DE862298C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von unterchloriger Saeure in waesseriger Loesung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von unterchloriger Saeure in waesseriger Loesung

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DE862298C
DE862298C DED3454D DED0003454D DE862298C DE 862298 C DE862298 C DE 862298C DE D3454 D DED3454 D DE D3454D DE D0003454 D DED0003454 D DE D0003454D DE 862298 C DE862298 C DE 862298C
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DE
Germany
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chlorine
container
water
hypochlorous acid
mixing
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Expired
Application number
DED3454D
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English (en)
Inventor
Karl Peters
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Cavity GmbH
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Deutsche Solvay Werke GmbH
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B11/00Oxides or oxyacids of halogens; Salts thereof
    • C01B11/04Hypochlorous acid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

  • Es ist bekannt, wässerige Lösungen mit einem Gehalt an unterchloriger Säure durch Einwirkung von Chlor auf Soda in wässeriger Lösung herzustellen. Hierbei ist aber eine Auflösung der Soda von Hand aus außerhalb der eigentlichen Apparatur unbedingt erforderlich. Das Verfahren gemäß der Erfindung gestattet aber im Gegensatz hierzu, Soda in fester Form, vorzugsweise calcinierte Soda, für die Herstellung von Unterchlorigsäurelösungen aus Chlor, Wasser und Soda unmittelbar zu verwenden.
  • Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß eine bestimmte Menge eines Chlorwassergemisches von vorbestimmter Chlorkonzentration mit einer dem Chlorgehalt entsprechenden abgemessenen Menge calcinierter Soda unter solcher zeitlicher Überwachung zusammengebracht wird, daß die Umsetzung in unterchlorige Säure zustande kommt. Dabei wird die umzusetzende Menge caleinierter Soda der Einwirkung eines Stromes eines durch Mischung von Chlorgas und Wasser gebildeten Chlorwassergemisches unter zeitlicher Überwachung ausgesetzt.
  • Die Vorrichtung zur Ausführung des neuen Verfahrens besteht aus einem an eine Chlorwassermeß- und -mischvorrichtung angeschlossenen Lösebehälter mit vorzugsweise tangentialer Einführung für das Chlorwassergemisch und einem mit diesem Behälter verbundenen Auffangbehälter für die aus dem Lösebehälter austretende Lösung. Die Meß-und Mischvorrichtung für Chlor und Wasser ist gemäß dem Patent 7:26,383 ausgebildet. Ferner kann im Lösungsbehälter vor dem oberen Ausfluß eine Siebplatte oder eine ähnliche Vorrichtung zur Zurückhaltung fester Teile angeordnet sein.
  • An Hand der Zeichnung, die eine schematische Skizze der Vorrichtung zur Ausführung des neuen Verfahrens darstellt, soll die Erfindung noch näher erläutert werden.
  • In das Meß- und Mischgerät i wird durch das Absperrventil 4 und das Rohr 2 Chlor in der erforderlichen Menge zugeführt. Dabei kann die Vorrichtung durch die Anordnung einer Misch- und Dosiervorrichtung so gewählt werden, daß Gas-und Flüssigkeitseinströmrohr sich in einem Glaszylinder befinden, die beide mit Dosierventilen versehen sind und außerdem eine Meßvorrichtung aufweisen, die aus einem mit Schlitz versehenem und durch eine Schwimmkugel absperrbaren Einströmrohr mit Eichskala besteht. Das zur Bildung des Chlorwassergemisches benötigte Wasser gelangt durch die Absperrvorrichtung 5 und das Rohr 3 in das Meßorgan i. Das in dem Meß- und Mischorgan gebildete Chlorwassergemisch tritt nun durch das Rohr 6, das ganz oder teilweise mit indifferenten Verteilerkörpern gefüllt ist, von unten, vorzugsweise tangential, in den Lösebehälter 7 ein. Darin befindet sich eine der umzusetzenden Chlormenge entsprechende abgemessene Menge calcinierter Soda, und zwar in einem Siebbehälter io, der seitlich und am Boden 9 durchlöchert ist. Der Lösebehälter wird durch einen Deckel 8 verschlossen. Durch das Rohr i i wird dann die Reaktionslösung, die mit Druckenergie begabt ist, in den Auffangebehälter 12 vorteilhafterweise tangential geleitet. Darin wird die Umsetzung, soweit diese noch nicht erfolgt ist, zu Ende geführt.
  • Das Verfahren kann auch mit der vorbeschriebenen Apparatur unter Verwendung von anderen Alkalicarbonatsorten und Alkalihydröxyden, vorausgesetzt, daß diese in geeigneter Form vorliegen, an Stelle von calcinierter Soda betrieben werden.
  • Das Verfahren ist vorzugsweise gedacht für die Herstellung kleiner Mengen unterchloriger Säure und soll so lediglich dem diskontinuierlichen Betrieb dienen. Die Auflösung bzw. Aufzehrung der Soda erfolgt ohne jegliche Schwierigkeiten und vermeidet somit auch die so sehr gefürchtete Klumpenbildung, die der calcinierten Soda in dieser Hinsicht sonst eigen ist.
  • Die Apparatur ist eine leicht zu handhabende, beansprucht einen verhältnismäßig geringen Raum für die Aufstellung und kann auch als Wandergerät Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Lösungen mit einem Gehalt an unterchloriger Säure durch Einwirkung von Chlor auf mit diesem unterchlorige Säure liefernde Alkaliverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß feste Alkaliverbindungen Verwendung finden und diese mit Chlorwasser umgesetzt werden. z. Verfahren nach 'Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die umzusetzende Alkaliverbindung in fester Form der Einwirkung eines Stromes von durch Mischung von Chlorgas und Wasser unter zeitlicher Überwachung gebildetem Chlorwasser ausgesetzt wird. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, bestehend aus einem an eine Chlorwassermischvorrichtung angeschlossenen Lösebehälter mit vorzugsweise tangentialer Einleitung für das Chlorwassergemisch und einem mit diesem Behälter verbundenen Auffangbehälter mit vorzugsweise tangentialer Einführung für die aus dem Lösebehälter austretende Lösung. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Misch- und Dosiervorrichtung zur Herstellung des Chlorwassers, indem Flüssigkeits- und Einströmrohr mit Dosierventilen ausgerüstet sind und eine mit Schlitz versehene und durch Schwimmkugel absperrbare Meßvorrichtung aufweisen. 5. Lösebehälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Deckel des Behälters vor dem oberen Abfluß ein Siebbehälter oder eine ähnliche Einrichtung zur Zurückhaltung fester Teile angeordnet ist.
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