DE842828C - Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Erdalkalialginatgebilde, wie Faeden, Fasern oder Filme - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Erdalkalialginatgebilde, wie Faeden, Fasern oder Filme

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Publication number
DE842828C
DE842828C DEP22460A DEP0022460A DE842828C DE 842828 C DE842828 C DE 842828C DE P22460 A DEP22460 A DE P22460A DE P0022460 A DEP0022460 A DE P0022460A DE 842828 C DE842828 C DE 842828C
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DE
Germany
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alkaline earth
alginate
solution
threads
films
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Expired
Application number
DEP22460A
Other languages
English (en)
Inventor
John Harrison Givens
Horace James Hegan
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Akzo Nobel UK PLC
Original Assignee
Courtaulds PLC
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F9/00Artificial filaments or the like of other substances; Manufacture thereof; Apparatus specially adapted for the manufacture of carbon filaments
    • D01F9/04Artificial filaments or the like of other substances; Manufacture thereof; Apparatus specially adapted for the manufacture of carbon filaments of alginates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung künstlicher Erdalkalialginatgebilde, wie Fäden, Fasern oder Filme hie Erfindung bezieht sich auf die Herstellung künstlicher Gebilde, wie Fäden, Fasern oder Filme, auf Basis von Alginsäure. Alginsäure wird, wenn sie aus Meeresalgen gewonnen wird, gewöhnlich in Form ihres Calciumsalzes erhalten, welches in Wasser unlöslich ist. Um aus diesem Calciumalginat eine Lösung zu erhalten, die in Fäden verformt oder in Filme verwandelt werden kann, ist es üblich, das Calciumalginat mit Salzsäure zu behandeln und dann das lösliche Calciumchlorid von der unlöslichen Alginsäure zu trennen und danach die Alginsäure in einer Lösung von Ätznatron aufzulösen. Auf diese Weise gewinnt man eine Lösung von hTatriumalginat, welche viskos ist. Dann wird nach der üblichen Technik zur Herstellung von künstlichen Gebilden diese viskose Lösung in eine Lösung eines Calciumsalzes ausgetrieben, wodurch Gebilde von unlöslichem Calciumalginat erzeugt werden. Es wurde auch schon vorgeschlagen, Alginsäure in einer Mischung von Atznatron und Ammoniak aufzulösen und die so erhaltene Lösung in eine Lösung von Calciumchlorid zu verspinnen oder einen Film aus der Lösung zu bilden, indem man ihn auf einer Glasplatte trocknet und dann den Film durch Behandlung mit einer Lösung von Calciumchlorid unlöslich macht.
  • Erfindungsgemäß ist ein Verfahren zur Herstellung künstlicher Erdalkalialginatgebilde, wie Fäden, Fasern oder Filme, dadurch gekennzeichnet, ilaß man das aus Meeresalgen gewonnene Erdalkalialginat, wie Calcium- oder Bariumalginat, in einer Alkalioxalate, -phosphate oder -carbonate enthaltenden Flüssigkeit auflöst und die Alkalialginatlösung, in der das in Wasser wenig lösliche, ausgefallene Erdalkalisalz fein verteilt ist, in einem wasserlösliche Erdalkalisalve enthaltenden sauren 1>ad verformt.
  • Eine verformbare Suspension kann beispielsweise auch dadurch erhalten werden, daß man Erdalkalialginat,wie Calciumalginat oder Bariumalginat, in einer Ammonsalzlösung auflöst. Dieses Ammonsalz soll so beschaffen sein, daß der Säurerest dieses Salzes beim Löseprozeß Erdalkalisalze ergibt, die Wettiger löslich sind als die entsprechenden Erdalkalialginate.
  • Die Lösungssalze sollen als Säurereste, deren 1?rdalkalisalze unlöslicher als die entsprechenden Erdal,kalialginate sind, Oxalsäure, Phosphorsäure Oder Kohlensäure enthalten, während als Kationen der Lösungssalze Natrium, Kalium und Ammonium (NH4) zu nennen sind.
  • Die Suspension des Erdalkalisalzes in der wäßrigen Lösung vonAlginatkann durch eine Düse ausgepreßt werden, die geeignet ist, die Lösung in die gewünschte Gestalt in ein Fällbad zu bringen, welches eine verdünnte Säure, etwa Salzsäure oder Essigsäure, deren Erdalkalisalze wasserlöslich sind, enthält. 1-#'enn auch eine theoretisch genügende \letige Erdalkalimetall vorhanden ist, um sich mit der ganzen Menge der Alginsäure zu verbinden, so bestehen die Gebilde doch im allgemeinen aus einer Mischung des Erdalkalialginats und der Alginsäure, während das Alkalisalz, das ursprünglich zu dem Erdalkalialginat zugegeben wurde, um die verformbare 1_ö sung zu erhalten, im Fällbad in Lösung bleibt und dadurch von den Gebilden abgeschieden wird. 1's ist im allgemeinen vorzuziehen, die Suspension in ein Fällbad auszutreiben, welches beides, Säure und auch ein lösliches Erdalkalisalz, wie Calciumchlorid,. enthält. Um sicherzustellen, daB die Gebilde vollständig in Erdalkalialginat verwandelt werden, kann man sie einer weiteren Behandlung mit einer Erdalkaliverbindung unterwerfen. Zum Beispiel können Gebilde aus Calciumalginat und Alginsäure mit einer Lösung von Calciumchlorid behandelt werden, die Calciumhydroxyd oder fein verteiltes Calciumcarbonat enthält.
  • Wenn Ammoniumcarbonat bei dem neuen Verfahren benutzt wird, um die Alginsäure in Lösung zu bringen, kann die erhaltene Suspension , in die Luft ausgetrieben werden, und wenn das Gebilde ztt trocknen beginnt, hat das Ammoniak das Bestreben, zu verdampfen, indem es die freie Alginsäure zurückläßt, um mit dem.Erdalkalicarbonat in der Suspension zu reagieren. Es entwickelt sich dabei Kohlensäure, und die Gebilde werden in das ttitl<isliche Erdalkalicarbonat verwandelt. Bisweilen verlassen die letzten Spuren Ammoniak die Gebilde sehr langsam. In diesem Fall kann die Vervollständigung der Umhildung des Ammoniumalginats in ,las 1,.rdalkalialginat durch Behandlung mit einer verdünnten Lösung eines Salzes desselben F-Fdalkalimetalls oder durch Behandlung mit Dampf beschleunigt werden. `'Fenn die das Ammoniumalginat und das Erdalkalicarbonat enthaltende Suspension in ein angesäuertes Fällbad ausgetrieben worden ist, können die entstandenen Gebilde wahlweise der Luft ausgesetzt werden, um die Verflüchtigung des Ammoniaks zu vervollständigen, oder sie können ferner mit einer Lösung eines Erdalkalisalzes behandelt werden, um die vollständige Umsetzung der Alginsättre in Erdalkalialginat zti sichern.
  • Wenn bei der Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung ein Alkalicarbonat benutzt wird, um die Alginsäure in Lösung zu bringen, und die Bildung von Blasen in den Gebilden während des Austreibens in ein angesäuertes Bad vermieden werden soll, so sollte. die Temperatur und der Säuregehalt des Bades, in welches die Suspension ausgetrieben wird, genügend niedergehalten werden.
  • Das Verfahren nach der Erfindung ist vorteilhaft, weil die Notwendigkeit vermieden wird, das Erdalkalimetall aus dem als Ausgangsmaterial verwendeten Erdalkalialginat zu entfernen. Auf diese Weise wird es dem Hersteller von Fäden, Fasern, Filmen u. dgl. möglich, sich ein mühsames Verfahren zu ersparen, bevor das Verformen ausgeführt wird. Beispiel i 8,4 kg Calciumalginat mit 20% Feuchtigkeitsgehalt werden in 9o kg Wasser aufgelöst, welches i,9okg Natriumcarbonat und o,5-kg 4o%igesFormaldehyd als Schutzmittel enthält. Die erhaltene Suspension wird danach in eine Lösung ausgetrieben, welche 5% Calciumchlorid und 0,250/0 Salzsäure enthält. Die so hergestellten Gebilde werden dann mit o,i % Salzsäure 30 Minuten lang bei 2o° behandelt, dann mit 0,750/0 Salzsäure i5 Minuten lang und schließlich 15 Minuten lang mit 5% Calciumchlorid, welches mit Calciumhydroxyd gesättigt ist. Die Gebilde werden dann gewaschen und getrocknet. Beispiel e 7 kg Calciumalginat, 2,05 kgAmmoniumcarbonat, o,6 kg o,880 Ammoniak und 90,35 kg Wasser werden 4 Stunden lang bei Zimmertemperatur vermischt. Die Lösung wird dann durch eine geeignete Düse in ein Bad ausgepreßt, welches 5 0/e Calciumchlorid enthält. Die so gebildeten Fäden werden io Minuten lang mit einer gesättigten Lösung von Calciumhydroxyd behandelt, gewaschen und getrocknet. Beispiel 3 Eine Mischung aus Calciumalginat, Ammoniumcarbonat, Ammoniak und Wasser wird, wie im vorhergehenden Beispiel 2 beschrieben, zubereitet und dann in Form eines dünnen Films auf eine Glasplatte ausgetrieben und an der Luft bei ungefähr 30° getrocknet. Dieser wird dann von der, Platte genommen und entweder bei 5o° erhitzt, bis'er prak -tiseh frei YonAmmoniak ist, oder er wird zuerst mit einer io/oigen Lhsung von Calciumacetat gewaschen, bis er frei von Ammoniak ist, und dann mit Wasser, bis er frei von löslichen Calciumsalzen ist, und darauf getrocknet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfähren zur Herstellung künstlicher Erdalkalialginatgehilde, wie Fäden, Fasern oder Filme, dadurch gekennzeichnet, daß man das aus Nfeeresalgen gewonnene Erdalkalialginat, wie Calcium- oder Bariumalginat, in einer Alkalioxalate, --phosphate oder -carbonate enthaltenden Flüssigkeit auflöst und die Alkalialginatlösung, in der das in Wasser wenig lösliche, ausgefallene Erdalkalisalz fein verteilt ist, in einem wasserlösliche Erdal'kaliealze enthaltenden sauren Bad verformt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die verformten Gebilde in einer Lösung von Erdalkali nachbehandelt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Ammoniumalginat, das durch Lösen des Erdalkalialginats in Ammoniumsalziösung erhalten wird, trocken verformt.
DEP22460A 1942-01-20 1948-11-24 Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Erdalkalialginatgebilde, wie Faeden, Fasern oder Filme Expired DE842828C (de)

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