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Arbeitstisch
Die Erfindung bezieht sich auf Arbeitstische, wie sie
in chemischen, physikalischen oder anderen Laboratorien oder Werkstätten verwendet
werden, wo eine gewisse Anzahl von Gerätschaften innerhalb bequemer Reichweite der
an den Tischen tätigen Personen und zu gleicher Zeit so untergebracht sein soll,
daß sie keinen Nutzraum auf der Tischplatte einnehmen. Der Arbeitstisch gemäß der
Erfindung eignet sich besonders für den Gebrauch in Schulen oder anderen Lehrinstituten,
wo eine gewisse Anzahl von Personen gleichzeitig ähnliche oder gleiche Arbeiten
auf einem Minimum von Flächenraum ausführen sollen, so daß sie leicht zu beaufsichtigen
sind.
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Der Arbeitstisch gemäß der Erfindung gehört zu der Bauart, die eine
Tischplatte, auf der die Arbeiten auszuführen sind, und einen Raum unterhalb der
Tischplatte aufweist, der so ausgebildet ist, daß er die Beine einer an dem Tisch
sitzenden Person aufnimmt, und der Zweck der Erfindung wird dadurch erreicht, daß
der Arbeitstisch mit einem unterhalb der Tischplatte angeordneten kastenförmigen
Fach und Trag- und Führungsmitteln versehen ist, die dieses Fach mit dem übrigen
Teil des Tisches verbinden, wobei das Fach sich von der Tischplatte aus so weit
nach unten erstreckt, daß der freie Zugang zu dem genannten Raum unterhalb der Tischplatte
von der Seite des Tisches, an der die Vorderfläche des Faches liegt, wirksam verhindert
ist. Auf diese Weise läßt sich die von dem Fach gebildete Schublade nach der Seite
des Tisches ausziehen, die derjenigen gegeniiberliegt,
die von der
an dem Tisch arbeitenden Person eingenommen wird. Dies hat zur Folge, daß der Inhalt
der Schublade für die Person von ihrem Arbeitsplatz aus zugänglich und leicht erreichbar
wird, im Gegensatz zu der üblichen Anordnung von Schubladen, deren Vorderseiten
der Seite des Tisches zugekehrt sind, die von der arbeitenden Person eingenommen.
wird, die, ;wenn sie an den Inhalt der Schublade zu gelangen wünscht, diese zu sich
selbst hin aufziehen und sich von ihrem Arbeitsplatz wegbewegen muß, um für das
Heraus ziehen der Schublade Platz zu machen.
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Die Erfindung ist im folgenden an Hand schematisclier Zeichnungen
an seinem Ausführuin,gsbeispiel näher erläutert.
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Fig. I ist ein senkrechter Schnitt des Tisches nach der Linie I-I
der Fig. 2; Fig. 2 ist eine teilweise geschnittene Ansicht, wobei der Schnitt nach
der Linie II-II der Fig. I verläuft; Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht einer
aus dem Tisch herausgezogenen Schublade.
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Der Arbeitstisch umfaßt eine Tischplatte I und Tischbeine 2, die
unter der Tischplatte einen Raum 3 ausreichender Höhe lassen, um für die Beine einer
an der Seitenkante 4 der Tischplatte sitzenden Person reichlich Raum zu. schaffen.
An der Unterfläche der Tischplatte I sind Schiebeführungen St angeordnet, die mit
Schiebeleisten 5' an einem kastenförmigen, allgemein mit dem Bezugszeichen 6 bezeichneten
Fach zusammenwirken, wobei das Fach eine Schublade bildet, die Vorder-, Rück- und
Seitenwände 7, 8 und 9 und einen Boden 10 aufweist. In der Fig. I ist die Schublade
6 in ihrer eingeschobenen Stellung gezeigt, bei der die Rückwand 8i gegen ein in
Längsrichtung des Tisches senkrecht angeordnetes Brett II anliegt.
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Das Brett ii dient außerdem als Schutzschild, indem es ein Zusammenwirken,
der Rückwand 8 mit den Kien einer an dem Tisch sitzenden Person verhindert, wodurch
gleichzeitig eine unbeabsichtigte Bewegung der Schublade vermieden ist. Weiterhin
ist die Vorderfläche 7 der Schublade mit Flanschen 12 versehen, die sich gegen Verstärkungsbretter
13, und 14 anlegen, die unter der Tischplatte I und zwischen den Tischbeinen 2 angeordnet
sind.
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Wie aus Fig. I und 3 ersichtlich, ist die Schublade6 mit einer flachen
Verlängerung-6' versehen, die sich längs der mit den Führungen 5, zusammenwirkenden,
an den Seitenwänden g der Schublade 6 vorgesehenen Schiebeleisten 5' erstreckt und
dadurch als Trageinrichtung für die Schublade dient.
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Somit erstreckt sich die Schubladenverlängerung 6' von der Rückwand
81 der Schublade 6 bis zu der Seite 4 des Tisches, die derjenigen gegenüberliegt,
an der die Vorderwand 7 der Schublade liegt.
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Zweckmäßigerweise ist unter der Tischplatte 2 ein senkrechtes Seitenbrett
15, angeordnet, das als Abschluß oder Schutz des freien Endes der Schubfadenverlängerung
6' dient.
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Damit die Schublade von einer an der Seite 4 des Tisches sitzenden
Person leicht gehandhabt werden kann, ist die Bodenfläche IO' der Verlängerung 6'
mit einem Handgriff I6 versehen, mit dem die SchulbRade6 mit der Verlängerung 6'
längs der Führungen 5 in die in Fig. 1 mit gestrichelten Linien angedeutete äußere
Stellung geschoben werden kann, in der der Innenraum der Schublade6 von oben zugänglich
ist. Durch eine weitere. Bewegung wird außerdem die Verlängerung 6' zugänglich gemacht.
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An der Innenseite der Vorder- und Rückwand 7 und 8 der Schublade
6 sind sich mindestens auf eine gewisse Länge. dieser Wände erstreckende Schienen7
vorgesehen, die so ausgebildet sind, daß sie als Trageinrichtung für Zwischenbretter
I8 dienen, die vorzugsweise herausnehmbar gemacht sind und, wie bei 19 angedeutet
untereinander verbunden sein können, damit mehrere Bretter 18 gemeinsam als eine
Einheit aus der Schublade herausgenommen werden können. Die verbindenden Mittel
19 können, wie gezeigt, von senkrechten Stangen oder möglkcherweise von Holzplatten
gebildet werden, wodurch die Fächer eine kastenähnliche Form annehmen. Die Bretter
18 können mit Offitungenk2o verschiedener Form verstehen sein, so daß sie als tragende
oder zentrierende Einrichtung für verschiedene in der Schublade unterzubringende
Gerätschaften, Werkzeuge u. dgl. dienen können, wie eines bei 21I angedeutet ist.
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Dank der Tatsache, daß die Schublade 6 nach der Seite des Tisches,
die der an ihm arbeitenden Person entgegengesetzt ist, herausgezogen werden muß,
beeinträchtigt das Herausziehen der Schublade nicht den für die Aufnahme der Beine
der Person gedachten Raum 3. Infolgedessen kann die Höhe der Schublade 6 für die
Aufnahme von Gerätschaften und Werkzeugen selbst großer Höhe passend gemacht werden,
die, wie möglicherweise Flüssigkeiten enthaltende Flaschen, Gläser oder Gefäße,
in senkrechter Lage angeordnet werden können.
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PATENTANSPRVCHE: I. Arbeitstisch mit einer Tischplatte und einem
Raum unterhalb der Tischplatte, der zur Aufnahme der Beine einer an dem Tisch sitzenden
Person dient, dadurch gekennzeichnet, daß der Tisch außerdem mit einem kastenähnlichen,
unter der Tischplatte angeordneten Fach (6) und einer das Fach und den übrigen Teil
des Tisches miteinander verbindenden Trag- und Schiebeeinrichtung (5, 5') versehen
ist, wobei sich das Fach von der Tischplatte (I) aus so weit nach unten erstreckt,
daß der freie Zugang zu dem genannten Raum (831) unterhalb der Tischplatte von der
Seite des Tisches, an der die Vorderfläche (7) des Faches (6) liegt, verhindert
ist.