gebildetenUmsetzungswärme zu achten ist. Zweckmäßig arbeitet man mit einem im Kreislauf geführten Gas, das je Raumteil Kohlenoxyd mindestens . etwa 7 Raumteile Wasserstoff 'enthält, unter Zuführung eines Frischgases, das je Raumteil Kohlenoxyd etwa 2 bis 8 Raumteile, jedoch weniger Wasserstoff als das. Kreislaufgas enthält. Man kann jedoch auch andere Gaszusammensetzungen anwenden, z. B. ein 1,5 bis 8 Teile Wasserstoff je Teil Kohlenoxyd enthaltendes Gas, das nicht einem anders zusammengesetzten Kreislaufgas zugeführt wird. Beispiel Ein 16 bis r8% Kohlenoxyd und 8o bis. 82% Wasserstoff enthaltendes Gas wird bei ioo at durch Röhr i (s.. die schematische Zeichnung) in einen mit einer Kupferrohrschlange 2 beheizten bzw. gekühl-' ten Ofen 3 geleitet; in dem sich acht Drahtkörbchen befinden, die jeweils mit i 1 eines Eisenschmelzkatalysators von 8 bis 12 mm Korngröße und der unten angegebenen Zusammensetzung gefüllt sind. Die Behandlung wird jeweils bei 27o° und einem stündlichen Durchsatz von ioo 1, bezogen auf die Endgasmenge, begonnen, und allmählich wird die Temperatur in Sprüngen von je io° bis auf 33ö° und der stündliche Durchsatz ebenfalls stufenweise bis auf 25oo 1 erhöht. Die Umsetzungsprodukte gelangen durch. Rohr 5 in den Kühler 6 und von diesem in den Abscheider 7, in dem die flüssigen von den nicht kondensierten Anteilen getrennt werden. Die letzten werden durch Ventil 8 entspannt. Mit jedem Katalysator wird die Behandlung 3 Wochen fortgesetzt; die Menge der gebildeten Erzeugnisse einschließlich der im Reaktionswasser enthaltenen Alkohole wird täglich bestimmt. Die Katalysatoren haben die in der Tabelle i angegebene Zusammensetzung; - unter Nummer i und 2 sind zum Vergleich zwei Katalysatoren angeführt, die kein Zirkon enthalten. In Tabelle 2 sind die mit den verschiedenen Katalysatoren erhaltenen Ausbeuten (in Kubikzentimeter oder Gramm je Kubikmeter Endgas) an Gesamterzeugnis (feste und flüssige' Anteile außer Wasser und gasförmige Kohlenwasserstoffe außer Methan) sowie an einzelnen Bestandteilen des Erzeugnisses (Öl, Gasol, Alkohole im Reaktionswasser und Äthylalkohol im Reaktionswasser) angegeben,
    -- - . " " Tabelle i
    Nummer Zusammensetzung des Katalysators (Anteile in Gewichtsprozent)
    des Katalysators I
    z Fe 913, Si 2,29, TiO2 2,29, KOH 1,83, Mn 0 2,29.
    2 Fe 89,45, Si 2,24, TiOz 2,24, KOH i,8o, Cu 2,03, MnO z,2.
    3 Fe 82,72, Zr02 14,24, K,C03 2,oi, MnO 1,3. -
    4 Fe 85,q:, Zr02 6,13, Si o,7i, K,C03 3,45, MnO 1,78, CaC03 2,53.
    5 Fe 86;17, Zr02 6,21, Si 0,72, K2C03 1,75, Cu 0,81, MnO i,8o, CaC03 2,54,
    6 Fe 83,05, Zr02 14,32, K,COs 1,58, CaC03 1,05.
    7 Fe 83,4, Zr02 15,2, Cu 1,4.
    8 Fe 82,7, Zr02 15,o, K,C03 1,6, BeC03 o,8o.
    9 Fe 81,7, Zr02 14,9, K2COg-1,5, Cu 1,4, M90 0,5-
    io Fe 81,5, Zr02 14,8, K,.C03 1,5, Cu 1,4, Zn o,8.
    1i Fe 8o;5, Zr02, 14,6, K2C03 1,5, Cu 1,4, CaC03 2,o. -
    12 Fe 82,ö, Zr02 14,0, K2C03 1,5, Cu 1,4, CaC03 1,o.
    Tabelle 2
    .dummer
    Gesamtausbeute in Öle Gasole Alkohole Äthylalkohol
    des im Reaktionswasser im Reaktionswasser
    Katalysators ccm;'cbm I g,/cbm ccm!cbm . ccm/cbm ccm/cbm ccm' cbm
    1 84,5 61,99 7,95 4962 26,48 18,5
    7777 59,26 7,93 39,77 3007 21,5
    3 z05,62 78,17 23,z2 4425 3825 26,75
    117,1 89,14 21,1 57,6 38,4 26,8
    5 138,4 32,94 29,7 66,4 43,3 30,3
    6 124,8 93,83 21,2 55,4 48,2 33,6
    7 132,0 97,0 26,5 58,1 47,4 33,1
    8 110,7 85,0 28,9 36,1 45,7 32,0
    9 137,1 102,7 32,9 54,8 49,4 34,6
    10 132,7 98,1 29,0 6o,6 43,1 30,1
    11 138,9 103,0 33,8 58,o 47,1 33,0
    12 114,6 99,5 29,9 39.6 45,1 31,5
    Aus diesen Tabellen ist ersichtlich, daß mit den Zirkon enthaltenden Katalysatoren (Nr.3 bis 12) nicht nur höhere Gesamtausbeuten, sondern auch höhere Ausbeuten an mit dem Reaktionswasser sich abscheidenden Alkoholen, insbesondere Äthylalkohol, erhalten werden als mit den zirkonfreien Katalysatoren (Nr. 1 und 2). Hierbei ist die Alkoholmenge, die sich zusätzlich aus den Ölanteilen gewinnen läßt, noch nicht mit berücksichtigt. Es würde sich in diesem Fall das Bild noch mehr zugunsten der zirkonhaltigen Katalysatoren verschieben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung sauerstoffhaltiger organischer Verbindungen, insbesondere Alkoholen, neben Kohlenwasserstoffen durch Umsetzung von Kohlenoxyd mit Wasserstoff in Gegenwart von Katalysatoren aus Eisen, insbesondere Schmelzkatalysatoren, gekennzeichnet durch die Verwendung solcher Katalysatoren der genannten, Art, die einen Zusatz von Zirkon oder seinen Verbindungen enthalten.
DEB7322D 1944-03-02 1944-03-02 Verfahren zur Herstellung sauerstoffhaltiger organischer Verbindungen Expired DE871889C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1076654B (de) * 1957-07-23 1960-03-03 Exxon Research Engineering Co Verfahren zur Herstellung von Alkoholen durch die Oxo-Synthese
EP0010295A1 (de) * 1978-10-24 1980-04-30 Hoechst Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung von Ethanol aus Synthesegas

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1076654B (de) * 1957-07-23 1960-03-03 Exxon Research Engineering Co Verfahren zur Herstellung von Alkoholen durch die Oxo-Synthese
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