DE8604C - Verfahren zur Herstellung einer haltbaren Decke für sogenannte Alba-Platten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer haltbaren Decke für sogenannte Alba-Platten

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DE8604C
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B. RISSE in Dortmund, Königswall 8
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/76Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers
    • G03C1/77Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers the base being of metal

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  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

1879.
Klasse 57.
BRUNO RISSE in DORTMUND. Verfahren zur Herstellung einer haltbaren Decke für sogenannte Alba-Platten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. März 1879 ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf einen weiteren Ausbau des Verfahrens der 1874 von derPhenix-Plate-Compagnie in Worcester einzuführen versuchten sogenannten Alba-Photographie.
Bei dieser Photographic wurden lackirte Eisenblechtafeln verwendet, deren eine feinere Seite mit Zinkweifs - Collodium überzogen und durch Abspülen mit Wasser in eine schneeweifse matte Decke von äufserster Feinheit umgewandelt wurde, auf erwähnter Decke wurden vermittelst Chlorsilber-Collodium Photographien hergestellt.
Mit dem Verfahren ist jedoch der Uebelstand verknüpft, dafs die Erzeugnisse desselben der verhältnifsmäfsig schnellen Umänderung durch das Licht (sie werden schon nach einer Woche unangenehm braun, das Bild unscheinbar, um allmälig zu verschwinden) ausgesetzt sind.
Diesem Nachtheile soll das nachstehend zu erläuternde Verfahren zur Herstellung einer weifsen matten und feinen Schicht, welche vor allen Dingen die unbedingte Haltbarkeit der erzeugten Bilder im Lichte dauernd sicherstellt, entgegenarbeiten.
In eine Flasche bringt man 5 g Collodiumwolle und 150 g Alkohol, setzt nach Verlauf einer kleinen Zeit 120 g Aether hinzu und schüttelt so lange, bis sich die Wolle aufgelöst hat.
Das so erhaltene Collodium wird durch chemisch reine Baumwolle sorgfältig filtrirt.
In . einem Mörser pulverisirt man 60 g gut gewaschenen schwefelsauren Baryts, giefst nach erfolgter Verreibung etwa ein Dritttheil des Collodiums hinzu, reibt es zu einer sahnigen Masse zusammen und giebt allmälig noch die übrigen zwei Dritttheile des Collodiums dazu, das Ganze verreibend.
Alsdann läfst man sich die Masse etwa y2 Minute lang absetzen und giefst sie dann unter Zurücklassung eines Bodensatzes durch einen Trichter mit loser Wolle in eine reine Flasche.
Mit dem so erhaltenen Baryt-Collodium werden die lackirten Eisenblechtafeln gleichmäfsig Übergossen, nach Erstarren des Collodiums einige Minuten hindurch in reines Wasser gelegt und dann unter dem Krahnen abgespült.
Die noch nasse Platte bringt man hierauf in eine Auflösung von 200 g Wasser, 3 g Gelatine, log Chrom-Alaun. (Die Gelatine hat man vorher in 150 g Wasser etwa zwei Stunden lang erweichen lassen und löst sie sodann bei gelinder Wärme auf. Die 10 g Chrom-Alaun werden in 50 g Wasser gelöst, dazu gethan und das Ganze durch Flanell filtrirt.)
Man läfst die Platte in besagter Auflösung ca. 5 Minuten und' führt sie nach geschehenem Herausnehmen in einem staubfreien, trockenen Raum zum Trocknen über.
Dreimal werden nun die Platten mit dem Baryt-Collodium Übergossen. Nach dem letzten Aufgusse kommen sie, nachdem sie unter dem Krahnen abgespült worden, in eine andere Gelatinemischung, nämlich eine solche von 200 g Wasser, 3 g Gelatine und 3 g Arrowroot. (Die Gelatine wird, wie oben angegeben, aufgelöst, das Arrowroot mit 150 g Wasser gekocht, alsdann beide Lösungen zusammengemischt, das Ganze ebenfalls durch Flanell filtrirt.)
In dieser Mischung verbleiben die Platten etwa 5 Minuten lang; nachdem sie trocken geworden, sind sie zum Gebrauch fertig.
Ohne die Platten in ihren Eigenschaften wesentlich zu beeinträchtigen, kann man das Verfahren zu ihrer Bereitung auch in folgender vereinfachten Gestalt zur Ausübung bringen.
Die Vereinfachung liegt im wesentlichen darin, dafs nicht ein dreimaliger, sondern nur ein zweimaliger Aufgufs des Baryt-Collodiums nöthig erscheint.
Man stellt aus 220 g Schwefeläther, 300 g Alkohol abs., 12 g Collodiumwolle und 5 g Glycerin Collodium her; bringt in eine Reibschale 70 g schwefelsauren Baryts und den dritten Theil eben erwähnten Collodiums und verreibt das Gemenge zu einer feinen sahnigen Masse, welcher hierauf die anderen zwei Dritttheile Collodium zugesetzt und mit ihr verrieben werden.
Nachdem man die Masse etwa eine Minute hat stehen lassen und dieses Baryt-Collodium durch lose Wolle in eine Flasche filtrirt hat, ist es zum Präpariren der Platten fertig.
Aeufserst langsam übergiefst man die Ferrotypplatten mit dem Baryt-Collodium, läfst erstarren und bringt sie in eine Schale mit Wasser, in welcher·sie etwa io Minuten lang liegen bleiben, um dann herausgenommen und unter dem Krahnen abgespült zu werden. Nunmehr folgt ein zwei- oder dreimaliger Uebergufs mit einer ziemlich concentrirten Gelatine-Auflösung.
Sind die Platten getrocknet, so werden sie von neuem mit dem Baryt-Collodium übergössen und genau so, wie eben erläutert, behandelt.
Anstatt sie jedoch nun mit dickflüssiger Gelatine zu übergiefsen, bringt man sie in eine Schale, in welcher sich eine Gelatine-Auflösung von folgender Zusammensetzung befindet: 500 g Wasser und 10 g Gelatine. (Nachdem man die Gelatine in dem Wasser erst eine Stunde hindurch hat weichen lassen, löst man sie bei gelinder Wärme auf und filtrirt dann durch Filtrirpapier.)
In dieser Gelatine-Auflösung bleibt die gut abgespülte, mit einem zweimaligen Aufgufs von Baryt-Collodium versehene Platte ca. 5 Minuten lang liegen, und ist sodann nach erfolgtem Trocknen zum Gebrauche bereit.
An Stelle des den Erfolg des ganzen Verfahrens bedingenden schwefelsauren Baryts kann auch Kaolin und Kieselsäure treten, indem auch sie eine haltbare Decke zu bilden vermögen.

Claims (3)

  1. Pate nt-An Sprüche:
    ι. Das Verfahren der Herstellung einer haltbaren Decke für sogen. Alba-Platten, welches Verfahren hauptsächlich besteht: in der Behandlung lackirter Eisenblechtafeln mittelst Baryt-Collodiums, darauf folgender Einlegung derselben in eine Auflösung von Gelatine und Chrom-Alaun, wiederholtem und mehrmaligem Uebergiefsen mit Baryt-Collodium und der Einbringung in eine zweite Gelatine-Auflösung, im wesentlichen wie beschrieben und zu dem bezeichneten Zwecke.
  2. 2. Das insofern vereinfachte Verfahren für Erreichung desselben Zweckes, als es einen nur zweimaligen Aufgufs des Baryt-Collodiums nöthig macht, im wesentlichen wie solches ausführlich dargelegt ist.
  3. 3. In dem beschriebenen Verfahren die Ersetzung des schwefelsauren Baryts durch Kaolin und Kieselsäure.
DENDAT8604D Verfahren zur Herstellung einer haltbaren Decke für sogenannte Alba-Platten Active DE8604C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1076709B (de) * 1957-04-10 1960-03-03 Turbinen Und Generatoren Veb Hydraulische Schnellschlusseinrichtung fuer Dampf- oder Gasturbinen

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