DE85817C - - Google Patents

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DE85817C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C11/00Auxiliary processes in photography
    • G03C11/18Colouring

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. November 1894 ab.
Die Erfindung bezweckt die Herstellung farbiger Photographien in der Weise, dafs nach einem gegebenen Negativ ein Pigmentbild hergestellt wird, und zwar mittels einer lichtempfindlichen Schicht, welche nicht in ihrer gesammten Ausdehnung mit ein und demselben Pigmente durchsetzt ist, wie bei dem bekannten Pigment- oder Kohlendruckverfahren, sondern welche den Contouren des Bildes entsprechend in den dem Originale entsprechenden Localfarben gefärbt ist.
Um dies zu ermöglichen, wird auf der Rückseite (Schichtseite) des Negatives interimistisch ein transparentes Blatt (Gelatine, Papier u. dergl.) befestigt.
Die lichtempfindliche Schicht kann Asphalt oder Ghromgelatine sein, Welche mit den Localtönen des Originals entsprechenden Pigmenten gefärbt sind.
Im Falle der Anwendung des Asphaltverfahrens müssen die Farben mit Terpentinöl angerieben und filtrirt zugesetzt werden. Zur Anwendung geeignet sind viele Lasurfarben; in den meisten Fällen genügt Pariserblau, Terra di Siena und Carmin.
Wird das Chromgelatineverfahren benutzt, so müssen Farben genommen werden, die vom Chromat nicht angegriffen werden und sich in Wasser, Weingeist u. s. w. lösen oder reiben lassen.
Die Farben werden auch in diesem Falle filtrirt zugesetzt. Zur Anwendung kommen insbesondere die oben genannten Farben, obwohl auch zahlreiche andere, sogar Anilinfarben brauchbar sind.
Die gefärbten Lösungen werden auf das transparente Papier- oder Gelatineblatt derart aufgetragen, dafs z. B. über dem Gesicht Fleischton, über dem Haar Hell- oder Dunkelbraun u. s. f. zu liegen kommt.
Nachdem die ganze Fläche bei unaktinischem Licht mit der Asphalt- oder Chromgelatineschicht bedeckt und im dunkeln oder gelben Lichte getrocknet ist, wird das Negativ auf diese Schicht copirt, indem man dasselbe, ohne es von der Schicht zu entfernen, in einem Copirrahmen auf übliche Weise dem Licht aussetzt.
Nach dem Copiren wird das Blatt mit der lichtempfindlichen Schicht von dem Negativ entfernt und auf übliche Weise entwickelt.
Eine Copie mit Asphalt wird mit Terpentinöl, eine Copie mit Chromgelatine mit warmem Wasser entwickelt.
Ein Uebertragen des Bildes auf eine andere Unterlage zum Zwecke des Entwickeins ist hierbei nicht nothwendig, weil das Copiren von der Seite der Unterlage her (Gelatine- oder Papierblatt) erfolgt ist.
Hierauf resultirt ein Positiv, welches den Localfarben des Originals entsprechend mehrfarbig ist.
Dieses Positiv kann nun weiter in der für das Hintermalen von abgezogenen Pigmentbildern bekannten Weise mit Oelfarben ausgemalt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Anfertigung farbiger photographischer Bilder, dadurch : gekennzeichnet, dafs auf ein transparentes Blatt eine lichtempfindliche Schicht von gefärbten Asphaltlösungen oder gefärbten Chromgelatinelösungen so aufgetragen wird, dafs die den Localtönen des Originals entsprechend verschieden gefärbten Lösungen innerhalb der Contouren des Originals zu liegen kommen, worauf in üblicher Weise belichtet, hervorgerufen und das in Localfarben erzeugte Bild in bekannter Weise hintermalt wird.
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