DE8552C - Vorrichtung zur Verhinderung des Leergangs an der Schäl- und Graupen-Maschine mit rotirender Bütte und selbsttätiger Aufschüttung und Entleerung - Google Patents

Vorrichtung zur Verhinderung des Leergangs an der Schäl- und Graupen-Maschine mit rotirender Bütte und selbsttätiger Aufschüttung und Entleerung

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DE8552C
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Germany
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M. MARTIN, Mühlenbaumeister in Bitterfeld
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02BPREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
    • B02B7/00Auxiliary devices
    • B02B7/02Feeding or discharging devices

Landscapes

  • Filling Or Emptying Of Bunkers, Hoppers, And Tanks (AREA)

Description

1879.
Klasse 50.
MORITZ MARTIN in BITTERFELD.
Vorrichtung zur Verhinderung des Leergangs an der Schäl- und Graupenmaschine mit rotirender Bütte und selbsttätiger Aufschüttung und Entleerung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Mai 1879 ab.
Die absatzweise Wirkung derunterP. R. No. 20 50 patentirten Schäl- und Graupenmaschine bedingt einen dieser entsprechenden, sich stetig wiederholenden Leerlauf der Maschine. Dadurch wird ein ebenso häufig wiederkehrendes Anlaufen (Schnellerlaufen) des Steines hervorgebracht, welches nachtheilig auf den die Maschine treibenden Motor und die mitarbeitenden Nebenmaschinen einwirkt.
Die Verhütung besagten Leerganges, welcher einen, unmittelbar nach dem Beginn des Eröffnens der Entleerungswalzen anfangenden und mit der erfolgten Neufüllung des Ganges abschliefsenden Zeitraum umfafst, ist der Zweck dieser Erfindung.
Zu dem Ende wendet sie eine eigenthümliche Bremsvorrichtung an, welche letztere gleichzeitig bis zu gewissem Grade vorbereitend auf das in der Maschine zu behandelnde Gut einwirkt. Der wesentlichste Bestandtheil dieser Vorrichtung ist ein in der Richtung der Büttenaxe verschiebbarer Ring A, welcher sich auf einem an der Büttenwandung der Einlaufseite angebrachten Ring B lagert. Wie der namentlich aus der Einzelzeichnung, Fig. 3, ersichtliche Querschnitt des Ringes A ergiebt, vermag letzterer, indem er parallel mit der Büttenwandung so weit nach rechts geschoben wird, dafs seihe zugeschärfte Kante gegen den im Stein .S befindlichen Ring C trifft, den mit dem Einlaufbehälter communicirenden Raum xy ζ vollständig von dem eigentlichen Arbeitsraum der Maschine zu trennen.
Die Verschiebung des Ringes A, abwechselnd nach rechts und links, wird von der Bewegung der Entleerungswalze D abgeleitet. Der Zapfen derselben ist zu diesem Behufe mit einem Hebel E versehen, der an seinem Ende einen Stift F trägt.
Ein Schlitz G (s. auch Fig. 4) in dem lose auf der concentrischen · Einlaufmündung der linksseitigen Büttenwand sitzenden Aufsenring H dient zur Führung für den erwähnten Stift F.
Man bemerkt, dafs bei einer Bewegung der Entleerungswalze aus Stellung I in die II der Hebel E nach E' gelangt und der Umfang des Ringes H einen Weg von der Gröfse w zurücklegt, Fig. 4.
Mehrere Bolzen R, welche mit dem Abschlufsring A verbunden sind, ragen durch die Büttenwand hindurch und tragen hier eigenartige Schlitzstücke / (s. auch. Fig. 5). Dieselben finden sich so über dem Umfang des Aufsenringes H angeordnet, dafs Stifte, wie K, des letzeren in das Schlitzstück / einzuspringen vermögen. Der Schlitz in / bildet keine gerade, sondern eine gebrochene Linie, und zwar stimmt die Gröfse ä der Abweichung von der Geraden, Fig. 5, überein mit dem Betrag der nothwendigen Verschiebung des Abschlufsringes A. Es ergiebt sich hieraus, wie der Aufsenring G infolge ihm wie beschrieben mitgetheilter absatzweiser Schwingung hin und her um seine geometrische Axe im Stande ist, den Ring A erforderlicherweise vor- und zurückzuschieben, d. h. den Raum xy ζ von dem eigentlichen Arbeitsraum der Maschine abzuschliefsen, oder ihn, was bei der Füllung nöthig wird, mit diesem in Communication zu setzen.
Ueber die Wirkungsweise der beschriebenen Bremsvorrichtung ist noch dieses hinzuzufügen:
Vorausgesetzt sei, der Gang befinde sich in Arbeit und die Entleerungswalzen D hätten eine Stellung inne, welche der eben beginnenden Oeffhung derselben entspricht. In dieser Stellung ist der Ring bereits gegen den Stein vorgeschoben, der neue Mechanismus also bereits in Thätigkeit, und zwar in diesem Moment der Stift K in beregtem Schlitzstück / in der Lage 2 angelangt. Ist nun die Einlafswalze L so gestellt, dafs sie in diesem Augenblick ebenfalls mit ihrem Oeffhen beginnt, so wird zu eben derselben Zeit frisches Gut aus dem Füllkasten M nach dem Trichter N bezw. in den Vorraum χ y ζ treten, zu welcher das in der Maschine fertig bearbeitete Gut allmälig aus der Bütte O austritt. Da der Ring A, wie erwähnt, hierbei den Ring C im Stein ,S1 berührt, also den Vorraum xy ζ von dem Innenraum abschliefst, so ist dadurch einem Vermischen des frisch einlaufenden Schälgutes mit dem die Maschine verlassenden sicher vorgebeugt.
Das inzwischen neu eintretende Schälgut wird in dem Raum xy ζ einer vorbereitenden Be-
arbeitung unterworfen und diese äufsert zugleich die beabsichtigte Bremswirkung auf die Maschine, d. h. hindert sie, eine gröfsere Geschwindigkeit während der Entleerung und Füllung anzunehmen. Während des bald darauf folgenden Schliefsens der Entleerungswalzen D bezw. durch dasselbe wird der Ring A von dem C entfernt und hiermit das Gut an die Maschine zur eigentlichen Bearbeitung übergeben.
In den Fig. 6, 7 und 8 ist eine Modification der vorbeschriebenen Bremsvorrichtung zur Darstellung gelangt. Dieselbe eignet sich vorzüglich für kleinere Maschinen und ist insbesondere auch mit Vortheil in denjenigen Fällen zu brauchen, wo es sich um nachträgliche Anbringung einer Vorrichtung dieser Art an bestehenden älteren Maschinen handelt.
Statt des Hebels E der Anordnung in Fig. 1 und 5 findet sich hier mit dem Zapfen d des Entleerungsschiebers ein gezahnter Sector P, Fig. 6 und 7, verbunden, welcher in Zähne des Aufsenringes jff1 eingreift. Dieser letztere ist innen mit einer Führungsspur versehen, mit welcher er auf den Rollen Q, deren z. B. drei vorgesehen sind, läuft. Auf seinem Umfang sind an Zähl etwa drei schräggestellte Leisten T angebracht (s, auch Fig. 8), über welche die mit dem Abschlufsring A1 verbundenen und durch die Büttenwand hindurchragenden Bolzen Ry mit Hülsen weggreifen. S1 ist ein Theil des rotirenden Steines, in welchem der Ring C1 fest eingesetzt ist.
Es ist nun ohne weiteres ersichtlich, dafs, sobald der Entleerungsschieber und mit ihm der Sector P sich bewegt, eine entsprechende (dem Ring H, Fig. 1 und 4, analoge) Bewegung des Ringes H^ die Folge ist; dafs ferner durch- Vermittelung der Schrägen T und Bolzen R' die beabsichtigte Verschiebung des Abschlufsringes A1 bewirkt wird.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. An einer Schäl- und Graupenmaschine mit rotirender Bütte und selbstthätiger Aufschüttung und Entleerung die Combination des in den Stein eingesetzten Ringes C (C1J und eines durch B unterstützten Abschlufsringes A (A 'J, wie erläutert und zum bezeichneten Zweck.
2. An derselben Maschine die Verbindung des Entleerungswalzenschieberzapfens mit einem Hebel Έ und dieser in Combination mit einem bei v, Fig. 1, auf der Büttenwand
. drehbaren Ring H mit Stiften K, eigenartigen Schlitzstücken I, Bolzen R und erwähntem Abschlufsring A, im wesentlichen wie dargelegt.
3. Als eine Modification vorerwähnter Vorrichtung die Zusammenstellung des Entleerungswalzenschieberzapfens d, Fig. 6, 7 und 8, Sectors P, des auf Rollen Q geführten Ringes ZT1, der schräg auf letzterem angebrachten Leisten T, der mit Halszapfen versehenen Bolzen R1 und des Abschlufsringes A1, im wesentlichen wie erläutert.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT8552D Vorrichtung zur Verhinderung des Leergangs an der Schäl- und Graupen-Maschine mit rotirender Bütte und selbsttätiger Aufschüttung und Entleerung Active DE8552C (de)

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