DE8465A - Dampfkessel-Speiseapparat - Google Patents
Dampfkessel-SpeiseapparatInfo
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Description
1879.
GEORGE und JAMES WEIR in GLASGOW (England). Dampfkessel-Speiseapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Juni 1879 ab. Längste Dauer: 27. Juni 1892.
Dieser Speiseapparat ist für Maschinen mit oder ohne Condensation anwendbar und bezweckt,
das Speisewasser durch den im Cylinder wirkenden Dampf zu erwärmen, sowie einen
grofsen Theil der Luft aus dem Wasser zu entfernen, ehe es in den Kessel eintritt.
Fig. ι und 2 sind Grundrifs und Ansicht einer Zweicylindermaschine, die mit dem Apparat
versehen ist.
Fig. 3 ist ein Verticalschnitt eines einfachen Cylinders in Verbindung mit dem Apparat.
Fig. 4 ist ein vergröfserter Verticalschnitt des Vorwärmers.
Fig. 5 und 6 sind vergröfserte Verticalschnitte des Luftabscheiders und der Heifswasserspeisepumpe.
Fig. 7 ist ein Verticalschnitt einer Modification, bei welcher der Vorwärmer und der
Luftabscheider sich in einem einzigen Gefäfs befinden.
Der in Fig. 4, 5 und 6 gezeigte Apparat ist derselbe wie der, welcher an der Compound-Maschine
in Fig. 1 und 2 angebracht gezeigt ist; er ist auch anwendbar auf den einfachen
Cylinder in Fig. 3.
Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Maschine stimmt in ihrer allgemeinen Anordnung mit den
gewöhnlichen Schraubenpropellermaschinen mit zwei stehenden Cylihdern 1 und 2 überein.
Dieselbe hat eine Zwischenkamfner 3, welche zum Theil den Hochdruckcylinder 1 umgiebt
und zum Theil zwischen den beiden Cylindern liegt. Von der Zwischenkammer 3 leitet ein
Rohr 4 Dampf mittleren Druckes nach dem Vorwärmer 6, welcher als ein cylindrisches
Gefäfs dargestellt ist, jedoch von beliebiger Form sein kann. Das Rohr 4 ist mit einem
Stofsventil versehen, welches mittelst einer Schraubenspindel 5 festgestellt werden kann.
Im Innern des Vorwärmers 6 kommt der Dampf in directe Berührung mit dem Speisewasser,
welches, von oben kommend, in feinen Regen zertheilt wird, indem es durch eine Anzahl von
durchlöcherten Platten 7, Fig. 4, geht. Nachdem das Speisewasser auf die gewöhnliche
Weise aus dem Condensator 8 durch die Luftpumpe 9 entnommen worden, wird es direct
in eine Kaltwasserspeisepumpe geleitet, welche in der Zeichnung mit 10 bezeichnet ist, und
durch diese in den Vorwärmer 6 getrieben. Auf seinem Wege nach dem Vorwärmer geht
das Wasser jedoch (ausgenommen bei Anwendung der in Fig. 7 gezeigten Modification) durch
das Rohr 11 in einen Luftabscheider 12,
Fig. 5, einem geschlossenen Gefäfs von genügender Stärke, dessen Einlafsrohr in der Seitenwand
ein wenig unter dem beabsichtigten Wasserniveau liegt, während der Auslafs sich unten befindet und durch ein Rohr 13 mit dem
oberen Theil des Vorwärmers 6 communicirt. Ungefähr auf der Höhe des gewünschten Wasserniveaus
ist an dem Luftausscheider ein Abschlufshahn 14, Fig. 5, angebracht, von welchem
ein Rohr nach der Luftpumpe oder auch direct in die Atmosphäre geht. Der Abschlufshahn 14
ist so eingerichtet, dafs er Luft aus dem Luftabscheider in oder fast in dem Verhältnifs
entweichen läfst, als sie sich darin ansammelt. Das Wasser tritt in den Vorwärmer durch ein
Ventil 15, Fig. 4, ein, welches am besten mit einer Scheibe versehen ist, die sich nach oben
gegen einen flachen Sitz am Ende eines Rohres anlegt, das in den Vorwärmer etwas hineinragt.
Wenn sich das Ventil öffnet, so spritzt das Wasser in einer dünnen Schicht gegen die
Wände des Gefäfses und wird so in feinen Regen zertheilt. Die Spindel des Ventils 15
geht durch eine Stopfbüchse und trägt eine Feder 16, die den Zweck hat, in dem Rohr 13
einen gröfseren Druck als im Vorwärmer zu erhalten. Das Wasser fliefst durch den Vorwärmer
6 in directer Berührung mit dem Dampf, von dem es Wärme um so rascher entnimmt, als die Luft von dem Wasser zuvor abgeschieden
wurde; das erwärmte Wasser gelangt dann von dem. unteren Theil des Vorwärmers durch
ein Rohr 17 in eine Heifswasserspeisepumpe 18,
Fig. 6, die es in den Kessel pumpt.
Zum Ausscheiden der Luft aus dem Speisewasser wird bei der Anordnung Fig. 7 ein
Rohr 19 mit Absperrhahn von dem oberen Theil des Vorwärmers 6 nach dem Condensator oder
der Luftpumpe geführt. Oben im Vorwärmer ist eine konisch oder sonstwie zweckentsprechend
geformte Kammer 20, mit Löchern in ihrem unteren Theil, angebracht, so dafs das
Speisewasser bei seinem Eintreten in den Vorwärmer aufgehalten'wird, damit die Luft sich
abscheiden kann. Besser ist es noch, die Luft aus dem Wasser abzuscheiden, ehe letzteres in
den Vorwärmer gelangt, indem man sich hierzu des Apparates, Fig. 5, bedient. In jedem Fall
ist es vorteilhaft, zwischen dem oberen Theil des Vorwärmers 6 und dem Condensator 8
ein kleines Rohr 21 mit einem Absperrhahn anzubringen, da dies ein bequemes Mittel an
die Hand giebt, den Vorwärmer zu controliren oder zu reguliren, besonders wenn der dem
Vorwärmer zugeführte Dampf von niederem Druck ist. Zu einem ähnlichen Zweck sollte
auch ein Rohr 33 mit einem Absperrhahn an dem unteren Theil des in Fig. 7 gezeigten
Vorwärmers angebracht sein. Auch ist es in den meisten Fällen passend, den Luftraum des
Luftabscheiders 12 durch ein Rohr 22, Fig. 5 und 6, mit der Unterseite des Einlafsventiles
der Heifswasserspeisepumpe 18 zu verbinden, damit ein Schlagen des Ventiles in dieser Pumpe
vermieden wird. Ein Probirhahn 32 ist an dem Luftausscheider 12, der Höhe nach zwischen
den Rohren 14 und 22, angebracht, um das Wasserniveau feststellen zu können.
Fig. 3 zeigt die Anordnung des Apparates an einer Eincylindermaschine. In der Seitenwand
des Cylinders ist in seiner Längenmitte eine Oeffnung 25 angebracht, die durch schräge
Stäbe getheilt ist, so dafs sich die Kolbenringe in der Oeffnung nicht verfangen. Diese Oeffnung
communicirt mittelst einer Ventilbüchse 26 mit dem Rohr 4, welches nach dem Vorwärmer
6 führt. In der Ventilbüchse befindet sich ein Ventil 27, dessen Spindel durch eine
Stopfbüchse geht und aufsen mit einer Feder 28 versehen ist. Diese Feder 28 kann mittelst eines
Kurbelrades 29, welches auf eine Spindel 30 aufgeschraubt ist, verstellt werden; die Spindel 30
ist durch einen festen Kreuzkopf 31 geschraubt und trägt an ihrem äufseren Ende ein daran
befestigtes Kurbelrad. Das innere Ende der Schraubenspindel 30 dient als regulirbare Hubbegrenzung
für das Ventil 27, während die Feder 28 das Ventil schliefst, sobald der Druck im Cylinder unter jenem sinkt, für welchen das
Ventil eingestellt wurde. Diese Anordnung ist für Maschinen geeignet, welche mit weniger als
halber CylinderfüUung arbeiten. Wenn Apparate solcher Art auf Maschinen angewendet werden,
bei welchen der Dampf später als bei halbem Hube abgeschnitten wird, ist Vorsorge
zu treffen, dafs die Oeffnung 25 oder das Ventil 27 geschlossen bleibt, bis der Kolben einen
gröfseren Theil seines Hubes zurückgelegt hat. Dies kann dadurch erreicht werden, dafs man
Ueberlappungsplatten an dem Kolben befestigt und Vertiefungen für diese Platten in den Cylinderdeckeln
anbringt, oder auch dadurch, dafs man dem Ventil 27 eine entsprechende selbstständige
Bewegung durch ein Excenter giebt, das von der Maschine aus bewegt wird, oder
auch dadurch, dafs man diese Bewegung einem Hülfsventil ertheilt, während das Ventil 27 frei
gelassen wird, so dafs es sich schliefst, wenn der Druck im Cylinder unter ein bestimmtes
Mafs sinkt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Dampfkessel-Speiseapparat mit Vorwärmer und Luftabscheider, im wesentlichen wie gezeichnet und beschrieben.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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