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Vorrichtung zur Erhitzung von fortlaufenden Fäden, Garnen, . Filmbahnen
od, dgl. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erhitzen fortlaufender Fäden,
Garne, Gewebe, Filmbahnen od.:d@gl., entweder zu ihrer Trocknung oder für sonstige,
die Anwendung von Hitze erfordernde Zwecke.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung, die mindestens eine
hohle Trommel enthält, in der ein flüssiges Schmiermittel, wie Öl, als Wärmeträger
Verwendung findet und wobei dafür Sorge getragen wind, daB ein Teil des Schmiermittels
die Lager der Vorrichtung schmiert. Die Heizeinrichtung wird dadurch in ihrer Konstruktion
wesentlich vereinfacht, .da die für die Drehbewegung erforderlichen Verbindungsteile
bzw. Abdichtungsvorrichtungen vereinfacht werden, da nur ein Dichtungssatz benötigt
wird und Korrosionen nicht entstehen. In der Zeichnung stellt Fig. i einen Schnitt
des Aufrisses einer Ausführungsform der Erfindung und Fig. ? einen Längsschnitt
durch eine andere ' Ausführungsform dar.
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In Fig. i ist i ein Paar Trommeln, d.ie übereinander auf parallelen
oder etwas.,schräg, wie-i biss 3°" zueinander stehenden Achsen. montiert sind. Zur
Führung der Bahnen können die Achsen parallel sein, ein oder mehrere Bahnen können
um die eine der Trommeln und .dann um die andere geführt -werden, und die Heizvorrichtung
kann eine große Anzahl. solcher paarweise auf parallelen Achsen angeordneter Trommeln
enthalten, um so die gewünschte Trocknung bzw. Wärmeeinwirkung zu erzielen. Zur
Erhitzung oder Trocknung von Fäden ist es vorteilhaft, die Fäden oder Garne
schneckenförmig
um die zwei Trommeln herumzuführen, wobei es dann zweckmäßig ist, die Achse der
einen Trommel gegenüber der der anderen Trommel schräg zu stellen. Die Schrägstellungsrichtung
kann in der Ebene der Achsen oder auch quer zur Papierebene der Fig. i liegen.
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Fig. -i zeigt einen Schnitt im Fall von parallelen Achsen, wobei die
Schrägstellung,die ja nur @i bis 5° beträgt, zur Vereinfachung .der bildlichen Darstellung
nicht gezeichnet ist. Da beide Trommeln gleich sind und auch ihre Anordnung im wesentlichen
dieselbe ist, betrifft die folgende Beschreibung beide Trommeln, und die entsprechenden
Bezugszeichen gelten für jede Trommel.
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Die Trommel i besteht z. B. aus einem gegossenen bz«;. geschmiedeten
Aluminiumgehäuse mit einer chromplattierten Außenfläche 2 und einer polierten Innenfläche
3. An ihrem Außenende ist die Isolierung 4 durch einen Sprengring 5 fest angeordnet.
Die rückwärtige Platte 6 und die Isolierplatte 6a sind mit der Trommel durch Schrauben
7 mittels einer (dazwischenliegenden Dichtung 8 verbunden. Die hohle Welle 9 ist
mit der rückwärtigen Platte 6 verschweißt. An der Verlängerung io, der Welle befinden'
sich zwei oder mehrere Rohre ri. Eine Schraubenmutter 12 drückt einen Leder- oder
Messingring 13 gegen den Ring 14, -der durch den Ansatz i4agehalten das Rohr
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zentriert und den ringförmigen, sich derLänge nach von der Welle 9 nach
dem 'Trommelinnern erstreckenden Hohlraum 16 verschließt. Das Gußstück @i7 ist mit
dem dve Hauptstütze für die beiden Trommeln oder für eine Serie solcher Trockeneinheiten
bildenden Stahlgehäuse 18 durch Bolzen ig mit dazwischen befindlicher Dichtung 2o
verbunden. Jeder der muldenförmigen Vorsprünge zi des Gußstückes 17 trägt einen
passenden Verschlußring 22 und dient als Stützgehäuse für ein Lager 23. Unterhalb
der Vorsprünge 211 befinden -sich halbkreisförmige Auffangtröge 25 und 25a, die
mit dem Guß.stück%17 durch Schrauben 26 verbunden sind und durch eine Dichtung einen
Austritt nach der Außenseite verhindern. ' Auf der hohlen Welle 9 sitzt, sich mit
ihr drehend, ein Schneckengetriebe 27, das in das Triebwerk 28 eingreift, das seinerseits
an dem mit dem Gehäuseinnern 18 verbundenen Lagertragteil 29 angebracht ist. Das
Triebwerk 28 und sein Gegenstück 28a (zum Antrieb der unteren Trommel) sind so angeordnet,
daß das Lagertragteil 29 mit den beiden Triebwellen 30 und 30a verbunden
ist, so daß dieser Lagertragteil beiden Triebwellen dient. Das fest auf der Welle
9 sitzende Lager 37 ist in einem Stützgehäuse 39 untergebracht und kann sich in
axialer Richtung frei bewegen, wenn die Welle 9 sich unter der Wärmeeinwirkung ausdehnt.
Der Verschlußring 4o ist gegen -den becherförmigen Vorsprung 39 gepreßt. Das Gußstück
39 ist mit dem Gehäuse 18 durch Schrauben 43 mit @dazwischenliegender Dichtung 44
verbunden. Die Itolierung bedeckt alle freien Teile des Gehäuses (i8. Ein Paßstück
48 an dem einen Ende des Rohres i@5 ist auf das eine Ende der Welle 9 aufgeschrawbt.
Die Zuleitungsrohre 50 sind am ;dem Gußstück 39 und an einem Dreiweghahn
52 festgemacht. Ein Nippel 56 verbindet -den Hahn 52 mit dem Zuleitungskopf 53.
Die Isolierung 57 umhüllt den Zuleitungskopf, wie aus der Zeichnung zu ersehen ist:
andere Verbindungen können in ähnlicher Weise isoliert werden.
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Die Pfeile zeigen die Flußrichtung. Der flüssige Wärmeträger, z. B.
ein Mineralöl, läuft von dem Zuleitungskopf 53 durch den Ventilhahn 52 und die Rohre
50 in die Hohlräume oder Vertiefungen 6o dies Gußstückes 39. Die Meßöffnungen
61 in den Pa.ßstücken 48 regulieren- den Fluß in die Rohre 15 entsprechend dem Zuflußdruck.
Die Kontaktflächen 62 zwischen den festen Dichtungen 40 und der sich drehenden Welle
9 verhindern einen Ölfluß aus Kammer 6o um die hohle Welle 9 herum. Ein geringfügiger
Durehfluß ist jedoch für die.Schmierung der Kontaktfläche erwünscht. Die Einrichtung
ist so einfach wie nur möglich und ein leichtes Durchsickern stört nicht. Das Öl
wird den Trommeln von dem Ende der Rohre -1-5 zugeführt, und es wird so ein ständig
bis zu einer Temperatur von 36o° aufgeheizter Wärmeträger der Innenfläche der Trommeln
zugeführt, wenn diese sich drehen. Zwei oder mehrere Rohre vi haben für einen möglichst
geringen Spielraum zwischen der Innenfläche der. Trommel und,den Enden der Rohre
zu sorgen. Dadurch vermindert sich ;die Oberflächenwirkung des Öles auf die Trommeln
auf ein Minimum. Dass Öl verläß.t die Trommeln durch die Rohre vi und tritt in den
hohlen kreisförmigen Teil 16 -der Welle 9. Ein Teil des Öles verläßt die hohle Welle
durch eine oder mehrere Öffnungen 66, tritt in die Kammern 67 und fließt dann ,durch
die Lager 23. Falls die durch die Lager fließende Ölmenge geringer ist als die Zufuhr
durch die Öffnungen 66, kann der Überschuß des Öles durch die Schlitze 68 in den
Vorsprüngen 2i austreten. Die Schlitze 68 liegen vorzugsweise 45 bis 6o° unter der
Horizontalen, sind aber in der Zeichnung zur Klarstellung als obenliegend dargestellt.
Das durch die Öffnungen 66 hirndurchfließeade Öl läuft in die Auffangtröge 25 und
25a. Der Auffangtrog 25 leitet das- Öl in das Triebwerk'28. Das Öl füllt den Trog
25a und dessen, Ablauf sorgt für einen hinreichenden Ölstand, tso daß die Zähne
des Getriebes 27a auf der unteren Welle 9 damit versorgt werden. Das nicht durch
die Öffnungen 66 austretende Öl geht durch die hohlen Teile @i.6 und durch eine
oder mehrere Öffnungen 72 nach den Kammern 63 und von da durch die Lager 37.
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Auch hier sorgen Schlitze 73 .in den Gußstücken 39 für einen Austritt
von überschüssigem Öl, dass durch die Lager 37 läuft. Die Schlitze 73 liegen auch.
45 bis 6o° unterhalb der Horizontalen. Nachdem das Öl seine Aufgabe erfüllt, die
Trommeln erhitzt und die Lager und Getriebe geschmiert hat, gelangt es auf den Gehäuseboden
18, welcher als ein der Länge der Maschine entsprechender Behälter ausgebildet und
mit einem Rohr 74 verbunden ist. Von dort wird das Öl zu einem Wärmeaustauscher
zurückgeführt, der wiederum mit dem Zuleitungskopf
53 in Verbindung
steht, dem das Öl mit bestimmter Geschwindigkeit z. B. durch eine Pumpe oder eine
sonstige, z. B. durch Schwerkraft wirkende Zuführungsvorrichtung zugeleitet wird.
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In Fig. 2 ist eine einzige von innen erhitzte Trommel 75 .dargestellt.
Die Trammel kann isoliert sein und besitzt aber im Gegensatz zur frei tragenden
Anordnung in Fig. i eine sich bis zu den Lagern 78 und 79 erstreckende, durch ein
Getriebe 77 angetriebene Welle 76. Jedes der Lager hat ein festes Gehäuse 8o mit
Lagerschalen &i und einer Ölnut 82. Das Gehäuse 8o hat einen Abschluß 83 und
Abschlüsse oder Dichtungen 84 und 85. Derartige Abschlüsse können aus plastischem
Material, wie Kautschuk odersynthetischem Kautschuk, bestehen, um eine Zerstörung
,durch das Heizöl oder andere Wärmeträger zu vermeiden.
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Eine Austrittsleitung 86 ist mit den beiden Gehäusen 8o und einem
gemeinsamen Rohr 87 verbunden, das seinerseits mit dem Sammelbecken oder Sumpf 88
füT,die Schmierflüssigkeit in Verbindung steht. In diesem Sammelbecken kann eine
Heizschlange 98 zur Wiederaufheizung des Wärmeträgers vorgesehen sein, bevor die
erneute Zirkulation durch die Trommeln einsetzt. Eine Pumpe 89 ist mit ihrem Saugrohr
9.o an das Sammelbecken 88 angeschlossen und steht durch ein Rohr gi mit dem einen
Gehäuse 8o in Verbindung.
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Die Welle 76 ist an ihren beiden Enden hohl. In dem Hohlraum ihres
sich in .dem mit dem Rohr Sri verbundenen Gehäuse 8o befindenden Endes ist ein inneres
Rohr 92 befestigt. Das Rohr 92 hat an seinem einen Ende .eine Armatur 93, die mit
dem offenen Ende der hohlen Welle 76 verschraubt werden kann. Eine kleine zentrale
Bohrung 94 steht mit dem inneren Ende des Rohres 92 und mit radialen Bohrungen 95
in Verbindung. Die Rohre 96 ,sind: in radiale Ausbohrungen durch die Enden der Hohlräume
in,der Welle hineingeschweißt, verlötet oder verschraubt. Um das Heizmittel zu den
Lagern zu leiten, ist nur das Ende des Hohlraumes auf der linkenSeite der Fig. 2
offen, während kleine radiale Bohrungen 97 in der Welle zwischen der Armatur 93
und der Lagerschale 8i vorgesehen sind.
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In der Ausgestaltung nach Fig. 2 wird die H.eizflüssigkeit durch die
Pumpe 89 aus dem Sammelbehälter 88 angesaugt, in das Ende eines der Gehäuse 8o gedrückt
und durch die zentrale Ausbohrulig des Rohres 92, die Au.sbohrung 94 und eine oder
mehrere Ausbohrungen 95 in .die hohle Trommel 75 geleitet. Das Heizmittel erwärmt
die Außenwand der Trommel 75 und tritt durch die Rohre 96 aus. Das links in Fig.
2 aus dem Ende der Welle austretende Heizmittel tritt durch den Hohlraum 96a der
Welle in das eine Ende und von .da durch die Ölnut 82 in das andere Ende des Gehäuses
8o, von wo es durch das Rohr M in das Sammelbecken 88 geleitet wird. Der Zufluß
nach dem anderen Lager erfolgt durch den kreisförmigen Hohlraum zwischen Rohr 9,2
und Außenwand der Welle 76, durch die Durchbohrungen 97 in den Raum zwischen Verschluß
85 und Lagerschale 81, von wo das Heizmittel durch die Ölnut 82 nach dem anderen
Ende des Gehäuses 8o tritt und durch die Leitung 86 mach dem Sammelbehälter 88 fließt.