DE394372C - Verfahren zur Gewinnung leichtsiedender Kohlenwasserstoffe der Benzolreihe aus Teeroelen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung leichtsiedender Kohlenwasserstoffe der Benzolreihe aus Teeroelen

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DE394372C
DE394372C DEM71169D DEM0071169D DE394372C DE 394372 C DE394372 C DE 394372C DE M71169 D DEM71169 D DE M71169D DE M0071169 D DEM0071169 D DE M0071169D DE 394372 C DE394372 C DE 394372C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar
    • C10C1/04Working-up tar by distillation
    • C10C1/14Winning of tar oils from tar
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G11/00Catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
    • C10G11/02Catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils characterised by the catalyst used
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Description

  • Verfahren zur Gewinnung leichtsiedender Kohlenwasserstoffe der Benzolreihe aus Teerölen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung leichtsiedender Kohlenwasserstoffe der Benzolreihe aus Teerölen unter gleichzeitiger Reinigung.
  • Die Reinigung von Teerölen erfolgt bisher in der Regel in der Weise; daß man lediglich eine Behandlung mit Schwefelsäure vornimmt. Diese Arbeitsweise bietet aber eine Reihe technischer" Nachteile, welche insbesondere darin bestehen, daß bei der Schwefelsäurebehandlung ein Teil des Teeröls verharzt unter Bildung von sogenannten Säurenharzen. Außerdem muß das Teeröl nach der Raffination mit Schwefelsäure sorgfältig gereinigt und gewaschen werden, um neutrale Schmieröle zu gewinnen.
  • Man hat auch bereits vorgeschlagen, Teeröle mit Kondensationsmitteln, wie Aluminiumchlorid, zu behandeln. Man erzielt hierbei wohl einen Abbau, indessen erfordern die bekannten Verfahren die Verwendung eines großen Überschusses an Aluminiumchlorid oder aber das Arbeiten unter Druck.
  • Es hat sich nun gezeigt, und darin besteht die Erfindung, daß besonders gute Ergebnisse erzielt werden, wenn man zuerst nur eine milde Kondensation einleitet, indem die Ausgangsstoffe unter Zusatz einer- geringen Menge des Kondensationsmittels erwärmt werden. I-Iierauf wird nach Abscheidung etwaiger entstandener teeriger Massen das Öl noch einmal mit dem Kondensationsmittel auf etwas höhere Temperatur erwärmt.
  • Die erste Kondensation führt zur Gewinnung löslicher, weiterer Verbindung fähiger Stoffe, deren nähere Charakterisierung nicht möglich ist, da sie sich nur durch Destillation von den Teerölen trennen lassen und dabei durchgreifende Umwandlungen erleiden. Der eigentliche Abbau geht dann bei der zweiten Kondensation vor sich, und hierbei entstehen aus den mehrkernigen aromatischen Verbindungen Benzol und Benzin, ohne daß Verschmieren oder Verluste eintreten.
  • Der neue Erfolg scheint darauf zu beruhen, daß durch die zweckmäßige Vorbehandlung zunächst Stoffe gebildet werden; die weiterer Umwandlungen fähig sind, und zwar ohne jede unerwünschte Nebenreaktion. Diese Umwandlungen erfolgen dann in der zweiten Phase des Verfahrens, und zwar in einem Lösungsmittel, wodurch die Wirkung des Aluminiumchlorids gemildert wird. Wesentlich für das Verfahren ist aber, daß dieses Lösungsmittel das Teeröl selbst ist. Das bedeutet naturgemäß eine wesentliche Vereinfachung und macht das Verfahren technisch leicht durchführbar.
  • Einen weiteren großen technischen Effekt bedeutet der Umstand, daß, entgegen allen bisherigen Erfahrungen, der Abbau bei verhältnismäßig hohen Temperaturen ohne Schaden für Produkte und Lösungsmittel stattfinden kann bei Temperaturen, unterhalb welcher die Solventnaphtha bereits übergegangen ist, so daß Fraktionierungen und Trennungen überflüssig werden. Bei dem großen Unterschied zwischen dem Siedepunkt der leichten Produkte und des Teeröls, in dem sie entstehen, wird auch letzteres ganz rein erhalten.
  • Zweckmäßig arbeitet man derartig, daß man zunächst einmal den von Phenolen und sauren Gruppen befreiten Teerölen eine geringe Menge Aluminiumchlorid zusetzt und auf Temperaturen über ioo° erwärmt. Sich etwa abscheidende geringe Mengen teeriger Massen werden entfernt, und hierauf wird das 01 von neuem mit Aluminiumchlorid versetzt und unter Erwärmung auf höhere Temperaturen destilliert. Die hierbei übergehenden Destillate bestehen dann aus Benzol und benzolartigen Stoffen während als Rückstand ein C)1 zurückbleibt, das als Schmieröl verwendbar ist.
  • Die Aluminiumchloridmengen können etwa zwischen i bis io Prozent schwanken, sie können aber noch höher sein. Die Menge und die Zusammensetzung des entstehenden Gemisches leichter Kohlenwasserstoffe hängt von den besonderen Arbeitsbedingungen ab, wie Menge des Zusatzes, Dauer und Art der Erhitzung u. dgl.
  • Eine Beschleunigung der Reaktion tritt ein, wenn man in der zweiten Stufe etwas Salzsäure hinzufügt.
  • An Stelle von Aluminiumchlorid können auch andere Kondensationsmittel, beispielsweise andere Chloride, verwendet werden. Ausführungsbeispiele. i. io kg Steinkohlenteerschweröl von spezifischem Gewicht über i, das durch Behandlung mit Natronlauge von Phenolen und sauren Bestandteilen befreit ist, werden mit o,5 kg zerkleinertem Aluminiumchlorij lj2 Stunde lang auf '5o' erwärmt. Hierbei scheiden sich zähteerige Massen ab. Das überstehende Öl wird von den Abscheidungen getrennt und nunmehr mit nochmals o,5 kg Aluminiumchlorid bis auf etwa 2oo° erwärmt. Hierbei destillieren unter starker Entwick-Jung von Schwefelwasserstoff und anderen brennbaren Massen leichte Öle über. Die Ausbeute beträgt etwa io Prozent Benzol und-benzolartige Stoffe von einem Siedepunkt unter ioo° und einem spezifischen Gewicht zwischen o,88 und o,g, während als Rückstand reines Teeröl zurückbleibt.
  • 2. io kg Braunkohlenteeröl werden nach Entfernung der sauren Bestandteile mit o,5 kg Aluminiumchlorid oder der gleichen Menge eines Gemisches von Aluminiumchlorid und Eisenchlorid auf eine Temperatur über i5o` erwärmt. Hierbei scheiden sich zähteerige Massen ab. Das überstehende Öl wird von den Abscheidungen getrennt und nunmehr mit nochmals o,5 kg Aluminiumchlorid bis auf etwa 2oo° erwärmt. Hierbei destillieren unter starker Entwicklung von Schwefelwasserstoff und anderen brennbaren Massen leichte ()1e über. Die Ausbeute beträgt etwa io Prozent Benzol und benzolartige Stoffe von einem Siedepunkt unter ioo° und einem spezifischen Gewicht zwischen o,88 und o,g, während als Rückstand reines Teeröl zurückbleibt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung leichtsiedender Kohlenwasserstoffe der Benzolreihe aus Teerölen unter gleichzeitiger Reinigung durch Behandlung mit Kondensationsmitteln, wie Aluminiumchlorid, dadurch gekennzeichnet, daß das Teeröl nach Entfernung der Phenole und sauren Bestandteile zunächst mit dem Kondensationsmittel auf eine Temperatur über ioo° und alsdann unter erneutem Zusatz von Kondensationsmitteln unter Erwärmung auf höhere Temperaturen destilliert wird.
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