DE85698C - - Google Patents

Info

Publication number
DE85698C
DE85698C DENDAT85698D DE85698DA DE85698C DE 85698 C DE85698 C DE 85698C DE NDAT85698 D DENDAT85698 D DE NDAT85698D DE 85698D A DE85698D A DE 85698DA DE 85698 C DE85698 C DE 85698C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compressed air
valve
stroke
cam
carburetor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT85698D
Other languages
English (en)
Publication of DE85698C publication Critical patent/DE85698C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Diese Erfindung betrifft eine Einrichtung an Viertakt-Explosionsmaschinen, welche gestattet, die letzteren während des Anlassens in Zweitaktmaschinen zu verwandeln. Hierdurch wird insofern ein Vortheil erreicht, als der Zweitaktbetrieb das Anlassen erleichtert, indem gleich in der einen Todtpunktlage die den Kolben bewegende Explosion eingeleitet wird.
Der Zweitaktbetrieb, welcher den Vortheil gewährt, eine gesteigerte Kraftleistung zu gestatten, kann aber auch beliebig lange Zeit dauernd erhalten werden.
Auf der Zeichnung stellt dar:
Fig. ι eine Ansicht der mit den neuen Einrichtungen versehenen Maschine,
Fig. 2 den Grundrifs derselben,
Fig. 3 die Seitenansicht des Druckluftventils, Fig. 4 einen Längsschnitt desselben,
Fig. 5 einen Längsschnitt des Vergasers,
Fig. 6 einen Schnitt durch das Rückschlagventil des Vergasers.
Die im Verhältnifs 2:1 übersetzte Steuerwelle w besitzt einen in der Zeichnung nicht dargestellten Nocken zur Bethätigung der Petroleumpumpe d und den Nocken η für die Bethätigung des Druckluftventils y3. Dieses ist in die Druckluftleitung α1 α 6 eingeschaltet und wird derart von dem Nocken η bethätigt, dafs es in regelmä'fsigen Zeiträumen geöffnet wird, um Prefsluft in die Haube H gelangen zu lassen. Da die Prefsluft nur beim Anlassen bezw. beim dauernden Zweitaktbetrieb benöthigt wird, so kann das Druckluftventil ν 3 beim Viertaktbetrieb ausgeschaltet werden. Die Einrichtung des in Fig. 3 und 4 besonders dargestellten Druckluftventils ist folgende: In dem eigentlichen Ventilgehäuse mit Stutzen v1 und v2 für die Druckleitungsrohre α1 α6 wird der Ventilkegel ν3 mittelst einer Feder auf seinen Sitz gedrückt. · Der Ventilkegel besitzt eine in das Gehäuse gut eingepafste Stange v4, die mit ihrem unteren, freien Ende lose in eine Ausbohrung des Schiebers χ geschoben ist. Dieser Schieber χ kann mittelst eines Excenters b derart verschoben werden, dafs die Nockenroller in den Bereich des Nockens n bezw. aufser den Bereich desselben gelangt. Ein Drehen des Excenters b hat an und für sich keinen Einflufs auf das Ventil, erst dadurch, dafs beim Drehen des Excenters in die in Fig. 4 gezeichnete Stellung die excentrisch bewegte Achse b1 ganz dicht an das freie Ende der Stange v4 gelangt, während gleichzeitig die Nockenrolle r dicht an den Nocken η geschoben wird, ist letzterer im Stande, das Ventil ν unter Ueberwindung des Federdruckes zu öffnen, so dafs Prefsluft in die Leitung a6 gelangt. Diese Prefsluft befindet sich in einem Behälter a, in den sie durch eine Maschinenluftpumpe f gepumpt wird. Der Prefsluft-' behälter α besitzt an seinem oberen Ende ein Absperrventil a3, mittelst dessen man bei zeitweiligem Aufserbetriebsetzen (beispielsweise während der Nacht) die Prefsluft vollkommen absperren kann. Ueber dem Absperrventil a3 sitzt ein zweites, mittelst Kurbel zu öffnendes Ventile4. Dieses hat den. Zweck, nach gänzlicher Oeffhung des Ventils a3 den Abflufs der Prefsluft in die Haube zu reguliren. Es mag hier bemerkt werden, dafs die Prefsluft, um
eine sichere Zündung zu erzielen, eine Spannung von ungefähr acht Atmosphären haben mufs.
Befindet sich das Druckluftventil ν in der Stellung, in welcher es durch den Nocken η von Zeit zu Zeit geöffnet wird, so strömt die Druckluft durch Leitung α1 α6 zunächst in den Vergaser V, nachdem sie vorher ein Rückschlagventil R passirt hat, und gelangt dann in die Haube H (Fig. ι und 2). In Fig. 5 und 6 ist der Vergaser, sowie das Rückschlagventil besonders dargestellt. Die Druckluft gelangt aus der Druckluftleitung a% (Fig. 1) in den Stutzen R1 (Fig. 5) und unter den Kegel i?2 des Rückschlagventils R, hebt den Kegel i?2 und strömt nun unter der Zunge i?3 in die Haube. Durch eine Düse D wird vorher über der Zunge R3 Petroleum eingespritzt, welches an den von einer Lampe beheizten Vergaserwä'nden verdampft und mit der später zuströmenden Druckluft zusammen explosives Gemisch bildet, welches sich entzündet und den Kolben bewegt. Da beim Beginn des Anlassens kein Petroleum selbstthätig in den beheizten ■ Vergaser gelangt, so ist dasselbe durch ein- oder zweimaliges Anheben des Petroleumpumpenstichels von Hand in den Vergaser zu pumpen. Zu diesem Zweck besitzt die Petroleumpumpe d an dem Pumpenstichel einen Bund e, der mittelst der Feder e1 beständig niedergedrückt wird. Will man Petroleum vor dem Anlassen in den Vergaser pumpen, so erfafst man den Bund e mit der Hand und hebt mit ihm den Pumpenstichel, worauf man durch Drehen des Excenters b in die Zweitaktstellung Druckluft in die Haube läfst, die die im Vergaser erzeugten Petroleumdämpfe mit in dieselbe reifst. Damit beim Umlegen des Excenters b zum Zweck des Anlassens Druckluft in die Haube strömt, ist es entweder nothwendig, dafs der Nocken η beim vorhergehenden Anhalten der Maschine in die Stellung gebracht wird, bei der er das Ventil v3 öffnet, oder, falls derselbe diese Stellung nicht einnimmt, mufs das Ventil Vs durch einen Druck mit der Hand gegen die Nockenrolle r geöffnet werden. In beiden Fällen strömt durch die Rohre α1 α6 Druckluft in die Haube. Nachdem die erste Zündung nunmehr stattgefunden hat und die Maschine ihren regelmäfsigen Betrieb aufgenommen hat, wird das Druckluftventil durch Drehen des Excenters b aus dem Einfiufs der Nockenrolle gebracht, so dafs die Maschine nicht mehr mit Druckluft, sondern mit einfacher, durch ein Saugventil angesaugter Luft als gewöhnliche Viertaktmaschine arbeitet. Natürlich kann die Maschine auch dauernd, wie eingangs erwähnt, als Zweitaktmaschine arbeiten.
Es mag noch erwähnt werden, dafs das Einlafsventil der Luftpumpe f, sobald die Prefsluft im Behälter a die erforderliche Spannung übersteigt, durch irgend eine der bekannten selbsttätigen Einrichtungen geöffnet wird, wodurch die Luftpumpe leer läuft.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Anlafsvorrichtung für Viertaktmaschinen, gekennzeichnet dadurch, dafs der Steuerungsnocken η bei bestimmter Stellung eines excentrischen Zapfens (b) das Druckluftventil 3) bethätigt, während bei entgengesetzter Stellung des excentrischen Zapfens b das Druckluftventil ν3 geschlossen bleibt, zum Zweck, die Viertaktmaschine hauptsächlich während des Anlassens, dann aber auch zur Steigerung der Arbeitsleistung dauernd als Zweitaktmaschine kufen zu lassen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT85698D Active DE85698C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE85698C true DE85698C (de)

Family

ID=357812

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT85698D Active DE85698C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE85698C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE85698C (de)
DE299978C (de)
DE104049C (de)
EP3660285B1 (de) Gemischgeschmierter viertaktmotor, handgeführtes arbeitsgerät mit einem viertaktmotor und verfahren zum betrieb eines gemischgeschmierten viertaktmotors
DE181610C (de)
DE280341C (de)
DE323507C (de) Betriebsverfahren fuer Gas und Schweroel
DE185187C (de)
DE247382C (de)
AT38708B (de) Regelbare Vorrichtung zur Erleichterung der Zündung in Explosionskraftmaschinen bei stark verlangsamtem Gange.
DE63969C (de) Zündvorrichtung und Vergaser für Gas- und Gasolinmaschinen
DE260119C (de)
DE297233C (de)
DE240053C (de)
DE20095C (de) Neuerungen an dem unter Nr. 532 pater.tirten Gasmotor
DE31346C (de) Gaskraftmaschine
DE191042C (de)
DE69949C (de) Vorrichtung zum Anlassen von Gasmaschinen
DE255498C (de)
DE543713C (de) Stehender Motorverdichter
DE86896C (de)
DE93253C (de)
DE179652C (de)
AT65367B (de) Vorrichtung zum Einführen des Brennstoffes in die verdichtete Luft von Zweitaktverbrennungskraftmaschinen.
DE35794C (de) Petroleum - Kraftmaschine