DE857582C - Verfahren zum Aufbringen einer Ausgleichsschicht auf Fussboeden, insbesondere auf Unterboeden fuer Fussboeden - Google Patents

Verfahren zum Aufbringen einer Ausgleichsschicht auf Fussboeden, insbesondere auf Unterboeden fuer Fussboeden

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DE857582C
DE857582C DES19776D DES0019776D DE857582C DE 857582 C DE857582 C DE 857582C DE S19776 D DES19776 D DE S19776D DE S0019776 D DES0019776 D DE S0019776D DE 857582 C DE857582 C DE 857582C
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DES19776D
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Hans Dipl-Ing Dr Sagel
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04FFINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
    • E04F15/00Flooring
    • E04F15/12Flooring or floor layers made of masses in situ, e.g. seamless magnesite floors, terrazzo gypsum floors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

  • Verfahren zum Aufbringen einer Ausgleichsschicht auf Fußböden, insbesondere auf Unterböden für Fußböden Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Aufbringen einer Ausgleichsschicht auf Fußböden, Unterböden u. dgl.
  • Die bisher in der Belagindustrie benutzten Ausgleichsmassen bestehen aus einem Gemisch von Gips und einem wäßrigen Kitt, der mit einer Kelle öder einem Spachtel auf den unebenen Boden aufgetragen wird. Diese Ausgleichsmassen entsprechen aber nicht immer den verlangten Anforderungen, da sie nicht nur eine beträchtliche Wasseraufnahmefähigkeit haben, sondern auch eine durch Verdampfung des überschüssigen Wassers bedingte lange Erhärtungszeit benötigen. Diese erhebliche Dauer der Austrocknungszeit der bekannten Ausgleichsmassen macht sich besonders dann störend bemerkbar, wenn in einem gewerblichen Raum, dessen Benutzung aus wirtschaftlichen Gründen nicht lange unterbrochen werden soll, wie z. B. in Gaststätten. Theatern, Büro- und Verkaufsräumen, der vorhandene Bodenbelag durch einen neuen Bodenbelag ersetzt werden soll.
  • Die bekannten Ausgleichsmassen müssen von Hand mit Ziehkelle und Spachtel aufgetragen werden, wobei naturgemäß dieser Auftrag nicht immer in der für die Verlegung des Bodenbelages erforderlichen Ebenmäßigkeit erfolgt und oft ein nachträgliches Abschleifen der Ausgleichsschicht notwendig ist.
  • Die Nachteile der bekannten Ausgleichsmassen werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß zur Polymerisation befähigte Derivate der Säuren vom Typ der Cyansorbinsäure (Cyan-2-hexadien-(2, 4)-säure-1), insbesondere deren Ester, und ein die Polymerisation förderndes :Mittel als gießfähige Masse Anwendung finden. Unter den geeigneten Verbindungen sind zu nennen: die Ester einwertiger aliphatischer Alkohole, beispielsweise Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl-, Isohexyl-, Isoheptylalkohol, sowie die Ester mehrwertiger aliphatischer Alkohole, wie z. B. Glykol, Glycerin, Trimethyloläthan, Trimethylolpropan, Hexantriol, und zwar können die genannten ein- und mehrwertigen aliphatischen Alkohole sowohl allein oder in Mischung untereinander Anwendung finden.
  • Als polymerisationsfördernde Mittel haben sich als geeignet erwiesen: basisch bzw. alkalisch reagierende Stoffe anorganischer oder organischer Natur, wie z. B. Magnesiumoxyd, Ätznatron, Ätzkali oder Ammoniak bzw. Butylamin, Triäthanolamin, Benzylamin. Die Polymerisation dieser Stoffe ist bekannt.
  • Als Ester kommt insbesondere in Frage der Isopropylester der a-Cyansorbinsäure und als Beschleuniger Di-n-butylamin. Es kann aber auch vorteilhaft eine Mischung aus Methyl- und Isobutylester der a-Cyansorbinsäure benutzt werden.
  • Es handelt sich hierbei um eine zwar flüssige, aber wasserfreie und wasserfeste Ausgleichsmasse, welche zu in kürzester Zeit erhärtenden organischen Stoffen polymerisiert. Diese besonderen Eigenschaften ermöglichen eine viel einfachere Verarbeitung durch Gießen gegenüber den bekannten gipshaltigen Ausgleichsmassen, die in Form eines steifen Breies aufgetragen und von Hand geglättet und geebnet werden müssen. Die erfindungsgemäße Ausgleichsmasse bedingt, daß sie in ausgesprochen flüssigem Zustand zur Anwendung ,gelangt und ergibt ohne weiteres nach der Erhärtung eine vollkommen ebene Fläche, bei der jede Nachbearbeitung fortfällt. Die durch einfaches Ausgießen aufgebrachte Ausgleichsmasse ist ferner unempfindlich gegen die Einwirkung von Wasser, chemischen Stoffen sowie mechanischen Einflüssen und verbindet sich außerordentlich haftfest mit allen vorkommenden Unterböden. Beispiele 1. loo Volumteile a-Cyansorbinsäureisopropylester werden mit 3 Volumteilen einer Lösung von 1 Teil Di-n-butylamin mit 2 Teilen Äther verrührt. Nach beendeter Zugabe dieser Härteflüssigkeit wird die wäßrig dünnflüssige Mischung auf einem unebenen Betonboden ausgegossen. Die Flüssigkeit ist innerhalb 8o Minuten zu einer springharten, vollkommen ebenen Masse erhärtet.
  • 2. loo Volumteile x-Cyansorbinsäureisopropylester werden mit o.5 Volumteilen einer Lösung von t Teil Di-n-butylamin in 2 Teilen Äther verrührt. Nach beendeter Zugabe dieser Härteflüssigkeit wird die wäßrig dünnflüssige Mischung auf einem unebenen Steinholzestrich ausgegossen. Die Flüssigkeit ist innerhalb 8o Minuten zu einer springharten, vollkommen ebenen :fasse erhärtet.
  • 3. loo Volumteile a-Cyansorbinsäureisopropylester,werden mit 5 Volumteilen einer 25o/oigen Triäthanolaminlösung in Alkohol schnell verrührt und auf Estrich oder Rauhheton innerhalb 5 Minuten vergossen. Es bildet sich in wenigen Stunden ein harter, völlig ebener Belag.
  • 4. 8o Gewichtsteile a-Cyansorbinsäureisobutylester werden mit 3 Gewichtsteilen eines durch EinwirkungvonÄthvlenoxvd auf Rizinusöl erhältlichen Netzmittels und 2o Gewichtsteilen Magnesiumoxyd innig vermischt und sofort auf den zu planierenden Unterboden aufgegossen. Es entsteht in wenigen Stunden ein ebener, trittfester Belag. Weniger Magnesiumoxyd enthaltende Mischungen (loo/o) können innerhalb längerer Zeitspannen vergossen werden.
  • 5. 3o Gewichtsteile lfethylester der Cyansorbinsäure werden unter gelindem Erwärmen in 7o Gewichtsteilen Isobutylester gelöst. loo Volumteile der abgekühlten Lösung werden in 4 Volumteilen einer Lösung von 1 Volurnteil Dibutylamin in 2 Volumteilen Äther schnell verrührt und unmittelbar anschließend auf die Grundfläche aufgegossen. Nach t bis 2 Stunden hat sich eine springharte Ausgleichsschicht gebildet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRI.CHE: 1. Verfahren zum Aufbringen einer Ausgleichsschicht auf Fußböden, insbesondere auf Unterböden für Fußböden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Polymerisation befähigte Derivate der Säuren vom Typ der Cyansorbinsäure (Cyan-2-'hexadien-(2, 4)-säure-1) und ein die Polymerisation förderndes Mittel in dünnflüssigem, füllstofffreiem Zustand auf die auszugleichende Oberfläche des Bodens in solcher Schichtstärke aufgetragen werden, daß sich ein Flüssigkeitsspiegel unter Ausgleichen der Unterschicht bilden kann, worauf die Flüssigkeit erhärtet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Ester einwertiger oder mehrwertiger aliphatischer Alkohole, insbesondere des Isopropylalkohols, allein oder in Mischung miteinander Anwendung finden. Angezogene Druckschriften: Britische Patentschriften Nr. 510 944 494 550; französische Patentschrift Nr. 840 168.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB494550A (en) * 1937-01-19 1938-10-27 Ig Farbenindustrie Ag The manufacture of artificial materials, in particular floor or wall covering masses
FR840168A (fr) * 1937-07-03 1939-04-20 Ig Farbenindustrie Ag Procédé pour enduire et imprégner
GB510944A (en) * 1937-12-09 1939-08-09 Arthur Carpmael Improvements in or relating to the coating and impregnating of materials

Patent Citations (3)

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FR840168A (fr) * 1937-07-03 1939-04-20 Ig Farbenindustrie Ag Procédé pour enduire et imprégner
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