-
Schaltungsanordnung für Fernspredianlagen mit Wählerbetrieb
| Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungs- |
| anordnung für Fernsprechanlagen mit Wähler- |
| betrieb und Stroinstoßübertragung. Es ist mehrfach |
| bekannt, durch unterschiedliche Stromstöße ver- |
| schiedene Schaltvorgänge einzuleiten. So ist es z. ß. |
| auch für die induktive Stromstoßühertragung be- |
| kannt. daß jeder Stromstoß einer Stromstoßmihe |
| zur Einstellung der Wähler eines Verbindungs- |
| weges aus zwei Stromstößen verschiedener Richtung |
| besteht, die als positiver und negativer Stromstoß |
| bezeichnet werden. Durch den lmsitiven Stromstoß |
| wird ein I?nli>fangsrclais am ankommenden Ende |
| des Verbindungsweges in die Arbeitslage und durch |
| den negativen Stromstoß in die Ruhelage geschaltet. |
| Für die Auslösung der Verbindungseinrichtungen |
| wird nur ein positiver Stromstoß ülwr die abgerie- |
| gelte Leitung iilwnragcn. |
| 1)ie Erfindung bezweckt nun, während einer be- |
| stchendeii Verllndung auf einfache .'\rt und `Veise |
| durch die zur Wählereinstellung benutzte Strom- |
| stoßart auch besondere Anreize über eine Verbin- |
| dungsleitung übertragen zii können, und erreicht |
| dies dadurch, daß am ankommenden Ende einer |
| Vcrlüiidmigsleitimg Schaltmittel angeordnet sind, |
| wolcüe eine M'eiterleitung der \Vahlstron"töße jeder |
| Stcomstoßreihe durch das Stromstoßeilil)faiir;si-clai5 |
| imr imcli zwei 1Vahlstronistößen ermöglichen, und |
| durch eine lange Stromstoßpause zwischen den |
| ersteh beiden Stromstößen Schaltmittel gesteuert |
| erden, durch welche ein besonderer Schaltvorgang |
| (Rncl<tragenmschaltnngen. Zeichengabe 7ur Beain- |
| tiil) eingewitet wird. |
| UM eine derartige Anordnung kann eine |
| gleiche Stno;nstoßart für die «@ählereiustcllun g und |
für die Übertragung besonderer Anreize während einer bestehenden
Verbindung benutzt werden. Der besondere Anreiz ist nur von der Länge der Stromstoßpause
zwischen den beiden auf jeden Fall nicht auf Wähler des Verhindungsweges übertragenen
Stromstößen abhängig. Von besonderer Bedeutung ist eine derartige Technik für induktive
Stromstoßübertragungen, bei denen positive und negative Induktionsstöße für die
Belegung und Wählereinstellung und nur ein positiver Stromstoß für die Auslösung
der Verbindung benutzt werden und durch die lange Pause zwischen zwei zusätzlichen
Stromstoßpaaren, die nicht auf die Wähler gelangen, auf einfache Art und Weise die
Übertragung besonderer Anreize während einer bestehenden Verbindung ermöglicht wird.
-
Durch zwei Stromstöße mit langer Stromstoßpause kann z. B. eine vorübergehende
Erdanschaltung an die weiterführenden Sprechleitungen herbeigeführt werden, durch
welche im Verbindungsweg liegende Differenzrelais gesteuert werden, die den Anreiz
auf Rückfrageumschaltmittel oder auf Schaltmittel übertragen, durch welche ein Flackerzeichen
für die Beamtin eingeschaltet wird.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es handelt sich hierbei um eine Anordnung, bei der von einer Teilnehmerstelle
T über die Leitung VL induktive Stromstöße zur Einstellung der Wähler des
weiteren Verbindungsweges übertragen werden und von der Teilnehmerstelle T auch
Anreize zur Einleitung von Riickfrageumschaltungen oder zur Zeichengabe für eine
Beamtin über die abgeriegelte Verbindungsleitung übertragen werden. Die der Teilnehmerstelle
zugeordneten Einrichtungen TE können in der Station selbst oder in einem besonderen
Beikasten angeordnet sein. Die für die Teilnehmereinrichtung benutzte Batterie kann
'eine niedrige Spannung, z. B. 6 Volt, besitzen, während die Einrichtungen der Vermittlungsstelle
AE mit einer Batterie höherer Spannung, z. B. 24 oder 6o Volt, arbeiten. Herstellung
einer abgehenden Verbindung Hebt der Teilnehmer der Stelle T zur Herstellung einer
abgehendenVerbindung den Hörer ab, so wird über +, Hakenumschalterkontakt
HU i, Relais S, - das Relais S der Teilnehmereinrichtung TE erregt. Das Relais
S hält sich unabhängig vom Hakenumschal terkontakt HU i über die Kontakte
87 s und 88c. Mer +, Kontakte ih, 2s, 3V2, 4c, Wicklung I des Transformators
TR, Kontakt 5 h, -wird ein Stromkreis für die Primärwicklung I des Transformators
TR geschlossen. Durch einen Stromkreis Tiber die Primärwicklung I wird jedesmal
ein Stromstoß bestimmter Richtung in der Sekundärwicklung erzeugt, der als positiver
Stromstoß bezeichnet wird. Der durch den- genannten Stromkreis erzeugte Stromstoß
wird jedoch nicht über die Verbindungsleitung VL übertragen, da keine Durchschaltung
über die Kontakte 6 v i bzw. 7V2 besteht.
-
Durch Relais S wird das Relais V i über +, Kontakte 8h, 9s, ioc, Relais
V i, - erregt. Über Kontakt i i v i wird das Relais V2 zum Ansprechen gebracht und
durch Schließen des Kontaktes 12v2 wird das Relais V3 erregt. Die Relais V1, V2
und V3 werden also nacheinander erregt. Das Relais V2 öffnet am Kontakt 3V2 den
Stromkreis über die Wicklung I des Transformators TR.
-
Es wird durch Relais V2 ein Stromkreis über +, Kontakte i
h, 2 s, 13 v 2,14v 3, W icklung I I des Transformators TR, Kontakt 5 h, -
für die Wicklung II des Transformators geschlossen. Durch die Ausschaltung derWicklung
I desTransformatorsTRund die Einschaltung der Wicklung 11 des Transformators
TR wird ein negativer Stromstoß in der Sekundärwicklung 11I des Transformators erzeugt.
Da die Kontakte 6v1 und 7v2. geschlossen sind, wird dieser negative Stromstoß über
die Verbindungsleitung VL übertragen und dient zur Bereinigung der Verbindungsleitung.
Ist z. B. das Empfangsrelais J der Amtseinrichtung AE durch irgendeinen Störimpuls
in Arbeitslage gebracht worden, so wird durch den negativen Belegungsimpuls das
Empfangsrelais J in die Ruhelage zurückgeführt und die Amtsübertragung für die Belegung
bereitgestellt. Während der Stromstoßübertragung über die Leitung VL ist eine Beeinflußung
der Sprechstelleneinrichtung durch die Stromstöße durch Öffnen der Kontakte
87v und 88v2 verhindert.
-
Durch Ansprechen des Relais V 3 wird der Stromkreis für die Wicklung
11 des Transformators TR am Kontakt 14v3 unterbrochen, und durch Kontakt 15v3 ein
Stromkreis für die Wicklung I des Transformators TR über +, Kontakte ih, 2s, 15v3,
4c, Wicklung I des Transformators TR Kontakt 5h, - geschlossen. Hierdurch
wird in der Sekundärwicklung III des Transformators TR ein positiver Stromstoß erzeugt,
der über die Verbindungsleitung VL übertragen wird. Durch diesen positiven Stromstoß
wird das Empfangsrelais J erregt. Das Relais J legt den Kontakt 16i in die Arbeitslage
um. Es wird das Relais J i erregt. Über +, Kontakte 17i1, 18e2, Relais Ei, Wicklung
I des Relais E2, - wird ein Stromkreis für die Relais E i und E2 hergestellt.
Über Kontakt 19e i wird ein Haltestromkreis für die Relais E i und E 2 gebildet.
Das Relais E2 spricht verzögert an, öffnet am Kontakt 18e2 den Erregerkreis für
die Relais E i und E2. Es wird das Relais F_ i über Kontakt 20C2 kurzgeschlossen.
Über Kontakt 27 i i wird Relais V4 erregt.
-
Durch Ansprechen des Relais V 3 der Teilnehmereinrichtung TE wird
das Relais C über +, Kontakte
811, g
S, 21v3, Relais C, - erregt.
Das Relais C hält sich unabhängig von Kontakt 21 v3 über Kontakt 22c. Das Relais
C öffnet am Kontakt 4c den Stromkreis für die Wicklung I des Transformators TR,
und es wird nunmehr durch Kontakt 24c ein Stromkreis für die Wicklung 1I des Transformators
TR über +, Nummernscheibenimpulskontakt
23 nsi, Kontakte 24c,
25v3,
Wicklung 1I des Transformators TR, Kontakt 5 h, - hergestellt und hierdurch ein
negativer Stromstoß über die Verbindungsleitung VL übertragen. Relais C öffnet den
Haltekreis für Relais S am Kontakt 88c. Die Übertragung der Belegungsstromstöße
ist durch den
| Haltekreis von Rolais S auch dann gesichert, wenn |
| der Teilnehmer der Stelle T nur kurze Zeit den |
| Hörerlaken betätigt. Es kann dann die Auslösung |
| in der gleichen Weise erfolgen wie bei Beendigung |
| einer Verbindung. welche später beschrieben wird. |
| Durch den negativen Stromstoß wird das Emp- |
| fangsrelais J in die Ruhelage zurückgeführt, der |
| Stronilrreis -für Relais J t am Kontakt 16i geöffnet. |
| Der Kontakt Ui l wird in die Ruhelage zurück- |
| geführt, bevor das Relais E 1 durch den Kurzschluß |
| über die Kontakte 1 7 i 1 und 2o e 2 zum Abfall
ge- |
| biacht werden konnte. Durch Relais E 1 wird über |
| Kontakt 26e l eine Schleife gebildet, durch die in |
| bekannter Weise das Vorwahlorgan zur Herstellung |
| einer Verbindung mit einem freien Gruppenwähler |
| angelassen wird. |
| Fällt (las Relais V4 durch Öffnen des Kontaktes |
| 27i 1 in die Ruhelage zurück, so wird das Relais E3 |
| über +, Kontakte 28 e 1, 29 v 4, Relais E 3, - er- |
| regt. Das Relais E 3 hält sich unabhängig von Kon- |
| takt 29Z14 über Kontakt 30e3. Der Sprechweg |
| wird über Kontakt 38e3 durchgeschaltet. |
| Nach Ansprechen des Relais C der Teilne'hmer- |
| einrichtutig TE wird der Stromkreis für das Relais |
| V i ain Kontakt 1o c unterbrochen. Durch Kontakt |
| 11 z, 1 wird der Stromkreis des Relais V 2 und |
| durch Öffnen (los Kontaktes 12V2 der Stromkreis |
| (los Relais l'3 unterbrochen. Die Relais V i,
V2 |
| l'3 fallen also nacheinander ab. Die Anschaltung |
| der Sektin(lärwicklung III des Transformators TR |
| wird durch Öffnen der Kontakte 6 v 1 und 7V2 auf- |
| gehoben und hierdurch die Übertragung des nega- |
| tiven Stromstoßes beendet. Der Stromkreis für die |
| Wicklung I1 von TR wird am Kontakt 25v3 unter- |
| brochen. Ein hierdurch entstehender positiver |
| Stromstoß kann nicht mehr über die Leitung V7_ |
| übertragen werden, (la die Kontakte 6v1 und 7v2 |
| bereits geöffnet sind. |
| Betiitigt nunmehr der Teilnehmer der Stelle T |
| den Nummernschalter, so wird das Relais V1 über |
| +, Nuniinertischalterkontäkt 31 itsa, Kontakt 32s, |
| Relais V i, - erregt. Über Kontakt 11v 1 wird |
| helais l"2 und über Kontakt 12v2 das Relais V3 |
| erregt. Durch Relais V 1 wird folgender Stromkreis |
| für die \Vicklung 11 (los Transformators TR ge- |
| schlossen : +, Kontakte 23 yisi, 24c, 33v 1,
Wick- |
| lung 1I des Transformators TR, Kontakt 5h, -. |
| Da Relais 1,"i erregt ist, ist auch die Sekundärwick- |
| lung 111 (los Transformators TR über Kontakt
6v 1 |
| an den Verbindungsweg angeschaltet. Durch den er- |
| zeugten negativen 'Stromstoß kann aber am an- |
| kommenden Ende der Verbindungsleitung eine |
| Steuerung des Empfangsrelais J nicht stattfinden. |
| Beim Ablauf der Nummernscheibe wird durch |
| jeden Stromstoß über +, Stromstoßkontakt 34usi, |
| Kontakte 35s, 36v3, 37t, Wicklung I des Trans- |
| formators TR, Kontakt 511, - die Wicklung I des |
| Transformators TR eingeschaltet und hierdurch ein |
| positiver Stromstoß auf die Verbindungsleitung VL |
| übertragcti. Bei jedem Stromstoß des Nummern- |
| schalters ist der Kontakt 23 n si geöffnet. Die Wick- |
| lung 1I des Transformators TR ist während dieser |
| Zeit ausgeschaltet. In der Stromstoßpause des |
Nmninernschalters ist jedoch der Kontakt 34nsi
ge-
öffnet und der Kontakt
23 nsi geschlossen. In dieser Zeit ist also die Wicklung II des Transformators
eingeschaltet. Durch Ausschalten der Wicklung I und Einschalten der Wicklung 1I
des Transformators TR wird ein negativer Stromstoß über die Leitung VL übertragen.
Es wird also für jeden vom Nummernschalter erzeugten Stromstoß ein positiver und
ein negativer Stromstoß über die Verbindungsleitung VZ übertragen: Mit dem ersten
positiven Stromstoß, den das Relais J empfängt, wird das Relais I1 erregt. über
Kontakt 27i l wird das Relais V4 eingeschaltet. Durch Kurzschluß der Wicklung 1I
des Relais V4 über Kontakt 40v4 erhält das Relais V4 Abfallverzögerung und bleibt
während der Stromstoßreihe erregt. Während der Stromstoßreihe bleibt Relais E 2
auch über: +, Kontakte 76v4, 89e2, W iCklung 1I des Relais
E2, - erregt gehalten.
-
Durch den nachfolgenden negativen Stromstoß werden die Relais Tund
J 1 in die Ruhelage zurückgeführt. Es wird über +, Kontakte 41e 1, 42v4, 43 e 3,
44z, 45 i 1, 46z, 47 k, Relais Y, - ein Stromkreis für Relais Y hergestellt.
Werden durch den zweiten positiven Stromkreis die Relais J und l i erregt, so wird
folgender Stromkreis hergestellt: +, Kontakte 41e 1, 42v4, 43e3, 48y, Wicklung I
des Relais Z, Kontakte 46z bzw. 49i1, 47k, Relais Y, -. Das Relais Z öffnet am Kontakt
4,6z den Erregerkreis und stellt über Kontakt 50z einen Haltekreis für Relais Z
her. Am Kontakt 44z wird der Kurzschluß für Relais K aufgehoben: Erhält das Relais
J den nachfolgenden negativen Stromstoß, so wird der Stromkreis für Relais Y am
Kontakt 49i 1 geöffnet. Über +, Kontakte 41 e 1, 42 v 4, 43 e 3, Relais K, Kontakte
45i1, 50z, Wicklung II des Relais Z wird (las Relais K erregt. Das Relais
K hält sich unabhängig von Kontakt 45 i 1 über Kontakt 51 7z. Das Relais
K öffnet den Kurzschluß des Stromstoßkontaktes 52 i 1 am Kontakt 53 k. Durch Öffnen
des Kontaktes 54k wird die obere Sprechader unterbrochen und über Kontakt 55 k die
Wicklungen I und 11 des Relais AR 1 kurzgeschlossen. Der nächste positive
Stromstoß, d. h. der dritte Stromstoß, der nunmehr durch das Relais I empfangen
wird, wird durch Kontakt 52i i des Relais J 1 über die zum Vorwahlorgan führenden
Leitungen auf einen nachfolgenden Stromstoßempfänger übertragen. Mit Ansprechen
des Relais K wird der Stromkreis des Relais Y am Kontakt 47 k geöffnet,
so daß eine Steuerung des Relais Y durch die nachfolgenden Stromstöße der Stromstoßreihe
nicht erfolgt.
-
Nach dem letzten Stromstoß der Stromstoßreilie wird der Stromkreis
für die Wicklung I des Transformators TR am Kontakt 34nsi unterbrochen. Über Kontakt
23nsi erhält die Wicklung 1I des Transformators TR Strom. Es wird ein negativer
Stromstoß über die Leitung VZ übertragen, durch den die Relais J und
l i in die Ruhelage gebracht werden. Hat der Nummernschalter der Stelle T
die Ruhelage erreicht; so wird der Kontakt 31 nsa geöffnet und hierdurch der Stromkreis
für Relais V 1
unterbrochen. Es fallen nacheinander die Relais V2
und V3 ab. Mit Abfall des Relais V2 wird der negative Stromstoß über die Leitung
VZ durch Offnen des Kontaktes 7V2 beendet. Fällt das Relais l'3 <bi, so
wird auch der Stromkreis für die Wicklung 1I des Transformators TR am Kontakt 25v3
unterbrochen. *Der hierdurch erzeugte positive Stromstoß kann nicht mehr über die
Leitung L'L übertragen werden, da die Kontakte 6v i /7v2 geöffnet sind.
-
Nach beendeter Stromstoßreihe fällt das Relais V4 ah. Es wird der
Haltestromkreis für die Relais K und Z am Kontakt 42v4 unterbrochen. Die Relais
führen die Kontakte in die Ruhelage zurück. Für jede weitere Stromstoßreihe werden
die gleichen Schaltvorgänge herbeigeführt wie bei der vorbeschriebenen ersten Stromstoßreihe.
Rückfrageumschaltung und Zeichengabe zur Beamtin Ist während einer bestehenden Verbindung
die Herstellung einer Rückfrageverbindung erforderlich, so betätigt der Teilnehmer
der Stelle T vorübergehend die Taste Ta. Es wird über +, Taste Ta, Kontakte
35s, 56v3, Relais T, - das Relais T erregt. Das Relais T hält
sich unabhängig von Kontakt s6713 über Kontakt 57 t. Es wird das Relais
H
über +, Kontakte 93 v 3, 61 t, 62 t i, Relais H, -
ein- eschaltet.
Für Relais 7' wird ein Haltekreis unahliängig von der Taste Ta über die Kontakte
9i 1i 1111d 92t hergestellt. Hierdurch ist eine sichere C?bertragung der Stromstoßpaare
mi.t langer Pause auch bei einer ganz kurzen Betätigung der Taste Ta gewährleistet.
Das Relais H unterbricht am Kontakt ölt den Haltestromkreis für Relais C. Das Relais
C fällt ab. Es wird für Relais Ti ein Stromkreis über +, Kontakte 58c, 59t, Relais
Ti, Widerstand l1'3, - hergestellt. Relais T i hält sich über Kontakt bot i.
-
Das Relais T i öffnet am Kontakt 62 t i den Stromkreis für das Relais
H. Es wird jetzt das Relais 1'1 über: +, Kontakte 8h, 9s, ioc, Relais l,' i, - erneut
erregt. Das Relais Vi bringt über Kontakt i 1 z, t das Relais V2 zum Ansprechen.
Über Kontakt 12v2 wird das Relais V3 erregt. Spricht das Relais V3 an, so wird das
Relais C erneut über Kontakt 21 v 3 zum Ansprechen gebracht. Das Relais C hält sich
über Kontakt 22c.
-
Durch Abfall des Relais C und erneutes Ansprechen der Relais Vi, V2,
V3 und C wird in der bereits beschriebenen Weise die Aussendung der Belegungsstromstöße
veranlaßt. Der durch Kontakt 4 c "erzeugte positive Stromstoß wird infolge der noch
geöffneten Kontakte 671 i und 7v2 nicht über die Leitung VL übertragen. Der durch
die Kontakte 3712 und 13V2 erzeugte negative Stromstoß wird zwar über die
Leitung VL übertragen, übt aber !;einen Einfluß auf das Empfangsrelais J aus. Im
Anschluß hieran wird durch Steuerung der Kontakte 14v 3 und 15v 3 ein positiver
Stromstoß ausgesandt, durch den das Relais J in die Arbeitslage gebracht wird. Mit
Ansprechen des Relais C wird durch Öffnen des Kontaktes 4c und Schließen des Kontaktes
24c ein negativer Stromstoß über dic Leitung VL übertragen, der das Empfangsrelais
J wieder in die Ruhelage zurückführt. Durch Ansprechen von Relais C wird der Kreis
für V i am Kontakt ioc unterbrochen. Am Kontakt i i v i wird der Kreis für V2 und
am Kontakt 12v2 der Kreis für V3 geöffnet. Die Relais V I, V2 und V3 fallen
wieder nacheinander ab. Relais C wird über Kontakt 22c gehalten. Der durch Öffnen
des Kontaktes 25713 erzeugte positive Stromstoß kann nicht über die Leitung VL übertragen
werden, da die Kontakte 6v1/7v2 bereits geöffnet sind. Die mit Beginn des Tastendruckes
ausgesandten Stromstöße wirken sich in der Übertragung AE wie folgt aus: Der erste
negative Stromstoß hat, wie bereits beschrieben, keinen Schaltvorgang zur Folge.
Der positive Stromstoß bringt die Relais J und J i in Arbeitslage. Über Kontakt
27i 1 wird das Relais V4 zum Ansprechen gebracht. Werden durch den nachfolgenden
Minusstromstoß die Relais J und J i in die Ruhelage zurückgeführt, so wird vor Abfall
des Relais V4 das Relais Y über +, Kontakte 41 ei,
4,2v4,
43 e3, 44z, 45 i 1, 46z, 47 k, Relais Y, - zum Ansprechen gebracht.
Relais Y hält sich unabhängig von den Kontakten 41 e i und 42 v 4
über die Kontakte 28e1, 63y. Fällt nunmehr das Relais V4 in die Ruhelage zurück,
so wird über +, Kontakte 4 i e i, 64v4, 65y, Wicklung 1I des Relais
AR i bzw. Kontakt 26 e i, Wicklung I des Relais AR i, Kontakt 52i i Erdpotential
an beide Sprechadern angeschaltet. Durch dieses Erdpotential wird in bekannter,
nicht dargestellter Weise ein Differenzrelais betätigt, durch welches der Anreiz
auf die Rückfrageumschalteinrichtungen übertragen wird.
-
Läßt der Teilnehmer der Stelle T die Taste Ta los und ist auch das
Relais H in der Ruhelage, so fällt das Relais T ab. Ist weiterhin das Relais V3
nach der Aussendung des ersten Stroinstoßpaares in der Ruhelage, so wird das Relais
H über: +, Kontakte 93v3, 66t, 67 t i, Relais H, - erregt. Das Relais
H öffnet am Kontakt 8h den Stromkreis des Relais C. Über +, Kontakte 58c, 68t, 69t
i wird das Relais T i kurzgeschlossen. Das Relais T i kommt verzögert
zum Abfall. Relais Ti öffnet am Kontakt 67 t i den Stromkreis des Relais
H. Das Relais H führt die Kontakte wieder in die Ruhelage zurück. Die Zeit
zwischen Ansprechen und Abfall ist so bemessen, daß zwischen dem ersten und zweiten
Stromstoßpaar eine Pause entsteht, die ausreicht, um das Relais V4 sicher zum Abfall
zu bringen. Mit Abfall des Relais H werden nacheinander die Relais Vi, V2, V3 und
C in der beschriebenen Weise wieder wirksam und veranlassen die Übertragung eines
negativen, eines positiven und eines negativen Stromstoßes über die Leitung VL.
Es erfolgt dies wieder durch Steuerung der Kontakte 3712/13v2, 14713/15v3 und 4e/24c.
Mit Ansprechen der Relais C fallen wieder die Relais Vi (ioc wird geöffnet), V2
und V3 nacheinander ab. Relais C wird über Kontakt 22c gehalten.
-
Der negative Stromstoß löst keine Schaltvorgänge aus. Erst durch den
positiven Stromstoß werden in der Übertragung AE die Relais J, I i
und
V4 zum Ansprechen gebracht. Über +, Kontakte 28e1, 63y, 43e3, 48y, Wicklung I des
Relais Z, Kontakte 49i 1, 47 k, Relais Y, - wird das Relais Z erregt. Relais Z_
hält sich über Kontakt 50z. Am Kontakt 44z wird der Kurzschluß für Relais K aufgehoben.
Folgt nun der negative Stromstoß, so gelangen die Relais 1, I i und nach
Abfallverzögerung V4 in die Ruhelage. über Kontakt 45 i i wird Relais K erregt.
Relais K unterbricht den Stromkreis für Relais Y am Kontakt 47k; das Relais Y öffnet
den Kontakt 63y. Es werden die Relais K und Z nach Abfall von V4 in die Ruhelage
zurückgeführt. Die Erdanschaltung an die Sprechadern wird durch Ansprechen des Relais
V4 am Kontakt 64v4 unterbrochen.
-
Die Erdanschaltung ist, wie dies aus vorstehender Beschreibung hervorgeht,
davon abhängig, wie lange der Teilnehmer der Sprechstelle T die Taste Ta betätigt.
Ist dies nur kurze Zeit, so erfolgt hierdurch eine 'kurzzeitige Erdansehaltung über
Kontakt 64v4 und hiermit die Einleitung einer Rückfrageumschaltung. Betätigt derTeilnehmer
der Stelle T hingegen die Taste Ta längere Zeit, so wird eine längere Erdanschaltung
über Kontakt 64v4 erfolgen und hierdurch in bekannter, nicht dargestellter Weise
die Einschaltung eines Flackerzeichens für eine Beamtin veranlaßt werden.
-
Die Anschaltung von Erdpotential kann auch dadurch herbeigeführt werden,
daß der Teilnehmer der Stelle T zweimal die Ziffer i wählt. Durch die erste i wird
ein Stromstoßpaar über die Leitung VL übertragen, Relais V4 und Y erregt
und Relais V4 nach kurzer Zeit zum Abfall gebracht. Jetzt wird Erde über Kontakt
64v4 an die weiterführende Leitung angelegt. Wird die zweite i gewählt, so werden
die Relais V4, Z und K vorübergehend erregt und die Erdansclialtung aufgehoben.
Die Länge der Pause zwischen den beiden Ziffern i bestimmt die Länge der Erdanschaltung.
Auslösen der Verbindung Ist das Gespräch beendet und legt der Teilnehmer der Stelle
T den Hörer auf, so fällt das Relais S
ab. Es wird für das Relais Vi
ein Stromkreis über +, Kontakte 8h, 66s, 67c, Relais V i, - hergestellt.
Über Kontakt i i v i wird Relais V2 und über Kontakt 12V2 das Relais V3 erregt.
über +, Kontakte 70s, 24c, 33V1, Wicklung 1I des Transformators
TR, Kontakt 5 h wird die Wicklung 1I des Transformators TR eingeschaltet und somit
ein negativer Stromstoß über die Leitung VL übertragen, der keinen Einfluß ausübt.
Durch Öffnen des Kontaktes 9s wird der Haltekreis für Relais C unterbrochen. Das
Relais C fällt verzögert ab. Der Stromkreis für die Wicklung II des Transformators
TR wird am Kontakt 24c geöffnet. Durch Abfall des Relais C wird bei erregtem Relais
V3 die Wicklung I des Transformators TR über +, Kontakte 39v3, i 5 v 3,
4c, Wicklung I des Transformators TR, Kontakt 51c, - eingeschaltet. Es wird
ein positiver Stromstoß über die Leitung VZ übertragen. Fällt Relais C ab, so wird
der Erregerkreis für Relais V i am Kontakt 67c unterbrochen. Relais Vi öffnet am
Kontakt i t v i den Stromkreis des Relais V2. Am Kontakt 12V2 wird der Stromkreis
für das Relais V3 geöffnet. Die Relais Vi, V2 und V3 fallen nacheinander in die
Ruhelage zurück. Der mit Öffnen der Kontakte 15V3/39V3 erzeugte negative Stromstoß
wird nicht über die Leitung VL übertragen, da die Kontakte 6v r/7v2 geöffnet
sind.
-
1@ iii- die Auslösung wird also zuerst ein negativer Stromstoß und
im Anschluß hieran ein positiver Stromstoß über die Leitung VL übertragen. Der negative
Stromstoß hat keinen Schaltvorgang zur Wirkung. Durch den einen positiven Stromstoß
wird das Empfangsrelais I in die Arbeitslage gebracht. Über Kontakt 16i wird das
Relais I i und über Kontakt 27 i i das Relais V4 eingeschaltet. Ober die
Kontakte 17 i i und 2o e 2 wird die Wicklung I des Relais E i kurzgeschlossen.
Relais E i f;illt ab. Es wird die V!'icklung 1I des Relais I über +, Kontakte 71"1,
72C2, Wicklung 1I des Relais 1, - eingeschaltet. Die Wicklung 1I ist
eine Gegenwicklung, durch die der Anker des Relais I in die Ruhelage zurückgeführt
wird. Relais I öffnet den Stromkreis des Relais I i am Kontakt 16i. Durch Öffnen
des Kontaktes 17 i i wird der Kreis für die Wicklung I des Relais E_ 2 und durch
Kontakt 27i 1
der Kreis für Relais V4 unterbrochen. Das Relais l'4 öffnet
den Haltekreis für Relais E2 am Kontakt 76V2, so daß auch dieses Relais die
Kontakte in die Ruhelage zurückführt. Am Kontakt 26e i wird die Schleife geöffnet
und somit der Auslöseanreiz auf die nicht dargestellten Verbindungseinrichtungen
übertragen. Durch Abfall des Relais E i wird der Haltekreis für Relais E3 am Kontakt
28e1 geöffnet. Es sind somit sämtliche in Benutzung genominenen Schaltmittel wieder
in der Ruhelage. Ankommender Anruf für die Sprechstelle T Durch den vom Leitungswähler
ankommenden Rufwechselstrom wird das Relais AR i erregt. Über +, Kontakte 73e2,
74ar i, Wicklungen 1I und I des Relais V4, -wird das Relais V4 erregt. Durch Schließen
des Kontaktes 75v4 wird der Stromkreis zur Anschaltung des Rufwechselstromes vorbereitet.
Über +, Kontakte 76 v 4, 77 e 2, 78 i i, Relais R, -wird das Relais
R erregt. Durch Öffnen der Kontakte 79r/8or werden die Sprechleitungen unterbrochen.
Über die Kontakte 81r/82r wird Rufwechselstrom an die Verbindungsleitung VL angelegt.
Hierdurch wird das Relais AR der Teilnehmereinrichtung TE zum Ansprechen gebracht.
Über Kontakt 83 ar wird das Relais H erregt. über +, Kontakte 84s, 85h, Anrufeinrichtung
G, - wird die Anrufeinrichtung G in Tätigkeit gesetzt. Durch Öffnen des Kontaktes
861a ist eine Beeinflussung des Sprechapparates der Stelle 1' durch den Rufwechselstrom
verhindert.
-
Hört die Rufstromsendung in der Rufpause vorn Leitungswähler auf,
so fällt das Relais AR i ab. Durch Öffnen des Kontaktes 74ar i wird der Stromkreis
des Relais V4 unterbrochen. Der Stromkreis des Rufwechselstromes wird am Kontakt
75v4 geöffnet. Nach Abfall des Relais V4 wird der Kreis für Relais R am Kontakt
76v4 unterbrochen. Das
Relais R fuhrt die Kontakte in die Ruhelage
zurück. Die Relais AR und H werden auch in die Ruhelage gebracht. Durch die Abschaltung
des Rufstromes durch Kontakt 75v4 vor der Durchschaltung der Sprechleitung über
die Kontakte 79r/8or wird eine Beeinflussung des Stromstoßempfangsrelais l durch
einen eventuellenRückstoßvonderLeitunghL vermieden.
-
Durch erneuten Rufstromfluß vomLeitungswähler werden die gleichen
Schaltvorgänge wiederholt. Meldet sich derTeilnehmer der Stelle T, so sprich über
den Hakenumschalter HU i das Relais S an. Relais S hält sich unabhängig vom
Hakenumschalter HU i über +, Kontakte 87s, 88c, Relais S, -. Nur in der Rufpause,
in der das Relais H in der Ruhelage ist, wird das Relais hr über +, Kontakte 8h,
9s, ioc, Relais 1i, erregt. Es werden nacheinander in der bereits beschriebenen
Weise die Relais h2, h3 und C zum Ansprechen und durch Relais C die Relais hi, h2
und V3 nacheinander wieder in die Ruhelage gebracht.
-
Durch Schließen des Kontaktes 13v2 wird zuerst ein negativer Stromstoß
erzeugt und über die Leitung hL übertragen, der keinen Schaltvorgang auslöst. Durch
Kontakt 14v.3 wird die Wicklung 11
des Transformators TR ausgeschaltet und
über Kontakt 15v3 die Wicklung I des Transformators TR eingeschaltet. Es wird ein
positiver Stromstoß über die Leitung VL übertragen. Durch diesen in der Rufpause
angelegten positiven Stromstoß wird das Stromstoßempfangsrelais l betätigt, und
über Kontakt 16i das Relais I i eingeschaltet. Über Kontakt 27 i i wird Relais
h4 erregt. Über die Kontakte 17i 1 und i 8 e 2 werden die Relais E
i und F 2 zum Ansprechen gebracht. Durch Kontakt 26 e i wird eine Schleife hergestellt,
durch die in bekannter Weise die Abschaltung des Rufstromes im Leitungswähler veranlaßt
wird'.
-
Im Anschluß an den positiven Stromstoß wird durch die Kontakte 4c/24c
ein negativer Stromstoß erzeugt, der über die Leitung TL übertragen wird. Das Empfangsrelais
I wird in die Ruhelage geschaltet; die Relais I i und V4 fallen ab. Die Relais
E i und E 2 bleiben über Kontakt i9 e i erregt gehalten. Während der ankommenden
Verbindung können Rückfrageanreize und Anreize zur Einschaltung eines Flackerzeichens
in der gleichen Weise wie bei abgehenden Verbindungen übertragen werden.
-
Ist die ankommende Verbindung beendet, so erfolgt die Auslösung in
der gleichen Weise wie bei abgehenden Verbindungen beschrieben.