DE80988C - - Google Patents

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DE80988C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41HAPPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A41H1/00Measuring aids or methods
    • A41H1/06Measuring aids or methods in combination with marking

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3: Bekleidungsindustrie.
H. HEYMANN in BURGSTEINFURT i. W.
Kleidungsstücken.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juli 1894 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Mafsapparat zum Abzeichnen der Körperformen zwecks Herstellung der Schnitte von Kleidungsstücken und hat den Vorzug vor bisher bekannten Mafsapparaten, dafs keine Berechnungen mehr nöthig sind , um diese Schnitte den Formen bezw. den vorkommenden Wölbungen, Vertiefungen und Unebenheiten des Körpers entsprechend aufzuzeichnen und herzustellen.
Beiliegende Zeichnung erläutert die Construction des Apparates.
Fig. ι ist eine Frontansicht,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Fig. 1, von links nach rechts gesehen,
Fig. 3 ein Grundrifs mit schematischer Andeutung der Ebenen, in welchen zweckmä'fsig die Conturabnahme des Körpers erfolgt,
Fig. 4 ein Grundrifs entsprechend der Fig. 3 in gröfserem Mafsstabe, die in Horizontalebene beweglichen Doppelarme des Apparates in ihrer weitesten Spreizstellung zeigend.
Fig. 4a und 4b sind Details, die Schnitte x-x der Fig. 4 zeigen.
Fig. 5 ist ebenfalls ein Grundrifs, die Doppelarme zusammengeführt,
Fig. 5 a eine Stirnansicht der Fig. 4 und zeigt die Befestigung der Führungsschienen an einem Haltebügel,
Fig. 6 eine Seitenansicht der Fig. 5 (bezw. auch Fig. 4),
Fig. 6 a ein Verticalscbnitt durch die Doppelarme und deren Grundbüchse,
Fig. 6 b eine Oberansicht des auf der Grundbüchse festgelegten Stellringes.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus zwei in waagrechter Ebene drehbaren und zusammen lothrecht verschiebbaren Armen bezw. Stangen, deren Enden einerseits mit Röllchen zum Ueberfahren der Körperformen und am anderen Ende mit Schreibstift zum Aufzeichnen derselben versehen sind.
In Fig. ι und 2 bezeichnet A eine verticale Achse, deren Sockel α auf dem Fufsboden und deren Kopfende mittelst Strebe b seitlich festgelegt ist.
Auf dieser Achse A sitzt eine mittelst Schraubstiften cc in einer Achsennuth senkrecht geführte Grundbüchse d, auf welcher die beiden doppelarmigen Stangen S S' gelagert sind (Fig. 6 a); Stellringe ee fixiren diese Lage. Die Stangen SS1, Fig. 4, 5 und 6, tragen am Ende einerseits Leitröllchen ff1, andererseits federnd gelagerte Zeichenspitzen \ ^1. Jede Stange 5 S1 besteht im Einzelnen aus der mit ihrer Nabe verbundenen Hülse g g gl g1, in welcher auf der einen Seite die in der Länge bewegliche Stange h h1 mit Röllchen ff1 und auf der anderen Seite die in der Länge bewegliche Stange i i' zwangläufig geführt wird, an welche sich die federnden Zeichenstifte \ \λ anschliefsen. Diese Zwangsführung, welche den Zweck hat, sowohl Röllchen als Zeichenspitzen für jeden Winkelausschlag der Stangen SS1 in einer Ebene zu führen, also den Bogenausgleich zu bewirken, wird in folgender Weise erzielt:
Mit der vertical geführten, centrisch nicht drehbaren Grundbüchse d ist mittelst der Lappen el an den Ringen e ein fester Rahmen k,
Fig. 4, 5 und 5a, angeordnet, welcher symmetrisch angeordnete Leitschienen //, PP trägt. Dieselben liegen horizontal und wechselseitig über und unter den Hülsen g g bezw. gl g\ Fig. 6 und 6 a.
Wie aus Fig. 4a, 4b und 6a ■ ersichtlich, laufen in den Führungsschlitzen m dieser Schienen Z/1 kleine Röllchen n, die auf einem Bolzen oder Schraubstift 0 sitzen, der in den Stangen h h[ bezw. ti1 festgeschraubt ist und in der Achsrichtung der Stangen noch weitere Führung in den geschlitzten Hülsen g g, gx g1 und mittelst einer zweiten Rolle ρ in einem aufgesetzten Bügel q erhält.
Werden also die Stangen SS* aus der Lage Fig. 5 in die Lage Fig. 4 gebracht bezw. aus der in Fig. 1 ausgezogenen Lage in die punktirte Lage, so werden entsprechend dem Winkelausschlag die Leitschienen / /, /' P sowohl die Röllchenstangen h h', als auch die Zeichenstiftstangen iii in Pfeilrichtung Fig. 4 nach auswärts drängen und umgekehrt, wodurch ein beständiger, Längenausgleich der Arme stattfindet und sowohl die Conturabnahme, als auch die Zeichenaufnahme in einer Ebene erfolgt.
Bei Benutzung des Apparates erfolgt die Mafsabnahme in der aus Fig. 1 und 2 ersichtlichen Weise, indem die doppelarmigen Stangen 5 S1, vom Mafsabnehmenden entsprechend von Hand geführt, den Körper scheerenartig umfafst halten und hierbei in Pfeilrichtung Fig. 1 niederwärts gleiten.
Während das vordere Röllchen f hierbei den Conturen der Brustform folgt, wird das rückseitige Röllchen f1 den entsprechenden Conturen des Rückens folgen und sich beide Röllchen ff1 nach der Taille zu in der Horizontalebene nähern. Während dieser Bewegung aus Stellung I nach Stellung II, Fig. 1, werden also die Zeichenstifte gleichzeitig aus der Lage Fig. 3 ausgezogen in die Lage Fig. 3 punktirt gelangen. Das Resultat wird hierbei sein, dafs die Zeichenspitzen iff1, welche sich, unter leichtem Federdruck stehend, gegen eine Zeichenwand B drängen, die genaue Körperform r r, s s auf dieser Zeichenwand abzeichnen, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich. Ist diese Zeichenwand mit Mafsstellung, wie angedeutet, versehen, so können die Mafsweiten direct entnommen werden.
Auch die verticale Stange A wird zweckmäfsig mit Mafstheilung versehen, weiterhin kann die Grundbüchse d mit einer Schleppfeder versehen sein, um die Reibung gegen Stange A derart einzustellen, dafs das Herabgleiten der Büchse sammt Doppelarmen bei sanftem Handdruck ermöglicht ist.
Um die Leitröllchen beim Mafsnehmen in gleichmäfsiger Weise anzuschmiegen, sind an den Stangen g und g[ Röllchen angeordnet (Fig. 4 und 6 a), über welche eine Schnur mit Gewichtsbelastung läuft, so dafs die Handführung beim Mafsnehmen nur an der Grundbüchse zu erfolgen braucht.
Durch diese Maschine werden nun die zur Ausführung eines richtigen Taillenschnittes erforderlichen Formen dadurch erhalten, dafs aui'ser dem durch die Fig. 1, 2 und 3 erläuterten Brust- und Rückenschnitte noch, wie in Fig. 3 angedeutet, die Contur des Körpers an den Achselseiten und den zwischenliegenden Seitentheilen in derselben Arbeitsweise festgesetzt werden, um eine vollständige Abnahme der Körperform zu erreichen.
Ebenso wie die beschriebene Abnahme einer Taille kann natürlich auch jedes andere Kleidungsstück durch directe Abnahme der Körperform erzielt werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Vorrichtung zum Abzeichnen der Körperformen zwecks Herstellung der Schnitte von Kleidungsstücken, dadurch gekennzeichnet, dafs auf einer Verticalspindel (A) vertical verschiebbar und centrisch drehbar ein bezw. mehrere gegen einander schwingende Doppelarme (S 5 l) angeordnet sind, welche am Ende einerseits Leitröllchen (ff1), andererseits Zeichenspitzen (% \l) tragen und beim Mafsnehmen derart von Hand - bethätigt und geführt werden, dafs, während die Leitröllchen den Conturen der Körperform folgen, die Zeichenspitzen diese auf einer Tafel (B) stetig aufzeichnen.
  2. 2. Eine Vorrichtung der unter 1. gekennzeichneten Art, sofern bei derselben ein wechselseitiger Längenausgleich der Doppelarme (S S}) bei deren Ausschwingen mit Hülfe von festen Leitschienen (11,I1I1) bewirkt wird, welche einerseits die ausziehbaren Röllchenstangen bezw. Hülsen (h hl) und andererseits die ebenfalls ausziehbaren Zeichenstiftarme (i il) zwangläufig führen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT80988D Active DE80988C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4867505A (en) * 1982-09-09 1989-09-19 Telescope Casual Furniture, Inc. Adjustable lounge chair

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4867505A (en) * 1982-09-09 1989-09-19 Telescope Casual Furniture, Inc. Adjustable lounge chair

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