DE85522C - - Google Patents

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DE85522C
DE85522C DENDAT85522D DE85522DA DE85522C DE 85522 C DE85522 C DE 85522C DE NDAT85522 D DENDAT85522 D DE NDAT85522D DE 85522D A DE85522D A DE 85522DA DE 85522 C DE85522 C DE 85522C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/04Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
    • A01J5/10Pulsators arranged otherwise than on teat-cups

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Die Erfindung betrifft eine Schleppschieber-Expansions - Steuerung für Dampfdruckwasserheber u. dgl. '
Die Neuheit derselben besteht im wesentlichen darin, dafs zwei auf einander verschiebbare kolbenartige Schieber in . Anwendung kommen, von denen der äufsere grofse Kolbenschieber die Umsteuerung des inneren kleineren Schiebers bewirkt und die Umsteuerungsgeschwindigkeit regulirbar ist, wobei durch geeignete Wahl der Gröfsenverhältnisse der Dampfzutrittsöffnungen unter Vermittelung des inneren kleinen Schiebers eine Expansionswirkung des Dampfes erzielt wird.
Die beiliegenden Zeichnungen zeigen durch Fig. ι und 2 zwei Höhenschnitte eines zweikammerigen Dampfdruck - Wasserhebers mit hochliegenden Saugrä'umen und aufgesetzter Steuerung.
Fig. 3 ist ein Querschnitt nach x-y der Fig. ι und
Fig. 4 ein solcher nach v-\ der Fig. 2.
Die Fig. 5 und 6 sind Verticalschnitte durch den neuartigen Steuerapparat in den verschiedenen Arbeitsslellungen, Fig. 7 ist ein Horizontalschnitt durch denselben.
Diese durch letztgenannte Figuren dargestellte Ausfuhrungsform ist für Dampfdruck-Wasserheber mit hochliegenden Saugräumen bestimmt.
Fig. 8, 9 und 10 sind Details zum Steuerapparat.
Fig. 11 und 12 zeigen einen Dampfdruck-Wasserheber mit tiefliegenden Saugrä'umen.
Fig. 13 und 14 sind Längsschnitte durch die dazugehörige Steuerung in den zwei möglichen Arbeitsstellungen.
Fig. 15 ist eine Seitenansicht des Steuerapparates zu den Fig. 1 bis 7, und Fig. 16 zeigt eine schematische Darstellung mehrerer über einander angeordneter Dampfdruck-Wasserheber, welche mit dem neuen Steuerapparat ausgerüstet sind.
Wie aus den Fig. 5 bis 7 und 13 und 14 hervorgeht, besteht der Umsteuerungskolben der neuartigen Steuerung aus zwei auf einer verschiebbaren Achse A festsitzenden Kolbenschiebern SS1. Die Achse A ist durchbohrt, so dafs die beiden äufseren und hinter den Kolbenschiebern S S1 befindlichen Räume mit einander verbunden sind.
Die an ihren beiden Enden erweiterte Durchbohrung der Kolbenachse A1 läfst sich unter Vermittelung zweier Regulirvorrichtungen beeinflussen.
Diese Regulirvorrichtung kann, wie die Detailfiguren 8, 9 und 10 zeigen, aus einer seitlich durchbohrten Hülse h bestehen, in welcher die Bohrungen h\ wie Fig. 8 am besten zeigt, keilförmig verlaufend angeordnet sind.
Auf diesen durchbohrten Hülsen h gleiten die Kolbenschieber SS1 dicht aufgeschliffen hin und her.
In der Hülse h ist eine von aufsen regulirbare und mit einer Aussparung u versehene Spindel ρ angeordnet.
Durch entsprechendes Drehen dieser Spindel ρ wird das wirksame Feld der Bohrungen h1
entweder vergröfsert oder verkleinert, und dadurch die Umsteuerungsgeschwindigkeit der Kolbenschieberr 5 S1 beeinflufst.
Der Kolben K ist der Schlepp- oder Vertheilungsschieber und ist auf der Achse A der Kolbenschieber S S1 verschiebbar angeordnet.
Die Anschlagflächen des Kolbens K sind an den Kolbenschiebern S S1 ventilsitzartig aufgeschliffen, können aber auch,, um ein möglichst geräuschloses Anschlagen zu erzielen, wie in den Fig. 13 und 14 angenommen, in eine ringsum laufende Nuth N der Kolbenschieber S S1 eingreifen, so dafs der in der Nuth eingeschlossene Dampf nur langsam entweichen kann und gewissermafsen als Buffer wirkt. Bei der Ausführungsform Fig. 5 bis 7 besteht der Kolben K aus drei Kolben mit gemeinschaftlicher Hohlachse.
Die Mittelstege K der beiden äufseren Kolben von k sind durchbohrt, so dafs vor bezw. zwischen den Kolbenschiebern S S1 stets derselbe Druck herrscht, wie in der auf derselben Seite befindlichen Pumpenkammer.
Die Abmessungen der beiden äufseren Kolben von k in Fig. 5 bis 7 sind den Abmessungen des mittleren Kolbentheils von K angepafst. Bei der Steuerung für Dampfdruck-Wasserheber mit tief liegenden Saugräumen (Fig. 11 bis 14) wird in den Pumpenkammern die Expansion des Betriebsmittels eintreten, sobald die Verbindung durch die Kanäle α α1 der betreffenden Pumpenkammer mit dem Einströmungskanal i i1 unterbrochen ist; die Expansion wird so lange andauern, bis der Einströmkanal der anderen Pumpenkammer geöffnet wird und aus dieser Kammer, durch den Druck des Betriebsmittels, vermittelst einer der bekannten Einspritzvorrichtungen, wie z. B. bei E (Fig. 11 und 12) angegeben, Wasser in die erste Pumpenkammer eingespritzt wird, wodurch die Condensation des Dampfes herbeigeführt und ein Vacuum erzielt wird. Die Expansionsdauer wird einerseits von der Entfernung der Kanäle i und a bezw. i1 und a1 und der dadurch bedingten Abmessung des Kolbens K, andererseits von der Geschwindigkeit der Umsteuerung bestimmt.
Bei der Steuerung für Dampfdruck- u. dgl. Wasserheber (Fig. 5 bis 7) wird die Expansion des Betriebsmittels eintreten, sobald die Verbindung der betreffenden Pumpenkammer mit dem Einströmungskanal unterbrochen ist, und so lange andauern, bis die Verbindung zwischen der Pumpehkammer mit dem Saugraum bezw. (bei Anwendung dieser Steuerung für nicht condensirbare Dämpfe) mit dem in Fig. 15 angedeuteten Stutzen Q. hergestellt wird. Das Betriebsmittel wird in ersterem Falle durch die Berührung mit dem Wasser in dem hochliegenden Saugraum condensirt, im letzteren Falle abgeleitet. Es wird die iExpansionsdauer des Betriebsmittels, ähnlich wie bei der in Fig. 13 und 14 angegebenen Steuerung, einerseits von der Entfernung der Kanäle ζ, α und b bezw. i\ ax und bl und der dadurch bedingten Abmessung des Kolbens K, andererseits von der Geschwindigkeit der Umsteuerung bestimmt.
Es. wird also die Expansionsdauer eine gröfsere sein, wenn die Entfernung der benannten Kanäle eine gröfsere ist, und es wird keine Expansionswirkung erzielt, wenn die Kanalbreite gleich ist. der Breite der zwischen den Kanälen befindlichen Stege. Es kann somit die Expansionswirkung durch entsprechende Vergröfserung der Kanalentfernungen beliebig weit getrieben werden.
Die Räume hinter den Kolbenschiebern S S1 sind durch Rohre R R1 und Einschaltung eines Dreiweghahnes. H mit dem Druckraum D regulirbar verbunden.
Hierdurch wird erreicht, dafs die Räume stets mit Wasser gefüllt sind oder gefüllt werden können und stets alle Luft entfernt werden kann.
Mit dem Dreiweghahn H kann aufserdem noch eine Regulirung der Umsteuerungsgeschwindigkeit des Kolbenschiebers S S1 erreicht werden.
Bei Dampfdrück - Wasserhebern mit tiefliegenden Saugräumen wird die beschriebene Rohrverbindung mit dem Steigrohr O hergestellt (Fig. 12).
Die Regelvorrichtung h h1 ρ des Steuerapparates kann bei bestimmt bekannten Dampfund Förderverhältnissen fortfallen.
In diesem Falle wird der Durchmesser dec Bohrung der Kolbenschieberachse A den dann vorhandenen Verhältnissen angepafst.
Eine geringe Regulirung der Umsteuerungsgeschwindigkeit der Kolbenschieber SS1 erreicht man auch unter Vermittelung der beschriebenen Dreiweghahnanordnung.
In der Ausführungsform Fig. 13 und 14 kann, um eine sichere Inbetriebsetzung des Apparates zu ermöglichen, der eine der beiden Kolbenschieber S S1, ζ. B. S, etwas gröfser ausgeführt werden.
Es wirkt hierdurch auf S ein gröfserer Druck als auf S1 und wird das Uebergewicht durch eine Feder/ ausgeglichen.
Diese Einrichtung hat den Vortheil, dafs beim Abstellen des Apparates der Kolbenschieber S SL durch den Federdruck stets nach links geschoben wird und beim Oeffnen des Dampfventils in allen Fällen Dampf in die Pumpenkammer P strömt.
Wird diese Einrichtung nicht vorgesehen, so bringt man beide Pumpenkammerii P P1 durch je ein abstellbares Rohr mit der Dampfleitung in Verbindung, wodurch bei ungünstiger Stellung des Kolbens K ermöglicht wird, beide Pumpenkammern P P1 abwechselnd mit Arbeitsdampf zu füllen, um dadurch eine Druck-
differenz in den beiden Kammern hervorzurufen.
Die Wirkungsweise des Apparates für Dampfdruck-Wasserheber mit hochliegenden Saugräumen (Fig. ι bis 7) ist nun folgende.
Es sei die Pumpenkammer P mit Wasser, P1 mit Dampf gefüllt.
Der Kolben K und die Kolbenschieber 5 S1 nehmen ihre linke Endstellung ein (Fig. 5). Es tritt nun Dampf durch i nach α in die Pumpenkammer P und drückt das in derselben befindliche Wasser hoch. Die Pumpenkammer P1 ist durch den mittleren Kolbentheil von K von der Dampfzufuhr abgeschlossen und steht unter Vermittelung der Kanäle al und b1 mit dem Saugraum G1 in Verbindung. Das Wasser in G1 und dem Kanal B1 fällt herab, der Dampf der Pumpenkammer P1 tritt in den oberen Theil des Säugraumes G1 und wird hierdurch die Berührung mit dem Förderwasser schnell condensirt. Dadurch entsteht ein Vacuum und Wasser wird angesaugt.
Der Raum vor dem Kolbenschieber S steht durch die Durchbohrungen c des rechten Kolbentheiles von K mit der mit Arbeitsdampf gefüllten Pumpenkammer P in Verbindung; der Raum vor dem Kolbenschieber S1 steht durch die Bohrungen c1 des linken Kolbentheiles von K mit der mit expandirtem Dampf gefüllten Pumpenkammer P1 in Zusammenhang.
Das Uebergewicht ist somit auf der rechten Seite des Kolbenschiebers S S1 und wird dieser durch den in der Pumpenkammer P herrschenden Druck nach rechts geschoben.
Sobald nun der Kolben K den Kanal i verschliefst, expandirt der Dampf in P und drückt das Wasser fortgesetzt hoch.
Der expandirende Dampf drückt den Kolbenschieber weiter nach rechts, da der Druck auf dieser Seite immer noch gröfser ist als aof der linken.
Hat der mittlere Kolbentheil von K den Kanal i1 etwas überschritten, so drückt der Arbeitsdampf zunächst den auf der Kolbenschieberachse A beweglichen Kolben K nach rechts, und zwar bis zum Anschlag des rechten Kolbenschiebers S, denn da auf der rechten Seite des Mitteltheiles von K expandirter Dampf wirkt, so ist der Druck auf der linken Seite, hervorgerufen durch den hier wirkenden Arbeitsdampf, bedeutend gröfser.
Die Kolbenschieber S S1 und Kolben K nehmen also die in Fig. 6 und 7 gezeichnete rechte Endstellung ein.
Die Pumpenkammer P1 ist somit mit Wasser und P mit Dampf gefüllt.
Es tritt nun Arbeitedampf durch i1 und a1 nach der Pumpenkammer P1 und drückt das in derselben befindliche Wasser hoch.
Die Pumpenkammer P steht durch die Kanäle α und b mit dem Saugraum G in Verbindung. Es erfolgt die Condensation des Dampfes und das Ansaugen des Wassers wie bei der ersten Stellung. Der Raum vor dem Kolbenschieber S1 steht unter Vermittelung der Durchbohrungen cl des linken Kolbentheiles von K mit der Pumpenkammer P1, der Raum vor dem Kolbenschieber S durch die Bohrungen c mit der Pumpenkammer P in Verbindung.
Das Uebergewicht ist auf der linken Seite des Kolbenschiebers S S1 und wird derselbe somit nach links geschoben.
Sobald aber der mittlere Kolbentheil von K den Kanal 21 verschliefst, expandirt der Dampf in der Pumpenkammer P1, drückt das Wasser weiter hoch und den Kolbenschieber weiter nach links.
Hat der Kolben K den Dampfzutrittskanal i etwas freigegeben, so kehrt derselbe in seine ursprüngliche Stellung (Fig. 5) zurück und der beschriebene Arbeitsvorgang wiederholt sich von neuem.
Die Wirkungsweise der Steuerung (Fig. 11 bis 14) für gewöhnliche Dampfdruck -Wasserheber mit tiefliegenden Saugräumen und sogen. Einspritzvorrichtungen E ist ähnlich wie die eben beschriebene.
Es sei die Stellung Fig. 13 angenommen. Die Kolbenschieber S S1 und der Kolben K stehen links.
Somit ist die Pumpenkammer P mit Wasser, P1 mit Dampf gefüllt.
Es tritt Dampf durch i und α in die Pumpenkammer P und drückt das in derselben befindliche Wasser hoch.
Die Pumpenkammer P1 ist hier ebenfalls von der Arbeitsdampfzufuhr abgesperrt und wird der in dieser Kammer befindliche Dampf durch eine der bekannten Einspritzvorrichtungen E, welche mit der anderen Pumpenkammer oder mit dem Drückrohr in Verbindung stehen, condensirt; es entsteht ein Vacuum und die Pumpenkammer P1 füllt sich mit Wasser. Der Kolbenschieber S wird durch den herrschenden Dampfdruck nach rechts geschoben. Sobald aber der Kolben K den Kanal i verschliefst, expandirt der Dampf in P und drückt das noch zu bewältigende Wasserquantum weiter hoch und zugleich den Kolbenschieber S S"1 weiter nach rechts.
Hat der Kolben K den Dampfzutrittskanal il etwas freigegeben, so drückt der Dampf zunächst den Kolben K ganz nach rechts, bis zum Anschlagen an den rechten Kolbenschieber S.
Der Kolben K und die Kolbenschieber S S1 nehmen somit die in Fig. 14 dargestellte Stellung ein.
Es stehen also beide Schieberelemente S S^ und K rechts. Bs tritt nun Arbeitsdampf
durch i1 und a1 nach P1 und drückt das Wasser hoch.
Das Hinüberschieben des Kolbenschiebers S geschieht in derselben Weise, wie eben beschrieben, ebenso das Abschliefsen der Pumpenkammer P1 vom Dampfzutritt durch den Kolben K.
Oeffhet dieser letztere den Dampfzutrittskanal i ein wenig, so wird der Kolben K wieder ganz nach links bewegt (Fig. 13) und der beschriebene Arbeitsvorgang beginnt von neuem. Das Einlafsventil und die Regulirvorrichtungen werden so eingestellt, dafs das Wasser ununterbrochen, aber nicht stofswei.se aus dem Steigrohr ausfliefst und auch das Wasser in der betreffenden Pumpenkammer nicht ganz herabsinkt, sondern noch ein Rest zurückbleibt, der an der Oberfläche siedend heifs wird. Es ist auf die Function der Steuerung ohne Einflufs, ob der Apparat nur zur Hälfte oder bis Dreiviertel seines Rauminhaltes geleert wird.
Um einen möglichst geringen Dampfverbrauch zu erzielen, ist es nur nöthig, das Einlafsventil und die Regelvorrichtung entsprechend einzustellen.
Bei geringen Förderhöhen werden die Entfernungen zwischen den von dem Kolben K beeinflufsten Dampfeinströmkanälen gröfser gehalten, so dafs der Dampf stärker expandiren kann.
Bei grofsen Förderhöhen dagegen wird man diese Entfernungen kleiner ausführen, dieselben also gleich oder fast gleich den Einströmungskanälen machen.
Um die event, schädliche Wirkung der bei der Condensation des Dampfes und während der Saugperiode aus dem zurückbleibenden heifsen Wasser . sich entwickelnden Dämpfe zu verhindern, kann in die Pumpenkammern etwas OeI gefüllt werden, denn da der Wasserspiegel nie bis zur Unterkante des Ausflusses nach dem Saugventil sinken darf, wird wenig OeI verloren gehen.
Die Oberfläche des Oeles nimmt eine fast dem einströmenden Dampf innewohnende Temperatur an, schützt auf diese Weise den Arbeitsdampf vor frühzeitiger Condensation und verhindert die Entwickelung von Wasserdämpfen während der Saugperiode.
Bei Verwendung der in den Fig. 1 bis 7 dargestellten Ausführungsform der neuen Steuerung für einen gewöhnlichen Dampfdruck-Wasserheber mit tiefliegenden Saugräumen (Fig. 11 und 12) kann statt Dampf auch ein nicht condensirbares Gas- oder Luftgemisch als Betriebskraft gebraucht werden.
In diesem Falle wird der Wasserheber in die zu hebende Flüssigkeit eingelassen, so dafs letztere zuläuft.
Die verbrauchte Luft wird dann durch je ein Anschlufsstück Q, wie in Fig. 15 mit strichpunktirten Linien angegeben, und eine entsprechend anschliefsende Rohrleitung weiter ins Freie geführt.
Dieses Verfahren ist mit vielen Vortheilen in Bergwerken verwendbar, weil man dort die verbrauchte Prefsluft zur Ventilation der Grubenräume benutzt.
Da das Förderwasser in Bergwerken immer einige Wärmegrade besitzt und der ganze Apparat vom Wasser umspült wird, kann eine ziemliche Expansionswirkung der Prefsluft erzielt werden, ohne ein Vereisen des Apparates bei zu grofser Ausdehnung der Prefsluft und damit verbundenen Temperaturabfall befürchten zu müssen, weil das Förderwasser die Temperatur - aller Wandungen des Apparates nicht unter den Gefrierpunkt sinken läfst.
Bei grofser Förderhöhe lassen sich mehrere Dampfdruck-Wasserheber, ausgerüstet mit der beschriebenen Schleppschieber-Expansions-Steuerung, mit Vortheil über einander anordnen, und zwar so, dafs das Steigrohr des unteren Apparates direct in das Saugrohr des darüber befindlichen Apparates übergeht.
Um hierbei ein gleichzeitiges Umsteuern der Schieberelemente S S1 K zu erzielen, werden die Rückseiten der Steuergehäuse in der in Fig. 16 schematisch dargestellten Weise mit einander verbunden.
Es wird somit eine in sich geschlossene Reihe gebildet, so dafs ein Zusammenarbeiten der Apparate bewirkt wird.
In die Rohrverbindungen werden Hähne oder Ventile eingeschaltet, so dafs die Durchgangsöffhungen der Rohre genau einstellbar sind.
Es müssen natürlich hier die Bohrungen der Kolbenschieberachsen A fortfallen.
Bei. Verwendung von Druckluft oder anderen nicht condensirbaren Gasen mufs der unterste Apparat wieder in die zu hebende Flüssigkeit eingelassen werden.
Die verbrauchte Luft kann hier ebenfalls zu Ventilationszwecken benutzt werden.
Die Spannung des Dampfes oder der Druckluft etc. wird so geregelt, dafs dieselbe einige Atmosphären gröfser ist wie der zu überwindende Förderdruck des Wassers, und wird die Expansion derart beeinflufst, dafs das Wasser in . den Pumpenkammern nicht ganz bis zur Unterkante des Ausflusses nach dem Saugventil herabsinkt.
Der unterste Wasserspiegel wird durch Schaugläser, Probirhähne oder Probirventile festgestellt, und ist es vortheilhaft, Ventile zu verwenden, welche wohl während der Druckperiode Wasser ausfliefsen lassen, bei der Saugperiode jedoch der Aufsenluft den Eintritt verwehren.
Es mufs ferner darauf Bedacht genommen werden, dafs das Wasser nicht stofsweise aus
dem Steigrohr ausfliefst und hauptsächlich am Ende jeder Druckperiode sehr langsam fortbewegt wird.
Wird dieser Vorgang befolgt, so ist der Dampfverbrauch ein durchaus ökonomischer.
Wie bereits in der Beschreibung angedeutet, J.äfst sich durch entsprechende Dimensionirung der Kolben und der Kolbenschieber SS1, K, der Kanäle oder Rohre und der Kanalentfernungen jede beliebige Expansionswirkung des Dampfes erzielen. Der vortheilhafteste Expansionsgrad des Dampfes ist für jede Dampfspannung verschieden und mufs sich die zweckmäfsige Expansion des Dampfes nach dem Anfangsdruck desselben richten.
Bei kleiner Förderhöhe und grofser Dampfspannung mufs demnach der einströmende Dampf gedrosselt werden und wird das Dampfventil demgemäfs eingestellt.
Wie aus der Beschreibung hervorgeht, kann der Dampf oder die Prefsluft etc. mit jeder, also auch der vortheilhaftesten Expansion arbeiten, und da zur Umsteuerung der Kolben ein starkes Nachströmen des Dampfes unnöthig ist, wie es bei den bisher bekannten Dampfdruck - Wasserhebern mit Kugel-, Klappen-, Zungen- oder Hebelventilen nothwendig war, so ,ist es erklärlich, dafs der Dampfverbrauch bei Dampfdruck-Wasserhebern, welche mit der vorliegenden Schleppschieber-Expansions-Steuerung ausgerüstet sind, der denkbar geringste ist, zumal auch während der Druckperiode eine schädlich wirkende Condensation des Dampfes an der Oberfläche des Wasserspiegels hintangehalten wird und somit auch ein unausgesetzt wirkendes Ansaugen und Abdrücken des Förderwassers bewirkt wird.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Schleppschieber-Expansions-Steuerung für Dampfdruck-, Prefsluft- oder dgl.Wasserheber, gekennzeichnet durch zwei auf einander verschiebbar gelagerte, kolbenartige Schieber S S1 und K, von denen der äufsere. gröfsere Umsteuerungskolben S1 S1 durch den auf den Innenseiten desselben abwechselnd zur Wirkung kommenden Druck, welcher dem Druck in der auf derselben Seite befindlichen Pumpenkammer entspricht, die regulirbare Umsteuerung des inneren Schleppschiebers oder Vertheilungskolbens K bewirkt, welch letzterer bei Beginn des Oeffnens des Eintrittskanals i oder i1 von dem einströmenden Betriebsmittel in der jeweiligen Umsteuerungsrichtung auf der Kolbenschieberachse A weiter geschoben wird, so dafs der betreffende Eintrittskanal vollständig geöffnet wird, wobei durch geeignete Aenderung der Gröfsen- und Abstandsverhältnisse der von dem Kolben K beeinflufsten Kanäle i α bezw. i1 a1 oder tab bezw. z1 al b1 und der hiervon abhängigen Kolbenbreite eine beliebige Expansionswirkung des Betriebsmittels erzielt werden kann.
  2. 2. Eine Ausführungsform der unter i. gekennzeichneten Schleppschieber-Expansions-Steuerung für Dampfdruck-Wasserheber mit hochliegenden Saugräumen und für Prefsluft- oder dgl. Wasserheber mit tiefliegenden Saugräumen, gekennzeichnet durch die Anordnung eines dreitheiligen Kolbens K (Fig. 5 bis 7), wodurch beim Oeffn.en der Dampfeintrittskanäle i oder i1 gleichzeitig auch nach den Saugräumen bezw. ins Freie führende Kanäle b oder b1 geöffnet werden, wodurch - eine abwechselnde Verbindung einerseits zwischen Pumpenkammer und Einströmungskanal i oder z'1, andererseits zwischen Pumpenkammer und Saugraum bezw. Pumpenkammer und Aufsenluft hergestellt wird.
  3. 3. Eine Ausführungsform der unter 1. und 2. gekennzeichneten Steuerung für mehrere in gröfserer Entfernung über einander angeordnete Dampfdruck-, Prefsluft- oder dgl. Wasserheber, gekennzeichnet durch die Verbindung der hinter den Kolbenschiebern 5 S1 liegenden Räume, wie in Fig. 16 schematisch dargestellt, zur Erzielung der gleichzeitigen Umsteuerung aller Kolbenschieber S S1.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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