DE835575C - Verfahren zur Herstellung bituminoeser Dichtungs- und Abdeckplatten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung bituminoeser Dichtungs- und Abdeckplatten

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DE835575C
DE835575C DEP33111A DEP0033111A DE835575C DE 835575 C DE835575 C DE 835575C DE P33111 A DEP33111 A DE P33111A DE P0033111 A DEP0033111 A DE P0033111A DE 835575 C DE835575 C DE 835575C
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bituminous
sealing
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VEDAG VEREINIGTE DACHPAPPEN FA
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B26/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing only organic binders, e.g. polymer or resin concrete
    • C04B26/02Macromolecular compounds
    • C04B26/26Bituminous materials, e.g. tar, pitch

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Sealing Material Composition (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung bituminöser Dichtungs- und Abdeckplatten l: s sind Dichtungs- und Abdeckplatten bekannt, die unter Verwendung von Bitumen Füllstoffe enthalten. So hat man Platten von etwa i bis 5 cm Stärke aus bituminösen Stoffen hergestellt, die Steinmehl als Füller, ferner Sande und gegebenenfalls Splitt enthalten. Gelegentlich haben sie auch eine Einlage ()der Auflage aus Wollfilzpappe oder Geweben erbalten. Diese Stampfasphalt-, Gußasphalt-, Teer- oder Asphaltbetonplatten benannten Erzeugnisse enthalten etwa io bis 12% bituminöse Stoffe als Bindemittel bei 15 bis 350i0 Füllergehalt, Rest Sand oder Splitt. Sie können nur mit' einem :Mörtelbett als Unterlage verlegt werden.
  • Außerdem gibt es auch rollbare Platten mit entsprechend geringerer Stärke. Solche Platten, die nur 2 bis 5 mm stark sind, enthalten Einlagen oder Unterlagen aus Filzen und Geweben tierischer oder pflanzlicher Faser, aus Eisendraht, Aluminiumfolie oder Glasgewebe. Die Bitumenmasse für solche Erzeugnisse enthält im allgemeinen bis zu 20°/o mineralische Füllstoffe. Sie werden außen mit feinem Sand oder Talkum bestreut, um ein Zusammenkleben zu verhindern. Diese Erzeugnisse, die eine Stärke von 2 bis 5 mm aufweisen, sind rollbar. Bei der geringen Stärke und ihrer Plastizität passen sich solche Platten auch unebenen Unterlagen an. Wenn sie mit Überdeckung verlegt werden, so bilden sie eine wasserdichte Abdeckung.
  • Auf die Herstellung solcher rollbarer Platten bezieht sich die Erfindung, für die die Aufgabe iu lösen war, von den schwer ,und teuer zu beschaffenden Geweben frei zu kommen., So ist für die Herstellung von haltbaren Geweben z. B. die Einführung von Jute erforderlich. Wollfilzpappe vermag kaum den Bedarf für die Herstellung von Dachpappe zu decken. Diese schwer zu beschaffenden Einlagen haben noch den Nachteil, daß sie, der Witterung ausgesetzt, unter ungünstigen Verhältnissen verrotten.
  • Es wurde nun versucht, statt der bekannten verbindenden Einlagen andere heimische Erzeugnisse zu verwenden. Als solches lag z. B. Glasgewebe vor, das aber keine befriedigende Verbindung mit bituminösen Stoffen eingeht. Dasselbe trifft für Drahtgewebe und Aluminiumfolien zu.
  • Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man rollbare bituminöse Dichtungs- und Abdeckplatten herstellen kann unter völliger Ausschaltung von verbindenden Einlagen, wie Geweben oder Pappen, wenn der bituminösen Grundlage verfilzende anorganische Fasern, wie Schlackenwolle im Gemisch mit lamellaren oder korpuskularen Füllstoffen, zugesetzt werden. Der Gehalt an Füllstoffen und das Verhältnis vom Füllstoff zur verfilzenden anorganischen Faser spielt dabei eine geradezu ausschlaggebende Rolle.
  • Es hätte angenommen werden müssen, daß mit einer Verringerung der Füllstoffmenge die Eigenschaften sich verbessern würden. Überraschenderweise wurde bei den umfangreichen Versuchen aber das Gegenteil festgestellt, nämlich der Gehalt an Füllstoffen muß für ein befriedigendes Ergebnis besonders hoch (zwischen 6o und 75°/0) liegen, und der Gehalt an Schlackenwolle soll nicht unter 25°/p betragen. Andererseits darf der Füllstoffgehalt nicht zu groß sein, weil sonst die aus der Mischung hergestellten Platten nicht mehr gerollt werden können. Sie sind also praktisch totgefüllt, wie dies bei den obenerwähnten stärkeren Platten der Fall ist. Diese sind dann nicht mehr rollbar und plastisch, sie nähern sich einem festen Körper.
  • Die Herstellung von rollbaren bituminösen Dichtungs- und Abdeckplatten nach der Erfindung erfolgt in der Weise, daß das Bitumen mit den Füllstoffen in einem Knetwerk in heißem Zustand innig vermischt wird. Dieses Füllstoff-Bindemittel-Gemisch wird auf Walzenstühlen zu Bahnen der gewünschten Breite, Länge und Stärke von o,5 bis 5 mm ausgewalzt und zur Abkühlung gebracht. Danach werden die Bahnen, gegebenenfalls nach Puderung mit Talkum od. dgl., zusammengerollt. Sie sind sogleich verwendbar.. Man kann sie mit Überdeckung verlegen, wobei die einzelnen Bahnen mit bituminösen Klebemitteln verklebt werden. Den Unterlageflächen passen sie sich leicht an. Ein besonderer Vorteil der nach der Erfindung hergestellten Platten besteht darin, daß beim Verlegen die einzelnen Bahnen durch einfaches Verschweißen z. B. mittels einer Lötlampe miteinander verbunden werden.
  • Beispiel i 30°/o geblasenes Bitumen werden mit 30°/o Schlakkenwolle und 40°/o Schiefermehl in heißem Zustand gut vermischt und in Bahnen entsprechender Stärke ausgebreitet.
  • Nach dem Erkalten sind die Bahnei verwendungsfähig und können zum Versand gerollt werden. Beispiel 2 Entsprechend Beispiel i werden 30°1'a geblasenes Bitumen, 5°1'o Teerweichpech, 25°,'o Schlackenwolle und 40°/o Schiefermehl zu Platten verarbeitet.
  • Da die nach der Erfindung hergestellten Erzeugnisse lediglich aus bituminösen Stoffen und anorganischen Füllmitteln bestehen, so bieten sie den weiteren Vorteil, daß eine Verrottung nicht stattfinden kann, womit eine besonders große Haltbarkeit gewährleistet ist. Die Bahnen sind wasserdicht sowie kälte-und wärmebeständig und zeigen keine Blasenbildung.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRUCIIE: i. Verfahren zur Herstellung bituminöser Dichtungs- und Abdeckplatten, dadurch gekennzeichnet, daß unter Fortfall von Einlagen oder Auflagen bituminöse Stoffe mit anorganischen verfilzenden Füllstoffen, insbesondere Schlackenwolle im Gemisch mit lamellaren oder korpuskularen anorganischen Füllstoffen, bei erhöhter Temperatur innig vermischt werden, worauf man das Gemisch zu Bahnen beliebiger Stärke auswalzt, abkühlen läßt und, gegebenenfalls nach Anpudern, aufrollt.
  2. 2. Nach Anspruch i hergestellte Dichtungs- und Abdeckplatten, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 6o bis 75°/o Füllstoffen, Rest bituminöse Stoffe.
  3. 3. Dichtungs- und Abdeckplatten nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse bei einem Gehalt von 6o bis 75°/o Füllstoffen mindestens 25°/o verfilzende anorganische Füllstoffe, insbesondere Schlackenwolle, enthält. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 591539 , 596 725 616 3 i 5, 652 564, 700 902, 741 822.
DEP33111A 1949-02-03 1949-02-03 Verfahren zur Herstellung bituminoeser Dichtungs- und Abdeckplatten Expired DE835575C (de)

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Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE591539C (de) * 1931-02-18 1934-01-23 Adele Thielmann Verfahren zur Herstellung von bituminoesen UEberzugsmassen
DE596725C (de) * 1931-01-31 1934-05-14 Ruberoidwerke Akt Ges Aus Bitumen, Asphalt, Teer o. dgl. und Faserstoffen bestehende Abdichtungsmasse
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DE741822C (de) * 1940-04-02 1943-11-19 Zschimmer & Schwarz Chem Fab D Verfahren zur Herstellung von Abdichtungsmitteln fuer Risse und Fugen

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