-
Verfahren zur Herstellung von Alkylierungsprodukten
| l)ie l:rtin@lun@@ bezieht sich auf ein Verfahren zur |
| 1 fcrstellung v( )1i Alkylietungsprodukten. -,Welche |
| die \ iskosit@it dünner Schrnieriile aufweisen. |
| 1-.s ist gc'ftititlen worden daß ein dünnes |
| `l'1111111'1"@@l mit einen] hohen `'.1. (,` iskositatsindex) |
| und einem niedrigen Fliel.il>tiiikt erhalten werden |
| kann, @@etttt inan alkvlierl>are aromatische Verhin- |
| ;lungen mit einem Siedebereich zwischen etwa tllo |
| und sio Mer Gemische. u-elche solche arornati- |
| sclieu Verbindungen enthalten. mit Olefinen, welche |
| eine gerade oller im wesentlichen gerade Kette von |
| etwa 14 bis etw ih Kohlenstottatornen aufweisen. |
| in geritweren als der ü<lttimolel:ularen Menge |
| alkyliert. |
| Die im @erltültnis zu den aromatischen Verhin- |
| clungen unter dein mcrlaren Verhältnis liegende |
| 11enge der CAefüm AS derart hemessein daß stur |
| eine .\lkyIgrulqw in die Mehrzahl der reagierenden |
| Moleküle der aromatischen Verbindungen ein- |
| geführt Wirt Es ist jedoch n<nwendig. claß |
| mehr als eine Alkylgruppe in eine Minderheit |
| der genannten Molekül eingeführt Ard, uni |
| ein Endprodukt mit einem hohen Viskositäts- |
| index zu erhalten. Andererseits muß Sorge |
getragen \verden, 0a13 der Anteil der Moleküle der aromatischen
Verbindungen, in welchen mehr als ein Alkylrest eingeführt wird, nicht zu grol.j
ist. cla (lies zu einem Endprodukt mit allzu hoher \-iskosität führen würde. Das
gewünschte Ergcl>nis wird erzielt, indem man das Molverhältnis zwischen der Menge
der aromatischen Ver-1)induiigcii und der Menge der Olefine innerhalb des Gebiets
von etwa 1,5 : i bis etwa 5 : i einstellt. Die Wahl des Molverhältnisses innerhalb
dieser Grenzen hängt von der ?`stur der aromatischen Verbindung oder des Gemisches
von aromatisclien Verbindungen ab, welche alkyliert werden sollen.
-
Vin für den vorliegenden Zweck geeignet zu sein, dürfen die aromatischen
Verbindungen nicht derart substituiert sein, daß sie unter den nachstehend näher
zu beschreibenden Bedingungen nicht mehr alkyherbar sind.
-
1'#eispiele geeigneter aromatischer Verbindungen sind Toluol, die
Xylole, Mesitylen, Äthylbenzol, Cilmol, die Cymole, Durol (r, 2, 4, 5-Tetramethyll)cnzol).
Plicnol, Anilin.
-
Genfische aromatischer Verbindungen, die sich als _\tisgangsinaterial
für die Alkylierungsreaktion eignen, sind z. B. iMineralölfraktionen, welche reich
an Aromaten sind, und aromatenreiche Produkte, plie aus Kohlenteer gewonnen werden.
-
1 ;>esoiiders geeignet sind die Gemische aromati-#cher Verbindungen,
welche durch Extraktion leichter. arolnatenreicher Mineralölfraktionen, wie C'asoliii
tind besonders Kerosin, niit einem selekt 1 veit 1-(' i sungsmittel z#I geworinen
werden. Flüssiges t' Schwefeldioxyd ist ei.n sehr geeignetes selektives 1_('isutigsniittel,
obwohl auch andere selektive I_i>atitnanittel, wie Furfurol oder Nitrobenzol oder
:\nt iniontriclilorid, verwendet werden können. Nach-(lein (las Kerosin extrahiert
ist, wird der Extrakt von dem Rückstand getrennt und das selektive Lösungsmittel
aus dem Extrakt entfernt. Durch Destillation ,des erhaltenen Extrakts kann die gewiinschte
Fraktion mit einem Siedebereich von 110 bis 21o° abgetrennt werden. Wenn
ein solcher Extrakt verwendet wird, führt man die Alkylierung vorzugs-,veise mit
einer solchen Menge der Olefitie durch, daß das Molverhältnis zwischen der :\leiige
der aromatischen Verbindungen und der Menge der Olefine zwischen etwa #2 : i und
etwa 3 : r schwankt.
-
\listatt die aromatischen Verbin-<hingen aus (lein Kerosin vor
der Alkylierung mit den Olefinen abzutrennen, ist es auch möglich, ein aroinatenreiches
Kerosin als solches mit den Olefinen umzusetzen, vorausgesetzt, claß das Kerosin
frei oder praktisch frei ist von anderen Olefi nen als jenen, mit welchen man die
Reaktion durchzuführen beabsichtigt. Die nichtaromatischen Bestandteile des Kerosins,
welche nicht an dem Alkvlierungaprozeß teilgenommen haben, können riacli beendeter
Umsetzung aus dem Alkvlierungsprodukt durch Destillation abgetrennt werden.
-
Anstatt der Extraktion mit einem selektiven Lösungsmittel können andere
Trennmethoden angewendet werden, um die aromatischen Verbindungen aus ,Kerosin oder
anderen Mineralölfraktionen abzutrennen. z. 13. Perkolation über Silicagel oder
einer Bleicherde, z. B. Floridin.
-
Es muß bemerkt werde». claß nicht alle Mineralölfraktionen, `welche
nach der Ringanalyse einen hohen Prozentsatz an aromatischen Verbindungen aufweisen,
als Ausgangsmaterial zur Herstellung der Alkylierungsprodukte gemäß der Erfindung
geeignet sind, da die in der Mineralölfraktion enthaltenen aromatischen Verhindtingen
mindestens zum größten Teil noch alkvlierbar sein müssen.
-
Andere Beispiele von Gemischen aromatischer Verbindungen, die als
Ausgangsmaterial für die Alkylierungareaktion geeignet sind, sind solche Gemische,
die durch Spalten von Gasöl erhalten werden können.
-
Die zu verwendenden All;ylierungsmittel können sowohl reine Olefine
mit einer Kettenlänge von etwa 14 lies etwa 1g Kohlenstottatomen als auch Gemische
solcher Olefine sein. Die verwendeten Olefine müssen eine gerade oder eine mindestens
praktisch gerade Kohlenstoffkette aufweisen. u-Olefine werden bevorzugt ver,#vendct.
Geeignete Olefingemische sind z. 13. Fraktionen aus Spaltdestillaten, vorzugsweise
solche, die erhalten werden durch Spalten von Paraffinkohletiwa:scrstoffen mit gerader
Kette. Bei Verwendung von Fraktionen aus Spaltdestillaten kann es ratsam sein, aus
dem Spaltdestillat erst durch Erhitzen mit einer kleinen Menge Aluminiumchlorid
die stark reaktionsfähigen Bestandteile oder niiiiclestens den größeren Teil derselben
zu entfernen, weil diese beim Alkvlierungaprozeß ein 01 finit weniger erwünschten
Eigenschaften liefern würden, z. B. Diolefine, welche durch das erwähnte Erhitzen
polvnierisiert werden. Die gewünschten Olefine mit einer Kettenlänge von 14 bis
ih Kohlenstoffatoinen können, nachdem der Katalysator und der Sclilanim entfernt
worden sind, aus dein Spaltprodukt durch Destillation gewonnen werden. Die Reaktionstemperatur
schwankt im allgemeinen zwischen etwa 20 und etwa ioo°; sie liegt vorzugsweise zwischen
20 und 70°.
-
Die@@lkylierungsreaktion wird inAnwesenheitvon Alkylierungskatalysatoren
durchgeführt. Als solche kommen in der Regel alle bekannten Friedel-Crafts-Katalysatoren
in Betracht. Aluminiumchlorid ist besonders wirksam. Beispiele anderer geeigneter
Katalvsatoren sind 11 1~ , 13F3, Fe C13, Z11 Cl,. H., S 04. Wenn man finit Altitniniunichlorid
als Katalysator arbeitet, liegt die verwendete Menge zwischen o,5 und io Gewichtsprozent.
vorzugsweise zwischen i und 4 Clewiclltsl>l-0zellt, berechnet auf die Gesamtmenge
des Reaktiolisgemisclies. Bei einer Reaktionstemperatur von etwa 40=' geieiigell
in der Regfl i bis 1,5 Gewichtsprozent. da nur eine Alkylgruppe in die -Mehrzahl
der -Moleküle der aromatischen Verbindungen eingeführt -,werden muß.
-
Insbesondere wenn Aluminiumchlorid als Katalysator ver-,vendet wird,
ist es nicht notwendig, für jede neue Menge des leerzustellenden Alkvlierungsprodukts
eine frische -Menge Katalysator zu benutzen. Es ist auch inhglich. den Katalysatorschlamm
aus
der Verstellung eines vorhergehenden :\nsatzes des :\lkvlierungsl)rodukts zu verwenden,
gewütiscliterifalls in -Mischung mit einer 1Merige frischen Katalysators. Eine vorteilhafte
AusführLttlgSform besteht darin, den ersten Teil der Reaktion mit dein Katalysatorschlamm
aus dem vorher@;ehenden Ansatz durchzuführen und die Reaktion dann mit einer .Menge
frischen Katalysators zu Ende zu führen.
-
Die Reaktionszeit ist sowohl von der Temperatur als auch von der .Menge
und der :Art des verwendeten Katalysators abhängig. Wenn die Alkylierungsreaktion
in einzelnen Chargen (diskontinuierlich) mit Aluminiumchlorid als Katalysator, welcher
allmählich zugeführt wird, ausgeführt wird. beträgt die Reaktionsdauer im allgemeinen
3 bis 6 Stunden. Beim diskontinuierlichen %-erfahren ist es jedoch auch möglich,
die (;esatntmenge des Katalvsators auf einmal zuzusetzen. 1n diesem Fall ist starkes
Kühlen erforderlich; die Reaktionszeit ist auch viel kürzer, beispielsweise .15
bis 6o Minuten.
-
Im Fall einer kontinuierlichen Arbeitsweise geniigt im allgemeinen
eine Berührungsdauer von t bis 2 Stundetl.
-
Nach lkendigung der Reaktion wird das Alkylierungsprodukt zunächst
in der Weise behandelt, daß die N)denschicht, welche Katalvsatorschlamm und etwa
entstandene Produkte von höherem Molekulargeis'iclit enthält, abgetrennt wird. Dies
kann leicht durchgeführt werden, z. B. durch einfaches Dekantierest oder :\lisaugen
der oberen Schicht, welche (las gewünschte Alkylierutigsprodukt enthält, vors der
lio(letiscliiclit ()der durch Trennen der Schichten ntit Ililfe eines Scheidetrichters
oder einer Zentrifuge.
-
l)ie ollere Schicht kann dann mit einer alkalischen Verbin(lung, z.
13. Kalk, behandelt werden, uni etwa vorhandene saure Bestandteile zu entferneti.
Uni di,# Farbe des Alkylierungsprodukts zu verbessern und einen etwaigen durch den
Katalysator hereingebrachten Chlorgehalt zu entfernen, kaifit das Produkt finit
Bleicherde behandelt werden. Die beiden Behandlungsstufen können auch kombiniert
werden, indem man das Alkylierungsprodukt mit einem Gemisch von Bleicherde und Kalk
erhitzt. Befriedigende Ergebnisse werden z. B. erhalten, wenn dieses Erhitzen i/2
bis 2 Stunden lang lief Temperaturen von 150 bis 2,40°', vorzugsweise bei
200 bis 2.10°, durchgeführt wird. Um eine 0wdation des Reaktionsprodukts während
(fieser lMiandlung bei höherer Temperatur zu verhindern, kann diese Behandlung in
einer inerten =\tnic)sl,h@ire, z. B. in einer Stickstoffatmosphäre, durchgeführt
werden. Gewünschtenfal1s kann man auch Stickstoff oder ein anderes inertes Gas durch
(las Reaktionsprodukt hindurchleiten, wodurch es gleichzeitig gründlich durchgerührt
wird. Nach der Behandlung mit Kalk und Bleicherde werden diese Stoffe durch Filtrieren
entfernt.
-
Schließlich kann das Filtrat einer Vakuumdestillation unterworfen
werden, um etwa nicht unigesetzte l'>estzitidteile des für die Alkylierungsreaktion
verwendeten Ausgangsmaterials zu entfernen. Der Rückstand aus dieser Destillation
ist das gewünschte dünne Schtnieröl.
-
Der nicht umgesetzte Teil der aromatischen Verbindungen, welcher vom
Alkylierungsprodukt durch Destillation abgetrennt worden ist, kann erneut einer
Alkylierungsreaktion unterworfen werden. um eine zusätzliche Menge an Alkylierungsprodukten
zu gewinnen. Es ist gefunden worden, daß die Verwendung von Gemischen, welche aromatische
V@rli ndungen enthalten, insbesondere von Extrakten aus Mineralölfraktionen, die
Herstellung eines Alkvlierungsprodukts mit konstanter Viskosität ermöglichen, wenn
ein Teil des nicht umgewandelten Extrakts wiederholt in den Prozeß zurückgeführt
und zusammen mit einer frischen Menge Extrakt einer weiteren Alkylierungsreaktion
unterworfen wird. Die Viskosität des Endprodukts ist in solchem Ausmaße konstant,
daß selbst bei Beginn des Prozesses, d. h. wenn nur frischer Extrakt vorliegt, das
Endprodukt die gleiche Viskosität aufweist, wie jenes Produkt, welches nach einiger
Zeit erhalten wird, wenn die Bedingungen stationär geworden sind, wobei dann natürlich
ein 'Gemisch aus frischem Extrakt und nicht umgesetztem Extrakt, der dann eine konstante
Zusammensetzung aufweist. der Alkvlierung unterworfen wird. Diese Ausführungsform
ist im Beispiel .I noch näher erläutert.
-
Nach der Erfindung ist es möglich, ein Schmieröl mit einer Viskosität
Es, = etwa ,4 bis 5, einem Flammpunkt (geschlossenes Gefäß) = etwa 210', einem Viskositätsindex
= too bis .t t5 und einem Fließpunkt von -20 bis -35° herzustellen.
-
Die erhaltenen Alkylierungsprodukte sind im allgemeinen als Schmieröl
geeignet. Im Hinblick auf ihren niedrigen Fließpunkt können sie auch als
01
für Gasturbinen verwendet werden.
-
Diese 01e sind stark empfindlich gegenüber Zltsätzen, so (iaß man
ihnen, wenn sie für Spezialzwecke verwendet werden sollen, die erforderlichen spezifischen
Eigenschaften durch Einverleibung von Zusätzen erteilen kann.
-
Gewiinschtenfajls kann das Endprodukt, welches durch Alkvlieren der
aromatischen Verbindungen mit den Olefinen und Aufarbeiten des Reaktionsprodukts
erhalten wird, einem Destillationsprozeß unterworfen werden. Das so erhaltene Destillat
ist ein 01, (las eine noch geringere Viskosität besitzt als die ol)enerwähntenProdukte.
Der bei derletzten Destillation erhaltene Rückstand kann als Kabeliinprärnieröl
oder als Dampfzylinderöl verwendet werden. Ein sehr dünnes 01 wird erhalten, wenn
diese zusätzliche Destillation auf ein Produkt angewendet wird, welches durch Alkylieren
einer aromatischen Verbindung mit einem Siedepunkt zwischen t to und 150° oder eines
Gemisches solcher aromatischen Verbindungen hergestellt ist.
-
Es ist weiterhin im Hinblick auf die Verwendung von Getnischexi aromatischer
Verbindungen als _\usgangsmaterial, wie der mit einem selektiven Lösungsmittel erhaltene
Extrakt aus einem arornatenreichen Kerosin. gefunden worden. daß zur
| Erzielung eines Schmieröls mit niedriger\hskositä t |
| und hohem \ iskri@it@itsinriex \-orwilhafterweise |
| ,orher die atn leichtesten alkvlierl)aren aroma- |
| tischen Verhilidungen aus solchen Extrakten ent- |
| fernt werden, indem man die Extrakte einer Vor- |
| alkvIierting mit Olefinen unterwirft, die in ge- |
| ringeren als äquimolekularen 'Mengen vorliegen, |
| und darauf clie nicht umgesetzten aromatischen |
| Verlindungen von den umgesetzten Verbindungen |
| trennt. Gewiinschtenfalls können die nicht tilnge- |
| wandelten aromatischen \-erl)indtingen noch eilten |
| weiteren Voralkvlierung unterworfen weMmt. TMer |
| Teil der aromatischen Verbindungen, welcher nach |
| dieser'"orlwhandlting oder diesen Vorhehandlungen |
| nr)ch nicht umgesetzt worden ist. wird, wie oben |
| 1)eschriehen, mit einer geringeren als der äquitnole- |
| kularen Menge an Olefinen finit einer geraden oder |
| praktisch geraden Kette voll etwa rd 1» s etwa r8 |
| I,#,olileiistottatotneti alkyliert. |
| Durch vorhergehende Entfenlung der am leich- |
| testen alkylierharen Verbindungen aus den ge- |
| nannten Extrakten kann ein Schmieröl mit einer |
| niedrigeren Viskosität und einem höheren Vis- |
| kositätsindex erhaltest werden, als ohne diese Vor- |
| hehandlung. |
| Es rund jedoch Merkt werden, daß die Ent- |
| fernung eines größeren Teils der in dein Extrakt |
| enthalteinii aromatischen Verh ndungen durch Vor- |
| es sticht möglich macht, eine weitere |
| Ileral)setzuug der VOM» des Alkylierungs- |
| 1)rodukts, welches aus dem nicht umgesetzten Rest |
| des aromatischen Extrakts erhalten wird, zu er- |
| zielest. Wenn ein aromatischer Extrakt mit einem |
| I?ndsie(lel)tinl;t voll etwa 210(' verschiedenen auf- |
| ehan(leHolgethen Alkylierungen mit einer gerin- |
| geren als der äquitnolekularen Menge an Olefislen |
| mit genOer oder praktisch gerader Kette von etwa |
| y As etwa 1S Kohlenstottatonien unterworfen |
| wird, indem ntan nach jeder Alkylierungshehand- |
| lung den nicht umgesetzten Teil des Extrakts ah- |
| destilliert und diesen wieder mit einer solchen |
| Menge Olefine zur Reaktion bringt. daß das gleiche |
| Gewichtsverh<dttlis von Extrakt zu Oletinen ixt |
| jeder _\ll;vlierungsstufe aufrechterhalten wird, so |
| hudet mau. dala die 'Viskosität der nacheinander er- |
| haltenen Alkylierungsprodukte erst abnimmt, dann |
| einen kleinsten Wert aufweist und darauf wieder |
| ansteigt. Der '-iskoshiitsindex erhöht sich zunächst |
| 1)ettchtlich und zeigt noch eine gewisse Steigerung, |
| auch nachdem die Viskosität bereits (las Minimum |
| Waschritten hat. |
| D i(# Voralkvlierung kann durchgeführt werden |
| finit Olefnen mit einer geraden oder praktisch |
| geraden hr)hlenstottkette von l i his 15 Kohlen- |
| str)ttatr)inen. Das aus der Vorhehandlung ent- |
| stehende .\ll;vlierungsprodukt ist dasm auch als |
| Schmieröl geeignet, obwohl diese Schmieröle eine |
| li@ihere Viskosität und einen niedrigeren ''iskosi- |
| t@itsindex haken als die Schmieröle, welche er- |
| halten werden, wenn nian deii nicht umgesetzten |
| Teil der aromatischen Verbindungen eilten Alky- |
| licrung mit einer weiteren untermolekularen `Menge |
| von O1(#tineli mit 1d 1)is IR Kohlenstoffatomen |
| unterwirft, E. ist jerlnch auch möglich, für tlie |
| \hwalkllieruiir andere Olefine zu verwenden, z. B. |
| Oletilte mit einer kürzeren fette vvie die Olefrii- |
| fraktionen voll C- his Ch. |
| hei der Voralkylici-ungshehandlung soll der |
| Überschuß an aromatischen Verbindungen so ge- |
| wählt werden, daß zwischen den aromatischen Ver- |
| 1)inrlttngen und den Olefinen ein'lolvcrhältnis voll |
| Mindestens a i, vorzugsweise 2.5: t oder mehr. |
| 1)c@stulit. |
| Ilei der Voralkyliertuig genügt in der Regel eine |
| 'letsge voll etwa t his t.; Gewichtsprozent |
| Altulliniunichlorid als Katalysator. Bei der weiteren |
| Herstellung der gewünschten Schmieröle mit der |
| geringsten '@iskosit:it ist die Verwendung einer |
| größeren Menge _\luminiunichlorid, z. B. 3 Ge- |
| wichtsprozent, zu empfehlese (1a hierl)ei die Ver- |
| windungen umgesetzt werden müssen, welche etwas |
| schwerer zu alkvlieren sind. |
| \Tach Beendigung vier Voralkylierungsreaktion |
| wird die entstehende hodesischicht an", Katalvsator- |
| schlamsn zuerst entfernt, worauf (sie nicht um- |
| gesctztcn aromatischen Verhiudungen voll der al)- |
| getrennten oberen Schicht durch Destillation ge- |
| trennt werden und das Destillat wiederum der Al- |
| kylienmg unterworfen wird. 7u diesem zweck wird |
| (las Destillat mit einer frischest Menge voll Olefinen |
| und Katalysator vermischt. worauf die Alkylie- |
| rungsreaktion stattfindet. |
| Durch Entfernen der am leichtesten alkvlierbaren |
| Verl)indungen aus dem Extrakt ixt einer Voralky- |
| lierungsbehandlung ist es möglich, ein Schmieröl |
| mit einer Viskosität E,1) = 3 bis 4, einem Flamin- |
| Punkt von etwa oto' (geschlossenes Gefäß) und |
| einem \Mo sitiitsiudex %oil etwa vio herzustellen. |
| Ferner haben die so erhaltenen Produkte einen |
| ziemlich niedrigen I#ließlmilkt. z. B. einen Fließ- |
| punkt voll -0o I)is -25'. |
| Die Ertindung wird nachstehend nach all Hand |
| einiger Beispiele ls;iher erl@iutert. |
| lt e i : I) i e 1 t |
| In eisten Glasflasche Wertleu _=;o g eines aroma- |
| tischeu Extrakts, welcher etwa t i.; Mol arrmm- |
| tische Verhindutigeli enthält, illit einem Siede- |
| bereich von i 5o 1» s 2 s o , erhältlich durch Extra- |
| hierest voll Kerosin mit thissigetn Schwefeldioxyd. |
| mit i r2o g eines T)ro(Itil<tsvermischt. welches |
| toto g (q.3 'los) reitle Olefinc etitliiilt. Das zweit- |
| genannte Produkt stammt @oM Spalteis voll Pa- |
| ralflwachs in der I)anll)fl)liase. wobei das Spalt- |
| pnidukt mit o.; (Svichtsprozent \ltiniinitini- |
| chloriel 3 Stundete 1)ei #'o 1>ehanrlelt worden ist. |
| um die reaktionsfä higstett 1>estandteile zu ent- |
| fernen. und darauf (nach lintfernen von Katalv- |
| satorschlaniui) die C14- his (`""-Fraktion aus (1e111 |
| Spaltprodukt durch Vakutlindestillation entfernt |
| worden ist. |
| Das vorgenannte Gemisch, in welchem die aro- |
| inatischen Verbindungen und die Olefine im Mol- |
| verhähnis 2,36:1 vorliegen. wird 1)ei .4o° in An- |
| wesenheit von 1.5 Gewichtsprozent Aluminium- |
| cltl(tri(I, lierechliet ailt (1 a1 Gesamtgewicht
des |
| Rcakt:o»sgemisches. umgesetzt. |
| Am Ende Gier Reaktion bilden sich im Reaktions- |
| geniiscli zwei Schichten. Die Bodenschicht, die aus |
| eitlem viskose»(@1 bestellt, tvird entfernt. Die325og |
| wiegende ollere Schicht t\-ird zwecks Entfernung |
| der sticht itrogesetzten ihichtigsten arontatischeii |
| Vel-lsiii(Itiiigeit destilliert und »iit4(;el\-iciltsl)r(lzetit |
| Bleicherde und i Gewichtsprozent 11a11 bei 200 |
| t Stunde lang behandelt, während Stickstoff durch |
| die Flüssigkeit hindurchgeleitet wird. |
| Nach dieser Behandlung #%-erdeiiKalk und |
| Bleicherde durch Filtration entfernt. Das Filtrat |
| wird einer \"aktiunidestillation unterworfen. um |
| eitre \\-eitere l?ntfernung sticht unigesetzter lZoni- |
| poliellten des aro inatischenExtraktsherbeizuführen. |
| :\uf dieseWeise \\-erden i ioo g ei»esliellfat-1>igeii |
| Ols finit folgenden Eigenschaften erhalten: |
| \-isk(>sitütsin(lex . . . . . . . to- |
| \-iskosit'it h:50. . . . . . . . 5 |
| llaninipunkt (geschlossenes (iefüß) 2i0 |
| .-3 2' |
| 1n einer ( ilasflasche werde" 735 g TOlttol mit |
| 450 g eines Spaltprodukts, welches 4o5 g Olefine |
| etitli:ilt und in der im Beispiel i beschriebenen |
| Weise hergestellt ist. gemischt. |
| Dieses Gentisch. in welchem Toltiol und Olefine |
| iin \Iolverh:ilt»is 4,5: i t-orliegeti, wird bei 45" |
| mit t.9 Gewichtsprozent Aluminiumchlorid, be- |
| rechnet auf (las Gesamtgewicht des Reaktions- |
| gemisches, umgesetzt. |
| :\in Ende (lci- Reaktion, welche etwa 4 Stt")(lell |
| dauert, bilden sich in dein Gemisch zwei Schichten. |
| Die untere Schicht, die aus einem viskosen 01 he- |
| steht. t\ ir<t allgetrennt. die obere io3o g wiegende |
| Schicht Wird destilliert. 11111 die |
| Be- |
| standteile zti entfernen. und dann hei Zoo-' |
| t Stunde 11111g mit 4 Gewichtsprozent Bleicherde |
| und i Gewichtsprozent Kalk behandelt, iv;ilireiid |
| Stickstoff durch die Flüssigkeit hindurchgeleitet |
| wird. |
| Nach dieser Behandlung tverden Kalk und Bleich- |
| erde durch Filtrieren entfernt. Das Filtrat wird |
| einer \"akutimdestillation his zu einer lloden- |
| teml)er:ittir von 200 ttnterworfe». uni weitere. |
| nicht umgesetzte Bestandteile zu entfernen. Der |
| Destillationsrfickstand (40o g) mit einer Viskosität |
| E5) = 5.5 und einem 'Viskositätsindex von 115 |
| )tir(1 noch mit Dampf his zu einer Temperatur von |
| 320 destilliert, wobei folgende Fraktionen an- |
| fallen: |
| 97 g dest. 01 E50 = 1,6; |
| V.1. = 92; Fließpunkt -240 |
| 89 g (lest. öl E50 = 2,4; |
| V. I. = 125; Fließpunkt -24' |
| 97g (fest. 01 E50 = 5,3 ; |
| V.1. = i16; Fließpunkt -21c |
| i 17g Rückstand E50 = 30 ; |
| \ .1. = i oo. |
| 1)urcli \(rmisclie» der drei I>estillatirakti(»i(ii |
| erhält matt 283 "' c)1 mit einer Viskosität I.50 v<)11 |
| ungefähr 2.5, einem VA. von ungefähr t t 5 und |
| einem Flieliltutiht v0» ungef:ihr -24-. |
| liri:l>iel3 |
| _-.50 eine: aromatische» Extrakts, welcher |
| ','t \\ a ,t 1,,3 Mol aromatische Verbindungen
enth'ilt. |
| ;tlit einem Siedebereich von i60 his 2r0°, erhältlich |
| durch Extrahiere» von Kerosin mit flüssigem |
| Scit\\-efeldiorN-(l, t\ ird mit t i20 g des gleichen Ct4- |
| 1)is C"-Olefiile enthaltenden Spaltdestillats (4.5 \1o1 |
| ieiiie Olefine), tcie es in den vorhergehenden Hei- |
| worden ist, vermischt. |
| Das Gemisch aus aromatischem Extrakt und |
| Oletine» wird hei 4o mit 1.5 Gewichtsprozent |
| \Ittmi»iunichlor i(1. 1)erechnet auf (las Gesamt- |
| gewicht des Reaktio»sgeinisches, umgesetzt. |
| Nach Beendigung der Reaktion, d. h. stach etwa |
| 4 bis 5 Stunden. wird die Lodenschicht aus Kata- |
| Nsatorschlainin von der oberen Schicht getrennt. |
| Diese obere Schicht wird destilliert, urn die flüch- |
| tigsten Bestandteile zu entfernen, und darin |
| t Stunde lang mit einem Gemisch aus Kalk und |
| Bleicherde auf 20o7 erhitzt, während Stickstoff |
| hindurchgeleitet wird, um so die Farbe zu ver- |
| bessern und saure Bestandteile zu entfernen. Kalk |
| und Bleicherde t\-erden durch Filtration entfernt, |
| worauf (las Filtrat destilliert wird. Die heidefit |
| Destillate #xerden vereinigt. und diese gemischten |
| Destillate (1.1301Z). welche die nicht ttili"esetztelt |
| Bestandteile des aromatischen Extrakts enthalten. |
| werde» verntiscl)t mit 71 5 g der ol)e»erwäh»ten |
| C14- bi, C,111-Oleüttfraktiotien. Zu diesem Gemisch |
| werden i.5 Gewichtsprozent Aluminiumchlorid. be- |
| rechnet auf die (iesanititietige, zugegeben, worauf |
| die .\lkvlieru»gsreahtio» st iederum hei 4o durch- |
| geführt wird. |
| Das so erhaltene keaktionsprodukt wird in der |
| gleichen Weise behandelt wie das Produkt der |
| ersten .\ll:vlierung, und (las am Ende erhaltene |
| Destillat (1020g), welches ebenfalls den aroma- |
| tischen Extrakt eiitli<ilt, der hei der zweiten Alky- |
| lierung nicht umgesetzt worden ist, wird wiederum |
| zusammen mit dem gleiche» Spaltdestillat (5i0 g) |
| der _111:vlierung unter den gleichest lie(li»gunge» |
| unterworfen, wobei jedoch in diesem Fall 3.o Ge- |
| wichtsprozent Aluininiumclllori(l. berechnet auf <las |
| Gesamtgemisch, verwendet werden. |
| In dieser Weise werden sechs Alkvlierungs- |
| hehandlungen nacheinander durchgeführt. -,vohei |
| jedesmal etwa i Gewichtsteil Oletine auf = (k- |
| wichtsteile aromatischer Kompostenten Vor- |
| liegen. |
| Die Mengen des aromatischen Extrakts, des |
| Spaltdestillats und des in jeder Stufe verwendeten |
| Aluminiumchlorids, die Ausbeuten an dein dabei |
| erhaltenen Alkylierungsprodukt sowie die ver- |
| schiedenen physikalischen Eigenschaften desselben |
| sind in der folgenden Tabelle zusammen- |
| gestellt. |
| Alkylierungsstufe Nr. r 2 3 q 5 6 |
| 1lenge des aromatischen Extrakts 2250 g I 14309 1020
g 7409 565 g 4139 |
| @Icnge des Spaltdestillats..... . . . 1120 g 715 g 510
g 370 g 280 g 205 g |
| Gewichtsprozent AIC13, berechnet |
| auf das Alkylierungsgemisch. .. 1,5 1,5 3,0 3,0 2,7 3,1 |
| Ausbeute an Alkylierungsprodukt 1180 g 745 g 500 g 360
g 245 g 180 g |
| Flammpunkt, P. M., geschlossenes |
| Gefäß ..... ................. 2I0° 2O8° 204° 2o6" 208'
208' |
| Viskosität bei 37' in c. s......... 71,58 66,96 4525
96,14 75.27 106,64 |
| Viskosität bei 99' in c. s...... . . . 8,75 8,48 6,75
7,71 9,74 12,34 |
| Viskositätsindex ................ 102 105 112 109 115
113 |
| Viskosität E;" ..... .. . . ... .. . .. 5,4 5,2 3,7 4.4 5.8
8,() |
| D . . . . . . 20 o,8864 0,8805 o,8694 o,8689
o,8711 0,8714 |
| n ........................... 1,50o8 1,4954 14897 14877 14884
1,4889 |
| 1\lolekulargewicht . . . .. .... . . . . . . 419 422 414 454
502 513 |
| Farbe ........................ 2 - 2 1 2-. 2 - 2 .._ |
| Conradson Iiohlenstoffrückstand . o,o9 0,08 o,08 o,<14 --
0,13 |
| Aschegehalt................. ... 0 0 0 0 0 |
| l" ließ1iuilkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . -27'
-25° -21° 21 -. |
1)i(@ vorstehende Tabelle zeigt, daß die Viskosität der nacheinander anfallenden
Alkylierungsprodukte ziiiiiichst al)niinint, dann ein Minimum erreicht und darauf
wieder ansteigt. Der Anstieg des Viskos@t:its@ndex ist zunächst beachtlich; später
wird er uringar. -Beispiel4 In einer Glasflasche werden iooo g eines aromatischen
Extrakts, enthaltend 5,1 Mol aromatische Verbindungen, mit einem Siedebereich von
16o lüs aio=, erhältlich durch Extraktion von Kerosin iliit flüssigem Schwefeldioxyd,
mit 5oo g des gleichen Spaltdestillats mit C14- bis C"-Olefinen (-.o NIol reine
Olefine), welches in den vorherelienden Beispielen verwendet worden ist, verinischt.
-
Bei 70` wird das Gemisch mit 1,5 Gewichtsprozent AItiminiumchlorid,
berechnet auf die Gesaintinenge des Reaktionsgemisches, umgesetzt.
-
Nach der Reaktion bilden sich im Reaktionszwei Schichten. Die untere
Schicht, welche zitis einem viskosen Schlamm besteht, wird entfernt. Die ollere
1400 g wiegende Schicht wird destilliert, uni die Bestandteile zu entfernen, und
bei Zoo- i Stunde lang mit 4 Gewichtsprozent Bleicherde und i Gewichtsprozent Kalk
unter Durchleiten von Stickstoff durch die Flüssigkeit behandelt. Nach dieser Behandlung
werden Kalk und Bleicherde durch Filtration entfernt. Das Filtrat wird einer Vakuumdestillation
unterworfen, um alle noch vorhandenen Anteile an nicht umgesetzteni aromatischem
Extrakt zu entfernen. Der so erhaltene Rückstand bestellt atis 500 g eines
hellgefärbten öls mit einen V.1. = ioo, einer Viskosität E5, = ;. einem Flammpunkt
(geschlossenes Gefäß) = 21o'= und einem Fließpunkt - -26o.
-
20 % des bei der Destillation gewonnenen, nicht umgesetzten aromatischen
Extrakts werden ausgeschieden. Der Rest wird finit frischem aromatischem Extrakt
auf eine Menge von iooo g, das ist dieselbe Menge wie diejenige, finit der das Verfahren
eingeleitet worden ist. aufgefüllt und wiederum mit 5oo g des gleichen Spaltdestillats
in der oben beschriebenen Weise alkvliert.
-
Dieses Verfahren wird sechsmal wiederholt. Es ergibt sich dabei, daß
das oben beschriebene Produkt, welches ausschließlich aus frischem aromatischem
Extrakt hergestellt worden ist, praktisch die gleichen Eigenschaften aufweist wie
das nach sechsmaliger Wiederholung des Prozesses erhaltene Erzeugnis.