DE85339C - - Google Patents

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DE85339C
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Germany
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63CSKATES; SKIS; ROLLER SKATES; DESIGN OR LAYOUT OF COURTS, RINKS OR THE LIKE
    • A63C1/00Skates
    • A63C1/04Skates fastened by means of clamps
    • A63C1/08Skates fastened by means of clamps with simultaneously-tightened sole and heel clamps

Landscapes

  • Clamps And Clips (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 77: Sport.
In dem Patent Nr. 84129 ist ein Schlittschuh beschrieben, dessen Befestigung am Schuhwerk unter Fortfall besonders anzustellender Klemmvorrichtungen dadurch erfolgt, dafs die Absatzklammern an der gegen das Laufeisen drehbaren Sohlenplatte, die Sohlenklammern am Laufeisen hinter einander drehbar angebracht sind und zunächst die Sohlenplatte unter den Fufs, darauf das Laufeisen unter die Sohlenplatte gedreht wird.
Bei der vorliegenden Ausführungsform sind nicht blos die Absatzklammern, sondern auch die Sohlenklammern an der Sohlenplatte in im übrigen gleicher Weise angebracht; die Sohlenplatte selbst ist getheilt, und es schwingen ihre beiden mit einander gelenkig verbundenen Theile um verticale Zapfen am Laufeisen. Es entsteht ein kniehebelartiges System. Um dasselbe strecken, d. h. beide Theile der Sohlenplatte in die Ebene des Laufeisens drehen zu können, mufs einer der Theile auf dem Laufeisen nicht blos drehbar, sondern auch verschiebbar sein. Die Wirkung beim Anziehen der Klammern ist aber nicht die des Kniehebels, sondern die bisherige. Indem die anfänglich aufserhalb der Ebene des Laufeisens liegenden Drehbolzen der Klammern in die gedachte Ebene gedreht werden, verkleinert sich der Abstand zwischen den Klammern und dieselben spannen Sohle bezw. Absatz fest ein. Während also die Wirkungsweise dieselbe ist wie bisher, erspart man beim Anlegen des Schlittschuhes die eine der bisher erforderlichen zwei Verrichtungen, nämlich das Drehen des Laufeisens gegen die Sohlenplatte. Aufserdem erhält man eine zweckmäfsigere Bauart und vermeidet insbesondere den Nachtheil, dafs beim Laufen das Laufeisen aus der Gabel der hinteren Stütze e (Fig. 4 der Zeichnung des Haupt-Patentes) herausschwingt und der Schlittschuh sich löst.
Auf beiliegender Zeichnung sind die Fig. 1
' und 2 Seitenansicht und Grundrifs des neuen Schlittschuhes. Die Wirkungsweise geht am besten aus dem schematischen Grundrifs (Fig. 3)
hervor.
Mit A ist das Laufeisen bezeichnet, B und B' seien die beiden Theile der Sohlenplatte. Die beiden Absatzklammern α sind wie bisher um die beiden hinter einander liegenden Bolzen b der Sohlenplatte, und zwar des hinteren Theiles B' derselben, drehbar. Dieser Theil selbst ist drehbar um den verticalen Bolzen c', zu welchem das obere Ende der Stütze c ausgebildet ist. c ist an A verschiebbar, braucht aber nicht abnehmbar zu sein. B und B' sind mit einander durch den Bolzen d gelenkig verbunden; die Verbindung ist eine derartige, dafs bei gelöstem Bolzen eine Längsverschiebung von B' gegen B mit Hülfe des Schlitzes in ersterem Theil möglich ist; nicht aber bei angezogenem Bolzen. Der vordere Theil B der
Sohlenplatte ist um den Bolzen e' drehbar, welcher aus der vorderen Stütze e hervorragt. Vor und hinter dem Bolzen e' sitzen die Bolzen y, um welche die Sohlenklammern g schwingen können. B ist über den Bolzen d hinaus verlängert und das sich dadurch ergebende federnde Endstück ist mit zwei angebogenen Lappen h versehen, welche einen zum Uebergreifen des Laufeisens geeigneten Bügel bilden (s. Fig. i). Mittelst dieses Bügels erfolgt die Sicherung der Sohlenplattentheile gegen das Laufeisen in derselben Weise, wie die Sicherung des Anzugshebels beim sogen. Halifaxschlittschuh. Durch die aus dem Blech der Sohlenplattentheile herausgestanzten Stücke i, welche aus der Ebene der Platte heraus, parallel zur letzteren niedergebogen und mit B bezw. B' vernietet sind, erhält man eine zweckmäfsige Führung für die Klammern; für die Wirkungsweise sind diese Stücke indessen belanglos.
Soll der Schlittschuh angelegt werden, so haben die beweglichen Theile die in Fig. 3 durch volle Linien angedeutete Stellung einzunehmen. Der Fufs wird in derjenigen Lage zum Laufeisen aufgesetzt, welche die Umrifslinie in Fig. 3 erkennen läfst. Die mittelst der Schlitze in B und B' gehörig eingestellten Klammern α und g lassen für Absatz und Sohle genügenden Spielraum zum Einsetzen. Wird aber jetzt B mittelst seiner Verlängerung in die Ebene des Laufeisens gedreht, so gehen auch die Bolzen f und, da B' der Bewegung folgt, ebenso die Bolzen b in die punktirt angedeutete Stellung der Fig. 3 über. Absatz und Sohle sind jetzt fest eingespannt. Man sichert die Befestigung, indem man den Bügel h über die obere Kante des Laufeisens greifen läfst. ■■.':.
Statt den Bolzen d im Schlitz von B' festzustellen und die Stütze c bei der Bewegung des Hebelsystems sich verschieben zu lassen, könnte man natürlich auch c am Laufeisen feststellen und den Bolzen d im Schlitz gleiten lassen. In jedem Falle ist sowohl eine Anpassung der Klammern an die Länge des Fufses möglich, als die für die Thätigkeit des Hebelsystems erforderliche Beweglichkeit vorhanden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Ausführungsform des durch Patent Nr. 84129 geschützten Schlittschuhes, bei welcher aufser den Absatzklammern (a) auch die Sohlenklammern (g) mittelst hinter einander liegender Bolzen (b bezw. f) an der Sohlenplatte drehbar angebracht sind und letztere statt aus einem Stück aus zwei mit einander gelenkig verbundenen, auf dem Laufeisen um je einen verticalen Zapfen (e' bezw. c'J drehbaren Theilen (B B'J besteht, so dafs durch' Drehen der anfänglich schräg zum Laufeisen stehenden Theile in die Ebene des Laufeisens und Sicherung derselben durch Auflegen des Bügels (h) am federnden Endstück des einen Theiles (B) auf das Laufeisen Sohlen- und Absatzklammern zugleich angezogen bezw. festgehalten werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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