DE833591C - Verfahren zum Nassfestmachen von Papier - Google Patents

Verfahren zum Nassfestmachen von Papier

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DE833591C
DE833591C DEC1846A DEC0001846A DE833591C DE 833591 C DE833591 C DE 833591C DE C1846 A DEC1846 A DE C1846A DE C0001846 A DEC0001846 A DE C0001846A DE 833591 C DE833591 C DE 833591C
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DE
Germany
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soap
resin soap
condensate
resin
clear soluble
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Expired
Application number
DEC1846A
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English (en)
Inventor
Wilhelm Brasseler
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Stockhausen GmbH and Co KG
Original Assignee
Chemische Fabrik Stockhausen GmbH
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/20Macromolecular organic compounds
    • D21H17/33Synthetic macromolecular compounds
    • D21H17/46Synthetic macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D21H17/47Condensation polymers of aldehydes or ketones
    • D21H17/49Condensation polymers of aldehydes or ketones with compounds containing hydrogen bound to nitrogen
    • D21H17/50Acyclic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zum Naßfestmachen von Papier Es ist bekannt, (lern Zellstoff im Hol,länder zur (ler NalifestlIgkeit desPapiers Polyäthylenimine ()der -NI"laiiiiii-I#oriiial(lellyd-Kondensationsj)r(",(Itikte zuztisetzvii. \'erbindungsgruppen liahen (1,vii Nachteil. daf.3 sich deren Anwendung> für die meisten Zwecke zu teuer stellt. Die Anwen dung der Polv'it#liy!eilinil'iie beschränkt sich außerdem vor allem auf den neutralen bzw. schwach sauren Bereich. Dies wirkt sicii insofern störend aus, als der Zellstoff zur Frzielung einer guten Harzl-eimung im alilgemeinen auf einen j)fi-Wert von 4 bis 5 eingestellt \verden muß. Die Melamin-Forinaldchyd-1-farze haben nehen ihrer K#ostspieligkeit den Nachteil, daß s-ic vor Zusatz züm Holländer noch einem Reifeprozeß unterzogen, werden müssen.
  • F's hat nicht an Versuchen #z'efeh,1t, auch die billigenlIarristoff-Forrnaldehyd-Vorkondensatedern Zellstoff ini Holläuder zwecks Erhöhung der Naßfestigkeit des l'apiers zuzusetz-en. Die Versuche warun bislier al),er noch weaig erfol-reich. Verw#undet man wasserlösliche Produkte, so sind außerordentfich hohe und für die Praxis untrügbare Säurekonzentrationen erforderlich, um das Vorkondensat im Holländer in den schwer löslichen, auf den Zellstoff substantiv aufziehenden Zustand zu bringen. Geht man von in Wasser schwer löslichen Vorkondensaten aus, so ist die Gleichmäß;igkeit des Effektes vollkommen unbefiliedigend.
  • Es wurde nun gefunden, daß man durch Zusatz von Harnstoff-Formaldehyd-Kondeneationsprodukten zurn Zellstoff im Holländer dann eine starke und gleichmäßige Erhöhung der Naßrcißfestigkeit des Papiers erzielen kann, wenn man von in Wasser nur bei höheren, Temperaturen lögl.ichten Ilartistoff - Formalidehyd-Kondeneationsprodukten ausgelit und diese vor Zusatz zum Holländer dürch Auflösung in Seifen od ' er anderen hoc,hmolekularen seifenartIgen Stoffen in eine kaltwasserlösl:iche, durch Säuren und Sa17e leicht ausfällbart Form überführt. Die. in kaltem Wasser unlöslichen Harnstoff-Formaldehyd-Kondert--sationsprodUkte, wie Man sie für das vorliegende Verfähren benötigt, werden 1)eispi,elsN%-eis,c aus i Mol Harnstoff und 1,5 bis 3 -NIOI FormaIdellyd durch längeres Kochen I)ci eitlem pli-Wert von 5 bis 6 erhalten. Zur Überführung derartiger Vorkondensate in den kaltwasserlöslichen Zustand genügt im allgemeiiien ein Zusatz von 1 % der seifen:artigen Stoffe. Es ,s bis 30 el hat sich als zweckmäßig erwiesen, den kalt-,vasserunlöslichen Vorkondensaten jeweils solche NIerigen der selfenartigen Stoffe zuzus-etzen, daß eine z# 5 bIS 30%i,"e wäßriggeLösung dieser-Mischprodukte h-ei Zimmertemperatur unbeschrinkt lange haltbar ist und >klar bleibt.
  • Als seifenartige Stoffe kommen sowohl die auf natürlicher oder svnth-etisclier Fett- und Harzbasis aufgebauten ]#ari)otisäuresei,feii, a'ls auch- andere g Anion- und Kation-scifen, wie stilfonierte Öle und quaternäre Ammonlumsalze mit Mindestens eitlem hochrnolekularen organischen Rest, sowie auch oberflächenaktive Ätlivl-,-iioxvcllzoiideiis#-ttioiisiprodukte in Frage. Eine besonders gute Lösewirkung für die Vorkon#densate wurde für Ilarzseifen, 1Ziciiiols:ittr#eseifen# sowie für di",- Alkalisalzc alk-vllerter aromatischer Sulfansätireil festgestellt.
  • Die stark lösende Wirkung de-r seifenartigen Produkte auf die 'kaltwasserunIösIlichen Hartistoffl,'oriiial(lelivd-Kotidetisationsl)rodtil,#t,e war nicht vorauszusäen. '\fall konnte voll diesen Produkten 1)esterifalls eine gewisse Dispergierwirkung erwarten, nicht dagegen, die Fähl keit, derartig-e 9 Kondensationsprodukte in eine k-altwasserlösliclic 1,orin überzuführen.
  • Es la, die Vermutun- nahe, daß die kattwasseruiil('*)sliclien Vorkondensate durch die selfenartigen, Stoffe nicht gelöst, sondern zu nie#dri,#"#molektilareii %va,s, rl« slichen# Kondensat:ionsstufen al)-ebaut werden. Daß dies nicht der Fall ist, ergibt sich eindeutig ans der TatsacIte, daß die durch die Seifen liislich Igemachten Kon:den,sate auch in sehr starlk verdünnter Lösung wieder quantitativ ausfallen, weiiii durch 7usatz von Säuren od,er Salzen die Uisende Wirkung der seifenartig',#ii Stoffe vermindert oder aufgehoben wird.
  • l's wurde festges#t-eIlt, daß die Naßreißfestigkeit um so höher wird, je schwerer löslich das zur An-Nvendung kommende Vorkoridensat ist. Der Konden,sationsgrad kann allerdings nicht heliebig cl,es,tei'"ert werdvn. Er findet dort seine Begrenzung, wo es durch wirtschaft1ich. tragbare Zusätze all sei 1 L, ifeilartigen Stoffen, nicht mehr geliii,-t, das Vorkondensat in eine kaltwasserlösliche Form überzuführen. Im allgemeinen ist dies der Fall, wenn die Vorkon#densate auch in kochendheirkni nicht mehr lösen. Beispiel Niaii stellt zunächst aus i Mol Harnstoff und 2 Mol Forinald-ehyd, angewandt als 300/0'#-e Vvrige Lösung, ein flüssiges, hochviskoses Vorkonidensat her, welches sich nur mit heißem Wasser voll ÜIKI- 7()#' \\eitel- verdünnen l',ißt tind bei /tisatz \-nii
    Wasser niedrigerer Temperatur sofort ausfällt.
    2 Teile dieses flüssi,#-#,#ii Vorkondensats werden iii
    der Kälte oder bei sch-,vach erlihliter Temperatur
    mit i Teil ein-er 400/0i-,Icii Ilarzii-,itroiiseife geinischt.
    Das so erhaltene Mischprodukt kaiiii jetzt mit
    kaltem Wasser beliebig \\-eitel- verdünnt werden.
    Zu -e-iiiein auf #5O#- S. R. zleinahleilell 50/01gen Sulfit-
    zellstoff gibt malt pro Kulogramin trockenen Stoff
    300 ccm einer 20%i-ell k-lareii wäßrige-ii Lösung
    I inem
    der obengenannten Mi schung. Dies eii,tspricht ei
    Zusatz von 40/e, des flüssigen Vorkondensats und
    2% Harznatronselfe. '.\ach gleichm;ißiger Ver-
    teilung dieses Zusatzes iiii I'apierbrei wird mit
    Aluminiumstilfat auf ph-4 und nach der
    Verdünnung der Stoffmasse auf 1 11/0 Trockenstoff-
    gehalt das Papier in der üblichen #Velse li#ergestcllt.
    "Zach j(-stiiiidi-er Wässeruil- -,N-eist (las so her-
    estellte Papier eine N aßrei ßl, ge von i i oo in auf.
    äli g
    Vergleichsweise wurde ein 1)a1)i,r unter den
    -leichen Bedingungen nur Mit 2"lo 1-farzsei#fc her-
    (Testellt. Ferner wurden Papiere mit -Mischungen
    \-Ort 2% Harzseife init solchun Vorkondensatei i
    hergestellt, die sich in Wass-er 20 und 70''
    lösen. Weiter wurde eiii 1)a1)1,er unter Zusatz Von
    4% eines ol>erliall) 7o' löslichen Vorkond-ensates
    ohne Mitverwendung \-()ii Harzseife hergestell-t.
    Dieses Vorkon:densat wurde als 20"/oi,-e kochend-
    heiße Lösung dem Zellstoff im Holl'inder zuggesützt.
    Auch diese Papiere -,\,tirdcii nach dein Trocknen
    und 16st#iiidiger#\'asserla"ei-iiii- auf ihre 'Naßreiß-
    festigkeit geprüft.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren ziiiii von l'apier durch Zusatz von densationsproduktvii zum Zellstoff ini Hol- li-iiider, dadurch (laß Man in \\'assür nur 1)ei höh,##ren Temperaturen lös- liche Ilat-iistoff-I#oriiialdüli\-(1-K(-)ii(leiisatio#iis- produkte verwendet. die vor Zusatz zum Hol- länder durch Atiflöstii)- In Seifen oder atidereii seifenartil-en hochrtiolektilaren Stoffen,Vorzulluls- weise Harzseifeit, und Alkali- salze alkyllerter arotilatischer Stilfmisäuren, in eilte durch #;'itir-en und Salze leicht Vorni gehracht werden.
    in Meterli i. Behaildelt ge111ä13 Heispiel ........... iioo 2. 2 1/o Harzseife .............. . ...... 2io 3. 2% Harzseife + .4()/o eiiies 1)"# i 2o # klar löslichen Vorkondensats ............. 22- 4. 2010 Harzseifü + 41)/o eines l>e 1 30-1 klar löslichen Vorkondetisats ............. 3 5) ,3. 211ü Harzseife 4- 41)/o eines hu# 1 4,5- klar löslichen Vorkondetisats ............. 420 6. -,#/o Harzseife -L 4(1/o eine., 1)v i 34- klar löslichen Vorkondensats ..... . ....... '560 7. 2% Harzseife# 4- 411/o eil , es lX# 1 ()3-' klal- l('3s]icliün Vorkondensats ............. 780 0 8. 4)/o eines 1).-i 7()#' kh11- 1'*slicliull Vorkonderisats ..................... 485
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