DE860963C - Gegentaktverstaerker fuer Sprache- und Musikwiedergabe - Google Patents

Gegentaktverstaerker fuer Sprache- und Musikwiedergabe

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DE860963C
DE860963C DET936D DET0000936D DE860963C DE 860963 C DE860963 C DE 860963C DE T936 D DET936 D DE T936D DE T0000936 D DET0000936 D DE T0000936D DE 860963 C DE860963 C DE 860963C
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DE
Germany
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cathode
resistance
resistances
push
speech
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Expired
Application number
DET936D
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English (en)
Inventor
Herbert Dr Daene
Alfons Dr Kauffeldt
Karl Dr Steimel
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Telefunken AG
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Telefunken AG
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Publication date
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03FAMPLIFIERS
    • H03F3/00Amplifiers with only discharge tubes or only semiconductor devices as amplifying elements
    • H03F3/26Push-pull amplifiers; Phase-splitters therefor
    • H03F3/28Push-pull amplifiers; Phase-splitters therefor with tubes only

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Amplifiers (AREA)

Description

  • Gegentaktverstärker für Sprache- und Musikwiedergabe Die Erfindung bezieht sich auf einen sogenannten AB-Verstärker mit Kathodenwiderständen, der für Sprache- und Musikwiedergabe bestimmt ist, und gibt eine neue Bemessung der Kathodenwiderstände und der Überbrückungskondensatoren an. Ein solcher Verstärker ist bekanntlich nach Abb. z im Gegentakt geschaltet. Die Gittervorspannungen werden durch Widerstände erzeugt, die in den Kathodenleitungen liegen und so groß bemessen sind, daß bei kleinen Amplituden der annähernd gerade Teil, jedoch bei großen Amplituden der untere, stark gekrümmte Teil der Gitterspannungsanodenstromkennlinie ausgesteuert wird oder sogar zurr Teil der B-Betrieb erreicht wird, bei dem während der negativen Gitterspannungshalbwelle die betreffende Röhre fast stromlos ist. Infolge der teilweisen Gleichrichtung bei der Aussteuerung steigt der bei fehlender Aussteuerung fließende Ruhestrom und erzeugt an den Kathodenwiderständen eine größere negative Gittervorspannung, welche den Arbeitspunkt verschiebt. Diese Verschiebung ist um so stärker, j e größer die Kathodenwiderstände sind. Die obere Grenze der Widerstandswerte ist dadurch gegeben, daß der Klirrfaktor zu groß wird. Der Verlauf des Klirrfaktors K in Abhängigkeit von der Gittervorspannung -U" ist in Abb. 2 oben dargestellt. Es ist angenommen, daß die Röhren jeweils bis zum Gitterstromeinsatz, also bis etwa U" = o V ausgesteuert werden. Daher ist rechts bei UD = o der Klirrfaktor gleich Null. Er steigt dann allmählich an, erreicht ein Maximum und dann ein Minimum und steigt links oben infolge der Aussteuerung des gekrümmten Teiles der Gitterspannungsanodenstromkennlinie i in Abb. 2 wieder an. Diese Kennlinie verläuft nach dem bekannten Gesetz Der Klirrfaktor ist hauptsächlich durch die dritte Harmonische bestimmt, weil sich in einer Gegentaktschaltung die zweiten Harmonischen auslöschen.
  • Bei der Messung eines AB -Verstärkers ist es üblich, eine einzelne sinusförmige Tonfrequenz zur Aussteuerung zu verwenden. Dabei ergibt sich infolge der erwähnten teilweisen Gleichrichtung eine Zunahme des Gleichstromes von der Kennlinie i aus bis zur Kennlinie 2 bei jeweils fester Gittervorspannung. Befindet sich der Arbeitspunkt z. B. im Punkt a, so steigt der Anodenstrom bis zum Punkt b.
  • Bei Verwendung von Kathodenwiderständen verschiebt sich der Arbeitspunkt zugleich in Richtung nach ,einer größeren negativen Gittervorspannung nach links. Diese Verschiebung läßt sich leicht übersehen, wenn man die Widerstandskennlinie des Kathodenwiderstandes einzeichnet. Ist der Kathodenwiderstand so bemessen, daß die Widerstandskennlinie durch den Punkt a verläuft, so gelangt der Arbeitspunkt bei voller Aussteuerung mit einer sinusförmigen Schwingung bis zum Punkt d, also in diesem Beispiel bis zu einem Klirrfaktor K von 5 °/o. Bei mittlerer Aussteuerung ist dann das Minimum des Klirrfaktors K erreicht. Diese Bemessung geht davon aus, daß eine volle Aussteuerung nur ,ganz kurzzeitig, z. B. bei Paukenschlägen oder lauten Klavieranschlägen, vorkommt, und daher ein größerer Klirrfaktor zugelassen werden kann, während im Durchschnitt eine mittlere Aussteuerung vorhanden ist, die möglichst verzerrungsärm sein soll.
  • Die soeben beschriebene Bemessung der Kathodenwiderstände scheint durchaus richtig zu sein, jedoch ist sie bei AB-Verstärkern für Sprache- und Musikwiedergabe nicht die günstigste, wie die Erfindung zeigt. Die Erfindung besteht darin, daß die Kathodenwiderstände wesentlich größer, als sich bei einer Bemessung für volle Aussteuerung mit einer einzelnen sinusförmigen Schwingung konstanter Amplitude zur Erzielung eines möglichst kleinen Klirrfaktors ergeben würde, insbesondere etwa um 25 bis 7o °/o größer bemessen sind. Sinngemäß das gleiche gilt, wenn die beiden Gegentaktröhren in bekannter Weise einen gemeinsamen Gittervorspannungswiderstand besitzen.
  • Bei Anwendung der Erfindung müssen die Kennlinien der Kathodenwiderstände in Abb.2 flacher verlaufen. Es gilt statt der Kennlinie I nun z. B. die Kennlinie II. Die Ursache für diese andere Bemessung liegt darin, daß bei Aussteuerung mit Sprache und Musik -der Gleichstrommittelwert kleiner als bei Aussteuerung mit einer reinen Sinusschwingung ist, weil bei der Überlagerung von Schwingungen außer einer Addition von Augenblickswerten auch eine Subtraktion stattfindet.
  • Versuche haben gezeigt, daß der bei der Aussteuerung eines AB-Verstärkers mit Sprache oder Musik auftretende Gleichstromzuwachs etwa um 1/3 kleiner als bei der Aussteuerung mit einer reinen Sinusschwingung ist: Der Gleichstromzuwachs ist um ein weiteres Drittel kleiner, wenn man die Überbrükkungskondensatoren der Kathodenwiderstände sehr viel größer als bisher bemißt, nämlich z. B. 75o,uF. Auf diese Bemessung wird weitet- unten noch näher eingegangen.
  • Der Gleichstromzuwachs ist dann also im ganzen etwa um zwei Drittel auf etwa ein Drittel gesunken. Diese Werte gelten für eine Schaltung mit Kathodenwiderständen. Daher liegen die Punkte der zu diesem kleineren Gleichstromzuwachs gehörigen Kennlinie 3 auf einem Drittel der schrägen Abstände längs der Widerstandskennlinien. Der Gleichstrom ist also z. B. vom Punkt a nur bis zum Punkt c statt bis -zum Punkt d gestiegen. Man sieht, daß die bisherige Bemessung der Kathodenwiderstände entsprechend der Kennlinie I nicht die günstigste Bemessung war, denn bei mittelstarker Aussteuerung mit Sprache oder Musik, nämlich bis zur Mitte zwischen den Punkten a und c, lag der Arbeitspunkt noch sehr nahe beim Maximum des Klirrfaktors K.
  • Bemißt man dagegen erfindungsgemäß die Kathodenwiderstände entsprechend, der Kennlinie II so groß, daß bei der größten Aussteuerung mit Sprache oder Musik der Arbeitspunkt bei einem Klirrfaktor von 5 °/o auf der Kennlinie 3, nämlich im. Punkt f, liegt, so ergeben sich im Durchschnitt kleinere Verzerrungen, da bei kleiner und mittlerer Aussteuerung der Klirrfaktor um das Minimum der Kennlinie K herum liegt. Der Ruhepunkt e befindet sich nämlich in der Nähe des Minimums des Klirrfaktors K. Eine derartige Bemessung wäre bei einer Aussteuerung mit einer einzelnen Sinusschwingung und mit einem kleinen Überbrückungskondensator von 50 AF nicht durchführbar, weil dann bei Aussteuerung der Arbeitspunkt auf der Kennlinie I bis zur Kennlinie :z ansteigen und dadurch der Khrrfaktor unzulässig hoch würde.
  • In diesem Beispiel werden die Kathodenwiderstände entsprechend der Kennlinie II um 7o % größer, also auf das i,7fache gegenüber den Kathodenwiderständen nach der Kennlinie I vergrößert. Bei Anwendung der Erfindung braucht die Vergrößerung der Kathodenwiderstände jedoch nicht in jedem Fall so groß zu sein: Man kann die Kathodenwiderstände auch z. B. nach der Kennlinie III bemessen. Dann wird bei allen vorkommenden Amplituden ein Klirrfaktor K von etwa 2,5 % nicht überschritten. Die zugehörigen Kathodenwiderstände sind etwa um 40 % größer, also gleich dem i,4fachen gegenüber den Kathodenwiderständen nach der Kennlinie I. Waren die Kathodenwiderstände z. B. bisher je gleich =5o Ohm, so wird man sie bei Anwendung der Erfindung etwa zu Zoo bis 250 Ohm bemessen, also gleich dem 1,33- bis i,66fachen. Die maximal abgegebene Leistung bei Aussteuerung bis zum Gitterstromeinsatz ist zwar gemäß der Kennlinie N etwas kleiner, jedoch ist der Unterschied gering im Vergleich zu den Vorteilen.
  • Der Vorteil des kleineren Klirrfaktors bei Anwendung der Erfindung wurde bereits erwähnt. Hinzu kommt infolge des kleineren Anodenruhestromes als Vorteil die kleinere Anodenverlustleistung bei fehlender Aussteuerung und die entsprechend kleinere Verlustleistung bei der Aussteuerung. Dies ist gleichbedeutend mit einem geringeren Stromverbrauch (im obigen Beispiel .etwa um ein Viertel bis ein Drittel kleiner) und hat zur Folge, daß der Netzteil kleiner bemessen werden kann und daß kleinere und daher billigere Röhren verwendet werden können.
  • Die Bemessung des Außenwiderstandes der Gegentakt-AB-Stufe ist, wie bekannt, auch von Einfluß auf den Klirrfaktor. Er wird so bemessen, daß der Klirrfaktor ungefähr ein Minimum hat. Dann liegen das Minimum und das Maximum der Kennlinie K in Abb.2 ungefähr am tiefsten. Die gestrichelte Kennlinie K, zeigt den Klirrfaktorverlauf für den 1,25fachen Außenwiderstand.
  • Der günstigste Wert der Kathodenwiderstände läßt sich nicht nur, wie oben angegeben, auf graphischem Wege, sondern auch durch eine Messung ermitteln. Es wurde durch Versuche festgestellt, daß es dabei nicht notwendig ist, die Messung mit Sprache- oder Musikschwingungen durchzuführen, sondern es genügt, zur Messung zwei Sinusschwingungen gleicher Amplitude zu verwenden, die nicht in einem harmonischen Verhältnis zueinander stehen. Die Gesamtamplitude wird so bemessen, daß die Röhren bis zum Gitterstromeinsatz ausgesteuert sind. Der Gleichstromzuwachs ist dann bei fester Gittervorspannunghalb so groß wie bei Verwendung einer einzigen Sinusschwingung. Dies trifft für die Kennlinie 3 in Abb. 2 zu, da sie, bezogen auf die senkrechten Abstände, etwa in der Mitte zwischen den Kennlinien 1 und 2 liegt. Damit ist gleichzeitig ziemlich genau die Bedingung erfüllt, daß bei Verwendung von Kathodenwiderständen der Gleichstromzuwachs im Fall einer Aussteuerung mit Sprache oder Musik gleich einem Drittel des Gleichstromzuwachses bei Aussteuerung mit einem reinen Sinuston ist, denn der senkrechte Abstand zwischen a und c beträgt etwa ein Drittel des senkrechten Abstandes zwischen a und d.
  • Die Verzerrungsmessung geschieht in der Weise, daß das bei der Aussteuerung der Röhre mit zwei Sinusschwingungen gleicher Amplitude erhaltene Frequenzgemisch zunächst einer üblichen Klirrfaktormeßbrücke zugeführt wird, die auf die eine der beiden Grundfrequenzen abgestimmt ist. An der Brückendiagonalen erhält man dann außer der zweiten Grundfrequenz die Oberwellen- und Kombinationsfrequenzen. Entfernt man dann in einer zweiten Brückenschaltung die zweite Grundfrequenz, so bleiben die Oberwellen und Kombinationsfrequenzen übrig, die im Vergleich zur ursprünglichen Amplitude der Grundfrequenzen gesetzt werden und ein Verzerrungsmaß ergeben, welches wegen des Einflusses der Kombi nationsfrequenzen etwas größer als der üblicherweise verwendete Klirrfaktor ist. Die Kathodenwiderstände werden dann so groß bemessen, daß sich bei voller Aussteuerung das zugelassene Verzerrungsmaß ergibt.
  • Weil bei der Anwendung der Erfindung Röhren mit kleinerer Verlustleistung verwendet werden können, würde eine Messung mit einer reinen Sinusschwingung zu einer Überlastung führen, und zwar besonders zu einer Überlastung des Schirmgitters, da bei großer Aussteuerung der Schirmgitterstrom infolge der bekannten Stromübernahmeerscheinung auf Kosten des Anodenstromes besonders stark zunimmt. Verwendet man jedoch das oben angegebene neue Meßverfahren mit zwei Sinusschwingungen, so wird eine derartige Überlastung bei der Messung vermieden.
  • Werden die Kathodenwiderstände, wie üblich, mit einem so großen Kondensator überbrückt, _daß eine Gegenkopplung auch der tiefsten Frequenzen verhindert wird, z. B. mit 5o ,uF, so müssen bei Anwendung der Erfindung die Kathodenwiderstände bereits größer als bisher bemessen werden (um etwa 25 °/o), weil bei Sprach- und Musikwiedergabe der Gleichstromzuwachs um etwa 3o °/o kleiner als, bei der Aussteuerung mit einer einzelnen Sinusschwingung ist.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß sich Vorteile ergeben, wenn die Überbrückungskondensatoren sehr viel größer bemessen werden, z. B. 75o ,uF bei einem Kathodenwiderstand von Zoo Ohm. Dann ist der Gleichstromzuwachs nochmal etwa um 30 % kleiner, so daß die Kathodenwiderstände entsprechend größer bemessen werden müssen, und es treten geringere Verzerrungen auf.
  • Der Zweck der großen Kondensatoren geht aus folgendem hervor: Der Aussteuerbereich eines Verstärkers muß nach den lautesten überhaupt vorkommenden Stellen der Wiedergabe bemessen werden. Es können nun zwar laute Stellen mehrere Sekunden lang dauern, jedoch haben Versuche ergeben, daß die lautesten Stellen, z. B. harte Klavieranschläge oder Paukenschläge, nicht wesentlich länger als o,i bis o,2 Sekunden dauern. Bemißt man nun die Zeitkonstanten der Kathodenwiderstände und Überbrückungskondensatoren so groß, wie die Dauer dieser Dynamikstellen beträgt, so steigt die, C;ittervorspannung während dieser Dynamikstellen weniger, nämlich nur etwa halb so stark an, weil die große Kapazität erst auf eine andere Gittervorspannung aufgeladen werden muß.
  • Aus diesem Grunde kann die Gittervorspannung von vornherein durch Verwendung größerer Kathodenwiderstände so groß bemessen werden, als ob diese Dynamikstellen nur etwa halb so stark wären. Dadurch ergibt sich, wie oben bei Abb. 2 gezeigt wurde, ein tiefer liegender Ruhearbeitspunkt (e statt ä) und damit eine Stromersparnis. Bei Kathodenwiderständen von Zoo Ohm und Überbrückungskondensatoren von 750 yF ergibt sich eine Zeitkonstante von Zoo # 75o # 1o-6 = 0,15 Sekunden. Diese Zeitkonstante gilt auch bei gemeinsamem Kathodenwiderstand.
  • Derart große Überbrückungskondensatoren haben noch einen weiteren Vorteil, nämlich geringere Verzerrungen. Versuche haben nämlich gezeigt, daß bei plötzlichen Lautstärkeänderungen Pendelungen der Gittervorspannung auftreten, welche Verzerrungen hervorrufen. Es wurde auf eine AB-Verstärker-Stufe mit einer Frequenz von 8oo Hz ein rechteckförmiger Impuls von o,2 Sekunden Dauer gegeben und die Änderung der Gittervorspannung gemessen. Abb.3 zeigt, daß sich der entstehenden Gittervorspannungsänderung ein Ein- und Auspendelungsvorgang von 6o bis 8o Hz überlagert, welcher eine Klangfälschung hervorruft. Bei dieser Bemessung war der Überbrückungskondensator sogar schon 25o AF groß. Erst bei 75o yF war praktisch keine Pendelung mehr zu erkennen. Die Pendelung - erklärt sich aus der beschränkten Ladefähigkeit des Siebkondensators des Netzteiles. Beim Beginn des Impulses wird nämlich zunächst der Siebkondensator stark entladen. Infolgedessen nehmen die Anoden- und Schirmgittergleichspannung der Röhre und damit auch die Anodenwechselspannung stark ab. Im anschließenden zweiten Stadium liefert die vorher entlastete Drossel aus ihrer aufgespeicherten Energie Strom nach, so daß jetzt umgekehrt die Betriebsgleichspannungen und damit die Anodenwechselspannung zunehmen, und zwar stärker, als dem späteren eingeschwungenen Zustand entspricht. Dieser Vorgang schwingt sich allmählich auf den Endzustand ein. Ein getreues Abbild dieses Vorganges ist der in Abb. 3 dargestellte Verlauf der Gitterspannung am Kathodenwiderstand, da dieser Verlauf identisch ist mit dem Verlauf des Kathoden- bzw. Anodenstromes. Beim Ausschalten wiederholen sich diese Vorgänge im umgekehrten Sinne. Der Anodenstrom wird plötzlich kleiner, infolgedessen steigt die Spannung zunächst am Siebkondensator auf Kosten der Energie der Drossel stark an. Im zweiten Stadium füllt sich die Energie der Drossel wieder auf, und die Spannung am Kondensator schwingt unter den Wert des Endzustandes. Infolgedessen sinkt auch der Anodenruhestrom der Röhre und damit die am Kathodenwiderstand sich einstellende Gittervorspannung unter den normalen Wert.
  • Die Messungen wurden bei Verwendung eines Siebkondensators von 32 AF gemacht. Ein Siebkondensator von 16 ßF änderte den Kurvenverlauf nicht wesentlich.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Gegentaktverstärker für Sprache- und Musikwiedergabe, bei dem die Gittervorspannung durch getrennte Kathodenwiderstände oder einen gemeinsamen Widerstand erzeugt werden und so groß bemessen sind, daß der Verstärker als AB-Verstärker arbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathodenwiderstände bzw. der gemeinsame Widerstand wesentlich größer, als sich bei einer Bemessung für volle Aussteuerung mit einer einzelnen Sinusschwingung konstanter Amplitude zur Erzielung .des kleinstmöglichen Klirrfaktors ergeben würde, insbesondere etwa um 25 bis 7o % größer bemessen sind, und zwar so groß, daß sich bei Sprach- und Musikwiedergabe der kleinstmögliche Klirrfaktor ergibt.
  2. 2. Gegentaktverstärker nach Anspruch =, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitkonstante der Kathodenwiderstände und der Überbrückungskondensatoren bzw. des Kathodenwiderstandes und des Überbrückungskondensators etwa gleich 0,15 Sekunden entsprechend einem Widerstand von z. B. Zoo Ohm und einem Kondensator von 750 yF ist und daß die Kathodenwiderstände bzw. der Kathodenwiderstand größer als bei Anwendung einer wesentlich kleineren, bisher üblichen Zeitkonstante bemessen werden. .
  3. 3. Verfahren zur Ermittlung der günstigsten Widerstandswerte der Kathodenwiderstände bzw. des Kathodenwiderstandes eines Gegentaktverstärkers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei nicht in einem harmonischen Verhältnis zueinanderstehende Sinusschwingungen verschiedener Frequenz, jedoch gleicher Amplitude, zugleich zur vollen Aussteuerung verwendet werden und die Kathodenwiderstände bzw. der Kathodenwiderstand so eingestellt werden, daß das Verzerrungsmaß am kleinsten ist oder den Kleinstwert etwas überschreitet. Angezogene Druckschriften USA.-Patentschrift_ Nr. 2 217 269.
DET936D 1943-02-10 1943-02-10 Gegentaktverstaerker fuer Sprache- und Musikwiedergabe Expired DE860963C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2217269A (en) * 1937-11-24 1940-10-08 Rca Corp Push-pull audio amplifier circuit

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2217269A (en) * 1937-11-24 1940-10-08 Rca Corp Push-pull audio amplifier circuit

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