DE82441C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Während es bisher nur gelungen ist, Amidoderivate des Naphtalins, nicht aber solche des
Benzols zu hydriren, hat der Erfinder festgestellt, dafs das gleichzeitige Vorhandensein einer Amidogruppe,
wenn auch durch Alkyle substituirt, und eines Carboxyls die Hydrirung ermöglicht,
dafs man also zu Hydrobenzolderivaten gelangt, wenn man Amidocarbonsäuren der Einwirkung
von Natrium in alkoholischer Lösung unterwirft. Als Reductionsproducte der Amidocarbonsäuren
erhält man neben deren Hexahydroderivaten auch Hexahydrobenzoesäure, es wird also die Amidogruppe durch Wasserstoff
ersetzt.
Als Beispiele für vorliegendes Verfahren dienen die Reduction der Anthranilsäure, p-Amidobenzoesäure
und p-Dimethylamidobenzoesäure.
io kg Anthranilsäure werden in einer Lösung
von 400 kg siedenden Amylalkohols mit 32 kg Na reducirt. Nach beendeter Reaction schüttelt
man die Masse mit Wasser aus, entfernt den Amylalkohol und säuert die wässrige Flüssigkeit
mit Salzsäure an. Aether entzieht derselben ein Gemenge von Hexahydrobenzoesäure und
Pimelinsäure, welche man durch Abtreiben der Hexahydrobenzoesäure mit Wasserdampf trennt.
In der salzsauren Flüssigkeit ist die Hexahydroanthranilsäure enthalten. Zur Isolirung
derselben dunstet man die Flüssigkeit scharf zur Trockne und kann nun entweder dem
Salzrückstand mit absolutem Alkohol direct das salzsaure Salz der Hexahydroanthranilsäure
entziehen, welches, aus absolutem Alkohol umkrystallisirt, in weifsen Krystallnadeln vom
Schmp. 203 bis 204 ° erhalten wird, oder man isolirt die Hexahydroanthranilsäure in Form
ihres Aethylesters. In diesem Falle übergiefst man den trockenen Salzrückstand mit absolutem
Alkohol und leitet so lange trockenes Salzsäuregas ein, bis sich die Flüssigkeit, die sich anfangs
stark erwärmt, wieder vollständig abgekühlt hat. Man kocht hierauf etwa eine Stunde unter
Rückflufs und destillirt den Alkohol ab. Es resultirt ein öliger Rückstand, den man in
Wasser auflöst. Zur Entfernung von etwas Pimelinsäure- und Hexahydrobenzoesäureäther,
sowie von Valeriansäureäther, dessen Säure sich bei der Reaction aus dem Amylalkohol
leicht bildet, schüttelt man die saure Flüssigkeit zunächst mit Aether aus, hierauf macht
man mit Natronlauge und Potasche alkalisch, wobei sich der Hexahydroanthranilsäureäthylester
als OeI abscheidet, welches von Aether leicht aufgenommen wird. Der Hexahydroanthranilsäureäthylester
stellt ein basisches OeI dar, dessen Geruch an den des Benzoesäureäthers
erinnert, bildet mit Salzsäure Nebel und siedet bei 40 mm Druck unzersetzt bei 148
bis 151°.
Es sei hier noch angeführt, dafs die salzsaure
Hexahydroanthranilsäure bei der Einwirkung von salpetriger Säure in Hexahydrosalicylsäure
übergeht, die aus Wasser in Nadeln vom Schmp. 111° krystallisirt.
10 kg p-Amidobenzoesäure werden in einer siedenden Lösung von 450 kg Amylalkohol
mit 22 kg Natrium reducirt. Verarbeitet man das Reactionsproduct, wie in Beispiel I. ange-
geben, so kann man der sauren Flüssigkeit beträchtliche Mengen Hexahydrobenzoesäure
entziehen, während sich aus dem getrockneten Salzrückstand durch Anwendung der Esterificirungsmethode
der Hexahydro-p-amidobenzoesäureester in Form eines Oeles gewinnen läfst,
welches mit Bromwasserstoffsäure ein Salz bildet, das aus einem Gemisch von absolutem Alkohol
und Essigäther in glänzenden weifsen Blättchen krystallisirt, die unscharf bei 152 bis 155°
schmelzen. Die p-Amidohexahydrobenzoesäure bildet Blättchen und schmilzt bei 303 bis 3040.
Beispiel III.
25 kg p-Dimethylamidobenzoesäure werden in 1700 kg Amylalkohol bei Siedetemperatur
mit 133 kg Natrium reducirt. Man verarbeitet
das Reactionsproduct, wie in Beispiel I. angegeben, und kann der angesäuerten Flüssigkeit
mit Aether oder Ligroin etwa 40 pCt. Hexahydrobenzoesäure entziehen. Wird der nach
dem Ansäuern hinterbleibende Trockenrückstand esterificirt, so entsteht der Hexahydrodimethylp-amidobenzoesäureäther,
welcher sich in Form eines Oeles isoliren läfst. Der Ester wird durch zwölfstündiges Kochen mit Wasser verseift.
Die freie Hexahydrodimethyl-p-amidobenzoesäure krystallisirt aus einem Gemisch von Alkohol
und Essigäther in durchsichtigen, glasglänzenden Prismen und viereckigen Blättchen,
die hei 95° erweichen, bei ca. 1300 abermals
fest werden und schliefslich bei 219 bis ,220° wieder schmelzen. Das Platindoppelsalz der
Hexahydrodimethyl-p-amidobenzoesäure bildet prismatische gelbe Nadeln, die bei 23 2 ° unter
Zersetzung schmelzen.
Die aus- den Amidobenzoesäuren entstehenden Hexahydrobenzoederivate finden Verwendung
für pharmaceutische Zwecke.
Claims (2)
1. Verfahren zur Darstellung von Hexahydrobenzoesäure
und ihren Derivaten, darin bestehend, dafs man die Amidobenzoesäuren
oder ihre Derivate in alkoholischen Lösungen mit Natrium behandelt.
2. Anwendung des unter Anspruch 1. geschützten Verfahrens auf die Reduction
von Anthranilsäure, p-Amidobenzoe'säure und Dimethyl-p-amidobenzoesäure.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE82441C true DE82441C (de) |
Family
ID=354848
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT82441D Active DE82441C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE82441C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2894025A (en) * | 1955-09-07 | 1959-07-07 | Du Pont | Gamma-(3-aminocyclohexyl)butyric acid and esters |
-
0
- DE DENDAT82441D patent/DE82441C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2894025A (en) * | 1955-09-07 | 1959-07-07 | Du Pont | Gamma-(3-aminocyclohexyl)butyric acid and esters |
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