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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von aus Unter- und Oberteil
bestehenden Schachteln
| Die Erfindung betrifft die Herstellung von aus |
| Unter- tutd Oberteil bestehenden Schachteln, die |
| ittslicsottdere zum Verpacken von Tiefkühlkonserven |
| bestitnnit und geeignet sind. Die Schachteln sind an |
| iltr.;n Uli: 1W a;@.w:n au?tr:im_t;clen lnr.enwänd.en |
| vollkottuuen ",II2ttt -estaltet und derart verschlossen, |
| dal.i clir hierin verpaclaen undtiefgefrorenenLebens- |
| mittel tnannigfaclier Art eine lange Haltbarkeits- |
| dauer behalten tutd "e"eti äußere nachteilige Ein- |
| flüsse durch einett Luft- und feuchtigkeitsdichten |
| Verschltt13 #"e.schiitzt sind. |
| Bekannt ist eine Schachtel aus Pappe od. dgl. mit |
| einem feticlttibkeitsdichten inneren Überzug, die |
| aus @°inem atislecckteti Zuschnitt mit einem auf |
| ihrer htttettseite beklebten V-berzugblatt besteht, |
| dessen \-ier l:clcett z\\-isclieti den Schachtelseiten als |
Faltzipfel nach außen hindurchragen und flachliegend auf die -Außenfläche der Schachtelseiten
geklebt sind, so daß sie die Schachtel zusammenhalten und an den Ecken feuchtigkeitsdicht
abdichten. Das Verfahren zur Herstellung dieser Schachtel besteht darin, daß die
die Eckenausschnitte des SchachtelzuschnItts überdeckenden Teile des überzugbla-ttes
heim Aufrichten der Schachtelseiten so zusammengefaltet werden, daß sie zwischen
deren Eckkanten hindurch nach außen ragen, um sodann auf die Schachtelseiten umgelegt
und angeklebt zu werden. Nenn die Faltzipfel nach außen nicht sichtbar sein sollen
oder -,nenn besonderer Wert auf große Festigkeit der Schachtel gelegt wird, wird
noch ein Klebstreifen um die Außenflächen der Schachtelseiten herumgeklebt. In diesem
Fall kann die sonst notwendige
Beleimung der Faltzipfel unterbleiben,
so daß der Klebstreifen sowohl die Seitenteile zusammenhält als auch die Faltzipfel
fest an die Schachtelseiten andrückt.
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Demgegenüber bezieht sich die Erfindung auf die Herstellung einer
Luft- und feuchtigkeitsdichten Schachtel, deren Zuschnitt keine Eckenausstanzung
besitzt und die Benutzung eines Überzugblattes zum Überdecken von ausgestanzten
Ecken an den Schachtelseiten überflüssig macht. Der Schachtelzuschnitt ist in der
üblichen Weise an den einzelnen Biegestellen mit Nuten oder Rillen versehen und
besitzt zusätzlich in der Diagonale verlaufende Nuten an den Ecken. Außerdem ist
der Zuschnitt an den beiden Stirnseiten mit Laschen nebst Einsteckzungen versehen.
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Das zur maschinellen Herstellung der Schachtel dienende Verfahren,
bei welchem der auf einen Falztisch aufgelegte Zuschnitt mittels eines Falzklotzes
in einen unter dem Falztisch angeordneten Falzschacht gefördert wird, besteht gemäß
der Erfindung darin, daß für die Herstellungdes Schachtelunterteils bei dem Niedergang
des Falzklotzes zunächst die beiden Stirnseiten des Zuschnitts mit den daran anschließenden
Ecken in eine schräge Lage nach oben abgebogen und hierauf die beiden Längsseiten
beim weiteren Niedergang des Falzklotzes in den Falzschacht ebenfalls zunächst schräg
nach oben abgebogen werden, wobei die benachbarten Ecken an in ihrer Diagonale verlaufenden
Nuten nach außen durchknicken und dreieckige Faltzipfel bilden, die nach dem endgültigen
Umfalzen aller Schachtelseitenteile gegen die Stirnseiten umgelegt werden, wonach
die senkrecht nach oben ragenden Laschen mit ihren Einsteckzungen nach außen und
unten ufgefalzt und die Einsteckzungen gleichzeitig nach innen durchgebogen sowie
vor Beendigung des Falzvorganges in die Schlitze der die Stirnseiten überdeckenden
Faltzipfel eingeschoben und flach angedrückt werden, während für die Herstellung
dies Schachteloberteils beim Niedergang des Falzklotzes zunächst die Längsseiten
des Zuschnitts: schräg nach oben abgebogen und hierbei die Ecken nach innen durchgeknickt
werden, so daß sich beim weiteren Falzvorgang die entstehenden Dreieckzipfel gegen
die Stirnseiten des Falzklotzes umlegen, und daß nach dem Entfernen des Falzklotzes
aus dem Schachtelteil die Laschen der Stirnseiten mit ihren Einsteckzungen nach
innen und unten umgefalzt und die Einsteckzungen in der gleichen Weise wie bei der
Herstellung des Schachtelunterteils nach innen durchgebogen sowie in die Schlitze
der die Stirnseiten überdeckenden Dreieckzipfel eingeschoben und flach gedrückt
werden.
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Das nach diesem Verfahren hergestellte Schachtelunterteil ist an seiner
inneren Fläche vollkommen glatt gestaltet und an den zusammenstoßenden Schachtelecken
unibedingt dicht, ohne daß die Benutzung eines überzugblattes zum Überdecken von
ausgestanzten Ecken an den Schachtelseiten erforderlich ist, so daß eine erhebliche
Menge von Werkstoff gespart wird. Das mittels des Verfahrens hergestellte Schachteloberteil
weist an seinen Außenflächen keine Erhöhungen auf, was für das Verpacken von Tiefkühlkonserven
wesentlich ist, da im Tiefkühlverfahren alle gefüllten Schachteln dicht aneinandergereiht
und zusammen in inniger Berührung stehen müssen. Die Schachtel ist billig, besitzt
eine besondere Festigkeit und weist außer der Ersparung eines Cberzugblattes auch
den besonderen Vorteil auf, daß sie vollkommen frei von jeglichem Klebstoff hergestellt
ist, der bekanntlich bei nicht sorgfältiger Vorbereitung bei bestimmten Füllgütern
zersetzende Einflüsse ausüben kann.
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Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise veranschaulicht.
Es zeigt Abb. i den Zuschnitt für das Schachtelunterteil, wobei die einzelnen Biegestellen
durch strichpunktierte Linien dargestellt sind, Abb. 2 das Schachtelunterteil in
halbfertigem Zustand, Abb.3 das Schachtelunterteil in seiner endgiiltigen Form,
Abb. q die Vorrichtung zur Herstellung des Schachtelunterteils in Seitenansicht,
Abb. 5 die Vorrichtung im Grundriß, Abb. 6 die Vorrichtung in Vorderansicht, Abb.
7 bis io Einzelheiten des Falzvorganges, Abb. i i die Vorrichtung zur Herstellung
des Schachteloberteils in Seitenansicht, Abb. ii a eine Einzelheit, Abb. r2 die
Vorrichtung im Grundriß, Abb. 13 die Vorrichtung in Vorderansicht, Abb. 14 das Schachteloberteil
in halbfertigem Zustand und Abb. 15 das Scliachtelol)erteil in seiner endgültigen
Form.
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Nach Abb. (i besteht der Zuschnitt aus der Bodenfläche a, den
vier Schachtelseiten b, c, d, e, den zwischen den Seitenteilen stehenbleibenden
Ecken f, g, h, i mit diagonalen Biegelinien und den an die Schachtelseiten
c und e anschließenden Laschen k, L
mit den zugehörigen Einsteckzungen
hl, k2 und h, l'.
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Der Zuschnitt Z wird in der üblichen Art auf den Falztisch i ;(Abb.4)
gelegt, wo er von den Anschlagleisten 2, 3 genau ausgerichtet wird. In der Mitte
des Falztisches ist die übliche Durc:litrittsöffnung 4 für den Zuschnitt beim Beginn
des Falzvorganges mit gestrichelten Linien dargestellt. Unterhalb des Falztisches
sind die Falzleisten 5, 6 befestigt, während nach Abb. 6 die weiteren Falzleisten
7, 8 im rechten Winkel zu den vorhergehenden angeordnet sind und mit diesen gemeinsam
den Falzschacht bilden. Unterhalb dieses Falzschachtes ist in der gleichen senkrechten
Ebene ein Hilfsfalzkasten angeordnet, der aus den Seitenwänden 9, io, i@i und 12
besteht, die gemeinsam an einem Tragkörper 13 befestigt sind. Dieser Tragkörper
wird mittels der Führungshülsen 14, 15 in seiner Lage gehalten und ist durch den
nichtdargestellten Maschinenantrieb senkrecht auf und ab bewegbar. Oberhalb des
Falztisches i ist der Falzklotz 16 an einer Führungsstange 17 befestigt, die in
einer Lagerbüchse,i8 in bekannter Weise auf und a1) bewegt werden kann, so daß der
Falzklotz 16 die gleiche Bewegung aus-
| führt. Die den Zuschnitt in an sich bekannter Weise |
| gegen die untere Fläche des Falzklotzes andrückende |
| und gegen Verschiebung sichernde Platte r9 ist an |
| den |
| 20, 21 befestigt, die in den |
| Führungshülsen 14, 15 auf und ab bewegt werden |
| können. Ati den Falzleisten 7, 8 sind zwei einander |
| zugekehrte 1@ altweichen 22, 24 mit unteren An- |
| sätzen 23, 25 vcrstellliar befestigt. Gleichartige |
| Falz\weiclieti befinden sich an ,den gegenüberliegen- |
| den Kanten der getiatinteti Falzleisten. Seitlich des |
| unteren l?ndes des Tragkörpers 13 ist ein Lager 26 |
| für eine Schulstange 27 angeordnet, die an ihrem |
| anderen Eide mit einem Hebel 28 gelenkig Ver- |
| bunden ist. Dieser besitzt an seinem freien Ende |
| eine gew-<ilhte Platte 29 und ist auf einer Achse 30 |
| schwingbar gelagert. Zu beiden Stirnseiten und |
| unterhalb der l,' alzleisteti 5, 6 sind Falzwerkzeuge |
| zum l'mfalzeti der an die Seiten c, e der Schachtel |
| anschließenden Laschen k, L mit ihren Einsteck- |
| zungen angeordnet. Die Falzwerkzeuge üben beide |
| zti gleicher Zeit ihre Tätigkeit aus und sind gleich- |
| gestaltet, so (laß nur der eine Teil beschrieben wird. |
| Ati einer Schiene 31 sind zwei rechtwinklig vor- |
| stehende Biegeleisten 32, 33 befestigt. Die Schiene |
| 3, w-ird an ilirett beiden I?tideti von Hebelarmen 34, |
| 36 getragen, die auf Lagerbolzen 35, 37 drehbar |
| gelagert sind. Unterhalb der Schiene 31 ist eine |
| weitere Schiene 38 angeordnet, die mit Hebelarmen |
| 39, 4o auf den Lagerbolzen 35, 37 befestigt ist. Die |
| Biegeleisten 32, 33 treten durch in der Schiene 38 |
| angebrachte Schlitze 41, 42 hindurch. Die beiden |
| Schienen sind durch Zugfedern 43, 44 derart mit- |
| einander verbunden, daß das eine Ende der Zug- |
| federn in ati den Naben der Hebelarme 34, 36 an- |
| gebrachten äsen und (las andere Ende an den |
| äußeren Enden der Hebelarme 39, 4o eingehängt |
| ist, also iti der unwirksamen Stellung der beiden |
| Schienen die Schiene 3-1 federnd gegen die Schiene |
| 38 gezogen wird. Zwei auf den Lagerbolzen 35 und |
| 37 befestigte Zahisegtnente 45, 47 stehen mit Zahn- |
| segnleriten 46, 48 im Eingriff, die gemeinsam auf |
| der Achse 30 befestigt sind. Die Lagerbolzen 35, 37 |
| ruhen in den Lagern von zwei doppelarmigen und |
| auf der .\clise 3o drehbar gelagerten Hebeln 49, 50, |
| die an ihren freien I?tiden mit ,Anschlagflächen 5i, |
| 52 versehen sind. Diese können mit festen An- |
| schlägen 53 (Abb. 4) in Anschlag gelangen. Um |
| einen Teil der Naben der doppelarmigen Hebel 49, |
| 5o sind Zugfedern 54, 56 gewunden, die einerseits |
| in Öseti 55, 57 (lieserNaben und andererseits in Ösen |
| von seitlich vorstellenden Ansätzen auf den Naben |
| der Zahnsegmente 46, 48 eingehängt sind. In Abb.4 |
| ist der Ansatz des Zahnsegments 48 mit 58 be- |
| zeichnet, der durch den Zug der Feder 56 mit einer |
| Schulter 59 des doppelarmigen Hebels 5o in An- |
| schlag kommen kann. Die gleiche Einrichtung be- |
| findet sich am gegenüberliegenden Teil des Zahn- |
| segments 46 und des doppelarmigen Hebels 49. Auf |
| der drehbar gelagerten Achse 30 ist ein Hebel 6o |
| befestigt, der vorn \'laschinenantrie,b über eine |
| Schubstange 61 auf und ab bewegt werden kann. |
| An der Lagerbüchse 18 für die Führungsstange 17 |
| des Falzklotzes 16 sind zwei gegenüberliegende |
Lagerarme 62, 63 befestigt, in denen Spreizfalter 64, 65 schwingbar gelagert sind.
Diese ragen mit ihren unteren Enden in den Hohlraum des Falzklotzes hinein und sind
mit schräg verlaufenden Streichflächen 66, 67 versehen. An den anderen Enden der
Spreizfalter sind Rollen 68, 69 angebracht. Die unteren Flächen der Spreizfalter
können durch an den Stirnseiten des Falzklotzes angebrachte Schlitze nach außen
bewegt werden. In den Abb. 6 ist ein Schlitz 7o erkennbar.
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Die Arbeitsweise ist folgende: Sobald ein Zuschnitt Z auf den Falztisch
gelegt und von den AnschlagleiSten 2, 3 ausgerichtet ist, bewegt sich der Falzklotz
u6 nach unten, während zur gleichen Zeit die Gegendruckplatte igdurch die Führungsstangen
20, 21 bis in die öffnung 4 des Falztisches i bewegt worden ist und in gleicher
Ebene mit der Tischfläche steht, so daß der über der öffnung liegende Zuschnitteil
von der Platte gestützt wird. Die Platte t9 folgt der Abwärtsbewegung des Falzklotzes.i6.
Beim Eintritt des Falzklotzes in die öffnung 4 des Falzschachtes werden zunächst
die mit den Laschen k, l vers,e'henen Stirnseiten c, e mit den Ecken
g, lt und f, i schräg nach oben aufgebogen, während beim weiteren
Niedergang des Falzklotzes die Längsseiten b, d mit den daran angrenzenden
Teilen der Ecken in der gleichen Weise schräg nach oben aufgebogen werden. Diese
zeitliche Folge wird dadurch erzielt, daß zwischen den beiden Stirnkanten des Falzklotzes
und der öffnungsweite ,des Falztisches ein verhältnismäßig schmaler Spalt gelassen
ist, der ungefähr der Stärke des Schachtelzuschnitts entspricht, während die öffnungsweite
des Falztisches im Verhältnis zu den Seitenkanten des Falzklotzes erheblich größer
ist. Dadurch beginnt die Faltung an den Stirnseiten eher als an den Längsseiten
des Zuschnitts. Da beim Aufbiegen der Stirnseiten auch die benachbarten Ecken davon
betroffen werden, so wird beim nachfolgenden Aufbiegen derLängsseiten eineKnickung
der diagonalen Nuten an den Ecken zwan=gläufig durchgeführt, wobei sich im weiteren.
Verlauf der Faltung diese Ecken zu einem flachgelegten Dreieck formen, wie aus A'bb.
2 ersichtlich ist. Beim ,weiteren Niedergang des Falzklotzes 16 werden diese vorstehenden
Faltzipfel durch die Falz-\"-eichen 22, 24 und die gegenüberliegenden gleichgestalteten
Weichen von außen gegen die Stirnseiten des Schachtelteils umgefaltet, so daß durch
diese Überdeckung Schlitze entstehen, die in -1)b. 3 mit m, n, o, p bezeichnet
sind. Durch die unteren Ansätze 23, 25 der Falzweichen 22, 24 werden die umgelegten
Faltzipfel beim weiteren Niedergang des Falzklotzes so lange in ihrer Lage gehalten,
bis die Seitenwände 9, io des Hilfsfalzkasttns diese Sicherung übernehmen. Bevor
der Falzklotz finit dem Schachtelteil seine untersteLage eingenommen hat, wie für
den letzteren in Abb. 4 strichpunktiert angedeutet, wird nämlich der Hilfsfalzkasten
aus seiner in Abb. 4 dargestellten unteren Stellung durch die Führungshülsen 14,15
so weit nach oben bewegt, daß die oberen Kanten der Seitenwände 9, io, i i und 12
sich in gleicher Höhe
mit den oberen Kanten des Schachtelteils befinden,
wenn dieser seine tiefste Stellung erreicht hat. Kurz vor Erreichen dieser Endstellung
treffen die an den äußeren Enden der Spreizfalter 64, 65 sitzenden Rollen 68, 69
auf dem Falztisch i auf und bewirken ein Ausschwe:iken der unteren Streichflächen
66, 67 der Spreizfalter, so daß die rin ihrem Bereich stehenden Laschen k, ; schräg
nach außen abgebogen werden, wie aus Abb. 7 ersichtlich ist. Da mit der Aufwärtsbewegung
des Hilf sf alzkastens auch das Lager 26 mit der gelenkig in ihm gelagerten Schubstange
27 mitgenommen wird, erfolgt gleichzeitig eine Schwenkbewegung des Hebels 28 mit
der daran angebrachten gewölbten Platte 29, die unterhalb der ausgeschwenkten Lasche
zur Ruhe kommt. Nunmehr treten die Falzwerkzeuge zum vollständigen Ilerumfalzen
der Laschen k, l um die Stirnseiten des Schachtelteils mit der Durchbiegung
der Einsteckzung°n k1, k2, 1l, l= und deren Einführung in die durch die Faltzipfel
gebildeten Schlitze o, p, m, n in Tätigkeit. Diese Falzwerkzeuge sind während
der Bildurig des Schachtelteils im Falzschacht nach oben ausgeschwenkt, wie dies
in Abb. 4 durch die strichpunktierten Kreise angedeutet ist. Durch eine Aufwärtsbewegung
der Schubstange 61 wird auch der Antriebshebel 6o entsprechend bewegt, so daß die
Falzwerkzeuge aus ihrer oberen unwirksamen Lage so weit nach abwärts geschwenkt
werden, daß sie die in Abb. 4 in ausgezogenen Linien dargestellte Lage einnehmen.
Die festen Anschläge 53 können jeweils nach der Höhe der Schachtelteile so eingestellt
werden, daßbeim Anschlag der Flächen 51, 52 der Drehpunkt der Falzwerkzeuge genau
in Richtung der Biegekanten der Laschen mit den Einsteckzungen fixiert wird. In
dieser Lage können die auf der Achse 30 verstifteten Zahnsegmente 46, 48
durch die weitere Drehung der Achse 3o eine Abwärtsbewegung ausführen und verschwenken
dadurch auch die Zahnsegmente 45, 47, welche die auf den Lagerbolzen 35, 37 fest
gelagerten Hebelarme 39, 40 mit der Schiene 38 und über die beiden Zugfedern 43,
44 auch die Hebelarme 34, 36 mit der Schiene 3'i und den daran befestigten Biegeleisten
32, 33 kraftschlüssig um die Biegekante der Lasche herum nach unten verschwenkt.
Hierbei kommen zunächst die Biegeleisten 32, 33 mit den Einsteckzungen k1 und k2
in Berührung und biegen diese unter Mitwirkung der an dem Hebel 28 sitzenden gewölbten
Platte 29 nach innen durch, wie aus den Abb.8 und io ersichtlich ist. Bei der weiteren
Schwenkbewegung der Falzwerkzeuge müssen sowohl die Seitenwand 9 wie auch die gewölbte
Platte 29 entfernt werden, was dadurch erfolgt, daß der Hilfsfalzkasten in seine
untere Lage und damit auch die Platte 29 mit dem Hebel 28 unter Vermittlung der
Stange 27 in die in Abb. 4 dargestellte Lage zurückgeführt wird. Da die Schiene
38 unmittelbar den Biegeleisten 32, 33 nachfolgt und hierbei die Lasche k um ihre
Biegekante nach unten umfalzt, besteht keine Gefahr für das Zurückspringen der dreieckigen
Faltzipfel, wenn die Seitenwand 9 des Hilfsfalzkastens mit diesem in die untere
Lage zurückgeführt wird. Bei der weiteren Schwenkbewegung der Falzwerkzeuge stoßen
die Biegeleisten 32, 33 gegen die Stirnwand des Schachtelteils und werden dadurch
entgegen dem Zug der Federn 39, 40 in ihrer weiteren Bewegung gehemmt, während die
Schiene 38 ihre Bewegung fortsetzt und hierbei die durchgebogenen Einsteckzungen
zwangläufig in die durch die Dreieckzipfel gebildeten Schlitze einführt und schließlich
am Ende ihrer Schwenkbewegung flach andrückt, wobei die Stirnwand des Falzklotzes
16 als Gegenhalt dient. Die Endstellung ist in Abb.9 dargestellt. Da bei der Sc'iiweul:laewegung
der Falzwerkzeuge die Zugfedern 54, 56 eine :Anspannung erleiden, kommt bei der
nunmehr erfolgenden Rückbewegung in die Ausgangsstellung zuerst der Anschlag 58
mit der Schulter 59 in Berührung, wobei beide doppelarmigen Hebel 49, 5o die Aufwärtsbewegung
mitmachen, nachdem vorher schon die Falzwerkzeuge durch ,die Abwärtsbewegung des
Antriebshebels 6o über die Zahnsegmente 46, 48 in ihre frühere Lage zurückgeführt
worden sind.
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Der fertiggestellte Schachtelteil wird, nachdem auch gleichzeitig
der Falzklotz 16 in seine Ausgangsstellung zurückgeführt wird, durch Fördermittel
aus der Maschine entfernt.
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Die Vorrichtung zur ,Trierstellung des Schachteloberteils, die auf
den Abb. i i, i i a, 12 und 13 dargestellt ist, besitzt im wesentlichen die gleichen
Einrichtungen wie diejenige zur Herstellung des Schachtelunterteils. Es sind lediglich
Änderungen insofern vorhanden, als beim Schachteloberteil die Dreieckzipfel sowie
die Laschen mit ihren Einsteckzungen nach innen gegen die Stirnflächen des Schachtelteils
umgefalzt werden.
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Der Zuschnitt Z wird auf den Falztisch 71 abgelegt, auf dem die Anschlagleisten
72, 73 zum genauen Ausrichten des Zuschnitts angeordnet sind. Die mit gestrichelten
Linien angedeutete Durchtrittsöffnung 74 für den Zuschnitt ist in der Art abgeändert,
daß zwischen den beiden gegenüberliegenden Längskanten des Falzklotzes 93 und der
Öffnungsweite ein schmaler Spalt gelassen ist, der etwa der Stärke des zu verarbeitenden
Schachtelzuschnitts entspricht, während die Öffnungsweite im Verhältnis zu den Stirnseiten
des Falzklotzes erheblich größer ist. Unterhalb der Eintrittsöffnung sind beiderseits
Falzleisten 75, 76, 77 und 78 befestigt, die gemeinsam den Falzschacht bilden. Die
Falzleisten 75, 76 sind nach oben stark abgeschrägt, während dies bei den im rechten
Winkel zu diesen angeordneten Falzleisten 77, 78 nicht in diesem Maße der Fall ist.
Unterhalb der Durchtrittsöffnung 74 sind an der Unterseite des Falztisches je zwei
leicht in den Falzschacht vorspringende bogenförmig gestaltete Nocken 79,
80 und 81, 82 befestigt. Diese Nocken stehen außerhalb der Reichweite der
Längsseiten des Falzklotzes. An den Falzschacht schließt sich wieder ein Hilfsfalzkasten
an. Dieser besteht aus den Seitenwänden 83, 84, 85 und 86, die an einen, Tragkörper
87 befestigt sind. Der Tragkörper kann durch zwei Führungshülsen 88, 89 auf und
ab bewegt werden. Die den Zuschnitt gegen die untere Fläche des Falzklotzes
andrückende
und gegen Verschiebung sichernde Platte 9o ist mit Führungsstangen 91, 92 verbunden,
die in den Führungshülsen 88, 89 auf und ab bewegt werden können. Der Falzklotz
93 ist all einer Führungsstange 94 befestigt, die in einer Lagerbüchse 95 geführt
ist. Der Falzklotz ist an seinen beiden Stirnflächen mit halbkreisförmigenAussparungen
96,97 versehen, deren Scheitelpunkte in Höhe der Stirnflächen liegen (Abb.
12).
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-All einer Schiene 98 sind zwei rechtwinklig vor-.stehende Biegeleisten
99"ioo befestigt. Die Schiene stellt durch zwei seitliche Rippen loT, rot mit einer
Querstange 103 in Verbindung, die mittels ihrer Hebelarme 104, io6 auf Lagerbolzen
105, 107 schwingbar gelagert ist. Die Biegeleisten 99, ioo können durch Schlitze
io8"iog einer Schiene i io liindurchtreten, welche durch zwei seitliche Rippen 1
1 1, 112 mit einer Querstange 113 verbunden ist, die mittels ihrer Hebelarme 114,
115 auf den Lagerbolzen 105, 107 befestigt ist. Die beiden Schienen
sind derart miteinander verbunden, daß zwei Zugfedern i 16, 117 einerseits in an
den Naben der Hebelarme 114,'l 15 angebrachten äsen und andererseits an den Außenenden
der Querstange 103 eingehängt sind. Auf dem Lagerbolzen fio5 ist weiterhin
ein Zahnsegment 118 befestigt, das mit einem Zahnsegment i ig im Eingriff steht,
welches auf der Achse i2o verstiftet ist. Desgleichen ist auf dem Lagerbolzen 1o7
ein Zahnsegment 121 befestigt, welches mit einem Zahnsegment 122 im Eingriff stellt,
das ebenfalls auf der Achse 120 verstiftet ist. Die Bolzen io5, 107 sind in Lagern
von doppelartnigen Hebeln 123,125 gelagert, die auf der Achse 120 frei schwingbar
angeordnet sind und an ihren freien Enden Anschlagflächen 124, 126 besitzen. Diese
können nach Abb. vi mit festen Anschlägen 127 in Anschlag kommen. Die Hebel 123,
125 sind finit einer Querstange 128 verbunden, auf der eine Schubstange 129 gelagert
ist, die an ihrem anderen Ende drehbar in einem am Tragkörper 87 befestigten Lagerbäckchen
130 gelagert ist. Außerdem ist all dem einen Ende der drehbar gelagerten Achse 120
ein Antriebshebel 131 befestigt, an den eine Schubstange 132 gelenkig angreift.
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Die Arbeitsweise ist folgende: Sobald ein Zuschnitt Z auf den Falztisch
71 gelegt und durch die Anschlagleisten 72, 73 ausgerichtet ist, bewegt sich der
Falzklotz 93 abwärts, während zur gleichen Zeit die Andrückplatte 9o bis in Höhe
des Falztisches durch die Führungsstangen gT, 92 aufwärts bewegt wird, so daß beim
Auftreffen der unteren Fläche des Falzklotzes auf den Zuschnitt dieser durch die
Andrückplatte 9o angedrückt wird, worauf die Platte 9o der Abwärtsbewegung des Falzklotzes
folgt. Beim Eintritt des Falzklotzes in den Falzschacht werden zunächst die beiden
Längsseiten b', d' (Abt. 14) schräg nach oben aufgebogen, wobei die anschließenden
Ecken f', g', h', ä durch die vorstellenden Nocken 79, 80, 81, 82 nach innen
durchgedrückt und in ihren diagonalen Nuten eingeknickt werden. Beim weiteren Niedergang
des Falzklotzes werden darauf die Stirnseiten c', e' mit den daran anschließenden
Ecken nach und nach durch die schrägen Flächen der Falzleisten 75, 76 senkrecht
nach oben umgefalzt, wobei die bereits eingeknickten Ecken Gelegenheit haben, sich
vollends nach innen gegen die Stirnflächen des Falzklotzes flach anzulegen, um schließlich
die Form nach Abb. 14 anzunehmen. Bevor der Falzklotz seine tiefste Stellung erreicht
hat, wird der Hilfsfalzkasten aus seiner unteren, nicht dargestellten Lage nach
oben in die mit ausgezogenen Linien gezeichnete Lage durch die Führungshülsen 88,
89 bewegt, während zur gleichen Zeit die Falzwerkzeuge aus .der oberen, in Albb.
@i i durch strichpunktierte Kreise angedeuteten Stellung über die Schubstange'i29
so weit abwärts geschwenkt werden, bis die Anschlagflächen 124, 126 mit den festen
Allschlägen 127 in Anschlag kommen und die Drehpunkte der Falzwerkzeuge genau in
Richtung der Biegekanten der Laschen mit den Einsteckzungen ausgerichtet werden.
Durch die Schubstange 132 wird über den Antriebshebel 13-i die Achse i2o im Uhrzeigersinn
gedreht, so daß die Zahnsegmente 1 1g. 122 nach oben verschwenkt werden und die
damit im Eingriff stehlenden Zahnsegmente 118, 121
eine Linksdrehung vollführen.
Hierbei werden die leiden Biegeleisten 99, ioo über die Schienen 98, i io mit ihren
Hebelarmen und den Zugfedern i r6, i 17 nach innen verschwenkt, wobei die Biegeleisten
99, ioo gegen die Einsteckzungen der senkrecht hochstehenden Laschen stoßen und
diese um die halbkreisförmigen Aussparungen 96, 97 im Falzklotz 93 nach innen durchbiegen.
Der Falzklotz 93 wird hierbei aus Odem fertigen Schachtelteil nach oben zurückbewegt,
so daß die Biegeleisten ihre Bewegung nach innen so lange fortführen können, bis
sie. mit den Innenflächen der Schachtelstirnseiten in Berührung kommen und an einer
weiteren Bewegung gehemmt werden. Die Schiene i io führt jedoch ihre Bewegung weiter
aus und schiebt hierbei die Einsteckzungen in die Schlitze m.', n' sicher
ein, um am Ende ihrer Bewegung die Lasche mit den Einsteckzungen flach zu drücken,
wobei die Seitenwand 83 des Hilfsfalzkastens als Gegenhalt dient. Nunmehr werden
die Falzwerkzeuge durch eine entgegengesetzte Bewegung der Schubstange 132 und des
Antriebshebels 131 in ihre frühere Stellung zurückgeschwenkt, während der Hilfsfalzkasten
in seine untere, nicht dargestellte Lage durch die Hülsen 88, 89 und ebenso unter
Vermittlung der Schubstange 12.9 die Falzwerkzeuge in ihre obere Ausgangsstellung
zurückgeführt werden. Das fertige Schachtelteil kann nunmehr aus der Maschine entfernt
werden.
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Auch bei dieser Vorrichtung sind lediglich diejenigen Teile zur Herstellung
der Schachtel beschrieben, die sich rechtsseitig des Falzschachtes befinden, da
die gegenüberliegenden Teile gleichgestaltet sind und die gleiche Funktion ausüben.