DE845686C - Verfahren und Vorrichtung zum Anspinnen beim Behandeln von Faeden oder Garnen mit verschiedenen Fluessigkeiten in Roehrenanlagen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Anspinnen beim Behandeln von Faeden oder Garnen mit verschiedenen Fluessigkeiten in Roehrenanlagen

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DE845686C
DE845686C DEA3312A DEA0003312A DE845686C DE 845686 C DE845686 C DE 845686C DE A3312 A DEA3312 A DE A3312A DE A0003312 A DEA0003312 A DE A0003312A DE 845686 C DE845686 C DE 845686C
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Ernest Jack Griset Jun
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Akzo NV
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Algemene Kunstzijde Unie NV
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D10/00Physical treatment of artificial filaments or the like during manufacture, i.e. during a continuous production process before the filaments have been collected
    • D01D10/04Supporting filaments or the like during their treatment
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    • D01D10/0481Supporting filaments or the like during their treatment while in continuous movement the filaments passing through a tube

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Cleaning In General (AREA)

Description

Die Erfindung l>ezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Anspinnen beim Behandeln von Fäden oder Garnen mit verschiedenen Flüssigkeiten, wobei der Faden oder das Garn mit jeder der Flüssigkeiten ein separates Röhrensystem durchläuft und nach dem Verlassen des Röhrensystems von der Behandlungsflüssigkeit getrennt wird.
Verfahren und Vorrichtungen zum Behandeln von Kunstseidefäden in Röhrenanlagen sind durch die amerikanische Patentschrift 2 203 793 und die schweizerische Patentschrift 256814 bekanntgeworden. Die in diesen Patentschriften beschriebenen Verfahren weisen den Nachteil auf, daß beim Anspinnen der Faden oder das Garn mit der Hand vom einen Röhrensystem ins andere geführt werden muß, da die aus dem Röhrensystem kommende Flüssigkeit in eine andere Richtung als der Faden oder das Garn geleitet wird. Dies ist deshalb notwendig, weil die Behandlungsflüssigkeit für jedes Röhrensystem verschieden ist.
Erfindungsgemäß ist es nun möglich, beim Anspinnen nur eine Flüssigkeit zu verwenden, und zwar derart, daß diese Flüssigkeit zusammen mit dem Faden oder dem Garn vom einen Röhrensystem ins andere geführt wird und das Anspinnen somit selbsttätig vor sich geht. Nach dem Anspinnen werden die verschiedenen Behandlungsflüssigkeiten
eingeschaltet und werden diese wieder getrennt vom Faden oder Garn am Ende eines jeden Röhrensystems abgeführt. ι
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß beim Anspinnen die Anspinnflüssigkeit am Ende eines jeden Röhrensystems samt dem Faden oder dem Garn der Einführoffnung des auf dieses Röhrensystem folgenden Röhrensystems über ein Führungsorgan zugeleitet wird und daß ίο dieses Organ nach dem Anspinnen und vor der Zufuhr der verschiedenen Behandlungsflüssigkeiten derart ganz oder zum Teil verstellt wird, daß den verschiedenen Behandlungsflüssigkeiten eine andere Bewegungsrichtung als der Anspinnflüssigkeit gegeben wird.
Gemäß einer günstigen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der o1>ere Teil des Führungsorgans nach dem Anspinnen umgekippt, so daß die für die Anspinnflüssigkeit be-ϊο nutzte Führungsfläche unterbrochen und die Behandlungsflüssigkeit nach dem Verlassen des einen Röhrensystems in eine andere Richtung als die Anspinnflüssigkeit abgeführt wird.
Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, welche sich aus einer Anzahl von Röhrensystemen zusammensetzt, wobei der Faden oder das Garn samt jeder Behandlungsflüssigkeit ein Röhrensystem durchläuft und wobei nach dem Verlassen eines jeden Röhrensystems die Behandlungsflüssigkeit vom Faden oder Garn getrennt wird, ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Führungsorgan zum Führen der Flüssigkeit und des Fadens oder des Garns vom Auslaß eines Röhrensystems zum Einlaß des folgenden Röhrensystems vorgesehen ist, welches Führungsorgan ganz oder zum Teil verstellbar ist.
Gemäß einer günstigen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist das Führungsorgan derart angeordnet, daß dessen oberer Teil zum Unterbrechen der Führungsfläche umgekippt werden kann.
Eine weitere Verbesserung der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, daß Organe .zum gleichzeitigen Ganz- oder Teilweiseverstellen sämt-1 icher Führungsorgane der Vorrichtung vorgesehen sind.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung folgt untenstehend eine Beschreibung an Hand der Zeichnung, durch welche eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung beispielsweise dargestellt ist.
Fig. ι ist eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß der Erfindung, in der die Röhrensysteme derart angeordnet sind, daß die Eingangsstellen der Röhrensysteme in einer und derselben Horizontalfläche liegen und die Ausgangsstellen in einer anderen darüber l>efindlichen Horizontalfläche liegen und die Flüssigkeit samt dem Faden oder Garn jedes Röhrensystems in einer Richtung entgegengesetzt zur Richtung der Flüssigkeit im vorhergehenden Röhrensystem durchläuft.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. τ;
Fig. 3 zeigt einen Schnitt gemäß der Linie TII-III der Fig. 2;
Fig. 4 stellt einen Schnitt gemäß der Linie IV-IV · der Fig. 2 dar;
Fig. 5 ist ein Schnitt gemäß der Linie V-V der Fig. 2;
Fig. 6 zeigt einen Schnitt gemäß der Linie VI-VI der Fig. 2;
Fig. 7 stellt einen Schnitt gemäß der Linie VII-VII der Fig. 2 dar;
Fig. 8 zeigt einen Schnitt gemäß der Linie VIII-VIII der Fig. 2;
Fig. 9 veranschaulicht perspektivisch den umkippbaren Teil des Führungsorgans;
Fig. 10 stellt perspektivisch den nicht verstellbaren Teil des Führungsorgans dar;
Fig. 11 zeigt perspektivisch ein Organ für das gleichzeitige Umkippen einer Anzahl umkippbarer Teile gemäß Fig. 9.
In der Zeichnung ist eine Anordnung mit 11 Rohren für die Nachbehandlung frisch gesponnener Viskosefäden dargestellt. Die Rohre sind numeriert 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21 und 22. Während der Nachl>ehandlung wird das Rohr 12 mit heißem Wasser gespeist, das Rohr 13 mit verdünnter Schwefelsäure (10%) bei einer Temperatur von 90° C, die Rohre 14 und 15 mit heißem Wasser, das Rohr 16 mit Natriumsulfid (3%), die Rohre 17 und 18 mit heißem Wasser, das Rohr 19 mit Natriumchlorit (0,5%)), die Rohre 20 und 21 mit heißem Wasser und das Rohr 22 mit einer Avivierlösung. Während des Anspinnens werden sämtliciic Rohre mit Wasser gespeist.
Die Rohre 12, 14, 16, 18, 20 und 22 werden durch die Zuleitungen 23, 24, 25, 26, 27 und 28 gespeist, welche an der linken Seite der Vorrichtung (Fig. 2) angeordnet sind. Für die Zufuhr von Flüssigkeit 10c in die Rohre 13,-15, 17, 19 und 21 dienen die Zuleitungen 29 bis 33, welche an der rechten Seite der Vorrichtung angeordnet sind. Da sämtliche Rohre, außer den Rohren 12 und 22, in gleicher Weise gespeist werden und die Abfuhr auch in derselben Weise stattfindet, wird nachfolgend nur die Speisung für die Rohre 12 und 22 und für eins der Rohre aus der Gruppe 13, 15, 17, 19 und 21 l>eschrieben werden.
Rings um den Einlaß eines jeden Rohres ist ein Gehäuse vorgesehen, und das letzte Rohr läuft ebenfalls in ein Gehäuse aus. Die Gehäuse 34 und 35 sind dem Rohr 22 (Fig. 1) und die Gehäuse 36, 37, 38, 39 und 40 den Rohren 20, 18, 16, 14 und 12 (Fig. 3) zugeordnet. In Fig. 4 ist außer dem Gehäuse 35, welches rings um den Auslaß des Rohres 22 vorgesehen ist, das Gehäuse 41 für das Rohr 20 veranschaulicht.
In Fig. 7 ist das Innere des Gehäuses 42 des Rohres 13 einzeln dargestellt, während Fig. 8 das Innere des Gehäuses 35 wiedergibt. Fig. 5 zeigt das Innere des Gehäuses 40, und Fig. 6 gibt die Konstruktion des Gehäuses 39.
Beim Betrachten der Fig. 5 bis 8 ist die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ganz klar. Sämtliche Gehäuse, mit Ausnahme der
Gehäuse 40 und 35, sind von ähnlicher Konstruktion.
Beim Anspinnen werden sämtliche Rohre mit Wasser gespeist. Der Faden oder das Garn wird von einer nicht dargestellten Quelle her hinunter über einen Führer 43 (Fig. 5), welcher am unteren Fnde (Fig. 3) mit einer Rille versehen ist, einem Organ zum vorübergehenden Aufnehmen des Fadens oder des Garns zugeleitet. Dieses Organ für das Abfallgarn ist in der Zeichnung nicht dargestellt worden. Der obereTeil des Führers 43 ist von einem kapseiförmigen Körper 44 umgeben und wird von diesem getragen. Der Körper 44 ist mit einer Leitung 45 verbunden. Die Leitung 45 wird durch einen
»5 mit dem Gehäuse 40 verbundenen Arm 46 getragen. Durch das Rohr 45 wird Wasser ins Innere des kapseiförmigen Körpers 44 geführt, und dieses Wasser geht zum unteren Ende des Führers 43 durch die öffnung 47. Nachdem der Faden auf das Abfallorgaii aufgenommen ist und in der durch die gezogene Linie in Fig. 5 angegel>enen Richtung läuft, wird ein umkippbarer Teil 48 eines Führungsorgans 48, 49 in die in der Fig. 5 dargestellte Stellung gebracht. Der Faden wird sodann an der mit λ' bezeichneten Stelle durchgeschnitten. Durch das aus der Kapsel 44 kommende Wrasser wird der Faden ül>er das Führungsorgan 48, 49 zur trichterförmigen öffnung 50 des Rohres 12 geleitet. Der Faden wird dann durch einen aus der öffnung der Zuführleitung 23 kommenden Wasserstrahl in den Trichter 50 des Rohres 12 geführt, und mit dem Wasser wird dieser Faden zum anderen Ende des Rohres 12 geleitet. Das Rohr 12 läuft ins Gehäuse 42 aus (Fig. 7), und der Faden wird dort samt dem Wasser über das Führungsorgan 51,52 dem trichterförmigen Einlaß des Rohres 13 zugeleitet. Das aus der Düse der Leitung 29 kommende Wasser dient zum Führen des Fadens in Rohr 13 und zur weiteren Führung durch das Rohr. Aus dem Rohr 13 kommen der Faden und das Wasser ins Gehäuse 39 und laufen ül>er das Führungsorgan 53, 54 (Fig. 6), wobei sich der umkippbare Teil 53 in der durch die Strichpunktlinien angegebenen Stellung befindet. In ähnlicher Weise wie bei den vorhergehenden Rohren wird Wasser aus der Leitung 24 zum Führen des Fadens ins Rohr 14 zugeführt. Auf diese Weise wird der Faden samt dem Wasser durch die Rohre 12 bis 22 hindurchgeführt. Das Rohr 22 endet in einen Schwanenhals 55 (Fig. 8), welcher ins Gehäuse 35 ausmündet. Im Gehäuse 35 ist das Führungsorgan 56 vorgesehen, welches verstellbar oder verschwenkbar ist. Beim Anspinnen befindet sich das Führungsorgan 56 in der durch die? gestrichelten Linien angegebenen Stellung. Die Stellung der umkippbaren Teile 48 und 51 beim Anspinnen wird in den Fig. 5 und 7 durch die gezogenen Linien veranschaulicht.
Das Führungsorgan 48, 49 im Gehäuse 40 bildet in der durch die gezogenen Linien in Fig. 5 angegel >enen Stellung eine Führungsrinne für die Flüssigkeit und den Faden oder das Garn. Der fest angeordnete Teil 49 ist mit Bohrungen 59 und 60 (Fig..10) versehen; diese Bohrungen dienen zum Aufnehmen von Zapfen 61 an den beiden Seiten des umkippbaren Teils 48 (Fig. 9). Durch diese An-Ordnung ist der Teil 48 drehbar um die Zapfen 61; in der umgekippten Stellung, welche durch Strichpunktlinien in Fig. 5 dargestellt ist, liegt dieser Teil einer geneigten Fläche 64 an, welche einen Teil des Gehäuses 40 bildet. Im umkippbaren Teil 48 befindet sich eine Rinne 65, an welche die Rinne 66 des nicht umkippbaren Teils 49 anschließt. In der umgekippten Stellung des Teils 48 strömt die Flüssigkeit aus der Kapsel 44 längs der Hinterfläche des fest angeordneten Teils 49. Diese Fläche führt die Flüssigkeit in den Trichter 70, und von dort geht die Flüssigkeit nach einer Abführleitung 71.
j Beim Anspinnen, wenn der umkippbare Teil 48 auf der oberen Fläche 62 des fest angeordneten Teils 49 liegt, wird die aus der Kapsel 44 kornmende Flüssigkeit durch die Rinnen 65 und 66 bis
' an den Eingang 50 des Rohres 12 geführt. Die Flüssigkeit wird, sofern sie nicht ins Rohr 12 eingesaugt wird, durch den Trichter 72 und die Ableitung J2i abgelassen. ·
Das Gehäuse 40 setzt sich aus zwei Teilen zusammen, welche aus Gußplatten bestehen können und welche durch Bolzen 67, von denen Fig. 5 fünf Stück zeigt, zusammengehalten werden. Zwei
t Bolzen 68 führen durch die Platten des Gehäuses und den fest angeordneten Teil 49 hindurch.
Im Gehäuse 40 ist auch ein Fadenführungsrad 74 vorgesehen, welches um eine im Gehäuse gelagerte Achse 75 drehbar ist. Die Leitung 23 geht im Ge-
| häuse 40 durch einen Packungsring 76 hindurch und endet in einer Düse 77. Das Rohr 12 befindet sich in einer Hülse 78 und ist mit einer trichter-
j form igen öffnung 50 versehen, wie bereits oben beschrieben wurde. Die trichterförmige Öffnung 50 liegt in der Verlängerung der Düse 77, und beide Organe werden durch eine Unterstützung 79 festgehalten, welche die Leitung 23 und das Rohr 12
j trägt. Sind die Leitungen und die Rohre aus Glas hergestellt, so kann die Unterstützung 79 aus weichem Blei angefertigt sein. Die Verbindungen zwischen den Teilen der Leitungen und Rohre können in diesem Fall aus Gummihülsen bestehen, aber j die Leitungen und die Rohre können aus jedem dafür geeigneten Material hergestellt sein.
Das Gehäuse 42 und die in diesem angeordneten no Organe (Fig. 7) entsprechen nahezu denjenigen,
welche im Zusammenhang, mit Fig. 5 beschrieben wurden. Das Gehäuse 42 hat zwei Trichter 80 und 81, welche mit den Ableitungen 82 bzw. 83 in Verbindung stehen. Beim Anspinnen fließt das
; Wasser aus dem Rohr 12 im im Führungsorgan 51, 52 gebildeten Kanal entlang und von dort in den Trichter 80 ein. Bei Anwendung von Nachbehandlungsflüssigkeiten, wenn der umkippbare Teil 51 in Llirzeigerrichtung umgekippt ist, strömt die Flüssigkeit aus dem Rohr 12 in den Trichter 81 ein und läßt sie sich mittels der Leitung 83 für Wiederverwendung sammeln, oder man kann diese Flüssigkeit in einen Sammelbehälter führen zwecks Regeneration. Die Behandlungsflüssigkeit fließt an der Hinterseite des fest angeordneten Teils 52 des
Führun"gsorgans 51, 52 entlang, wenn der Teil 51 umgekippt ist, während sie an der Vorderseite zur Einführöffnung des Rohres 13 strömt, wenn der Teil 51 dem Teil 52 aufliegt. In Fig. 7 ist das Stütz-5 organ 84 veranschaulicht, das mit einer Stellschraube 85 versehen ist, die mit Hilfe eines Gummikeils 86 die Einstellung des Rohrs 12 in die gewünschte Stellung ermöglicht. Sämtliche Rohre sind mit einem solchen Stützorgan versehen. Die Fig. 6 und 7 sind einander nahezu gleich, mit Ausnahme davon, daß sie die Einrichtung der Gehäuse an entgegengesetzten Enden der Vorrichtung zeigen. Eine weitere Beschreibung von Fig. 6 erübrigt sich also, weil die Gehäuse der verschiedenen Röhrensysteme, mit Ausnahme des ersten und des letzten Gehäuses, von gleicher Konstruktion sind.
Die Wirkung der Führungsorgane in den verschiedenen Gehäusen ist dieselbe, da durch das Umao kippen des Führungsorgans oder eines Teils davon die Führungsfläche für die Flüssigkeit in ihrer Richtung geändert wird;
Das Gehäuse 40 kann auch nur eine fest angeordnete Führungsfläche aufweisen, weil man nach dem »5 Anspinnen die Flüssigkeitszufuhr aus der Kapsel 44 abstellen kann, so daß lediglich durch die Leitung 23 Flüssigkeit zugeführt wird.
Fig. 8 zeigt das Gehäuse 35, welches von einer anderen Konstruktion als die sonstigen Gehäuse ist. Gerade wie bei den anderen Gehäusen sind Trichter 87 und 88 mit den Ableitungen 89 und 91 vorgesehen; das Führungsorgan setzt sich jedoch in diesem Fall nicht aus zwei Teilen zusammen wie bei den anderen Gehäusen. Der aus dem Rohr 22 kommende Faden, welches Rohr das letzte Röhrensystem der Vorrichtung bildet, wird einer Trocken- und Aufwickelvorrichtung zugeleitet. Beim Anspinnen kann der Faden als Abfall betrachtet und im Korb 57 aufgefangen werden. Das Führungsorgan 56 befindet sich sodann in der durch die gestrichelten Linien angegebenen Stellung, und das den Korb 57 durchlaufende Abfallwasser wird durch die Leitung 89 abgeführt. Bei Anwendung von Naohbehandlungsflüssigkeiten wird das Führungsorgan 56 verstellt und in die durch die gezogenen Linien angegebene Stellung versetzt. Das Ende des Fadens wird um die Rolle 58 und durch die öffnung 90 hindurchgeführt. Das Führungsorgan 56 führt jetzt die.Flüssigkeit vom Rohr 22 in den Trichter 88, aus dem die Flüssigkeit durch die Leitung 91 abgeführt wird. Die Flüssigkeit kann aufs Neue gebraucht, regeneriert oder für einen anderen Zweck abgeleitet werden.
In der oben beschriebenen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird ein Teil des Führungsorgans für den Faden und die Flüssigkeit beim Anspinnen umgekippt oder, wie Fig. 8 zeigt, um einen bestimmten Winkel geschwenkt. Fig. 11 zeigt einen Schlüssel, welcher sich aus einem Knopf 92 und einem langen flachen Teil 93 zusammensetzt. Ein jeder der Zapfen 61 zum Drehen der umkippbaren Teile der Führungsorgane oder des ganzen Führungsorgans ist mit einem durchgehenden Schlitz zum Aufnehmen des flachen Teils 93 des Schlüssels versehen, und die Schlitze beidseitig der Vorrichtung sind derart in einer Linie angeordnet, daß der Teil 93 des Schlüssels durch sämtliche Schlitze hindurchgehen kann.
Fig. 3 zeigt den Schlüssel in der Einstecklage für eine Seite der Maschine; mittels dieses Schlüssels können sämtliche umkippbare oder verschwenkbare Teile der Führungsorgane in den Gehäusen gleichzeitig gedreht werden. Zur rechten Seite der Maschine (Fig. 2, 94) ist ebenfalls ein Schlüssel zum gleichzeitigen Bedienen der umkippbaren Organe im rechten Teil der Vorrichtung angeordnet.
Es ist vorteilhaft, daß die Geschwindigkeit der Flüssigkeit unmittelbar nahe der Stelle, an welcher der Faden in ein Rohr eingeführt wird, beim Anspinnen größer als im restlichen Röhrenteil ist. Es ist daher zu bevorzugen, wenn der Röhrenteil hinter der trichterförmigen Öffnung enger als der restliche Teil des Rohres ist; dies ist jedoch nicht von wesentlicher Wichtigkeit. Die Rohre können weiter an der Abführstelle einen größeren Durchmesser als an den übrigen Röhrenteilen aufweisen.
Bei der oben beschriebenen Ausführungsform ist das Führungsorgan für die Flüssigkeit und den Faden oder das Garn beim Anspinnen als ein aus zwei Teilen bestehendes Führungsorgan beschrieben worden, dessen oberer Teil umkippbar ist, oder aber als eine aus nur einem Teil bestehende Führungsfläche, welche um einen Punkt schwenkbar ist. Es ist klar, daß die Führungsorgane aus nur einem Teil bestehen können, welcher verschiebbar ist, so daß die Flüssigkeit nach dem Anspinnen einer anderen Stelle als während des Anspinnens zugeleitet werden kann. Auch bei einer solchen Ausführungsform können Mittel zum gleichzeitigen Verstellen der Führungsorgane vorgesehen sein.
Die oben beschriebenen Röhrensysteme setzen sich aus geraden Rohren zusammen; es ist jedoch klar, daß auch schraubenförmige oder U-förmige Röhrensysteme zur Anwendung kommen können. Die Rohre können auch übereinander angeordnet sein oder ungefähr in derselben Geraden hintereinanderliegen.
Die Röhrensysteme lassen sich für die Behandlung jeder Art Faden oder Garn verwenden, welche die Benutzung verschiedener Behandlungsflüssigkeiten bedingt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    I. Verfahren zum Anspinnen beim Behandeln von Fäden oder Garnen mit verschiedenen Flüssigkeiten, bei dem der Faden oder das Garn mit jeder der Flüssigkeiten ein separates Röhrensystem durchläuft und nach dem Verlassen des Röhrensystems von der Behandlungsflüssigkeit getrennt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Anspinnflüssigkeit beim Anspinnen am Ende eines jeden Röhrensystems samt dem Faden oder Garn zur Einführöffnung des auf dieses Röhrensystem folgenden Röhrensystems
    über ein Führungsorgan geleitet wird, und daß dieses Organ nach dem Anspinnen und vor der Zufuhr der verschiedenen Behandlungsflüssigkeiten derart ganz oder zum Teil verstellt wird, daß den verschiedenen Behandlungsflüssigkeiten eine andere Bewegungsrichtung als der Anspinnflüssigkeit gegeben wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil des Führungsorgans nach dem Anspinnen umgekippt wird, so daß die für die Anspinnflüssigkeit verwendete Führungsfläche unterbrochen und die Behandlungsflüssigkeit nach dem Verlassen eines Röhrensystems in eine andere Richtung als die Anspinnflüssigkeit abgeführt wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, bestehend aus einer Anzahl von Röhrensystemen, wobei der Faden oder das Garn samt jeder Behandlungsflüssigkeit ein Röhrensystem durchläuft und wobei nach dem Verlassen eines jeden Röhrensystems die Behandlungsflüssigkeit vom Faden oder Garn getrennt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein Führungsorgan zum Führen der Flüssigkeit sowie des Fadens oder des Garns vom Auslaß eines Röhrensystems zum Einlaß des folgenden Röhrensystems vorgesehen ist, welches Führungsorgan ganz oder zum Teil verstellbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsorgan derart angeordnet ist, daß dessen oberer Teil zum Unterbrechen der Führungsfläche umkippbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zum gleichzeitigen Ganz- oder Teilweiseverstellen sämtlicher Führungsorgane der Vorrichtung vorgesehen sind.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
    φ 5267 7.
DEA3312A 1949-10-20 1950-08-25 Verfahren und Vorrichtung zum Anspinnen beim Behandeln von Faeden oder Garnen mit verschiedenen Fluessigkeiten in Roehrenanlagen Expired DE845686C (de)

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