DE855329C - Verfahren zur Behandlung von Holz, um subfossile Eigenschaften zu erreichen - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Holz, um subfossile Eigenschaften zu erreichen

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DE855329C
DE855329C DEN3312A DEN0003312A DE855329C DE 855329 C DE855329 C DE 855329C DE N3312 A DEN3312 A DE N3312A DE N0003312 A DEN0003312 A DE N0003312A DE 855329 C DE855329 C DE 855329C
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Karl Johan Hilbert Nordlander
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27KPROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
    • B27K3/00Impregnating wood, e.g. impregnation pretreatment, for example puncturing; Wood impregnation aids not directly involved in the impregnation process
    • B27K3/002Impregnating wood, e.g. impregnation pretreatment, for example puncturing; Wood impregnation aids not directly involved in the impregnation process employing compositions comprising microorganisms

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Behandlung von Holz, um subfossile Eigenschaften zu erreichen In verschiedenen Zweigen der Holzindustrie und besonders beim Bau erstklassiger Musikinstrumente ist es erforderlich, daß das Holz seine Stabilität behält, so daß es sich nicht wechselnd ausdehnt oder schrumpft. Es darf für schwankende Feuchtigkeits- und Temperaturbedingungen der Luft nicht empfindlich sein. Bisher ist es nur möglich gewesen, verhältnismäßig unvollkommene Stabilität von Hölzern mittels einer sehr langen Lagerzeit oder mittels besonderer Vorsichtsmaßregeln zu erzielen. Das beste Resonanzholz tä,ßt auch heutzutage noch einen großen Teil in bezug auf die Resonanzeigenschaften zu wünschen übrig.
  • Es ist Gegenstand der Erfindung, ein Verfahren aufzuzeigen, welches in kurzer Zeit frisch geschnittenen Hölzern subfossile Eigenschaften gibt, durch das die Veränderlichkeit und die Neigung zum Reißen aufgehoben wird. Dieses Verfahren zur Behandlung von Holz ergibt außerdem ein sehr hartes und leichtes Holz, welches außerordentlich leidht zu spalten ist und eine satt schimmernde Oberfläche zeigt, wie sie bei alten hochwertigen Musikinstrumenten charakteristisch ist. Instrumente, die aus nach dem Verfahren behandeltem Holz gebaut sind, sprechen sehr leicht an und haben einen edlen tragenden Ton, der für alte, erstklassige Instrumente charakteristisch ist.
  • Wenn Holz im Walde geschnitten wird, wird es in üblicher Weise in Blöcke, je nach dem Verwendungszweck, aufgeschnitten und diese Blöcke werden dann für kurze Zeit getrocknet. Wenn die Blöcke einen solchen Trockengrad erreicht haben, daß sie verleimt werden können, werden sie verarbeitet und in ihre beabsichtigte Form gebracht, dürfen aber noch nicht die endgültige Form haben. Dadurch, daß nahezu fertige Teile hergestellt werden, hat das folgende Verfahren eine sehr gründliche Wirkung und nimmt keine sehr lange Zeit in Anspruch.
  • Das Verfahren nach der Erfindung ist in der Hauptsache dadurch gekennzeichnet, daß die frischen vorerwähnten Holzblöcke mit einer Lösung behandelt werden, die bei Gärung Amine entwickelt, wodurch die Blöcke der Wirkung von Enzymen aus gewissen Mikroorganismen, insbesondere solcher Mikroorganismen, die Licht und Luft vermeiden, ausgesetzt sind.
  • Die zu behandelnden Holzblöcke werden .in ein Gefäß gestellt und dann wird gewöhnliches Wasser mit einer geeigneten Nährlösung für fäulniserregende Bakterien in das Gefäß bis zu einer solchen Höhe gegossen, daß die Blöcke vollständig bedeckt sind. Geeignete Vorkehrungen müssen getroffen werden, um zu vermeiden, @daß die Blöcke aufschwimmen. In kurzer Zeit ,geht die Lösung in faulende Gärung über und Amine, die durch die Gärung erzeugt werden, treten in das Holz ein. Während des Fäulnisvorganges in dem Holz werden Stoffe erzeugt, die zusammen mit den Aminen des Fäulnisprozesses in dem Bad Salze in dem Holz erzeugen. 'Wenn das Gefäß -aus Eisen besteht, wirken die Gallogerbsäuren des Holzes in der Weise, daß ein Holz mit 'hochprozentigem Gehalt von Gallogerbsä'ure, z. B. Eiche, eine .schwarze Farbe annimmt. Hölzer mit niedrigerem prozentualen Anteil an,Gallogerbsäure nehmen eine mehr oder weniger blaue Farbe an. Mittels dieser Gärung ist es möglich, die schöne und wertvolle fossile Eiche zu erzeugen, die manchmal beim Graben n Torfmooren gefunden wird.
  • Holzböcke, die in hölzernen Gefäßen behandelt werden, nehmen ein altes charakteristisches Aussehen auf Grund des cellulosebleichenden Enzyms an, welches bei der Spaltung des Albumins entsteht, und es kann dieses Verfahren daher bei der Herstellung charakteristischer Möbelstücke oder von Kunstgegenständen aus Holz wertvoll sein. Auf Grund der Farbwirkung -des Lignins kommt die Struktur des Holzes scharf und klar heraus, so daß die Oberfläche besonders nach dem Lackieren eine große Brillianz erhält. Der größte Wert des Verfahrens scheint jedoch in der Tatsache zu liegen, daß die Resonanzeigenschaften von Hölzern außerordentlich gut und von bisher unbekannter Qualität sind.
  • Die Salze, die bei der faulenden Gärung auftreten, geben dem Holz eine starke Elastizität und das Holz wird sich auch gegenüber allen normalen Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen der Luft indifferent verhalten. Da die Außenschichten des Holzes während der Gärung denaturiert werden, wird das Holz von den üblichen Parasiten nicht angegriffen.
  • Alle Arten von Nährlösungen, die für fäulniserregende Bakterien geeignet sind, können benutzt werden, um solche faulende Gärung zu erzielen und Hölzern fossile Eigenschaften zu geben.
  • Da die am höchsten wirkenden Bakterien für den in Frage stehenden Zweck Licht und Luft vermeiden, muß das Gefäß abgedeckt sein. Es muß außerdem derartig aufgestellt werden, daß die Temperatur nicht zu niedrig liegt. Die Temperatur jedoch darf ebenfalls nicht zu hoch sein, und es kann q0° C als die geeignete Obergrenze bezeichnet werden.
  • Wenn die Gärung vorüber ist, ist es zweckmäßig, die Holzblöcke für Musikinstrumente für einige Tage in Spiritus zu legen. Die schlecht riechenden fVasserstoffverbindungen werden vernichtet und die Bakterien getötet. Diese Desinfektion kann auch durch einfaches Trocknendes Holzes vorgenommen werden, wird aber dann längere Zeit in Anspruch nehmen.

Claims (1)

  1. PATEN TA\SPPUC11: Verfahren zur Behandlung von Holz, um subfossile Eigenschaften zu erreichen, dadurch gekennzeichnet, daß es,die Schritte umfaßt, erst das Holz in eine Lösung eines Nährstoffes für fäulniserregenide Bakterien in gewöhnlichem Wasser einzubringen, so daß Amine während des Eäulnisprozesses das Holz durchdringen und darin Salze zusammen mit solchen Stoffen erzeugen, die während des Fäulnisprozesses in dem Holz entstehen und dann das Holz aus dem Behandlungsbad herauszunehmen und einem Trockenvorgang auszusetzen.
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