PATENTANSPRUCH:
Vorrichtung zum Abziehen eines Laufringes eines
Radial-Kugel- oder Rollenlagers von dem Konstruktionsteil, der den Laufring umschließt
oder ihn trägt, z. B. von einem Maschinenteil, einer Welle od. dgl., wobei die Vorrichtung
eine Anzahl kranzförmig angeordneter, sich in Abziehrichtung erstreckender Abziehsegmente
umfaßt, die an ihrem vorderen Ende einen radial vorstehenden Eingriffsrand aufweisen,
der in Umfangsrichtung eine Breite hat, die soviel kleiner ist als die Breite der
Abziehsegmente, daß er entgegen der Abziehrichtung zwischen die Kugeln oder Rollen
des Lagers einfuhrbar ist, um durch relative axiale Verschiebung eines ringförmigen
Führungsgliedes auf Führungsflächen der Abziehsegmente die Eingriffsränder der Abziehsegmente
radial in der Lauffläche des Laufringes des Kugel- oder Rollenlagers festzulegen,
so daß das Führungsglied, die Abziehsegmente und der Laufring als Ganzes mittels
mindestens eines Abdruckgliedes, z. B. mittels einer sich axial am Konstruktionsteil
abstützenden Abdruckspindel, gegenüber dem Konstruktionsteil in Abziehrichtung verschiebbar
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsflächen der baulich voneinander vollständig
getrennten Abziehsegmente (4, 27) in ihrer Gesamtheit eine zu den Eingriffsrändern
der Abziehsegmente hin sich erstreckende kegel- oder pyramidenförmige Fläche bilden
und das auf sie einwirkende Führungsglied durch eine Führungshülse (i, 22) gebildet
ist, die an den Abzielisegmenten mit einer entsprechenden kegel-oder pyramidenförmigen
Fläche anliegt, über welche die Abziehsegmente mit ihren den vorstehenden Eingriffsrand
tragenden Enden vorstehen, daß die Abziehsegmente an ihrem dem vorstehenden Rand
entgegengesetzten Ende gegen eine radiale Verschiebung abgestützt sind und daß ein
im hinteren Teil der Führungshülse gleichachsig zu ihr durch Verschrauben verschiebbares
Druckstück (1
1, 49) für die gemeinsaure
axiale und - durch
Zusammenwirken der Abziehsegmente mit der kegel- oder pyramidenförmigen Fläche der
Führungshülse - radiale Lagenveränderung der Abziehsegmente in bezug auf die Führungshülse
im Sinne des radialen Anpressens der Eingriffsränder (2i, 29) der Abziehsegmente
gegen den Laufring des Kugel-oder Rollenlagers vorgesehen ist. In Betracht gezogene
Druckschriften: Französische Patentschriften Nr. 6o2 76o,
726 7 i7,
848 567.
Vorrichtung zum Abziehen eines Ringes oder ähnlichen
Körpers von einem Maschinenteil Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
zum Abziehen eines Ringes oder ähnlichen Körpers von einem Konstruktionsteil, der
den Körper umschließt oder ihn trägt. z. B. von einem Maschinengehäuse, einer Welle
o. dgl. Die Erfindung bezweckt, eine Vorrichtung dieser Art zu schatten, die sehr
wenig Raum einnimmt, so daß sie auch in dem Fall verwendet werden kann, in dem Hülsen
o. dgl. an schwer` zugänglichen Stellen entfernt werden sollen, die sehr einfach
konstruiert ist, sehr sicher arbeitet, bei deren Betätigung die Gefahr einer Beschädigung
gering ist und die zum Abziehen von Ringen o. dgl. in Fällen verwendet werden kaiirr,
in denen es (unmöglich ist, den Ring mit den bekannten Vorrichtungen abzuziehen.
Der letztere Fall kommt z. B. vor hei Außenringen von Rollen- oder Kugellagern bei
Werkzeugmaschinen, die in vielen Fällen weitgehend auseinandergenommen werden müssen,
insoweit Schäden im Achslager oder in den von ihm getragenen oder es umgebenden
Konstruktionsteilen vorliegen. Mit Hilfe der Erfindung genügt es in vielen Fällen,
lediglich einen der Teile auszubauen, was an Ort und Stelle geschehen kann, so daß
die Maschine nicht zu der Lieferfirma transportiert zu werden braucht oder zu einer
für diesen Zweck geeigneten Werkstatt mit all den hiermit verbundenen Nachteilen,
wie Transportkosten, Transportschwierigkeiten und Zeitverlust. Die Erfindung bezweckt
ferner, die Vorrichtung so zu gestalten, da.ß sie leicht zu handhaben ist, so daß
ein Ring mit ein paar einfachen Handgriffen abgezogen werden kann. Um diese Zwecke
zu erreichen, umfaßt eine Vorrichtung gemäß der Erfindung hauptsächlich ein Führungsglied,
das eine kegel- oder pyramidenr förmige Führungsfläche hat, und eine Anzahl von
Segmenten, die in ihrer Gesamtheit innen und/oder außen eine entsprechende kogel-
oder pyramid'enfürmige
Fläche bilden, wobei die Fläche der Segmente,
die mit dem Ring oder ähnlichen Körpern zusammenarbeiten soll, so gestaltet ist,
daß der 1Zitig durch die Segmente axial, wenigstens in der Abziehrichtung, längs
bewegt werden kann, wobei Vorkehrungen getroffen sind für die gemeinsame axiale
und, durch Zusammenwirken der Segmente mit der kegel- oder pyramidenförmigen Fläche
des Führungsgliedes, radiale Lagenveränderuit,(Y der Segmente in bezug auf das Führungsglied
und ein oder mehr Glieder für die axiale Verschiebung des Führungsgliedes mit ,den
Segmenten in bezug auf (leg Konstruktionsteil vorhanden sind. Weitere Kennzeichen
der Erfindung, die vorzugsweise angewendet werden sollen in Verbindung mit (lern
obigen Kennzeichen, sind aus der folgenden (lesclirei,l)utig zu ersehen, in der
die Erfindung mehr im einzelnen mit Bezug auf ,die in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsformen erläutert ist. Fig. i ist teils ein Längsschnitt, teils eine Ansicht
einer ersten Ausführungsform; o Fig. z ist ein Längsschnitt durch die Segmente gemäß
einer zweiten Ausführungsform; Fig. 3 ist eine Vorderansicht besagter Segmente;
h ig. 4, 5, 6, 7 und 8 sind Längsschnitte durch andere Ausführungsformen von Vorrichtungen
gemäß der Erfindung. In Fig. i stellt i ein Führungsglied in Gestalt eines I-lalters
einer Vorrichtung gemäß der Erfindung dar zum Abziehen eines Ringes von einem Wellenstumpf
oder einem ähnlichen Konstruktionsteil, der diesen Ring trägt. Dieser Halter hat
eine keglige Innenfläche 2, die sich über den größeren 'feil seiner Länge erstreckt
und einen zylindrischen, innen mit Gewinde versehenen Abschnitt 3 an seinem rückwärtigen
Ende. Innerhalb des Halters i hefinden sich vorn drei Segmente 4, die eine keglige
Außenfläche bilden entsprechend der Innenfläche des Halters i. Die Segmente 4 haben
in Umfangsrichtung etwas Abstand und sind in gleicher Lage zueinander gehalten und
gegen ,die Innenfläche des 1lalters i gedrückt .durch eine ringförmige Feder 5,
die in eine Nut in allen drei Segmenten paßt. Vorn hallen die Segmente auf der Innenseite
eine Nut 6, die zur .\ufnahnie eines Kragens 7 auf einem Ring h dient, der von einem
Wellenstumpf 9 abgezogen werden soll. Auf das Hinterende der Segmente 4 drückt ein
Druckzylinder io, der auf die Segmente 4 den Druck überträgt, der auf ihn von einem
Druckkörper i i ausgeübt wird. Dieser greift in ide.n mit Gewinde versehenen Abschnitt
3 des Halters i mittels eines Außengewindes ein. Art seinem Hinterende hat der Druckkörper
ii kein Gewinde, sondern eilte glatte Oberfläche mit kurzen Bohrungen 12, in die
ein Stift oder -der Zahn eines geeigneten Schlüssels eingreifen kann, so daß der
Druckkörper i t gegenüber denn Halter i gedreht werden kann. I)aniit der Halter
i zurückgehalten werden kann, so claß er daran gehindert ist, sich mit dem Druckkörper
11 zu drehen, hat der Halter an seinem den Gewindeabschnitt 3 enthaltenden Ende
eine geriffelte Außenfläche 13.
Der Druckkiirllel- 1 i hat eine zentrale, mit Ge-
winde versehene Bohrring, durch die ein Bolzen i 5
geschraubt werden kann. Dieser Bolzen i 5 .hat eine
keglige Spitze 16 finit einer sehr harten Kugel i7.
Diese Kugel kann unmittelbar an ,dein Wellenstumpf
anliegen, von dem der lti»g 8 entfernt werden soll,
es ist aber auch möglich, ein Abstandsstück i8
zwischen dem 13olze» 15 und dein Wellenstumpf 9
vorzusehen. Ein solches .1bstandsstück 18 kann
irgendeine gewünschte Gestalt hallen, die u. a. be-
stimmt ist durch die Länge des allzuziehenden
Ringes und ferner durch die _\bniessungen der Vor-
richtung gemäß der Erfindung. Der finit der Ver-
wendung eines solchen .\hstandsstiickes verl)undene
Vorteil besteht darin. daß auf diese Art die Ab-
nutzung des Wellenstumpfes verhindert werden
kann, weil das Abstandsstück in 1>ezug auf den
Wellenstumpf unbeweglich bleibt, während sich die
Kugel auf dem @11>stan<i#stück bewegt. Ferner ist
es neöglich, den (3rad der Abnutzung vernachlässig-
bar klein zu machen durch Wahl eines geeigneten
Werkstoffes für Glas .\listaii(lsstück. Das Al)stands-
stück kann in eine Zentrierbohrung der Welle ein-
greifen mittels einer vorstehenden kegligen- Zen-
trierspitze und kann auf ihrer anderen Seite eine
keglige Ausnehmung haben, in welche die Kugel
eingreift. Ini Falle hohler Welle» kann das Ab-
standsstück eineu zentralen zylindrischen Teil
hallen, der zentrierend in die Bohrung der Welle
eingreift, während die Schulter, die durch die All-
stufung des Abstandsstückes gebildet wird, den
Druck auf die Welle üllertriigt.
Die Segmente kii»neii statt der Nut 6 einen nach
innen vorstehenden Teil hallen, der sich gegen eine
schräge Kante des allzuziehenden Ringes zu legen
vermal;. Der Kragen 7 an dein Iring kann darin weg-
fallen, und der Riti,g kann, abgesehen von der
schrägen Kante, glatt z_vlinelriscli oder kegelförmig
sein.
Fig. 2 und 3 zeigen acht Segmente, die an ihren
verjüngten Enden runde, nach innen vorspringende
Ränder 21 besitzen. zwischen Gienen runde Aus-
sparungen 20 vorgesel1etl sind, während ini übrigen
zwischen den Segmenten ini eingebauten Zustand
nur enge Spalte verbleiben, so daß die Segmente
bequem zusammen ausgebaut werden können. Diese
Segmente eignen sich Ix!son(lers zum Abziehen von
Itadialkugellagerringen, da die Enden der Sog-
mente mit den Itändei-n 21 zwischen den Kugeln
hindurch.geschofen werden können. die dabei in die
rundete Aussllartlngell 20 eintreten. Die abgerunde-
ten Ränder 21 vertniigen in die tut des Kugellager-
rin.ges zu fassen, in der die Kugeln laufen, ohne daß
dieser mit einem voi-stelienden Teil oder auch nur
finit einer Abschrägun,g versehen zti sein braucht.
.Mit den Segmenten kiiniien ,wegen des kleinen
Krümmutigsliallimessers auch hinge von sehr ver-
schiedenem Durclinie sser allgezogen werden, wobei
eilte Spitzenberührung finit dein lZing vermieden ist.
Die Vorrichtung geniül.@ Fig. 4 ist geeignet, uni
Ringe aus Bohrungen auszuziehen, und enthält ein
Führungsglied 22, (las eine konische Außenfläche
23 und eine gleichachsige, mit Gewinde 24 versehene
Bohrung hat. Die besagte Führung 22 hat eine rohrartige Verlängerung
25 mit einem Innendurchmesser, der geringfügig größer ist als der Außendurchmesser
des Gewindes 24, und mit einem Außen:gewiilcle 26 an ihrem von dem Führungsglied
abgewandten Ende. Das Führungsglied arbeitet mit einer Anzahl von Segmenten 27 zusammen,
z. B. mit deren drei. Diese haben eine Innenfläche 28, die mit der kegligen Außenfläche
23 des Führungsgliedes zusammenarbeitet. Ferner haben diese Soginente einen kegelförmig
vorstehenden Rand 29, der hinter den Randdes abzuziehenden Ringes faßt, und eine
zylindrische Außenflächei3o, die, wenn nötig, in Berührung mit der Innenfläche des
abzuziehenden Ringes gebracht werden kann. Die Segmente 27. sind so gestaltet, .daß
die Außenfläche 3o nur dann eine zylindrische Fläche ist, wenn sie eine bestimmte
Lage in bezug auf die Führung 22 einnimmt. Im Hinblick hierauf kann jeder Satz von
Segmenten 27 nur zum Abziehen von Ringen verwendet werden, deren Innendurchmesser
nur wenig von einem bestimmten Wert abweicht. Die Segmente sind mit einer gemeinsamen
Ringnut
31 versehen, in die eine ringförmige Drahtfeder 32 gelegt ist, die
die Sogmente zusammendrückt. Ferner hat jedes Segment eine abgerundete Endfläche
34. Diese Fläche 34 jedes Segmentes stützt sich in einer Ringnut 35 gegen einen
'Druckkörper 36. Dieser Druckkörper kann in Eingriff stehen finit einem Gewindeteil
37 innerhalb eines Halters 38, .der teilweise die Segmente bis ii@ber die
ringförmige Feder 32 schützend umhüllt und zur Handhabung der Vorrichtung dient.
Offensichtlich kann (lies-er Halter 38 weggelassen werden ohne irgendeinen Nachteil
bezüglich der Wirkung der Vorrichtung. Der Druckkörper 36 umschließt die Verlängerung25
des Führungsgliedes mit Zwischenrauen und greift nicht in das Gewinde des .Führungsgliedes
ein. \n seinem von den Segmenten abgewendeten Ende hat der Druckkörper 36 eine Druckfläche
48. Diese arbeitet mit einer Mutter 49 zusammen, die auf das Gewinde 26 der Verlängerung
25 des Führungsgliedes geschraubt ist. Die Mutter 49 hat eine Ringnut 5o, mit der
die Endtlächen 34 i der Segmente in Eingriff kommen können, wenn sowohl der Druckkörper
3,6 als auch der Halter 38 weggelassen werden. Bei dieser Vorrichtung kann dann
von einem Druckelement mit einer Druckringmutter Gebrauch gemacht werden, wie es
bei der Ausführungsform nach Fig.6 erläutert ist, ; deren Teile weiter unten beschrieben
werden. Ein Bolzen 39 ist in der durchgehenden Bohrung der Verlängerung 25 des Führungsgliedes
angeordnet und greift mittels eines Gewindes in den mit Gewinde versehenen Teil
24 des Führungsgliedes 22 ein. An seinem auf der Seite der Segmente liegenden Ende
trägt der Bolzen eine zentral angeordnete harte Kugel 40. Die Vorrichtung arbeitet
wie folgt: Wenn ein Ring abgezogen werden soll, wird der Druckkörper 36 oder der
Halter 38 von Hand oder im Falle ' schwererer Vorrichtungen mittels eines geeigneten
Stützgliedes oder -gerätes gehalten. Wenn die Seg inente 27 noch nicht weit ,genug
nach innen bewegt worden sind, um sie durch den Ring einzuführen, wird die Mutter
49 auf der Verlängerung 23 des Führungsgliedes 22 derart gedreht, daß sie sich nach
hinten bewegt. Das Führungsglied, 22 ist dabei durch die Reibung zwischen den iSegmenten
27 und dem Führungsglied 22 an einer Drehung gehindert. Darauf wird der Bolzen 39,
die Verlängerung 25 oder die Mutter 49 nach vorn gedrückt. Infolgedessen werden
diese drei Glieder gemeinsam verschoben. Infolge der Verschiebung der kegligen Fläche
23 der Führung 22 nehmen. die Segmente nunmehr eine Lage mit einem kleineren Durchmesser
ein, da sie durch die Feder 32 zusammengepreßt werden. Darauf werden die Segmente
durch den abzuziehenden Ring eingeführt, worauf die Mutter 49 in der zu .der vorherigen
Drehrichtung entgegengesetzten Richtung gedreht wird. Infolge des Druckes der besagten
Mutter 49 gegen die Fläche 48 des Druckkörpers 36 während dieser Drehung wird das
Führungsglied 22 nach hinten bewegt, so daß sich die Segmente nach außen bewegen.
Dies wird fortgesetzt, bis die Segmente hinter den abzuziehenden Ring ohne oder
im wesentlichen ohne Spiel greifen. Die Konstruktion der Vorrichtung und die Gestalt
der Flächen 29 und
30 sichern eine gute Zentrierung der N'orrichtung in dem
Ring. Der Bolzen 319 wird .dann in dem Führungsglied 22 gedreht, bis sich seine
Kugel 40 gegen eine Stützfläche in dem Maschinenteil legt. Bei weiterem Drehen des
Bolzens 39 in derselben Richtung wird der Ring aus der Bohrung gezogen. In der Vorrichtung
nach Fig. 5 weist das Führungsglied 2'2 eine Verlängerung 25 auf mit einem sich
über einen beträchtlichen Teil ihrer Länge erstreckenden Gewinde 26. Bei dieser
Ausführungsform hat das Führungsglied 22 auch Innengewinde 24, durch das ein Bolzen
für das Abziehen geschraubt werden kann. Jedoch ist diese Vorrichtung auch geeignet
zur Anwendung in solchen Fällen, in denen kein Wellenstumpf oder eine andere Fläche
vorhanden ist, gegen die sich ein Bolzen mit seinem Vorderteil stützen könnte. Gemäß
dieser Ausführungsform sind die Segmente 27 mit einer abgestuften Außenfläche 41
versehen, die so ausgebildet ist, daß drei Kragen 42 gebildet -,verden, die hinter
die abzuziehenden Ringe fassen können. Es ist damit möglich, Ringe von drei verschiedenen
Innendurchmessern mit demselben Satz von Segmenten abzuziehen. Diese Segmente haben
auch .abgerundete Endflächen 34, die mit einem auf das Gewinde 26 @geschraubten
Druckkörper 43 zusammenwirken. Hinter dem besagten Druckkörper ist ein Druckteil
44 vorgesehen, der dazu dient. gegen den Konstruktionsteil zu stoßen, aus dem der
Ring herausgezogen werden soll. Ein Axialdruckkugellager 45 ist hinter diesem .Druckteil
vorgesehen, und hinter diesem befindet sich eine auf dasselbe Gewinde 26 geschraubte
Druckringmutter 46. Bei dieser Ausführungsform ist auch eine Feder 32 vorhanden,
welche die Segmente nach innen drückt. Durch Drehen des Druckkörpers 43 ist es
möglich,
die Segmente 27 mit ihrer kegligen Innenfläche 47 derart entlang der kegligen Außenfläche
23 des Führungsgliedes 22 zu verschieben, daß die Segmente aufeinander zu oder voneinander
weg bewegt werden. Nachdem die Segmente in den Ring eingeführt sind und ihn ergriffen
haben, was durch Drehen des Druckkörpers 43 geschieht, wird der Druckteil 44 mit
dem Lager 45 und der Druckringmutter 46 längs der Verlängerung 25 des Führungsgliedes
bewegt, worauf der Ring durch Drehen der Ringmutter 46 abgezogen wird. Die Innenfläche
47, die von den Segmenten gebildet wird, ist so gestaltet, daß sich ein möglichst
wirkungsvolles Zusammenarbeiten mit der kegligen Außenfläche des Führungsgliedes
22 ergibt. Um diesen Zweck zu erreichen, kann die Fläche 47 keglig mit demselben
Scheitel wie die Außenfläche 23 ausgebildet sein, die Fläche 47 kann aber auch,
im Axialschnitt gesehen, gewölbt sein. In Fig. 6 ist eine Vorrichtung gemäß der
Erfindung gezeigt, di_e geeignet ist, Ringe von Wellen o. dgl. abzuziehen. Diese
Vorrichtung gemäß Fig. 6 ist leichter herzustellen und zu handhaben als die Vorrichtungen
gemäß Fig. i. Bei dieser Ausfiilirungsform ist das Führungsglied, wie es auch in
Fig. i der Fall ist, als ein Halter 49 ausgebildet, der auf der einen Seite eine
keglige Innenfläche 9b hat, mit der eine Anzahl Segmente 51 zusammenarbeitet. Diese
Segmente bilden an jedem Ende eine äußere keglige Fläche 52 und 53. Die Innenseite
der Segmente weist zwei zylindrische Teile 54 und' 55 von verschiedenem Durchmesser
auf. Der zylindrische Teil 54 hat an dem entsprechenden Ende der Segmente 51 eine
konische Randfläche 56, die sich in bezug auf den Teil 54 nach innen erstreckt.
Der zylindrische Teil
55 besitzt an dem entsprechenden Ende der Segmente
51 einen sich nach innen erstreckenden,Randteil 57. Die Segmente 51, vori denen
z. B. drei vorhanden sind, haben, wiederum als Ganzes gesehen, an ihrem Umfang eine
Nut 5,8 mit annähernd rechteckigem Querschnitt. In dieser Nut 58 liegt eine Drahtfeder
59 von rechteckigem Querschnitt. Wenn sich diese Feder 59 und die Segmente 51 in
der dargestellten Lage innerhalb des Halters 49 befinden, steht die Feder 59 unter
einem radial nach innen gerichteten Druck. Damit die Feder 59 die Segmente 51 nach
außen drängt, ist die Nut 58 an ihren äußeren Kanten durch Hämmern o. dgl. verformt,
um die Feder 59 an dem Heraustreten aus der Nut 58 zu hindern. Die Segmente 51 werden
daher durch die Feder 59 nach außen gedrängt, die mit den eingezogenen äußeren Kanten
der Nut 58 zusammenarbeitet. Das Führungsglied 49 ist mit Innen- und Außengewindeteilen
6o bzw. 61 versehen. Ein Druckkörper 62 wirkt mit dem Innengewindeteil 6o des Führungsgliedes
49 zusammen. Ein Druckteil 63 von im wesentlichen zylindrischer Gestalt kann auf
(las Führungsglied 49y geschraubt werden. Nach dem, was bezüglich der Ausführungsform
gemäß Fig. i gesagt ist, ist nicht viel über die \\'irkungsweise dieser Vorrichtung
nach Fig.6 zu sagen. Der Druckkörper 62 hat dieselbe Aufgabe wie die Körper t i
und i i° in I# ig. i, nämlich die Segmente in die keglige Führung zu drücken, um
sie einander zu nähern. \\'enn ein abzuziehender Ring auf einer \\'elle sitzt, .deren
Ende leicht dazu benutzt werden kann, einen axialen Druck zum Abziehen des Ringes
zu schaffen, kann ein Bolzen durch eine Gewindebohrung 64 in den Druckkörper 62
eingeführt «erden. Ein solcher Bolzen ist in Fig. i mit i_3 bezeichnet. \\'e11 der
den Ring umgebende Konstruktionsteil besser dazu geeignet ist, einen axialen Druck
zum :Abziehen des Ringes zu schaffen, kann der Druckteil
63 hierzu verwendet
werden. Das Abziehen des Ringes kann in diesem Fall durch Drehen des Druckteiles
63 mit Hilfe eines Werkzeuges geschehen, (las in Bohrungen 65 in diesem Teil
63 eirngreift, so daß durch Abstützung der vorderen Fläche (die rechte Fläche
in Fig. 6) dieses Teiles 63 gegen den den Ring umgebenden Bauteil eine geeignete
axiale Kraft erzielt wird. Diese Konstruktion nach Fig. 6 ist ganz einfach, hat
viele Anwendungsmöglichkeiten bei verschiedenen Verhältnissen. und es ist ein besonderer
Vorteil dieser Ausführungsform, daß die Seätnente 51 zum Abziehen von Ringen von
zwei verschiedenen Durchmessern benutzt werden können. Wenn nämlich die Segmente
aus, dem Führungsglied 49 herausgenommen und umgedreht werden, so daß ihr vorderer
Teil zum hinteren Teil wird, wirkt die keglige Außenfläche 53 mit der inneren kegligen
Fläche ;o des Führungsgliedes 49 zusammen. Es können nunmehr Ringe abgezogen werden
mit einem Außendurchmesser, der im wesentlichen dein Durchmesser der inneren Zylinderfläche
55 der Segmente 51 entspricht. Bei einer ,gegebenen Zahl von Durchmessern von abzuziehenden
Ringen ist daher die Zahl der benötigten Segmente nur halb so gro13 wie die Zahl
der bei den vorher beschriebenen .ltisführungsformen belfitigten Segmente. Eine
andere einfache Ausführungsform zum Abziehen von Ringen von einer Welle, Hülse o.
dgl. zeigt Fig.7. Bei <fieser :#,tisfülirungsform ist angenommen, daß die Welle
66, die von dem abzuziehenden Ring 67 umschlossen ist, von solcher Gestalt und Abmessung
in axialer Richtung ist, daß es nicht leicht ist, den Ring durch Ausübung eines
axialen Druckes auf das Ende der Welle abzuziehen. -eia dies weit Hervorragt. In
diesem Fall wirkt eine Anzahl von Segmenten 68, die z. B. eine pyramidenförmige
Außenfläche 69 bilden, mit der z. B. pyramidenförmigen Innenfläche eines Fiihrungsgliedes
70 zusammen. das die Segmente umschließt. Die Welle 66. \-on welcher der
Ring 67 abgezogen werden soll, hat, wie angenommen wird, eine sich in radialer hichtln-
erstreckende Schulter 71. Die zum .\1>zielien des Ringes notwendige Kraft erhält
man in diesem Fall (furch A lxlrfcken von dieser Schulter 7 i. Das Führungsglied
70 ist außen mit Gewinde 7 2 versehen, das im Eingriff finit einer Druckkappe
73 und einem Druckring 74 steht. Die 'Druckkappe 73 w lrkt so, (laß sie die Segmente
nach recht: bewegt oder zuläßt, daß sie
sich nach links bewegen.
Der Druckring 74 hat Iiolirtingen 75, in die ein Werkzeug zum Drehen dieses Ringes
eingreifen kann. Ein Stützring 76 ist vorgesehen, der sich gegen die Schulter 71
der Welle 66 zu stützen vermag. Kugeln 77 sind zwischen den Ring 74 und den Ring
76 eingefugt. Die Ausführungsform nach Fig.7 ist ganz einfach in der Herstellung
und in der Wirkungsweise, und darüber hinaus hat diese Ausführungsform eine verminderte
axiale Länge. Die Segmente 68 können auch zum Abziehen von Ringen mit zwei verschiedenen
Durchmessern verwendet werden, denn sie bilden zwei nach verschiedenen Richtungen
weisende pyramidenförmige Außenflächen und zwei zylindrische Innenflächen itiit
verschiedenem Durchmesser. Bei dieser Ausführungsform ist keine Drahtfeder vorhanden,
um die Segmente nach außen zu bewegen. Eine solche Feder ist nicht immer erforderlich
und kann in einigen Fällen weggelassen werden, da die Segmente solche Seitenflächen
haben und zusammen einen solchen beträchtlichen Teil eines Kreis- oder Vieleckumfanges
einnehmen, daß sie ohne Vorhandensein einer Feder etwa in der gewünschten Lage innerhalb
des Führungsgliedes
70 verbleiben. In -- ig. 8 ist eine andere Ausführungsform
zum Abziehen von Ringen angegeben, die von einem festen Bauteil umschlossen und
festgehalten werden. Diese Ausführungsform hat ein Stützglied 78, das sich zum Abziehen
des Ringes gegen den umschließenden Bauteil stützt. Durch eine zentrale Bohruilg
79 in dieseln Glied 78- ist ein Bolzen So geführt, der einen Vierkantkopf 81 und
einen mit Gewinde versehenen Teil 82 hat. Auf der von dem Kopf 8i abgewandten Seite
des Bolzens 8o ist auf ihm ein Führungsglied 83 durch irgendwelche geeignete Mittel
befestigt. Dieses Führungsglied 83 hat die Gestalt einer einfachen Scheibe mit einer
kegligen Außenfläche 84. Eine Anzahl Segmente 85 ist angeordnet, die durch eine
Drahtfeder 86 nach innen .gedrängt werden. Die Segmente, wiederum als Ganzes gesehen,
verjüngen sich auf ihrer Innenseite keglig nach den Enden zu. Die Außenfläche der
Segmente 85 vermag mit der Innenseite von abzuzielieii,den Ringen mit im wesentlichen
zwei verschiedenen Durchmessern zusammenzuarbeiten und hat an beiden Enden nach
außengerichtete Greifkanten 89. Eine Flügelmutter 87 ist auf den Bolzen 8o geschraubt
und vermag den Bolzen So mit dem Führungsglied 83, den Segmenten 85 und einem abzuziehenden
Ring in bezug auf das Stützlied 78 und .den festen, den abzuziehenden Ring umschließenden
Bauteil nach links zu ziehen, wie aus F ig. 9 ersichtlich ist. Außer wegen ihrer
bemerkenswerten Einfachheit ist diese Ausführungsform von Bedeutung, weil bei ihr
ein Verschwenken der Segmente 85 eintreten kann, wenn sie in einen abzuziehenden
Ring eingeführt werden, vorausgesetzt, daß dieser Ring an seinem rückwärtigen Ende
abgerundet ist oder an diesem Ende einen konischen oder anderen schräg verlaufenden
Teil aufweist. Dies wird klar werden, wenn zuerst angenommen wird, daß die Vorrichtung
gänzlich auseinandergenommen ist. Das Führungsglied 83 mit dem Bolzen 8o wird nun
in den abzuziehenden Ring in die zum Abziehen des Ringes richtige Lage eingeführt.
Danach werden die Segmente 85 mit der Feder 86 zusammen um das Führungsglied herum
in den abzuziehenden Ring eingeschoben. Während dieses Einführens werden die Segmente
85 nach innen gedrückt, wobei ihre rechten Greifkanten 89 die Innenfläche des abzuziehenden
Ringes berühren. Während dieser Bewegung kommen die Segmente in Eingriff mit dem
Führungsglied 83. Nachdem die Segmente mit ihren Greifkanten 89 hinter den abzuziehenden
Ring getreten sind, schnappen diese Kanten
89 unter der Wirkung der nach
innen drückenden Drahtfeder 86 nach außen hinter das abgerundete, konische oder
anderweitig schräg verlaufende Ende des abzuziehenden Ringes. Wenn der abzuziehende
Ring keine abgerundete, konische oder anderweitig schräg verlaufende hintere Kante
aufweist, werden ,die Segmente 85 nach dem Einführen in diesen Ring in der Weise
nach außen bewegt, wie es oben bezüglich Fig.4 und 5 beschrieben ist, wobei .sie
hinter den abzuziehenden Ring greifen. Wenn sich z. B. hinter dem abzuziehenuen
hing ein Bauteil befindet, der denselben Innendurchmesser hat, so daß die Innenflächen
des abzuziehenden Ringes und dieses Teiles fluchten, können die scharfen Außenkanten
89 der Segmente an der Trennfuge des Ringes und des Bauteiles nach außen gedrängt
werden, so daß sieden abzuziehenden Ring etwas in der gewünschten Richtung bewegen,
worauf .die Kanten 89 fest hinter diesen Ring greifen. Diese Bewegung der Segmente
kann durch eine Druckscheibe 88 bewirkt werden. Diese ist auf den Bolzen 8o geschraubt
und kann mit einem geeigneten Werkzeug oder von Hand gedreht werden, wobei sie sich
gegen die Segmente stützt. Die Segmente können leicht ausgewechselt werden, so daß
dieselbe Vorrichtung, wenn sie verschiedene Sätze von Segmenten umfaßt, zum Abziehen
von Ringen mit stark voneinander abweichenden Innendurchmessern verwendet werden
kann. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung kann vorteilhaft zum Abziehen aller möglichen
Ringarten von Wellen oder anderen Bauteilen benutzt werden. Besonders ist eine solche
Vorrichtung geeignet zum Abziehen von Innen- oder Außenringen von Kugel-oder Rollenlagern
in Transmissionen, Drehbänken und anderen Maschinen. Die Erfindung ist nicht auf
die obigen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern kann bei verschiedenen Ausführungsformen
angewendet werden.
PATENTANSPRÜCHE:
t. Vorrichtung zum Abziehen eines Ringes
oder ähnlichen Körpers von einem Konstruktionsteil, der den besagten Körper umschließt
oder ihn trägt, z., B. von einem Maschinengehäuse, einer Welle o.,dgl., dadurch
gekennzeichnet,
<laß die Vorrichtung ein Führungsglied (1, 22,
49, 70, 83), <las eine kegel- oder lfyramidenförinige Führungsfläche (2, 23,
90.84) hat, und eine Anzahl von Segmenten (4, 27, 51, 68, 85) umfaßt, die in ihrer
Gesamtheit innen oder außen eine entsprechende kegel- oder pyramidenförmige Fläche
(28, 47. 52. 53, 69) bilden und mit dem Ring (8, 67) oder ähnlichen Körpern zusammenarbeitende
Flächen (6, 21, 29, 41, 56, 89) besitzen, die so gestaltet sind, daß der Ring durch
die Segmente axial mitgenommen wird, wenn diese in der .\1>zieliriclitung längs
bewegt werden, wobei Vorkehrungen (io,
11, 32, 49, 43, 62, 73, 88)
:getrofteti sind für die gemeinsame axiale und, durch Zusammenwirken der Segmente
mit der kegel- oder pyra= nii,denförmigen Fläche des Führungsgliedes, radiale Lagenveränderutig
der Segmente in bezug auf das Führungsglied und ein oder mehr Glieder (15, 39, 44,
46, 63, 74, 78, 87) für die axiale Verschiebung des Führungsgliedes mit den Segmenten
in bezug auf den Konstruktionsteil vorhanden sind.