DE2929232C2 - - Google Patents

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DE2929232C2
DE2929232C2 DE2929232A DE2929232A DE2929232C2 DE 2929232 C2 DE2929232 C2 DE 2929232C2 DE 2929232 A DE2929232 A DE 2929232A DE 2929232 A DE2929232 A DE 2929232A DE 2929232 C2 DE2929232 C2 DE 2929232C2
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Robert Bosch GmbH
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    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B13/00Details of servomotor systems ; Valves for servomotor systems
    • F15B13/01Locking-valves or other detent i.e. load-holding devices
    • F15B13/015Locking-valves or other detent i.e. load-holding devices using an enclosed pilot flow valve

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Description

Die Erfindung geht aus von einem elektrohydraulischen Steuergerät für ein hydraulisch angetriebenes Arbeitsgerät nach der Gattung des Haupt­ anspruchs.
Es ist schon ein derartiges Steuergerät aus der DE-PS 27 35 559 (Hauptpatent 27 35 559) bekannt, das ein Umschaltventil, einen im Druckmittelstrom zum Verbraucher liegenden Sperrblock sowie das Um­ schaltventil und den Sperrblock vorsteuernde Vorsteuerventile auf­ weist. Der Sperrblock besteht aus einem Sperrventil und einem dazu­ gehörigen Entsperrkolben, der beim Heben des angeschlossenen Ver­ brauchers eine Verbindung vom Umschaltventil über den Entsperrkolben zum Sperrventil steuert und der beim Senken des Verbrauchers eine Ver­ bindung vom Sperrventil über den Entsperrkolben zu einer Rücklauflei­ tung beeinflußt. Wird bei diesem Steuergerät durch Betätigen der Ma­ gnetventile in der Vorsteuerstufe plötzlich von Senken auf Heben des angeschlossenen Verbrauchers umgeschaltet, so kann es vorkommen, daß der Umschaltschieber seine Verbindung von der Pumpe zum Rücklauf ab­ drosselt, während der Entsperrkolben die vom Umschaltventil über den Entsperrkolben und das Sperrventil zum Verbraucher führende Arbeits­ leitung noch nicht aufgesteuert hat. Hierbei können unerwünschte, kurzzeitige Druckspitzen auftreten, die nur über das Druckbegren­ zungsventil abgebaut werden; die damit zusammenhängenden Energiever­ luste sind ebenfalls von Nachteil.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, trotz schaltender Ventile in der Vorsteuerstufe eine weiche Steuerung eines Verbrauchers auch bei speziellen Schaltvorgängen zu erreichen.
Diese Aufgabe wird ausgehend von dem Steuergerät der eingangs angege­ benen Art nach dem Hauptpatent 27 35 559 durch die im Anspruch 1 ange­ gebenen kennzeichnenden Merkmale gelöst.
Auf diese Weise wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß auch bei plötzlichen Umschaltvorgängen von Senken nach Heben des angeschlosse­ nen Verbrauchers keine derartigen Druckerhöhungen und die damit ver­ bundenen Energieverluste auftreten können. Während dieses Umschaltvor­ ganges wird der Druck seiner Höhe nach durch das Druckventil in der von einer Ringnut im Entsperrkolben zur Dämpfungskammer führenden Ver­ bindung begrenzt; das Steuergerät schaltet dadurch weicher und schnel­ ler.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Anmeldegegenstands er­ gibt sich gemäß Anspruch 2. Dadurch läßt sich sowohl eine gedämpfte Bewegung des Entsperrkolbens in seiner einen Endstellung als auch die Vermeidung von Druckstößen beim plötzlichen Umschalten von Senken nach Heben erreichen. Darüber hinaus hat dies den Vorteil, daß bei Neutral­ stellung des Steuergeräts und bei Leerlaufdrehzahl der Pumpe kein Druckmittel über das Druckventil im Entsperrkolben in die Rücklauflei­ tung gelangen kann, so daß beim Einleiten eines Senkvorganges ein aus­ reichender Druck zum Schalten der verschiedenen Schieber zur Verfügung steht. Vorteilhaft ist ferner eine Ausgestaltung gemäß Anspruch 3, wo­ durch die vorgeschlagene Lösung einfach und mit wenig Aufwand baut und sich leicht bei vorhandenen Geräten nachrüsten läßt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den übrigen An­ sprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 ein Steuergerät in vereinfachter Darstellung kurz nach dem plötz­ lichen Umschalten von Senken nach Heben des angeschlossenen Ver­ brauchers und
Fig. 2 einen Teil des Steuergeräts nach Fig. 1 in ei­ ner zeitlich danach folgenden Ausgangsstellung des Entsperrkolbens.
Die Fig. 1 zeigt ein Steuergerät 10, das als elektromag­ netisch steuerbares Regelventil zum Steuern eines Kraft­ hebers 11 auf einem Schlepper verwendet wird. Das Steuer­ gerät 10 besteht im wesentlichen aus einem Umschaltventil 12 mit einem in seinem Umschaltschieber 13 angeordneten Kontrollschieber 14, einem in den Druckmittelstrom zum Kraftheber 11 geschalteten Sperrventil 15, das die Funk­ tionen eines Rückschlagventils und eines Senkventils über­ nimmt, einem dem Sperrventil zugeordneten Entsperrkolben 16 mit zusätzlicher Steuerfunktion sowie einem ersten, dem Umschaltventil 12 zugeordneten Vorsteuerventil 17 und einem zweiten, dem Entsperrkolben 16 zugeordneten Vor­ steuerventil 18. Sperrventil 15 und Entsperrkolben 16 bilden zusammen einen Sperrblock 19; die beiden Vorsteuer­ ventile 17 und 18 bilden eine Vorsteuerstufe 21.
Das Umschaltventil 12 nimmt den Umschaltschieber 13 in einer Schieberbohrung 22 auf, die an ihren Enden zu einer ersten (23) und einer zweiten Steuerkammer 24 er­ weitert ist. Zwischen diesen Kammern sind anschließend an die erste Steuerkammer 23 eine dritte Steuerkammer 25, eine Ablaufkammer 26, eine Zulaufkammer 27, eine Ver­ braucherkammer 28 und eine Entlastungskammer 29 ange­ ordnet. Die Zulaufkammer 27 steht über eine Zulauflei­ tung 31 mit einer Pumpe 32 in Verbindung, die Öl aus einem Tank 33 saugt. Von der Zulaufleitung 31 führt eine erste Steuerleitung 35 über eine Drossel 36 in die erste Steuerkammer 23. Die erste Steuerleitung 35 ist ferner durch einen Steuerkanal 37, in dem ein die dritte Steuer­ kammer 25 absicherndes Rückschlagventil 38 liegt, mit der dritten Steuerkammer 25 verbunden, so daß Drossel 36 und Rückschlagventil 38 parallel zueinander liegen. Die Zulaufleitung 31 ist ferner über ein Druckbegrenzungs­ ventil 39 zur Entlastungskammer 29 hin abgesichert. Der Umschaltschieber 13 weist drei Kolbenabschnitte 41, 42, 43 auf, von denen der zweite, mittlere Feinsteuer­ fasen 44 hat. Der zur ersten Steuerkammer 23 hin liegende erste Kolbenabschnitt 41 weist in seinem Innern eine koaxiale Längsbohrung 45 auf, in der der Kontrollschie­ ber 14 geführt ist. Über Aussparungen 46 im ersten Kolben­ abschnitt 41 und die Längsbohrung 45 hat die erste Steuerkammer 23 mit der dritten Steuerkammer 25 Verbin­ dung, wobei diese Verbindung vom Kontrollschieber 14 ab­ sperrbar ist. Der Kontrollschieber 14 wird von einer Feder 47 in der gezeichneten Ruhestellung gehalten. Eine in der zweiten Steuerkammer 24 angeordnete zweite Feder 47′ belastet den Umschaltschieber 13 in Richtung der ersten Steuerkammer 23. Die Aussparungen 46 im Umschaltschieber 13 bilden zusammen mit dem Steuerkanal 37 und dem Rück­ schlagventil 38 Teile einer zweiten Steuerleitung 48, die parallel zur ersten Steuerleitung 35 die erste Steuer­ kammer 23 mit der Zulaufleitung 31 verbindet. Von der Ab­ laufkammer 26 führt eine Ablaufleitung 49 zum Tank 33.
Der Entsperrkolben 16 ist in einer Längsbohrung 53 ge­ führt, in der nebeneinander eine Dämpfungskammer 54, eine Auslaßkammer 55, eine Weiterlaufkammer 56, eine Einlaß­ kammer 57 sowie ein Steuerraum 58 ausgebildet sind. Von der Einlaßkammer 57 führt ein Verbraucherkanal 59 zur Verbraucherkammer 28 des Umschaltventils 12, dessen Ent­ lastungskammer 29 über einen Entlastungskanal 61 mit der Auslaßkammer 55 des Entsperrkolbens 16 Verbindung hat. Die Auslaßkammer 55 ist ferner über eine Rücklaufleitung 62 zum Tank 33 entlastet. Der von einer in der Dämpfungs­ kammer 54 angeordneten Feder 63 belastete Entsperrkolben 16 hat einen der Dämpfungskammer 54 zugewandten, ersten Kolbenabschnitt 64 und einen den Steuerraum 58 begren­ zenden, zweiten Kolbenabschnitt 65. Der Entsperrkolben 16 steuert in seiner linken Endstellung, wie sie Fig. 1 näher zeigt, die Verbindung von der Dämpfungskammer 54 zur Auslaßkammer 55 zu. In derselben Stellung des Ent­ sperrkolbens 16 haben diese beiden Kammern 54, 55 über eine im ersten Kolbenabschnitt 64 angeordnete Drossel­ verbindung 66 miteinander Verbindung. Befindet sich der Entsperrkolben 16 in seiner Ausgangsstellung, wie dies Fig. 2 näher zeigt, so steuert der erste Kolbenabschnitt 64 zusätzlich zu der Drosselverbindung 66 eine Verbindung zwischen der Dämpfungskammer 54 und der Auslaßkammer 55 auf. Außerdem ragt vom ersten Kolbenabschnitt 64 ein Stößel 67 mit einem Stift 68 zum Sperrventil 15. Im Innern des Entsperrkolbens 16 geht eine erste Bohrung 69 über eine Ringkammer 71 unter Bildung eines Ventil­ sitzes 72 in eine zweite Bohrung 73 über. In der ersten Bohrung 69 ist ein kolbenförmiges Schließglied 74 dicht und gleitend geführt, das sich mit seinem Kegel unter der Einwirkung einer Feder 75 auf den Ventilsitz 72 legt. Der die Feder aufnehmende Seil der ersten Bohrung 69 ist über eine Querbohrung 76 mit einer ersten Ringnut 77 des Entsperrkolbens 16 verbunden, die sich zwischen dem ersten und dem zweiten Kolbenabschnitt 64 bzw. 65 er­ streckt. Von der zweiten Bohrung 73 führt eine Schräg­ bohrung 78 in eine zweite Ringnut 79, die im zweiten Kol­ benabschnitt 65 angeordnet ist. Von der Ringkammer 71 führt eine Axialbohrung 81 durch den ersten Kolbenab­ schnitt 64 hindurch zu der naheliegenden Stirnseite des Entsperrkolbens 16 in der Dämpfungskammer 54. Das Schließ­ glied 74 ist Seil eines Druckventils 82, das in eine von der zweiten Ringnut 79 zur Dämpfungskammer 54 füh­ rende Verbindung 83 geschaltet ist. Das Druckventil 82 mit seiner zugehörigen Feder ist so abgestimmt, daß es seine Verbindung 83 schon bei relativ niedrigen Drücken aufsteuert. Der Entsperrkolben 16 blockiert in seiner linken Endstellung, wie sie Fig. 1 zeigt, die Verbin­ dung von der Einlaßkammer 57 zur Weiterlaufkammer 56, während letztere (56) zur Auslaßkammer 55 verbunden ist. Gleichzeitig hat aber in dieser Stellung die zweite Ringnut 79 mit der Einlaßkammer 57 Verbindung. Befindet sich dagegen der Entsperrkolben 16 in seiner Ausgangs­ stellung, wie dies Fig. 2 zeigt, so ist die Weiterlauf­ kammer 56 mit der Einlaßkammer 57 verbunden, während die Verbindung von der Weiterlaufkammer 56 zur Auslaß­ kammer 55 unterbrochen ist. Gleichzeitig unterbricht in der letztgenannten Stellung der zweite Kolbenabschnitt 65 die Verbindung von der Einlaßkammer 57 zur zweiten Ringnut 79.
Das Sperrventil 15 hat einen als Sitzventilkörper ausge­ bildeten, abgestuften Hauptventilkörper 85, der die Verbindung zwischen einer ersten, mit einem Verbraucher­ anschluß 86 verbundenen Kammer 87 und einer zweiten, über einen Kanal 88 mit der Weiterlaufkammer 56 des Entsperrkolbens 16 verbundenen Kammer 89 steuert. Im übrigen ist das Sperrventil 15 mit seinem zwischen zwei Ventilsitzen angeordneten, kugeligen Vorsteuerglied, das vom Stift 68 betätigbar ist, an sich bekannt, so daß im vorliegenden Zusammenhang nicht näher darauf eingegangen wird. Der Verbraucheranschluß 86 ist durch ein Druckbe­ grenzungsventil 91 zur Rücklaufleitung 62 hin abgesichert.
Die beiden Vorsteuerventile 17, 18 der Vorsteuerstufe 21 sind untereinander gleich und als 3 Wege-2 Stellungs-Ven­ tile ausgebildet, deren federbelastete Steuerschieber 92, 93 je­ weils von einem Magneten 94 bzw. 95 betätigbar sind. Je­ des Vorsteuerventil 17, 18 hat einen Zulaufanschluß 96 bzw. 97, einen Verbraucheranschluß 98 bzw. 99 sowie einen gemeinsamen Rücklaufanschluß 101. Beide Zulaufan­ schlüsse 96, 97 sind über eine gemeinsame Leitung 102 mit der Zulaufkammer 27 verbunden. Vom Rücklaufanschluß 101 führt eine Leitung 103 zur Rücklaufleitung 62 und zwar an einer Stelle, die stromabwärts von einer in die Rücklaufleitung 62 geschalteten Drosselstelle 104 liegt. Der Verbraucheranschluß 98 hat über eine Leitung 105 mit der zweiten Steuerkammer 24 des Umschaltventils 12 und der Verbraucheranschluß 99 über eine Leitung 106 mit dem Steuerraum 58 des Entsperrkolbens 16 Verbindung.
Der Verbraucherkanal 59, der Kanal 88 und der Verbraucher­ anschluß 86 bilden Seile einer vom Umschaltventil 12 über den Sperrblock 19 zum Kraftheber 11 geführten Arbeitslei­ tung 107.
Der Kraftheber 11 betätigt einen auf einem Schlepper ge­ lagerten Hubarm 108, der seinerseits über ein übliches 3-Punkt-Gestänge 109 einen Pflug 110 betätigt.
Die Wirkungsweise des Steuergeräts 10 wird wie folgt er­ läutert, wobei die an sich bekannten Funktionen des Steuergeräts in Neutral, Heben und Senken nur soweit erläutert werden, als zum nachfolgenden Verständnis der Erfindung notwendig ist.
In einer Neutralstellung (nicht gezeichnet) sind beide Vorsteuerventile 17, 18 nicht betätigt; die zweite Steuerkammer 24 des Umschaltventils 12 und der Steuer­ raum 58 des Entsperrkolbens 16 sind über die Vorsteuer­ ventile 17 bzw. 18 zum Tank 33 entlastet. Das von der Pumpe 32 geförderte Öl wird vom Umschaltschieber 13 in die Ablaufleitung 49 geleitet, wobei infolge der Kraft der Feder 47′ ein geringer Neutralumlaufdruck in der Zulaufkammer 27 angedrosselt wird. Der in seiner Aus­ gangsstellung befindliche Entsperrkolben 16 blockiert die Verbindung von dem Verbraucherkanal 59 zur Rücklauf­ leitung 62. Der Kraftheber 11 ist durch das Sperrventil 15 hydraulisch blockiert.
Um einen Senken-Vorgang (nicht gezeichnet) am Kraftheber 11 einzuleiten, wird nur das zweite Vorsteuerventil 18 betätigt. Dabei wird der Steuerraum 58 über die Leitung 106, die Anschlüsse 99, 97 am zweiten Vorsteuerventil 18 und die Leitung 102 mit der Zulaufkammer 27 verbunden. Im Steuerraum 58 kann sich der Neutralumlaufdruck auf­ bauen und den Entsperrkolben 16 aus seiner Ausgangslage heraus nach links in seine Endstellung bewegen. Diese Bewegung kann anfangs sehr rasch ablaufen, solange der erste Kolbenabschnitt 64 die Verbindung von der Dämp­ fungskammer 54 zur Auslaßkammer 55 nicht absteuert. Wenn der erste Kolbenabschnitt 64 diese Verbindung absperrt, muß das Öl aus der Dämpfungskammer 54 über die Drossel­ verbindung 66 entweichen, wodurch dessen Bewegung ge­ dämpft wird. Bei dieser Linksbewegung des Entsperrkol­ bens 16 steuert er die Verbindung von der Weiterlauf­ kammer 56 zur Auslaßkammer 55 auf. Gleichzeitig öffnet der Entsperrkolben 16 mit seinem Stift 68 das Sperr­ ventil 15, wobei dieses nach Art einer Folgesteuerung geschieht. Damit ist der Kraftheber 11 über das Sperr­ ventil 15, den Kanal 88, den Entsperrkolben 16 und die Rücklaufleitung 62 zum Tank 33 entlastet; während des Senkens drosselt der Umschaltschieber 12 den Neutralum­ laufdruck an, der zum Betätigen des Entsperrkolbens 16 ausreicht. Beim Senken wirkt die Drosselstelle 104 zu­ sammen mit dem Entsperrkolben 16 als Strombegrenzungs­ ventil, wodurch ein gleichmäßiges Senken des Krafthebers 11 unabhängig von der auf ihn wirkenden Last ermöglicht wird. Während des Senkvorgangs wirkt der vom Steuer­ schieber 12 angedrosselte Neutralumlaufdruck über den Verbraucherkanal 59, die Einlaßkammer 57, die Schräg­ bohrung 78 und zweite Bohrung 73 im Entsperrkolben 16 auf das Schließglied 74. Da das Druckventil 82 auf einen Druck eingestellt ist, der geringfügig über dem Neutral­ umlaufdruck liegt, sperrt das Schließglied 74 die Ver­ bindung 83.
Die Fig. 1 zeigt nun die Situation kurz nach einem plötz­ lichen Umschalten von einem Senkvorgang auf einen Heben­ vorgang des Krafthebers 11. Das vom Magneten 94 betätigte erste Vorsteuerventil 17 verbindet die zweite Steuerkam­ mer 24 des Umschaltschiebers 12 über die Leitung 105, den Verbraucheranschluß 98, den Zulaufanschluß 96 und die Leitung 102 mit der Zulaufkammer 27. In der zweiten Steuer­ kammer 24 kann sich somit der Neutralumlaufdruck auf­ bauen und der Umschaltschieber 12 ist druckausgeglichen. Die zweite Feder 47′ drückt den Umschaltschieber 12 nach links, wobei aus der ersten Steuerkammer 23 über den Kontrollschieber 14, die Aussparung 46, die dritte Steuerkammer 25 und das Rückschlagventil 38 Druckmittel ungedrosselt entweichen kann. Der Umschaltschieber 12 wird somit von der Feder 47′ relativ rasch nach links bewegt, wobei seine Feinsteuerfasen 44 den Umlauf von der Pumpe 32 in die Rücklaufleitung 49 androsseln. Wäh­ rend der Umschaltschieber 12 relativ rasch schaltet, ist der Entsperrkolben 16 kurz nach dem Umschalten noch nicht weit aus seiner linken Endstellung herausgekommen. Die Feder 63 in der Dämpfungskammer 54 versucht den Entsperrkolben 16 nach rechts in seine Ausgangsstellung zu drücken. Dabei kann Druckmittel aus dem Steuerraum 58 über die Leitung 106, das nicht betätigte, zweite Vorsteuerventil 18 und die Leitung 103 in die Rücklauf­ leitung 62 abfließen. Zugleich wird bei dieser Rechtsbe­ wegung des Entsperrkolbens 16 Druckmittel aus der Aus­ laßkammer 55 über die Drosselverbindung 66 in die Dämp­ fungskammer 54 gesaugt, solange der erste Kolbenabschnitt 64 die Verbindung zwischen diesen beiden Kammern absperrt. Gleichzeitig unterbricht in der gezeichneten Stellung des Entsperrkolbens 16 sein zweiter Kolbenabschnitt 65 die Arbeitsleitung 107. Drosseln die Feinsteuerfasen 44 nun einen Druck im Umlauf an, der den üblichen, niedrigen Neutralumlaufdruck übersteigt, so wirkt dieser Druck über den Verbraucherkanal 59 auch in der Einlaßkammer 57 und über die Schrägbohrung 78 auf das Schließglied 74 des Druckventils 82. Das Druckventil 82 öffnet bei einem relativ niedrigen Druck, der geringfügig über dem Neutralumlaufdruck liegt, und läßt Druckmittel über die Verbindung 83 in die Dämpfungskammer 54 strömen. Dadurch wird der Entsperrkolben 16 beschleunigt aus seiner linken Endlage nach rechts in Richtung seiner Ausgangsstellung gedrückt. Auf diese Weise kann der Druck im System praktisch nicht über den vom Druckventil 82 bestimmten Druckwert ansteigen. Würde dies doch gesche­ hen, so führt dies lediglich zu einer noch schnelleren Verschiebung des Entsperrkolbens 16 in Richtung seiner Ausgangsstellung. Dabei wird auf jeden Fall die Verbin­ dung von der Weiterlaufkammer 56 zur Auslaßkammer 55 ab­ gesperrt und die Verbindung von der Weiterlaufkammer 56 zur Einlaßkammer 57 aufgesteuert. Befindet sich der Ent­ sperrkolben 16 schließlich in seiner Ausgangsstellung, wie dies Fig. 2 näher zeigt, so kann der Kraftheber 11 ganz normal gehoben werden, indem Druckmittel von der Pumpe 32 über den Umschaltschieber 12 und die Arbeits­ leistung 107 und das Sperrventil 15 zum Kraftheber strömt. Dabei sind in Ausgangsstellung des Entsperr­ kolbens 16 sowohl die Dämpfungskammer 54 wie auch der Steuerraum 58 zur Rücklaufleitung 62 entlastet. Zudem sperrt der zweite Kolbenabschnitt 65 in dieser Stel­ lung die Verbindung von der Einlaßkammer 57 zur zwei­ ten Ringnut 79 und damit zum Druckventil 82 ab. Der in der Arbeitsleitung 107 sich aufbauende Druck kann daher nicht über das Druckventil 82 zur Rücklaufleitung 62 entweichen. Ferner wirkt der in der Weiterlaufkammer 56 herrschende Druck über die Querbohrung 76 auf die Rück­ seite des Schließglieds 74 und drückt es fest auf seinen Ventilsitz. Das dicht in der ersten bohrung 69 gleitende Schließglied 74 verhindert ein Entweichen von Druckmit­ tel über die erste Bohrung 69 im Entsperrkolben 16 zur Rücklaufleitung 62. Somit kann während des Hebenvorgangs kein Druckmittel verloren gehen. Weiterhin wird durch diese Ausbildung der Verbindung 83 und des Druckventils 82 erreicht, daß auch in Neutralstellung des Steuerge­ räts 10 und bei Leerlaufdrehzahl der Pumpe 32 ein aus­ reichender Druck aufgebaut werden kann, der zur siche­ ren Vorsteuerung ausreicht.
Selbstverständlich sind Änderungen möglich, ohne vom Ge­ danken der Erfindung abzuweichen. Obwohl die Anordnung von Druckventil 82 und Verbindung 83 unmittelbar im Ent­ sperrkolben 16 besonders vorteilhaft ist, könnten diese Bauelemente auch im Gehäuse des Steuergeräts 10 angeord­ net werden. Selbstverständlich ist das Steuergerät 10 nicht auf eine Verwendung für Pflugregelungen beschränkt.

Claims (7)

1. Elektrohydraulisches Steuergerät für ein hydraulisch angetriebenes, insbesondere an ein landwirtschaftliches Fahrzeug angebautes Arbeits­ gerät, in welchem Steuergerät (10) der Druckmittelstrom zu einem Ver­ braucheranschluß (86) von einem vorgesteuerten Umschaltventil (12) ge­ steuert und über ein den Verbraucher (11) absicherndes Sitzventil ge­ leitet wird, dem die Rückschlagventilfunktion eines Sperrventils (15) zugeordnet ist, das zugleich die Senkventilfunktion wahrnimmt, und mit wenigstens einer dem Umschaltschieber (13) des Umschaltventils (12) zugeordneten Steuerkammer (24), von der eine zugeordnete Steuerverbin­ dung (105) zur Vorsteuerstufe (21) führt, die elektromagnetisch be­ tätigte, schaltende Ventilmittel (17, 18) aufweist, welche zusätzlich zur Vorsteuerung des Sperrventils dienen, und bei dem das als vorge­ steuertes Sitzventil ausgebildete Sperrventil (15) mit einem einzigen Hauptventilkörper (85) den Verbraucheranschluß (86) absichert und bei dem der dem Sperrventil (15) zugeordnete Entsperrkolben (16) in den vom Umschaltventil (12) zum Sperrventil (15) geführten Druckmittel­ strom geschaltet ist, der über eine vom Umschaltventil (12) zum Ver­ braucher (11) führende Arbeitsleitung (107) geführt wird, wobei der Entsperrkolben (16) zugleich eine Verbindung vom Sperrventil (15) über einen Weiterlaufanschluß (56) zum Tank (33) steuert, gegenüber dem Druck im Weiterlaufanschluß (56) druckausgeglichen ausgebildet ist und seine Bewegungen beim Steuern des Sperrventils (15) dämpfende Mittel (54, 66, 67) aufweist, nach Patent 27 35 559, dadurch gekennzeichnet, daß von der Arbeitsleitung (107) stromaufwärts vom Entsperrkolben (16) eine Verbindung (83) in die Dämpfungskammer (54) geführt ist, in die ein abhängig vom Druck in dem stromaufwärts liegenden Abschnitt (59) der Arbeitsleitung (107) gesteuertes Druckventil (82) geschaltet ist.
2. Steuergerät nach Anspruch 1, mit einem am Entsperrkolben (16) ange­ ordneten, ersten Kolbenabschnitt (64), der in einer Ausgangsstellung des Entsperrkolbens (16), in der das Sperrventil (15) von der Rück­ laufleitung (62) getrennt und mit dem stromaufwärts liegenden Ab­ schnitt (59) der Arbeitsleitung (107) verbunden ist, die Dämpfungs­ kammer (54) mit einer Auslaßkammer (55) verbindet und nahe seiner an­ deren Endlage diese Verbindung unterbricht, wobei zwischen beiden Kammern (54, 55) eine zusätzliche Drosselverbindung (66) besteht, da­ durch gekennzeichnet, daß die Verbindung (83) in Ausgangsstellung des Entsperrkolbens (16) vom stromaufwärts liegenden Abschnitt (59) der Arbeitsleitung (107) getrennt ist.
3. Steuergerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung (83) und das Druckventil (82) im Entsperrkolben (16) ange­ ordnet sind.
4. Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einem am Ent­ sperrkolben (16) angeordneten zweiten Kolbenabschnitt (65), dadurch gekennzeichnet, daß am zweiten Kolbenabschnitt (65) eine Nut (79) angeordnet ist, die in Ausgangsstellung des Entsperrkolbens (16) von einer Einlaßkammer (57) getrennt ist und in davon abweichenden Stel­ lungen mit ihr Verbindung hat, und daß von der Nut (79) Bohrungen (78, 73) zum federbelasteten Schließglied (74) des Druckventils (82) führen.
5. Steuergerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß stromabwärts vom Schließglied (74) des Druckventils (82) eine axial verlaufende Bohrung (81) in die Stirnfläche des ersten Kolbenab­ schnitts (64) verläuft.
6. Steuergerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeich­ net, daß das Schließglied (74) von einer relativ schwachen Feder (75) auf einen Ventilsitz (72) gedrückt wird und dicht und gleitend in ei­ ner ersten Bohrung (69) geführt ist, von der eine Querbohrung (76) im Bereich der Feder (75) nach außen führt.
7. Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeich­ net, daß das Druckventil (82) auf einen Wert eingestellt ist, der ge­ ringfügig über dem vom Umschaltventil (12) festgelegten Neutralumlauf­ druck liegt.
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