DE863603C - Vorrichtung zur Rettung von Menschen aus Seenot - Google Patents

Vorrichtung zur Rettung von Menschen aus Seenot

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DE863603C
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Authority
DE
Germany
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bag
water
canvas
distress
sea
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Expired
Application number
DEM8094A
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Marcks
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63CLAUNCHING, HAULING-OUT, OR DRY-DOCKING OF VESSELS; LIFE-SAVING IN WATER; EQUIPMENT FOR DWELLING OR WORKING UNDER WATER; MEANS FOR SALVAGING OR SEARCHING FOR UNDERWATER OBJECTS
    • B63C9/00Life-saving in water
    • B63C9/08Life-buoys, e.g. rings; Life-belts, jackets, suits, or the like
    • B63C9/18Inflatable equipment characterised by the gas-generating or inflation device

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Rettung von Menschen aus Seenot Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Rettung von Menschen aus Seenot, wobei eine gewisse Anzahl flacher, würfelförmiger, elastischer, mit Chemikalien gefüllter Beutel in einer horizontalen Ebene so. aneinandergereiht sind;, daß sie in ihrer Gesamtheit eine quadratische Form bilden und oben, unten, sowie an allen Seiten von einer Leinwandhülle zusammengehalten werden, so daß sie auf dem Wasser im aufgeblähten Zustande die Gestalt einer Matratze annehmen.
  • Jeder Beutel bildet eine Zelle für sich, und das Ganze bildet eine Einheit, die bei Havarie eines Schiffes zu Wasser gebracht wird und so eine quadratische Plattform zur Rettung von Menschen aus Seenot bildet.
  • Die Erfindung wird nachstehend in einem Ausführungsbeispiel beschrieben: Der einzelne Beutel hat etwa die Größe 50 X 50 cm bei 15 cm Seitenhöhe. Oben und unten ist je eine Platte aus Leinwand in der Größe des Beutels eingesetzt. Der Rand des Beutels besteht auf allen vier Seiten aus einem Gummistoffstreifen oder ähnlichem Material. Alle Kanten sind genäht und geklebt.
  • Bevor die beiden Enden des Seitenstreifens zusammengebracht und verklebt werden, werden in jeden einzelnen Beutel eine genügende Menge Weinsteinsäure und eine entsprechende Menge Natriumbicarbonat oder andere gaserzeugende Chemikalien hineingebracht.
  • Die Hülle umspannt jeden einzelnen Beutel von allen Seiten. In die Hülle sind Zwischenwände eingesetzt. Zur Einführung des fertig gefüllten Beutels wird in der Hüllennaht ein Schlitz offengelassen.
  • Die Hülle bietet durch die eingenähten Zwischenwände jedem Beutel einen festen Halt und gibt dadurch dem Ganzen eine gewisse Steifheit. D;ie.Beutel blähen sich im Wasser schnell auf, weil das Wasser die Leinwand durchdringt und die Chemikalien rasch zur Entwicklung von Kohlensäure bringt.
  • Die Matratze hat auf dem Wasser eine hohe Tragfähigkeit.
  • Die auf dem Wasser schwimmende Matratze ist nicht kenterbar.
  • Damit die Plattform als handliches Paket vom Schiff aus auf das Wasser herabgeworfen werden kann und sich aufbläht, ohne Rücksicht darauf, auf welche Seite sie fällt, ist folgende Einrichtung getroffen In der Hülle wird in jeder Zelle von innen, oben und unten, je eine Platte aus Gummistoff in der Größe des Beutels an den Rändern befestigt, bevor der Beutel in die Zelle eingebracht und an den Ecken befestigt wird.
  • Nach dem Hinabwerfen des Paketes dringt durch die untere Leinwand Wasser in die Beutel. Durch das Auflösen der Chemikalien durch das eingedrungene Wasser werden im Innern des Beutels Kohlensäurewirbel erzeugt. Die dabei ausgeschiedenen Salzteilchen werden nach oben geschleudert und verstopfen in ihrem feuchten Zustand die Poren der oben in den Beuteln eingesetzten Leinwandplatten. Die Leinwandplatten werden bei zunehmendem Druck nach oben gegen die Gummiplatten gepreßt und dadurch gegen ausströmendes Kohlensäuregas abgedichtet. Die unteren Leinwandplatten dagegen lassen das überschüssige Kohlensäuregas nach unten in das Wasser entweichen und wirken als selbsttätiger Druckregler, was bei den starken Temperaturunterschieden zwischen Wasser und Luft von Wichtigkeit ist. -Doppelbeutel, d. h. zwei ineinandergeschachtelte Beutel, bieten eine noch größere Sicherheit. In manchen Fällen ist es zweckmäßiger, -das Paket von Deck aus zu fieren, anstatt zu werfen. Das Fieren geschieht mit Hilfe der vorgesehenen Handleinen und eines Tragsackes aus Gummistoff.
  • Die Vorteile des Fierens bestehen darin, daß Beutel genügen, die nur an der Unterseite eine eingesetzte Platte aus Leinwand haben.
  • ,Falls sich auf dem Wasser eine Ölschicht befindet, durchstößt der Tragsack die Ölschicht, sackt von selbst ab, und die Leinwandplatten kommen so in nicht veröltes Wasser.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Rettung von Menschen aus Seenot, dadurch gekennzeichnet, daß eine größere Anzahl selbsttätig sich aufblähender, elastischer Schwimmbeutel mittels einer Leinwandhülle zu einer quadratischen Matratze vereinigt sind, die auf der Wasseroberfläche eine tragfähige Plattform bildet.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, däß die einzelnen Schwimmbeutel mit in Wasser lösbaren und hierbei Gas entwickelnden Chemikalien gefüllt sind, wobei das Wasser durch eine eingesetzte Leinwandplatte in das Innere jedes einzelnen Beutels gelangt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadufch gekennzeichnet, daß jeder Beutel aus durchlässigem Material gefertigt ist, das bei bestimmtem Druck Gas nach außen dürchläßt, wobei das zur Erhaltung der Tragfähigkeit notwendige Gas mit Hilfe der eingesetzten Leinwandplatte zurückgehalten wird. q.. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Beutel in den anderen eingebracht werden kann.
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