DE845282C - Zusatzgeraet fuer Pfluege in Form eines etwa meisselfoermigen Werkzeugs zur Lockerung der Furchensohle - Google Patents
Zusatzgeraet fuer Pfluege in Form eines etwa meisselfoermigen Werkzeugs zur Lockerung der FurchensohleInfo
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- DE845282C DE845282C DES21421A DES0021421A DE845282C DE 845282 C DE845282 C DE 845282C DE S21421 A DES21421 A DE S21421A DE S0021421 A DES0021421 A DE S0021421A DE 845282 C DE845282 C DE 845282C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B15/00—Elements, tools, or details of ploughs
- A01B15/02—Plough blades; Fixing the blades
- A01B15/025—Plough blades; Fixing the blades specially adapted for working subsoil
Landscapes
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Soil Working Implements (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 31. JULI 1952
S 21421 III j 45 a
Die neuen Erkenntnisse über die Bodengare verlangen von der Pflugarbeit, daß nur die garefähige,
d. h. dicht durchwurzelte Oberkrume gewendet, die meist verdichtete Unterkrume und besonders der Übergang
zum Untergrund aber gelockert wird, ohne daß eine Vermischung der beiden Schichten stattfindet.
Nach diesem Grundsatz sind die bekannten Zweischichtpflüge (Schälwühlpflüge) ausgebildet, die hinter
dem Pflugkörper einen verstellbaren Wühlkörper besitzen, so daß Wendung und Lockerung je nach dem
Bodenzustand unabhängig voneinander eingestellt werden können.
Die bekannten Wühlkörper, welche die zu lockernde Schicht durch einen waagerechten Schnitt vom Untergrund
abheben, erzeugen jedoch einen sprunghaften Übergang zwischen Krume und Untergrund, wodurch
die Gefahr einer Wasserstauung an der Furchensohle entsteht. Diese Gefahr steigert sich noch, wenn die
Schnittfläche bei zu trockenem Boden pulverisiert oder bei zu feuchtem Boden verschmiert wird. Außerdem ao
bewirken die breit schneidenden Wühlschare häufig einen zu grobscholligen Aufbruch und in der weiteren
Folge einen ungenügenden Bodenschluß in der gelockerten Schicht. Gleichfalls bekannte Wühlkörper in
Form von Reißzinken, Meißeln od. dgl. zeigen zwar diesen Nachteil nicht, da sie den Boden nicht anschneiden,
sondern ihn aufbrechen. Sie können aber nicht die ganze Furchenbreite des Pfluges unterwühlen, sondern
erzeugen bloß mehr oder minder schmale Rillen in der
Furchensohle, die wohl als Sickerschlitze für das Wasser nützlich sind, aber nicht für eine optimale
Entwicklung der Wurzeln ausreichen. Gemäß der Erfindung schließt ein meißeiförmiges
. Werkzeug, von oben gesehen, mit der Fahrtrichtung des Pfluges einen spitzen Winkel ein. Während ein
zur Fahrtrichtung, von oben gesehen, paralleler Meißel den Boden nur nach oben aufbricht, bewirkt ein schräg
ίο gestellter Meißel einen Aufbruch nicht bloß nach oben,
sondern auch nach der Seite, so daß ein erheblich breiterer Streifen aufgebrochen wird. Vorzugsweise werden
zwei, gegebenenfalls auch mehr Meißel nebeneinander am Pflug angeordnet, so daß sie die gesamte Furchenbreite
bearbeiten, wobei zweckmäßig die Spitzen dieser Meißel in der Fahrtrichtung gegeneinander versetzt
sind, die Meißel also verschiedene Länge haben.
Bei den üblichen Furchenbreiten genügen in der Regel zwei Meißel, die vorzugsweise nach vorn in
ao einem spitzen Winkel divergieren und an einer gemeinsamen Stütze befestigt sind. Ein oder mehrere solche
Meißel brechen den Boden auf, ohne Schnitt- oder Schmierflächen zu erzeugen. Der Arbeitswiderstand
und damit auch der Kraftbedarf des Pfluges ist relativ »5 gering, und es wird ein wellig aufgerauhter, also allmählicher
Übergang zwischen Krume und Untergrund erzeugt, so daß eine ungestörte Wasserzirkulation und
eine optimale Wurzelentwicklung gesichert sind.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in Anwendung an einem Gespannpflug beispielsweise
dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen
Geräts samt Pflugkörper;
Fig. 2 ist eine Draufsicht zu Fig. 1; Fig. 3 zeigt das Gerät von hinten, und
Fig. 4 ist eine Draufsicht des Geräts in vergrößertem Maßstab.
Hinter dem Pflugkörper 1 ist am Pflugrumpf ein Träger 2 etwa in Form eines umgekehrten U befestigt,
der mit einer lotrechten Hülse 3 versehen ist, in welcher eine Stütze 4 von rechteckigem Querschnitt der Höhe
nach verstellbar und durch Schrauben 5 feststellbar ist. Am unteren Ende der Stütze 4 sind zwei etwa meißeiförmige Werkzeuge (Wühlkörper) 6,7 von verschiedener
Länge angeschweißt, die, von oben gesehen, nach vorn in einem spitzen Winkel divergieren und an ihren
Enden in Spitzen 8 auslaufen. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist der lange Meißel 6 gegen die Waagerechte etwas
weniger nach vorn geneigt als der kurze Meißel 7.
Es hat sich gezeigt, daß der Aufbruch bzw. die Lockerung des Bodens um so besser sowie der Arbeitswiderstand
um sogeringer ist, je schmalerdergelockerte Erdstreifen ist. Dies wird zum Großteil dadurch erzielt,
daß die Meißel verschiedene Länge aufweisen, die Spitzen 8 der Meißel 6, 7 also in der Fahrtrichtung
versetzt sind, d. h. nicht gleichzeitig, sondern nacheinander angreifen. Bei gleichzeitigem Angriff beider
Spitzen bestünde die Gefahr, daß zu grobe Schollen abgehoben werden. Die verschiedene Neigung beider
Meißel nach vorn gegenüber der Waagerechten wirkt in gleichem Sinne.
Die Ausbildung des erfindungsgemäßen Zusatzgeräts für Schlepperpflüge ist im wesentlichen dieselbe wie bei
dem oben beschriebenen, einen Gespannpflug betreffenden Beispiel, jedoch ist es diesfalls zweckmäßig, die
Stütze 4 derart schräg zu stellen, daß die Meißel seitlich ausladen und zumindest vorwiegend die vorangegangene
Furche unterwühlen. Auf diese Weise bleibt die letzte landseitige Furche ungelockert und bietet
beim nächsten Arbeitsgang dem Schlepper eine feste Unterlage.
Durch geeignete Anpassung der Tragkonstruktion für das Wühlgerät an die Bauart des Pfluges kann jeder
vorhandene Pflug auf einfache Weise mit einem solchen Zusatzgerät ausgestattet und dadurch in einen Schälwühlpflug
umgewandelt werden.
Claims (4)
1. Zusatzgerät für Pflüge in Form eines etwa meißeiförmigen Werkzeuges zur Lockerung der
Furchensohle, dadurch gekennzeichnet, daß das ' meißelförmige Werkzeug, von oben gesehen, mit
der Fahrtrichtung des Pfluges einen spitzen Winkel einschließt.
2. Zusatzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß am Pflug zwei oder mehr Meißel (6, 7) nebeneinander angeordnet sind, die verschiedene Länge haben, deren Spitzen also vorzugsweise
in der Fahrtrichtung versetzt sind.
3. Zusatzgerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei nach vorn divergierende
Meißel an einer gemeinsamen Stütze (4) befestigt sind.
4. Zusatzgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der einzelnen
Meißel nach vorn gegenüber der Waagerechten verschieden ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
5267 7.52
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT845282X | 1949-12-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE845282C true DE845282C (de) | 1952-07-31 |
Family
ID=3682117
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES21421A Expired DE845282C (de) | 1949-12-30 | 1950-12-29 | Zusatzgeraet fuer Pfluege in Form eines etwa meisselfoermigen Werkzeugs zur Lockerung der Furchensohle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE845282C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3023551A1 (de) * | 1979-12-14 | 1981-06-19 | Pflugfabrik Lemken Kg, 4234 Alpen | Pflug mit untergrunddorn |
| WO1999009801A1 (fr) * | 1997-08-26 | 1999-03-04 | Michel Evin | Lame pour chassis porte-lames de travail du sol |
-
1950
- 1950-12-29 DE DES21421A patent/DE845282C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3023551A1 (de) * | 1979-12-14 | 1981-06-19 | Pflugfabrik Lemken Kg, 4234 Alpen | Pflug mit untergrunddorn |
| WO1999009801A1 (fr) * | 1997-08-26 | 1999-03-04 | Michel Evin | Lame pour chassis porte-lames de travail du sol |
| FR2767629A1 (fr) * | 1997-08-26 | 1999-03-05 | Michel Evin | Lame, en particulier pour chassis porte-lame de travail du sol |
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