DE846440C - Verfahren und Vorrichtung zum Abmessen bestimmter Gebrauchs-mengen fluessiger Glasmasse - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Abmessen bestimmter Gebrauchs-mengen fluessiger GlasmasseInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Abmessen bestimmter Gebrauchsmengen flüssiger Glasmasse
]')ei der 1Ierstelltiiig von 1iohlgläsern für Sl>ezial- z«-ecke. aber auch 1>ei der Herstellung anderer Ar- til:el aus ('las ist es vielfach er«-ünsclit, daß die zur I lerstelluiig solcher -Artikel erforderlichen einzelnen ('lasl>i>steti j(,%\-ei 1s ei ii iil>ereiiistininieiides Volumen 1wsitzeii. utn 1>eispiels@@eisc iil>ereiiistittittienile \1'andstürketl und Gewichte Iwi gleichen Artikeln zu erzielen Die Einhaltung dieser Forderung war bisher ininier mit erheblichen Schwierigkeiten ver- Wilden und ini @@-esentlichen von ([er besonderen Geschicklichkeit des Arbeiters abhängig. der Bach lern Gefühl die richtigen -Mengen abmaß. möglich, da die Bildung des Glaspostens von verschiedenen Faktoren, nämlich Geschicklichkeit des Arbeiters, Zähigkeit und Temperatur des Glasflusses ti. a. m. in hohem Maße abhängig ist.Normalerweise erfolgt das Zubringen des Glas- posten; in die Verarbeitungsform von Hand unter Zuhilfenalinie eines sogenannten Anfangeisetis, mit dem die erforderliche Gebrauchsmenge dein Hafeil oder der Wanne entnommen und nach dem Einbriti- getl in die \-erarl>eitungsform finit der Schere al>ge- schnittcn wird. tiei vollautomatischem Betrieb ge- schieht das Zubringen des Glaspostens durch tropfenweises Überfließen der flüs.s,igen Glasmasse aus einem Vorherd (für Wanne. Weder bei dem einen noch bei dem anderen Verfahren ist eine genaue Ein- lialtung von Volumen und Geix-icht der Glasposten - Es ist zur Vermeidung der geschilderten Nachteile bereits dazu übergegangen worden, durch besondere Konstruktion der Verarbeitungsform die überschüssige Glasmenge abzuschneiden und durch nachträgliche Bearbeitung des. Glases zu entfernen.
- Ganz abgesehen davon, daß auf diese Weise eine genaue Abmessung des Volumens der einzelnen Glasposten trotzdem nicht erzielt werden kann, ist diese Art der Herstellung und, die nachträgliche Bearbeitung des Glases zeitraubend und bedingt viel Ausfall, was sich natürlich verteuernd auf die Produktion auswirkt. Besonders nachteilig macht sich (fas alles im vollautomatischen Herstellungsbetrieb bemerkbar, bei dem der Zufluß der flüssigen Glasmasse durch Überfließen aus einem Vorherd der Wanne bewirkt wird.
- Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, durch geeignete -Maßnahmen und Ausbildung der zur Anwendung kommenden technischen Mittel ein betriebssicheres Abmessen von bestimmten Gebrauchsmengen flüssiger Glasmasse zu gewährleisten.
- Das wird erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß die flüssige Glasmasse in ein zwischen Form und Glasmassezulauf eingeschaltetes Meßgefäß gefüllt wird und durch eine die Höhe des Meß@raumes begrenzende Abtrennvorrichtung auf das gewünschte Volumen gebracht wird. Dabei ist es selbstverständlich gleichgültig, in welcher Form die Glasmasse selbst in das Meßgefäß zum Einlaufen gebracht wird. Es ist z. B. durchaus möglich, größere Glasposten mittels eines Aasfangeisens aus der Wanne zu entnehmen oder aber die flüssige Glasmasse über eine überlaufrinne aus einer Vorwanne in den Meßhehälter zu überführen. Vorteilhaft kommt eine scherenartig ausgebildete Abtrennvorrichtung und ein in seiner -Mittelebene geteilter Meßbehälter in Anwendung, und das Antrennen der überschüssigen Glasmasse und das öffnen des Meßgefäßes wird vorteilhafterweise gleichzeitig bewirkt.
- Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht in einem in der Längsebene aufklappbaren -Mantel des Meßgefäßes, der nach dem Zusammenklappen einen zur Aufnahme der flüssigen Glasmasse dienenden Hohlraum umschließt, der in einer dem lleßwert entsprechenden Höhe eine Abtrennvorrichtung besitzt, die beim Aufklappen der beiden Hälften des Meßbehälters zur Wirkung kommt. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, bei einer solchen Einrichtung zwei quer zur Achse des Meßhehälters angeordnete ringförmige Messer zu venvenden, von denen das eine mit der einen und das andere mit der anderen Hälfte des Behälters verbunden wird. Auf diese Weise wirken die zwei mit ihren Flächen aufeinandergleitenden Ringmesser, wenn sie sich kreuzen, scherenartig.
- Gemäß der weiteren Ausbildlung entspricht die lichte `'Feite der Aussparung der Messerringe der lichten Weite des Behälterinnern des Meßgefäßes. Auf diese Weise wird, wenn die beiden Messer übereinanderliegen, eine der lichten Weite des Meßbebälters entsprechende Einfüllöffnung geschaffen. Die ringförmigen Messer sind dabei in einer Nut der Innenwandhtng des l@Ießraumes befestigt. Um die Bildung einer Luftblase am Boden des Meßbehälters beim Einfüllen der flüssigen Glasmasse zu verhindern, ist im Boden des Behälters ein Lufteintrittskanal vorgesehen. Vorteilhaft ist jede aufklappbare Hälfte des -Meßbehälters mit einem Arm versehen, der beim öffnen und Schließen des Behälters gegen ortsfeste Anschläge stößt.
- In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausfiihrungsbeispieles erläutert, und zwar zeigt Fig. i die Anordnung des -leßgefäßes im, Gebrauchszustand bei einem die Arbeitsformen tragenden Drehteller; Fig. 2 zeigt das Meßgefäß in Ansicht, wobei ein Teil der vorderen. Hälfte abgebrochen ist; Fig. 3 ist eine Draufsicht auf Fig. 2 und zeigt den Meßbehälter im geschlossenen "Zustand; Fig. 4 zeigt denselben Meßbehülter in geöffnetem Zustand, und zwar kurz nach dein Altrennen des Glaspostens.
- Auf der Welle i, die den Drehteller 2 mit den Arbeitsformen 3 trägt, sind mittels Klemmlaschen 4 die Arme 5 verbunden, die den Drehzapfen 6 in einer bestimmten Höhe ortsfest tragen. Um den Zapfen 6 sind die beiden Formenhälften 7 und 8 schwenkbar gelagert, die in der Mitte eine mit Boden versehene Aussparung 9, io besitzen:. Am Boden der Aussparung befindet sich das Lufteintrittsloch i i. Zur Bewegung der beiden Formenhälften 7 und 8 sind die Hebel 12, 13 vorgesehen. In den Nuten 14, 15 der beiden Formenhälften sind die ringförmig gestalteten Messer 16, 17 so befestigt, daß das eine Messer 16 an der Schwenkbewegung der Formhälfte 7 und das andere Messer 17 an der Schwenkbewegung der Formhälfte 8 teilnimmt. Zur Begrenzung der Schwenkbewegung nach innen, also für das Zusammenklappen der Formhälften, ist der ortsfeste Anschlag 18 vorgesehen. Für die Schwenkbewegung nach außen dagegen sind die beiden Anschläge i9 und 2o auf dem Steg 21 angeordnet.
- Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende: `'Fenn sich die Verarbeitungsform 3, die auf dem Drehteller 2 angeordnet ist, senkrecht unter dein aus den Teilen 7, 8 gebildeten Meßgefäß befindet, wird entweder durch ein Aasfangeisen 22 oder aber auch durch eine Zulaufrinne ein Glasposten 23 über die Einfüllöffnung des -teßbeh-älters gebracht, und zwar wird vorteilhaftenveise so viel an flüssiger Glasmasse eingefüllt, bis das -Ießgefäß gefüllt ist. Ist das geschehen., dann werden durch die Arme 12, 13 die beiden: Formhälften 7, 8 in die in Fig.4 gezeigte Stellung ausgeschwenkt. Dabei überschneiden sich die Innenflächen der Aussparungen der Messerringe 16 und 17 und trennen dabei die im Bereich der Aussparung 1)efindiliche Glasmasse ab. Da gleichzeitig mit dein Abtrennen auch das öffnen der Formteilhälften 7 und 8 bewirkt wird. fällt der so.abgetreiinte Glasposten in die Verarbeitungsform 3. Der Drehteller kann nun Um einen weiteren :\1>schnitt verscliwetikt werden, und zwar um so viel, bis eine neue Arbeitsform unter die Meßvorrichtung gelangt.
- Nachdem zuvor die 1Meßvorrichtung wieder geschlossen wurde, wird (las Einführen eines neuen Glaspostens. der (las Füllen des Nleßbehälters bewirkt, und (las Abtrennen in der oben geschilderten \\-eise vollzogen.
Claims (6)
- PATENTANSPRCCHE: i. Verfahren zum Abmessen bestimmter Gebrauchsmengen flüssiger Glasmasse, dadurch gekennzeichnet, daß die flüssige Glasmasse in ein zwischen Form und Glasmassezulauf eingeschalteten -Nleßgefä8 gefüllt wird und durch eiirre die Höhe des Meßraumes hegt-erizende Abtren.n vorrichtung auf das gewünschte Volumen gebracht wird.
- 2. Vcrfahren nach Anspruch i,gekennzeichnet durch die Verwendung einer scherenartig ausgebildeten Abtretinvorrichtung tinrl eines in seiner Mittelebene geteilten lleßbeliälters.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, (Maß (las Abtrennen der überschüssigen Glastuasse und das Öffnen des Meßgefü(.1es gleichzeitig erfolgt. .
- Vorrichtung zur Durchführung des -Verfahren:, nach .\nspruch i bis 3, gekennzeichnet durch einen in. der Längsebene aufklappbaren Mantel des Meßgefäßes, der nach denn Zusaminenklappen einen zur Aufnahme der flüssigen Glasmasse dienenden Hohlraum umschließt, der in einer (lern Meßwert entsprechenden Höhe eine Abtrennvorrichtung besitzt. die beinn Aufklappen des lleßl)ellälters zur Wirkung kommt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch d, gekennzeichnet durch zwei quer zur Achse des Meßhehälters angeordnete ringförmige Messer, von denen das eine mit der einen Hälfte und das andere mit der anderen Hälfte des Behälters verbunden ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch .4 und 5, dadurch gekeluizeichnet, daß die lichte Weite der Aussparung der 'Messerringe der lichten Weite des Behälterinnern des Meßgefäßes entspricht. Vorrichtung nach Anspruch .I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmigen Messer in einer Nut der Innenwandung des Meßratimes befestigt sind. B. Vorrichtung nach Anspruch 4# dadurch gekenriz_eichnet, daß im Boden des --Meßbehälters eine Litliiftungsöflnung vorgesehen ist. q. Vorrichtung nach Anspruch d bis t, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder aufklappbaren ldälfte des Meßhehälters ein Arm vorgesehen ist, der beim Öffnen und Schließen ((es Behälters g "egcli ortsfeste Anschlüge stü(.lt.
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| DE846440C true DE846440C (de) | 1952-08-14 |
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