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Ausdehnbares, sich selbst zusammenziehendes Gliederarmband Die Erfindung
bezieht sich auf ein aus einer Reihe von miteinander verbundenen, sich abwechselnden
Grund- und Zwischengliedern bestehendes aus.delhnbares, sich selbst zusammenziehendes
Gliederarmband und betrifft im besonderen Armbänder für Armbanduhren oder Schmuckgegenstände.
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Bei ausdehnbaren, sich selbst zusammenziehenden Gliederbändern werden
allgemein Federn od. dgl. verwendet, welche die Glieder zusammenziehen und sie für
gewöhnlich in einer zusammengezogenen Lage halten. Solche Ausführungen können aus
praktischen Gründen schlecht in verhältnismäßig schmalen Breiten hergestellt werden,
ohne ihre Eigenschaften in bezug auf Dehnbarkeit und Zusammenziehen herabzusetzen.
Ein weiterer Nachteil dieser Ausführungen ist der Mangel an Biegsamkeit, so daß
die Gliederbänder nicht zu einer kompakten Form gefaltet oder zusammengerollt werden
können. Außerdem ergibt sich bei den bekannten Armbändern nur eine geringe Ausdehnbarkeit
infolge ihrer Anordnung der Verschwenkungspunkte.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, diese Nachteile zu beheben,
um ein ausdehnbares, sich selbst zusammenziehendes Gliederband zu erhalten, das
von kräftiger, dauerhafter Ausführung und schmal ist, somit ein schlankes Aussehen
hat und sich sowohl für Herren- als auch für Damenschmuckstücke eignet. Ferner können
bei der erfindungsgemäßen Ausführung des Gliederbandes verschiedene Arten von Oberflächenverzierungen
angebracht
werden. Das Gliederband kann um allnähernd i oo °/o in Längsrichtung gegenüber dein
zusammengezogenen Zustand ausgedehnt «-erden, während in den bekannten Ausführungen
die Ausdehnbarkeit höchstens nur die Hälfte hiervon be-
trägt.
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Das Haupterfindungsmerkmal besteht darin, daß die Grundglieder und
Zwischenglieder miteinander nur all ihren Enden schwenkbar verbunden sind, und in
zusammengezogener Stellung des Gliederbandes die Seiten benachbarter Grundglieder
bzw. Zwischeilglieder aneinanderliegen, wobei die Zwischenglieder die Grundglieder
teilweise überlagern und verdecken.
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:1t1 Hand der "Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
beschrieben. Es ist Fig. i eine Draufsicht eines Armbanduhrbandes gemäß der vorliegenden
Erfindung in natürlicher Größe; F ig. 2 bzw. Fig. 3 ist eine vergrößerte Unteransicht
der Glieder in zusammengezogener bzw. teilweise ausgedehnter Stellung, 1, ig. d
eine vergrößerte schaubildliche Ansicht des Deckels eines Obergliedes, Fig. ; bzw.
Fig. 6 eine vergrößerte schaubi ldhche Ansicht zweier Glieder, die zusammen ein
Gliederpaar bilden, Fig. 7 eine vergrößerte schaubildliche Ansicht des Deckels eines
Untergliedes, Fig. 8 eine vergrößerte schaubildliche Ansicht einer IZiickführfeder,
V ig. 9 eine vergrößerte schaubildliche Ansicht des Obergliedes, der Innenglieder
und der Rückführfeder im zusammengebauten Zustand, Fig. to ein vergrößerter Schnitt
nach Linie io-io der Fig. 9, Fig. i i ein vergrößerter Schnitt nach Linie
i i-i i der 3, Fig. 12 eine vergrößerte schaubildliche Ansicht mehrerer miteinander
verbundener Glieder, jedoch vor dein Einlau der Federn und der Deckelteile, Fig.
13 eine vergrößerte schaubildliche Ansicht eilfies Verschlußteiles, und Fig.
14 ist eine vergrößerte schaubildliche Absicht eines Endgliedes.
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Gem@iß der vorliegenden Erfindung sind eine Anzahl Glieder, vorzugsweise
in Paaren, all oder nahe ihren Hilden durch einen hohlen oder rohrförmigen Zapfen
verbunden, der gewünschtenfalls aus einem Stück mit einem der Glieder bestellt.
Innerhalb des Zapfens liegt eine Schraubenfeder, die seitlich vorspringende Federenden
aufweist. Eins dieser Federenden ist in zweckentsprechender Weise verankert, so
daß es gegen das eine der Glieder sich abstützt, und das andere Federende ist verlängert,
ulil sich gegen das andere Glied derart abzustützen, daß die Glieder gegeneinundergedrängt
werden. In einer .Kette oder in einem Armband, das aus einer Anzahl von solchen
Gliederpaaren hergestellt ist, ist jedes Paar durch einen Hohlzapfen in der gleichen
oder in einer ähnlichen Weise wie die I?inzelglieder oder die durch sie gebildeten
Paare verbunden, und eine Schraubenfeder wird voll jedem der Zapfen getragen. 1>ie
sind paarweise angeordnet. Die einen Federenden jedes Paares liegen so, daß
sie sich gegen die zu dein gleichen Paar gehörenden anderen Zapfen stützen, und
die anderen Federenden liegen so, daß sie sich gegen nebenliegende Glieder, die
durch diese Zapfen verbunden sind, stützen, um auf diese Weise so zusammen zu arbeiten,
dali ein Verschwenken der ganzen Gliederreibe in eine zusammengezogene Lage erfolgt,
wie nachstehend ausführlich besclirieben wird. Um die Glieder in einer vorbestimmte,,,
ausgerichtetem, zusammengezogenen Stellung zu halten, sind AiichLige od. <1g1.
vorgesehen und so angeordnet, dal.i die Schwenkbewegung der Glieder relativ zueinander
begrenzt wird.
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Nenn auch die Glieder von gewünschter Fol-in oder Musterung sind und
für die beabsichtigte Verwendung durch nberfliichenbearbeitting fertiggestellt werden
können, tverden sie vorzugsweise finit Deckel, Kappe oder llatibe versehen, die
geformt oder durch ciiie ()])ei-fl:icllenl)earl)eitung fertiggestellt werdeil. tim
ililieii den gewünschten Schmuckcharakter zu verleihen. besonders wenn die Verwendung
bei Arnib:indern oder ähnlichen Schmuckarbeiten erfolgt.
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In der hier zu I?rläuterungszwecl:en gezeigten Ausfiihrungsforin besteht
das Gliederhand aus einer Anzahl von Paarem von Gliedern i ulld 2, die nahe ihren
Filden so verl>un<lcii sind, daß sie eine Scli@1-eiikl)etvegting aus einer für
gewöhnlich zusain,nengezogenen Stellung (Fig. i ulld 2) in eine ausgedehnte Stellung,
wie in Vig. 3 dargestellt ist. gestatten. Jedes Glied i besteht aus einem längliclien
Gliedteil 4, der an jedem Ende einen mit ihm ein Stuck 1)ildenden, auftvärts gerichteten,
rohrförmigen Zapfen 3 triigt, atif den lose eine der Off nungen 6 (hig. 6) paßt,
die iii <lein zugeordneten Gliedteil 7 des (Tiedes 2 vc)rgcsehen sind, «-odtlich
eine schwenkbare Verbindung dieser 1)eidell Gliedteile miteinander erfolgt. Um die
Gliedteile für dauernd miteinander zu verbinden, können die Außenenden der Zapfen
5 uingebf@rdelt sein, wie bei 8 in den Vig. i o bis , 2 dargestellt. Auf
diese Weise kalin, wie in Fig. 12 ersichtlich, jede gewünschte Gliedlänge zusaiiiincngesetzt
werden.
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Uin die Glieder ii) einer atisgerichtetell, ztisammeligezogenen Lage
zti halten, weisen die Seitenkanten der Gliedteile 7 Vorsprünge to auf, die einander
berührende .\nschläge bilden und die Schwenkl)etvegung der Glieder gegeneinander
wirksam begrenzen. \\'ird eine Verzierung gewünscht, so kann ein Gliedteil oder
beide Gliedteile eine gewünschte Gestalt oder Figur erhalten, wie z. 13.
die allgemeine Fornl eines langgezogenen S. wie sie aus Fig. i erkenntlich ist.
Bei diesem Muster arbeiten die Gliedteile d mit den Anschlägen 1o so zusammen, claß
in zusammengezogener Stellung die Glieder der Kette ()der des Armbandes dicht und
gleichmäßig gegenseitig aneiiianderliegen, wie in Fig. i dargestellt ist.
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Unl das 7usaniilieilzielieli der Glieder zu bewirken und die
Glieder für gew@ihnlicll in der zusanlinengezogenen
Stellung zu
halten, nimmt jeder "Zapfen 5 eine Feder 12 (Fig. 8) auf, deren Enden 14 und 15
seitlich abstehen. Diese Federn arbeiten paarweise zusammen, wobei die Enden 14
der Federn 12 der Grundglieder .4 in die rohrförmigen "Zapfen 5 der benachbarten
Grundglieder ,4 sich hineinerstrecken und die Enden 15 sich unverdrehbar gegen die
Zapfen 5 abstützen, die die Federn 12 tragen. Wie es deutlicher in rig. 12 dargestellt
ist, bilden in einem Gliederband aus den Gliedern a, h, c, (l, e, f, ä tisw.
die Glieder a, c, e und ä die Grundglieder 4 und die Glieder b, d und f die
Zwischenglieder 7. Das Endstück 1.4 voll Feder 12, die von <lein rechten Zapfen
5 von Grundglied a. getragen wird, übergreift (las Zwischenglied b und ragt in den
linken "Zapfen 5 von Grundglied c ein. Ebenso übergreift das Ende 14 der Feder 12,
die von dem linke» Zapfen S von Grundglied c getragen wird, (las Zwischenglied h
und greift in den rechten Zapfen 5 \-on Grundglied z ein. 1)as Ende 15 der von (lein
Grundglied (a getragenen Feder 12 stützt sich dagegen unverdrehbar gegen das Grundglied
a ab und ebenso stützt sich (las I?nde 15 der von dem Grundglied c getragenen
Feder 12 unverdrehbar gegen (las Grundglied c ab, wie aus Fig. i1 erkenntlich. In
gleicher Weise erfolgt die Anordnung der l,'e(lern 1 2 in den Grundgliedern c und
e sowie in den Grundgliedern c und s, so daß diese Glieder zusaniinenarl>eiten,
um die ganze Reihe voll Gliedern gegeneinan<lerzuschwenken und sie für gewöhnlich
in zusammengezogener Stellung zu halten.
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Weiiii die Glieder, wie in Fig. 3 dargestellt, auseinandergezogen
sind, bewirkt die Scliwenkliewegung der einzelnen Glieder, daß die Federn 12 aufgewickelt
und auf diese \Veise genügend gespannt werden, uni eine zusammenziehende Kraft auszuüben,
so (laß die Glieder zurück in N'ormalstelltlng sich bewegen. Die durch die Federn
12 ausgeübte zusammenziehende Kraft hängt von der Stärke der Federn und von der
Größe der Spannung ab, der die ledern unterworfen sind, wenn die Glieder auseinandergezogen
werden. Durch richtige \\'ahl der Federn und durch ihren Einbau oder Zusanlilienl>au
in solcher Weise, daß sie für gewöhnlich unter einer vorbestimmten Spannung stehen,
kann jede gewünschte zusammenziehende Kraft innerhalb vertretbarer Grenzen erhalten
werden.
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Lins das Aussehen der Glieder zu verbessern und eine Einrichtung zu
schaffen, gegen die die Enden 15 sich anlegen können, sind die Grundglieder 4 mit
schmückenden Deckeln, Hauben oder Kappen 16 (Fig.4) versehen, deren Kanten Tiber
die Kantent «le des Grundteiles 4 gebördelt sind, so daß die ei el Teile eine Dauerverbindung
miteinander haben. la>enso sind die Gliedteile 7 mit schmückenden 1)eckelii, Hauben
oder Kappen 18- versehen, die Vorsprünge 2o zur Aufnahme der Vorsprünge io
des Gliedteiles 7 aufWeisen. Es ist erkenntlich, daß die Innenwände des Gehäuses
16 einen Anschlag bilden, gegen den die linden 15 sich anlegen können, wobei diese
Anordnung die gleiche Wirkung hat, als wenn die Enden 15 an (lein Bodenteil des
Gliedteiles 4 festgemacht wären. Es ist weiter erkenntlieh, (llaß die Vorsprünge
20 in Wirklichkeit die Anschläge bilden, die die Schwenkbewegung der Glieder in
Zusammenziehstellung, wie in Fig.2 dargestellt, begrenzen.
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In beiden Fällen entspricht die Form und Ausbildung der Deckel denjenigen
der Gliedteile, an denen sie befestigt sind, und die Deckel verdecken nicht nur
die Zapfen und Federn, sondern bilden auch ein Gehäuse, das Verzierungen, Ausschmückungen
usw. aufzunehmen vermag. Wenn, wie in dem hier dargestellten Falle, die Gliederkette
für Armbanduhrenbänder und ähnliche Schmuckgegenstände bestimmt ist, werden die
Außenenden der Endglieder 22 (Fig. i und 14) so abgeändert, daß öffnungell 24 zur
Aufnahme von Zapfen 25 geschaffen werden, die von den Verschlüssen 26 (Fig. 13)
getragen wird. Die Verschlüsse 26 können von irgendeinem zweckentsprechenden Muster
und Ausführung sein und weisen im vorliegenden Falle eine A usnehmung 27 zur Aufnahme
der Enden der Endglieder 22 sowie Haken oder ähnliche Teile 28 auf, mittels denen
die Schlußglieder abnehmbar an einer _lrmbanduhr 30 befestigt werden können.
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I?in hervorragendes Merkmal eines gemäß der vorliegenden Erfindung
ausgeführtenGliederbandes ist das sdhmale, schlanke Aussehen, -das der Ausbildung
der Gliederverbindung zuzuschreiben ist. Ein weiteres Merkmal besteht darin, daß
die neue Ausführung ein Falten oder Zusammenrollen des Gliederhandes auf eine kompakte
Form gestattet, ohne daß die einzelnen Glieder beschädigt werden.