DE855774C - Pflug, insbesondere zur Handbetaetigung - Google Patents
Pflug, insbesondere zur HandbetaetigungInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B15/00—Elements, tools, or details of ploughs
- A01B15/02—Plough blades; Fixing the blades
- A01B15/08—Mouldboards
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B3/00—Ploughs with fixed plough-shares
- A01B3/02—Man-driven ploughs
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Description
l. S. 175) AUSGEGEBEN AM 17. NOVEMBER 1952
F 6601 III 145 a
Bei einem Pflug wird zunächst durch die Schar ein Erdbalken gelöst, der dann je nach der Form und
Ausbildung des Streichbleches in verschiedener Weise gewendet wird. Am gebräuchlichsten sind
Pflüge, bei welchen das Streichblech so ausgebildet ist, daß der Erdbalken beim Vorziehen angehoben
wird und dabei eine Wendung von etwa 900 erfährt, bis er seitlich abkippt und durch die Kante des
Streichbleches bzw. eine l>esondere Streichschiene überstürzt wird. Derartige Pflüge eignen sich praktisch
nur für tierischen oder motorischen Zug. Der Kraftbedarf ist relativ groß, weil der gelöste Erdbalken
verhältnismäßig hoch angehoben werden muß. Außerdem schneidet die Streichkante tief in den
Erdbalken ein. Bei den Drehpflügen, und zwar insbesondere bei Pflügen mit spiegelbildlich geformten
Doppelpflugkörper, wird der gelöste Erdbalken so hoch an dem entsprechend geformten Streichblech
heraufgeführt, daß er sogleich in überkippter Lage in der benachbarten Furche zur Ablage gebracht
wird. Auch derartige Pflüge werden für leichte tierische Bespannung oder auch für Handbetätigung
benutzt, wobei jedoch der Kraftbedarf immer noch recht erheblich ist. Das ist wahrscheinlich darauf
zurückzuführen, daß der Erdbalken wiederum verhältnismäßig hoch angehoben wird und daß er außerdem
auf kurzer Strecke eine Verdrehung in sich von nahezu i8o° erfährt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Pflug, und zwar insbesondere einen Pflug zur Handbetätigung,
so auszubilden, daß er mit geringer Kraft gezogen werden kann. Um dies zu erreichen, wird
gemäß der Erfindung hinter dem ersten Streichblech, welches sich in bekannter Weise unmittelbar an die
Schar anschließt, ein zweites Streichblech angeordnet, welches die von dem ersten Streichblech
begonnene Wendung des gelösten Erdbalkens fortsetzt und vollendet. Das erste Streichblech ist dabei
so ausgebildet, daß die der Furche zugekehrte untere Kante des zu wendenden Erdbalkens praktisch in
ihrer Lage verbleibt, also nicht oder wenigstens ίο nicht nennenswert angehoben wird. Dagegen wandert
die andere Unterkante des Erdbalkens auf der Schar und dem Streichblech aufwärts, bis sie ungefähr
über der erstgenannten Kante des Balkens liegt. Nach dieser Drehung von etwa 900 hat der Erdbalken
das erste Streichblech seitlich verlassen, wobei er über die freie Seitenkante desselben abkippt.
Der Erdbalken kommt dann in den Bewegungsbereich des etwas zurückliegenden zweiten Streichbleches,
welches so weit seitlich über das erste Streichblech hinausragt und derart geformt ist, daß
es den vorher um 900 gewendeten Erdbalken abermals untergreift und abermals um einen Winkel
von etwa 900 verdreht, indem es den Balken wiederum über eine Längskante abwälzt.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, daß das erste Streichblech an seinem unmittelbar an die
Schar anschließenden Teil zunächst schmaler wird, bis es stärker ansteigend in den breiteren Teil übergeht.
Um das seitliche Abwälzen des gelösten Erdbalkens zu begünstigen, wird das Streichblech
zweckmäßig an seiner freien Abwurfseite durch eine konkav verlaufende Kante begrenzt.
Der Pflugkörper kann so ausgebildet sein, daß er stets nur in der gleichen Bewegungsrichtung benutzt
werden kann. Er kann aber auch als Drehpflug mit spiegelbildlich geformten Pflugdoppelkörper ausgebildet
sein, so daß er wahlweise in der einen und anderen Bewegungsrichtung unter Beibehaltung der
gleichen Abwurfseite eingesetzt werden kann. Das zweite Streichblech kann als selbständiger
Wendekörper hinter dem ersten Streichblech angeordnet sein, kann aber auch aus rückwärts versetzt
angeordneten Fortsätzen des ersten Streichbleches bestehen. Ferner besteht die Möglichkeit, nur das
erste Streichblech mit den Scharen als Doppelkörper auszubilden und für jede der Scharen ein besonderes
zweites Streichblech vorzusehen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in zwei perspektivischen Ansichten in
verschiedenen Maßstäben dargestellt. Es zeigt
Fig. ι einen Scharkörper in Ansicht schräg von hinten,
Fig. 2 den gleichen Scharkörper in verkleinertem Maßstab von der Seite her schräg von oben.
Der Pflugkörper besteht aus den beiden Scharen 10 und 11, die durch das gemeinsame Streichblech
12 miteinander verbunden sind. Der umzuflügende Erdbalken wird auf seiner Unterseite losgeschnitten
durch die Vorderkante der Schar 10, während das seitliche Losschneiden durch das bogenförmig ausgebildete
Messersech 13 bewirkt wird, welches die beiden Scharkörper 10 und 11 miteinander verbindet.
Das Streichblech selbst ist so geformt, daß seine an die Scharkörper 10 und 11 anschließenden
Teile I2" zunächst etwas schmaler werden, bevor sie sich verbreiternd in den stark ansteigenden
Mittelteil 126 übergehen. Die Abwurfkanten i2c des
Streichblech^ sind konkav ausgebildet. Es ergibt sich somit nur ein verhältnismäßig kurzer Gleitweg
für den gelösten Erdbalken auf dem ersten Streichblech 12. Vorteilhaft wird die Furchenbreite etwas
größer gewählt als die Breite der Scharkörper 10 und 11. Alsdann bleibt neben dem gelösten Teil des
Erdbalkens an der der Furche zugekehrten Seite ein schmaler Streifen, der nicht von dem gewachsenen
Boden getrennt wird, vielmehr als Abwälzkante für den Erdbalken dient. Wenn der Balken das erste
Streichblech 12 verläßt, hat er eine Wendung von rund 900 erfahren und liegt mit seiner vorherigen
Seitenfläche auf dem Boden der Furche.
Die weitere Wendung des Erdbalkens wird durch das zweite Streichblech 14 bewirkt, welches in geringem
Abstand hinter dem ersten Streichblech 12 angeordnet ist. Dieses Streichblech 14 ist senkrecht
zur Bewegungsrichtung des Pfluges so weit seitlich gegenüber dem ersten Streichblech 12 versetzt, daß
die schräge Unterkante 14" den zuvor um 900 zur
Seite abgewälzten Erdbalken nochmals einseitig untergreift. Diese Seite des Erdbalkens schiebt sich
auf der Schrägfläche 146 aufwärts. Es wird auf diese
Weise abermals eine zur Seite gerichtete Abwälzung des Erdbalkens hervorgerufen, bis dieser in der gewünschten
Weise nach einer völligen Umwendung von i8o° hinter dem Pflug in der Furche zur Ablage
gebracht wird.
Es sei noch erwähnt, daß die Form der Streichbleche weitgehend abweichen kann von der dargestellten
Ausführung. Insbesondere kann das zweite Streichblech 14 anstatt mit geknickt anschließenden
Schrägflächen 14* auch ähnlich dem ersten Streichblech
12 bogenförmig ausgebildet sein.
Die Betätigungseinrichtung des Pfluges ist in der Zeichnung nicht dargestellt. In dieser sind lediglich
noch die Schleif sohlen 15 ersichtlich sowie ein Teil des Rahmens 16, an welchem der Grindel angreift.
Der Grindel kann bei der Ausführung als Handpflug aus einer Flacheisenschiene bestehen, die
etwa in halber Höhe an der Rahmenschiene 16 angelenkt
ist und die sich in geeigneter Weise an dem oberen und unteren Teil des Rahmens abstützt, je no
nachdem, ob sich die Schneide 10 oder 11 in Arbeitsstellung befindet. Durch Veränderung des
Anschlags für das hintere Ende des Grindels kann die Furchentiefe eingestellt werden.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE:ι. Pflug, insbesondere zur Handbetätigung, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem ersten Streichblech (12), welches sich in bekannter Weise unmittelbar an die Schar (10, 11) anschließt, ein zweites Streichblech (14) angeordnet ist, welches die von dem ersten Streichblech begonnene Wendung des gelösten Erdbalkens fortsetzt und vollendet.
- 2. Pflug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Streichblech (12) an seinem unmittelbar an die Schar (10, 11) anschließenden Teil (bei I2°) zunächst schmaler wird, bis es stärker ansteigend in den breiteren Teil (i2fc) übergeht.
- 3. Pflug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Streichblech (12) an seiner freien Abwurfseite durch eine konkave Kante (i2c) begrenzt wird.
- 4. Pflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er als Drehpflug mit spiegelbildlich geformten Pflugdoppelkörper ausgebildet ist.
- 5. Pflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Streichblech (14) als selbständiger Wendekörper hinter dem ersten Streichblech (12) angeordnet ist.
- 6. Pflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Streichblech (14) durch Fortsätze des ersten Streichbleches gebildet wird.
- 7. Pflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß lediglich das erste Streichblech (12) mit den Scharen (10, 11) als Doppelkörper ausgebildet ist und daß für jede Schar je ein besonderes zweites Streichblech vorgesehen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5489 11.52
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEF6661A DE855774C (de) | 1951-07-01 | 1951-07-01 | Pflug, insbesondere zur Handbetaetigung |
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| DEF6661A DE855774C (de) | 1951-07-01 | 1951-07-01 | Pflug, insbesondere zur Handbetaetigung |
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| DE855774C true DE855774C (de) | 1952-11-17 |
Family
ID=7085078
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF6661A Expired DE855774C (de) | 1951-07-01 | 1951-07-01 | Pflug, insbesondere zur Handbetaetigung |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE855774C (de) |
-
1951
- 1951-07-01 DE DEF6661A patent/DE855774C/de not_active Expired
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