DE39660C - Verfahren zur Herstellung farbiger Lichtdrucke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung farbiger Lichtdrucke

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DE39660C
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DENDAT39660D
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J. C. HÖSCH in Wien, Hauptstrafse 84
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F3/00Colour separation; Correction of tonal value
    • G03F3/02Colour separation; Correction of tonal value by retouching

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE S7: Photographs.
Mittelst nachstehenden Verfahrens lassen sich photographisch getreue farbige Bilder herstellen nach Gegenständen jeder Art, lebenden Wesen, Oelgemälden, Aquarellen, wie überhaupt irgendwie erzeugten farbigen Originalen.
Zur Erzeugung der mannigfaltigen Farben und Tonmischungeri, wie dieselben in der Natur und durch directe Farbenmischung entstehen, braucht man die Grundfarben »Gelb, Blau, Roth« und als Unterstützungsfarben zur Verstärkung der Kraft und grauen Töne eine neutrale schwarze Farbe, eventuell noch eine der Originalcharakteristik entsprechende Tonfarbe.
Mittelst dieser Farben läfst sich jede Farbwirkung darstellen. Um nun irgend einen Gegenstand photographisch farbig wiederzugeben, benöthige ich, je,nach Farbenreichheit desselben, vier bis sieben photographischer Druckplatten bezw. vier bis sieben photographischer Negative zur Erzeugung dieser letzteren. Diese Negative müssen alle vollkommen gleich grofs sein, damit alle Punkte auf jedem der einzelnen im Zusammendruck streng auf einander fallen, und müssen derart abgestuft sein, dafs dieselben richtig in der entsprechenden Farbe zur buntfarbigen Original-Gesammtwirkung beitragen.
Am gewöhnlichen Negativ können nur Töne heller gemacht werden durch Aufsetzung transparenter Deckmittel, während umgekehrt Stellen, die am Negativ theilweise oder ganz lichtundurchlässig sind, nicht durchlässiger gemacht werden können, also Töne am Drucke selbst nicht erzeugt werden können, weshalb diese Negative für meine Zwecke nicht verwendbar sind.
Ich verfahre daher folgendermafsen, beispielsweise um ein Oelgemälde zu reproduciren:
Ich nehme von demselben ein gewöhnliches Negativ und copire dieses vier- bis siebenmal, je nach Bedarf, auf Emulsionssilberplatten, wodurch ich die gleiche Anzahl von Diapositiven erhalte, welch letztere ich auf nassem Wege durch Einstellung in die Camera erzeugen kann. Diese Diapositive bieten mir das umgekehrte Verhältnifs zum Negativ. Ich retouchire dieselben mit transparenten Deckmitteln derart, dafs unter Bewahrung der photographischen Getreuheit ich alle jene tiefen und mittleren Töne für die Farben Gelb, Roth, Biau, Neutral, Schwarz und eventuellen Ergänzungsfarben am positiven Glasbild erzeuge.
Nun copire ich diese so hergerichteten Diapositive wieder auf Silberemulsionsplatten um und erhalte dadurch die für meine Zwecke vollkommen verwendbaren Negative für die entsprechenden Farben, die nach Retouche die genau entwickelten Negative zur Herstellung der photographischen Druckplatten für die Farben Gelb, Roth, Blau, Schwarz u. s. w. geben bezw. kann ich diese Negative auch auf nassem Wege durch Einstellung in die Camera erzeugen. Die Druckplatte, welche mit dem Negativ, z. B. für Gelb, erzeugt wurde, wird correspondirend mit Gelb gedruckt, ebenso
die übrigen je mit der correspondirenden Farbe. Da die Negative unter ganz gleichen Verhältnissen entstanden wie die Diapositive und diese sämmtlich von demselben directen Originalnegativ umcopirt wurden, so passen dieselben vollkommen auf einander und der Druck kann auf Hand- oder Schnellpressen sicher ausgeübt werden.
Mittelst dieser Methode lassen sich je nach Behandlung und Anfertigung der Lichtdruckplatten stark körnige Drucke erzeugen, welche zum Unterdruck auf Stein, Zink oder anderes druckfähige Material zur Herstellung von Druckplatten geeignet sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren zur Herstellung farbiger Lichtdrucke in der Weise, dafs von einem photographischen Negative mehrere der Zahl der Farben entsprechende Diapositive auf Silberemulsionsplatten copirt oder durch Einstellen in die Camera auf gewöhnlichen Collodiumsilberplatten gefertigt, mit transparenten Deckmitteln retouchirt werden, nach welchen durch Copiren auf Silberemulsionsplatten oder auch durch Einstellen in die Camera auf gewöhnlichen Collodiumsilberplatten, die zur Herstellung der Farbenlichtdruckplatten dienenden Negative erzeugt werden.
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