DE863387C - Elektromagnetisches Kleingeraet mit Kippanker, insbesondere Kipprelais - Google Patents
Elektromagnetisches Kleingeraet mit Kippanker, insbesondere KipprelaisInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H51/00—Electromagnetic relays
- H01H51/02—Non-polarised relays
- H01H51/04—Non-polarised relays with single armature; with single set of ganged armatures
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf elektromagnetische Kleingeräte mit Kippanker, insbesondere Kipprelais,
und betrifft eine Kippvorrichtung, die im wesentlichen darin besteht, daß in Verbindung mit
einem am Kippanker angeordneten Schwenkarm ein mit diesem zusammenarbeitendes StoßkippgMedvorgesehen
ist, welches sich gegen eine federnde Unterlage abstützt, die in der Kipprichtung verstellbar
ist. Hierbei kann die federnde Unterlage für das Stoßkippglied aus einer Blattfeder bestehen, die
mit Langlochführung in Richtung der Kippbewegung verstellbar am Rahmen befestigt ist.
Es sind zwar bereits Kipprelais bekanntgeworden, bei welchen in Verbindung mit einem am
Kippanker angeordneten Schwenkarm ein mit diesem zusammenarbeitendes Kippglied vorgesehen
ist, welches sich gegen eine federnde Unterlage abstützt. Diesen bekannten Ausführungen gegenüber
besitzt die Erfindung erhebliche Vorteile, indem die das Kippglied abstützende federnde Unterlage im
Sinne einer mehr oder weniger symmetrischen Kippwirkung verstellbar angeordnet ist, wodurch
z. B. eine einseitige Belastung durch Kontaktfedern auf einfache Weise so kompensiert werden kann,
daß der Elektromagnet in beiden Richtungen gleichviel zu leisten hat, was zu einer guten Ausnutzung
des Magneten und zu einer ausgeglichenen Ansprechleistung in beiden Kipprichtungen führt.
Ferner, ist bemerkenswert, daß die Ansprechleistung
verhältnismäßig gering wird, weil "die bei
einem bestimmten Kontaktweg erforderliche Arbeit zum Teil der vorgespannten Federunterlage für das
Kippglied entnommen wird, so daß die Kontaktarbeit beim Ein- und Ausschalten des Kontaktes
teilweise- bloß zwischen- der Kippfeder und der . Kontaktfeder hin und her geschoben wird und' der
Magnet nur noch die Differenzarbeit aufzubringen ίο hat, die durch Reibung und Schlag verlorengeht.
Daraus ergibt sich die Möglichkeit, entweder mit ganz billigen und kleinen Magnietsystemen auszukommen
oder dann entsprechend empfindliche Kippschalter zu bauen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besitzt der Anker an·- seinem Mittelteil
zwei umgebogene Lappen, die als Lager für die in den Rahmen einsetzbare Kippachse dienen und von
denen der eine als Schwenkarm ausgebildet ist und , 20 am unteren Ende eine Kerbe aufweist, in die sich
das auf der federnden Unterlage unter Vorspannung angeordnete Stoßkippglied einlegt. Die den
■ Anker im Rahmen lagernde Kippachse ist an einem Ende fest mit einer Lasche verbunden, über welche
sie mittels Schrauben od. dgl. am Rahmen feststellbar ist. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
kann das eine oder andere Kippglied zum An- : zeigen1 der Stellung des Ankers bzw. mit ihm wirkungsverbundener
Steuerorgane (Kontakt od. dgl.) nutzbar gemacht sein.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem
Ausführungsbeispiel dargestellt.
Fig. ι zeigt ein Kipprelais mit den für die Erfindung
maßgebendem Teilen in Seitenansicht; Fig. 2 ist eine Ansicht nach Abb. 1 von vorn;
Fig. 3 zeigt das Relais in teilweiser Ansicht von
oben;
Fig. 4 zeigt eine Einzelheit in schaubildlicher Ansicht.
Der Anker 1, dessen magnetisch wirksamer
Teil ia, I6 aus Fig. 2 ersichtlich ist, besitzt, wie
Fig. ι zeigt, zwei rechtwinklig abgebogene Lappen 3 und 4, die mit ihren kleinen Buchsen 5 und 6 zur
Lagerung des Ankers. 1 auf der Achse 7 im Rahmen 8 dienen. Der umgebogene Lappen 3 dient
nicht nur zur Aufnahme des Lagers" für den Anker
auf der Kippachse 7, sondern bildet zugleich das eine Kippglied, welches mit dem zweiten Kippglied
9 zusammenarbeitet. Das Stoßkippglied 9, go welches aus einem Plättchen Hartpapier od.dgl. be-'"
steht, stützt sich gegen eine Blattfeder 10 ab, die an einem Lappen 11 des Rahmens 8 befestigt ist.
Das Stoßkippglied 9 besitzt am einen Ende eine Ausnehmung 13, mit der es in eine Kerbe 14 des
Schwenkarmes 3 eingreifen kann; am andern Ende ist es ebenfalls geschlitzt und greift mit den beiden
Schenkeln % in entsprechende Schlitze ΐαα der Fe-■
der 10 ein (Fig. 3 und 4). Das Festhalten des Stoßkippgliedes 9 in den Kerben zwischen
Schwenkarm 3 und Feder 10 wird dadurch erreicht, daß die Feder 10 beim Einsetzen des Stoßkippgliedes
etwas Vorspannung erhält. Die Feder 10 besitzt eine Langlochführung 12, mittels deren sich der
- Auflagepunkt des Kippstoßgliedes 9 im Verhältnis
zur Schwenkachse 7 des Kippschwetikarmes 3 in
Richtung der Kippbewegung verstellen läßt.
Das eine oder das andere der beiden Kippglieder 3 bzw. 9 kann so ausgebildet und z. B. so gegenüber
einem Fenster des Gehäuses angeordnet sein, daß die jeweilige Kippstellung beispielsweise die
Ein- und Ausschaltstellung des Gerätes zeigt. So
kann zweckmäßigerweise das Stoßkippglied 9 eine Verlängerung ga (Fig. 2) aufweisen, die vor. einem
Fenster 19 des Gehäuses die Stellung des Ankers bzw. mit ihm etwa verbundener Kontakte od. dgl.
anzeigt.
Der Rahmen 8 besitzt am vorderen Teil eine Lagerbohrung 15 und am entsprechenden hinteren
Teil eine Lagerbohrung 16 zum Durchstecken der Achse 7. Diese ist an einer Lasche 17 starr befestigt,
welche mittels Schraube 18 am Rahmen befestigt,
werden kann.
Aufbau und Wirkungsweise der Vorrichtung gemäß der Erfindung sind wie folgt: Der Anker mit
dem Schwenkarm 3 wird dadurch in Stellung gebracht, daß die Achse 7 durch das Loch 15 im Rahmen
8, durch die Lagerbuchsen5 undo im Schwenkarm
3 sowie durch das Loch 16 im Hinterteil des Rahmens hindurchgesteckt und mittels der Schraube
18 am Rahmen befestigt wird. Mit dem so in Stellung
gebrachten Anker 1 bzw. dessen Schwenkarm 3 wird das auf die Feder 10 aufgesetzte Kippstoßglied
9 durch Einlegen in die Kerbe 14 in Verbindung gebracht.
Erfolgt nun durch entsprechende Stromgebung
das Anziehen des Ankers durch die eine oder andere Spule, so bewegt sich mit dem Anker auch der
Schwenkarm 3- in die eine oder andere seitliche Stellung, in der der Anker durch das Kippstoßglied
9 mechanisch verriegelt wird.
Gibt man der Kippvorrichtung ein großes Verhältnis
zwischen der Schwenkarmlänge und der Kippgliedlänge, d. h. wird das Stoßkippglied 9 im
A^erhältnis zum Schwenkarm 3 sehr kurz ausgebildet, so wird auch der Winkel zwischen den beiden
extremen Lagen des Stoßkippgliedes und damit der Hebelarm der vom Kippgl'ied ausgeübten Stoßkraft
groß.
Dia Kippkraft kann durch einfaches Verschieben der Blattfeder 10 in ihrer Längsrichtung bzw.
in der Richtung der Kippbewegung beliebig symmetrisch oder unsymmetrisch eingestellt werden.
Dies, ist vor allem wichtig bei· Kipprelais mit einseitig
wirkender Kontaktbelastung. Diese kann dann durch die angegebene Verstellung auf einfache
Weise so kompensiert werden, daß der Elektromagnet in beiden Richtungen gleichviel leisten
muß. Dies erlaubt eine gute Ausnutzung des Elektromagneten und führt zu ausgeglichener Ansprechleistung
in beiden Kipprichtungen. Ferner wird die Ansprechleistung relativ gering, weil beim
Schalten die zum Aufbringen des Kontaktdruckes bei einem bestimmten Kontaktweg erforderliche
Arbeit zum Teil der vorgespannten Kippfeder entnommen wird. Die Kontaktarbeit wird also beim
Ein- und Ausschalten des Kontaktes· teilweise bloß
zwischen der Kippfeder und der Kontaktfeder hin und her geschoben. Der Magnet hat dann nur noch
die Differenzarbeit aufzubringenvdie durch Reibung und Schlag verlorengeht. Daraus ergibt sich 'die
Möglichkeit, entweder mit ganz billigen und kleinen Magnetsystemen auszukommen oder relativ
empfindliche Kippschalter zu bauen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, verhältnismäßig recht
kräftige Schalter zu steuern.
In baulicher Hinsicht bietet die Lagerung des Ankers mit dem Hauptglied der Kippvorrichtung,
nämlich dem Schwenkarm, den Vorteil, daß die mit ihrem einen Ende in der Befestigungsschraube 17
festsitzende Kippachse eine aus einem Stück bestehende bauliche Einheit bildet, durch welche
einerseits der Anker auf einfache Art eingebaut, gelagert und gesichert wird. Diese Lagerung eignet
sich besonders für solche Fälle, in denen die Achse nicht über die Rückwandplatine des Rahmens
hinausragen und sich deshalb nicht längs verschieben darf. Beim Abnehmen der Achse mit der
Sicherung kann keiner der betreffenden Teile verlorengehen, da sie zusammengebaut sind.
Die Kippvorrichtung gemäß 'der Erfindung läßt sich zweckmäßig auch bei Geräten mit polarisierten
Elektromagneten verwenden; sie benötigt wenig Platz, ist billig in der Herstellung und kann trotzdem
robust gebaut werden.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Elektromagnetisches Kleingerät mit Kippanker, insbesondere Kippretais, bei welchem in Verbindung mit einem am Kippanker angeordneten Schwenkarm ein mit diesem zusammenarbeitendes Stoßkippglied vorgesehen ist, welches sich gegen eine federnde- Unterlage abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippvorrichtung aus zwei aus dem Anker herausgebogenen Lappen besteht, die als Lager für die in den Rahmen einsetzbare Kippachse dienen' und von denen der eine als, Schwenkarm ausgebildet ist, während die das Stoßkippglied unter Vorspannung abstützende federnde Unterlage im Sinne einer mehr oder weniger symmetrischen Kippwirkung verstellbar ist.
- 2. Elektromagnetisches Kleingerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die federnde Unterlage für das Stoßkippglied aus einer Blattfeder besteht, die mittels Langlochführung in Richtung der Kippbewegung verstellbar am Rahmen befestigt ist.
- 3. Elekromagnetisches Kleingerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Anker im Rahmen lagernde Kippachse am einen Ende fest mit einer Lasche verbunden ist, über welche sie mit Schrauben od. dgl. am Rahmen feststellbar ist.
- 4. Elektromagnetisches Kleingerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das eine der beiden Kippglieder (Schwenkarm bzw. Stoßkippglied) zum Anzeigen der Stellung des Ankers bzw. mit ihm wirkungsverbundener Steuerorgane (Kontakt od. dgl.) nutzbar gemacht ist.
- 5. Elektromagnetisches Kleingerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Stoßkippglied eine Verlängerung besitzt, vor welcher ein Fenster im Gehäuse angebracht ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 5627 1.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH552112X | 1941-08-25 |
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| GB (1) | GB552112A (de) |
| NL (1) | NL61191C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE941547C (de) * | 1953-02-15 | 1956-04-12 | Deutsche Telephonwerk Kabel | Ankerlagerung fuer Kippanker-Elektromagnete |
| DE1124153B (de) * | 1957-03-06 | 1962-02-22 | Veltechna Narodni Podnik | Elektromagnetisches Gleichstromrelais mit arretierten Kontaktstellungen, insbesondere fuer Fernmelde- und Fernsprechanlagen |
| DE1164570B (de) * | 1961-02-21 | 1964-03-05 | Merten Geb | Stromstoss-Relais mit einem oder mehreren Kontakttraegern |
Families Citing this family (2)
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| DE1128003B (de) * | 1953-01-08 | 1962-04-19 | Arthur Mordecai Cohen | Elektromagnetischer Mehrstufenregler fuer beliebige, als elektrischer Strom abbildbare physikalische Groessen |
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- 1942-08-24 GB GB11888/42A patent/GB552112A/en not_active Expired
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| DE1164570B (de) * | 1961-02-21 | 1964-03-05 | Merten Geb | Stromstoss-Relais mit einem oder mehreren Kontakttraegern |
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