DE85170C - - Google Patents

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DE85170C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41HAPPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A41H5/00Dress forms; Bust forms; Stands

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Outer Garments And Coats (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3: Bekleidungsindustrie.
WILH. STRATHMANN in M. GLADBACH und H. STRATHMANN in KÖLN a. Rh.
Anprobevorrichtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Februar 1895 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung zum Anprobiren von Kleidungsstücken.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht dieselbe in Ansicht und im Schnitt.
Die Vorrichtung kann nach den genommenen Mafsen nicht nur hinsichtlich der Weite und Länge, sondern auch der Körperform des Angemessenen entsprechend eingestellt werden und, in verschiedenen Gröfsen hergestellt, sowohl bei Anfertigung von Damen- als auch Herrenbekleidung Verwendung finden. Sie setzt sich zusammen aus mehreren . Theilen, und zwar aus dem äufseren Gerippe und dem inneren Mechanismus. .
Die äufsere Form (Mantel) der Anprobevorrichtung besteht aus einer Anzahl von flachen, entsprechend breiten Federstahlstreifen a, etwa 60 Stück, welche auf fünf Umfassungsscheeren b bl b*2 bs b* verstellbar befestigt sind.
Die Stahlstreifen α greifen zwischen je zwei Scheeren b b1 b'2. . ., um eine Verstellung sowohl der Scheeren selbst gegen einander als auch eine Verlängerung der Streifen α und somit der Vorrichtung zu ermöglichen, über einander.
Die beiden unteren Scheeren b3 bl sind mit einander verbunden, so däfs dieselben immer in gleicher Entfernung von einander bleiben und ein Höher- oder Tieferstellen derselben stets gemeinschaftlich erfolgt. Jeder der durch die Scheeren gebildeten Reifen besitzt eine Anzahl von Spannstäben c, welche an ihren einen Enden mit der Scheere und an ihren anderen Enden mit den unteren Enden von Flachstäben d gelenkig verbunden sind. Die oberen Enden derselben sind nach aufsen abgebogen und sollen als Handhaben für die Verstellung dieser Stäbe d und der damit verbundenen Spannstäbe c bezw. der Scheeren dienen. Unter den umgebogenen Enden der zu einem Spannreifen b b1 gehörigen Flachstäbe d liegt von aufsen ein Ring e, gegen welchen die Stäbe durch Federn f verstellbar festgehalten werden. Im Innern bezw. gegen die Mittelachse sind diese Stäbe d passend geführt. Durch diese Einrichtung soll ermöglicht werden, sowohl jeden einzelnen Stab d mittelst seiner Handhabe und dadurch jeden beliebigen Theil des zugehörigen Spannreifens b b1 unabhängig von den übrigen Theilen desselben zu verstellen, als auch durch den Ring e selbst die an ihm durch die Federn f festgehaltenen sämmtlichen Stäbe d auf einmal zu verschieben und so durch die mit denselben verbundenen Spannstäbe eine gleichmäfsige Erweiterung oder Verengung des entsprechenden Spannreifens herbeizuführen. Durch diese Einrichtung ist es möglich, jede Körperform wiederzugeben.
Um eine Verstellung bezw. eine Verschiebung der Ringe e zu erreichen, besitzt jeder derselben einen Arm g, durch den der zugehörige Ring mit seiner Schraubenspindel s in Verbindung steht. Jeder Arm g greift mit einer mit Gewinde versehenen Muffe g1 über die Spindel s, wobei, diese Muffe so eingerichtet ist, dafs sie geöffnet und geschlossen werden kann und entsprechend beim Drehen der Spindel ent-
weder.in Ruhe bleibt oder aber, je nach der Drehung der Spindel, sich auf derselben nach oben oder unten zu bewegt.
Auf diese Weise ist es möglich, sowohl jeden einzelnen Ring e für sich als auch zwei oder mehrere, selbst sämmtliche Ringe gleichzeitig verstellen zu können. Die Drehung der Spindel s, welche an einem am oberen Ende des Mittelrohres r angebrachten Arme i aufgehängt und unten entsprechend geführt ist, erfolgt mittelst Kurbel k und Räderübersetzung von der Seite der Anprobevorrichtung aus. Die einzelnen Glieder der Scheeren, aus denen die Spannreifen bestehen, sind etwas gekrümmt (Fig. 5), um beim Verstellen der Scheeren durch die Verbindungsniete nicht behindert zu sein. Die Verstellung der Hals- und Aermelweiten, sowie auch der Schultern erfolgt in ähnlicher Weise, wie dies vorhin mit Bezug auf den Körper beschrieben ist.
Zwischen den einzelnen Spannreifen b b1, sowie auch zwischen dem Hals h und dem obersten Spannreifen sind an verschiedenen Stellen Scalen t angebracht, wodurch es möglich ist, die Vorrichtung den genommenen Mafsen entsprechend, ohne Anwendung eines Mefsbandes, einzustellen.
Der ganze Mechanismus nebst Spannreifen b b1 und die die äufsere Form bildenden Federstahlstreifen α sind an dem auf einem Fufs ruhenden, durchgehenden Rohr r mittelst einer Schraube r1 befestigt, welche bei einer Längsbewegung der ganzen Vorrichtung gelöst und nach Feststellung der Länge wieder angezogen werden wird. Die beiden seitlichen Tragstäbe ο dienen mit zum Tragen der Anprobevorrichtung.
In den Fig. 6 und 7 sind die Spannreifen in ihrer gröfsten bezw. weitesten Stellung dargestellt, so dafs nur ein Hochheben der inneren Enden der Spannstangen c und der Flachstäbe d möglich ist. Um die Vorrichtung der Haltung und Körperform des zu Bekleidenden entsprechend einzustellen, wird die Höhe des oberen Reifens b vorn und hinten an dem Betreffenden von dem Fufsboden aus festgesetzt und dann die Mafse vom Hals bis zu diesen Punkten genommen. Diese Mafse überträgt man nunmehr auf die Vorrichtung bezw. bei letzterer werden die betreffenden Punkte nach den auf derselben befindlichen Scalen t eingestellt und auf diese Weise die Haltung, ob nach vorn oder hinten gebeugt, festgelegt. Bei nach vorn geneigter Haltung ist das hintere Mafs länger' und das vordere Mafs kürzer als wie bei normaler Bauart und umgekehrt bei rückwärts gebeugter Haltung. Zwischen den vorerwähnten Punkten können unzählige Abweichungen zum normalen Verhältnifs vorkommen, und es ist daher eine Vorrichtung, bei welcher diese Verschiedenheiten nicht berücksichtigt werden, zum Zwecke des Anprobirens von Kleidungsstücken unbrauchbar. Die beiden Punkte bei h und b werden genau in der Höhe der unteren Armlochgrenze markirt und durch Verstellen dieser Punkte mufs auch die untere Kante des Armloches mitfolgen. Durch Feststellen dieser Armlochgrenze ist der wichtigste Punkt gefunden, um ein Kleidungsstück richtig anprobiren zu können.
Zugleich giebt diese untere Armlochgrenze die jedesmalige Höhe der Schulter an, denn je tiefer diese Grenze, desto abfallender sind •die Schultern, und je höher dieser Punkt, desto höher sind dieselben. Die Höhe der Schulter ist stets ein Achtel der Gesammtbrustweite -f- ι cm, man braucht also die entsprechende Stellvorrichtung der Armlöcher nur so zu stellen, dafs die Zahl der dort sich befindenden Scala der betreffenden Brustweite, nach oben angegebener Berechnung, in Einklang steht, so ist die Schulterhöhe, ohne dieselbe vorher gemessen zu haben, gefunden. Das Einstellen der Taillenlänge von h bis b1 bewirkt man, indem das Mafs h b von der Gesammttaillenlänge abgezogen und die Entfernung von b bis b1 mittelst der Kurbel eingestellt wird. Ebenso werden' die Längen zwischen den anderen Punkten eingestellt. Nachdem die Längenverhältnisse geregelt, geht man zur Weiterstellung über. Die Stellstäbe d (Fig. 6) sind in ihren Längen so eingerichtet, dafs, wenn dieselben oben alle gleichstehen, die Maschine in normalem Verhältnifs steht, und zwar sind hierbei Brust- und Gesäfsweite gleich, während die Taillenweite 14 cm kleiner ist. Die Weiterstellung geschieht zunächst gleichmäfsig, und zwar, indem alle Stellstäbe d zusammen durch die mit lösbaren Muffen versehene Spindel s gestellt werden, bis die Brustweite erreicht ist. Ist die Taillenweite nun gröfser als das normale Verhältnifs, so wird mittelst des Ringes e, welcher die Taillenstellstäbe zusammen in Bewegung setzt, die Taille nach Mafs eingestellt. Hierbei darf jedoch der Stab d, welcher an der Rückensäule liegt, nicht verstellt werden, weil sonst die Figur nicht mehr in der richtigen Stellung bleiben würde. Es dürfen also nur die übrigen elf Stäbe, so weit deren verschiedene Längen es zulassen, in progressiver Weise nach vorn verstellt werden, da die Mehrweite nicht nach hinten, sondern nach vorn zunimmt.
Die Schulterbreite, welche durch eine Scheere vom Halsring bis zur Oberkante des Armloches beweglich ist, wird durch das Weiter- und Engerstellen der Brustweite selbst geregelt.
Nachdem man nun die Weiten richtig eingestellt, lassen sich alle Unregelmäfsigkeiten, welche beim menschlichen Oberkörper vorkommen, wiedergeben. Jeder einzelne Stellstab d bezw. Spannstab c ist für sich allein zu verstellen, und es können an der Büste
ebenso viel Formveränderungen, wie Spannstäbe vorhanden sind, vorgenommen werden.
Man kann z. B. durch Niederdrücken der mit der Brust verbundenen Stäbe eine gewölbte Brust und durch entsprechendes Höherziehen der im Rücken angebrachten Stäbe einen flachen Rücken erzielen, ohne dafs das Gesammtweitemafs hierdurch verändert wird. Umgekehrt erzielt man flache Brust und gewölbten Rücken. Dann kann man eine Rückenhälfte schmal und die andere breiter stellen, ebenso wie dieses bei der Brust möglich ist. Auch kann das Armloch für sich in der Breite durch den damit verbundenen Spannreifen vergröfsert werden, um dasselbe auch den Bauarten anzupassen, welche sehr starke Armmuskeln haben. Dieselben Veränderungen können auch am Taillen- und Gesäfsring vorgenommen werden. Ebenso können die Schultern verschieden hoch gestellt werden, z. B. eine Seite hoch- und die andere tiefschulterig.
Nachdem die Figur passend eingestellt worden ist, kann dieselbe noch mit einem enganliegenden Ueberzug aus passendem Stoff versehen werden und wird nunmehr ihre Bestimmung als Anprobefigur in jeder Richtung erfüllen.
Der Halsring ist so eingerichtet, dafs er sich vorn und hinten senken läfst.
Um ein gutes und gleichmäfsiges Verschieben der Ringe e zu sichern, ist auf der der Spindel s entgegengesetzten Seite noch eine Führungsstange s1 vorgesehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Anprobevorrichtung, bei welcher sowohl die äufsere Form (Mantel) bildende Flachstahlstäbe unabhängig von einander, als auch die diese Stäbe tragenden Spannreifen mittelst Spannstangen, zugehörigen Flachstäben und Ringen, an welchen die letzteren durch Federn verrückbar festgehalten werden, von einer Kurbel aas entweder einzeln oder zu mehreren gleichmäfsig in der Weite oder Höhe verstellt werden können und wobei auch noch, durch Verschieben der einzelnen Flachstäbe, die zu diesem Zwecke an ihrem oberen Ende mit Handgriff ausgerüstet sind, jeder beliebige Theil der Spannreifen verstellt werden kann, um so jede Haltung und Form des menschlichen Oberkörpers getreu wiederzugeben.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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