DE85743C - - Google Patents

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DE85743C
DE85743C DENDAT85743D DE85743DA DE85743C DE 85743 C DE85743 C DE 85743C DE NDAT85743 D DENDAT85743 D DE NDAT85743D DE 85743D A DE85743D A DE 85743DA DE 85743 C DE85743 C DE 85743C
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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B19/00Teaching not covered by other main groups of this subclass
    • G09B19/02Counting; Calculating

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  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Entrepreneurship & Innovation (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Educational Administration (AREA)
  • Educational Technology (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Pinball Game Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
An einem Holzgestell, bestehend aus zwei Seiten- und einem Querrahmen, befinden sich in 10 Reihen (je 3) Drähte, welche mit ihren Enden an den beiden Holzrahmen rechts und links befestigt sind (Fig. 1). Die Drähte sind so zu einander gestellt, dafs in ihnen Kugeln laufen oder geschoben werden können (Fig. 2). Die Kugeln befinden sich in einem mit Deckel versehenen Kasten, der mit den beiden Rahmen fest verbunden ist, und können je nach Bedarf herausgenommen und in die Drähte gelegt werden (Fig. 1 und 2). (Bei der gewöhnlichen russischen Rechenmaschine sind die Kugeln zu 10 Stück an den Drähten befestigt [Fig. 3].) Oben verbindet die beiden Seitenrahmen noch eine Leiste, welche so breit ist, dafs Zahlen auf sie geschrieben werden können. Auch an dem linken senkrechten Rahmen kann eine solche Leiste zu demselben Zweck befestigt werden.
Die bisherige russische Rechenmaschine mit ihren an Drähten zu je 10 Stück befestigten Kugeln ermöglicht schwer eine gute Veranschaulichung des »Entstehens« von Zahlengröfsen. Sie entsprach nicht den Bedürfnissen der Wirklichkeit, sondern führte die Einheiten künstlich schon geordnet vor und war so zwar für den in Rechenoperationen schon eingeführten, aber schwachen Rechner ein gutes Hülfsmittel, jedoch weniger zur 'Einführung, zum stufenmäfsigen Entstehenlassen geeignet. Das Auge des Schülers sah stets aufser den in Betracht gezogenen Kugeln die anderen zu einer bestimmten Menge gruppirt und wurde leicht von seiner Aufgabe abgelenkt. Einen Vortheil bieten hiergegen allerdings die mit einem Vorbrett versehenen russischen Rechenmaschinen, bei denen die nicht gebrauchten Kugeln durch ein Brettchen, welches die vordere rechte Halbseite, vom Schüler aus gesehen, bedeckt, für das Auge unsichtbar gemacht werden. Erstens geht diese Wirkung aber verloren, wenn der Schüler selbst an der Maschine operiren soll, also dahinter treten mufs, zweitens wird aber vor allem auch dem Schüler immer etwas an die Drähte «Gebundenes« und zwar hinter dem Brette hervor gewissermafsen von geheimnifsvollem Orte her »gegeben«, anstatt, dafs nach pädagogischen Grundsätzen wahrhaft anschaulich entwickelt, das Entstehenlassen thatsächlich betrieben wird. Bei der neuen russischen Rechenmaschine ist letzteres ermöglicht: Aus dem »Viel« das Bilden der Einheit, das Zusammenfassen der Einheiten , die Darstellung der Zahlenbilder etc., alles in der Weise, dafs der Vorgang der Veranschaulichung sämmtlichen Kindern klar ist, dafs vor ihren Augen mit dem bekannten Objecte operirt wird, die Begriffe wirklich entstehen und der Schüler selbst leicht mit Verständnifs an der Maschine hantiren kann. Stets befindet sich an der ganzen Maschine nur die zum Operiren nöthige Anzahl von Kugeln, nach Bedarf aus dem Kasten entnommen.
Besondere Vortheile bietet z. B. auch die neue Maschine bei den überaus wichtigen Operationen der Ueberschreitung des Zehners. Bei der alten Maschine war bei einer Aufgabe wie 8 + 3, mit Kugeln dargestellt:
-Θ-Θ-ΟΟΟΘ-ΟΘ O-G-
das Zerlegen der 3 in 2 + 1 schon gegeben, ohne dafs der Schüler nöthig hatte, sich das »Warum?« klar zu machen. Bei der neuen ist ein wirkliches Entwickeln ermöglicht:
Auf der ganzen Maschine befinden sich nur diese 11 Kugeln. Das Auge wird durch nichts abgelenkt; deutlich vor ihm ist das »Warum?« und »Wie?« gegeben.
Die losen Kugeln bieten zu den verschiedensten Anfangsaufgaben ein bequemes Anschauungsmittel, auch für die Hand der Kinder.
Desgleichen kann mit verschiedenfarbigen Einer-, Zehner-, Hunderter-Kugeln erfolgreich anschaulich operirt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine russische Rechenmaschine, bei der die Kugeln in aus Drahtstäben gebildete horizontale Rinnen eingelegt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT85743D Active DE85743C (de)

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DE (1) DE85743C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3280480A (en) * 1965-08-19 1966-10-25 Madeline R Rice Mathematical teaching aid

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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