DE823965C - Aufnehmerballenpresse - Google Patents
AufnehmerballenpresseInfo
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- DE823965C DE823965C DEI920A DEI0000920A DE823965C DE 823965 C DE823965 C DE 823965C DE I920 A DEI920 A DE I920A DE I0000920 A DEI0000920 A DE I0000920A DE 823965 C DE823965 C DE 823965C
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- screw conveyor
- platform
- inlet opening
- crop
- baler
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F15/00—Baling presses for straw, hay or the like
- A01F15/08—Details
- A01F15/10—Feeding devices for the crop material e.g. precompression devices
- A01F15/101—Feeding at right angles to the compression stroke
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F15/00—Baling presses for straw, hay or the like
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- A01F15/10—Feeding devices for the crop material e.g. precompression devices
- A01F15/101—Feeding at right angles to the compression stroke
- A01F2015/103—Feeding at right angles to the compression stroke the pressing chamber is fed from a lateral side
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Basic Packing Technique (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 6. DEZEMBER 1951
/ 920 /// / 45 e
Aufnehmerballenpresse
Aufnehmerballenpressen werden oft mit längs der Fahrtrichtung liegendem Preßraum ausgerüstet, der
mit einer seitlichen Einlauföffnung versehen ist, vor welcher eine Plattform mit unmittelbar davor liegender
Aufnehmerwalze angeordnet ist.
Bisher war es üblich, das von der Aufnehmerwalze erfaßte und auf die Plattform geworfene Erntegut entweder
von einem quer zur Fahrtrichtung umlaufenden Plattformtuch oder durch quer zur Fahrtrichtung umlaufende
Kettenräder, die mit Mitnehmern ausgerüstet waren, seitlich zum Preßraum hinzuführen. Das so in
den Preßraum gelangende Erntegut wird dann dort von dem sich in Fahrtrichtung vor und zurück bewegenden
Preßkolben erfaßt und zu einem Ballen zusammengepreßt.
Das Erfassen und seitliche Weiterbefördern des anfallenden Erntegutes ist mit den bekannten Bauarten
in nicht zufriedenstellender Weise durchführbar. Nachteilig ist einmal, daß das Gut so lose, wie es auf die
Plattform geworfen wird, auch dem Preßraum zugeführt wird. Zum andern ist zum Nachteil, daß bei
allen endlosen Fördermitteln beim Rücklauf Teile des Erntegutes erfaßt und mitgerissen werden können,
die verlustig gehen.
In Erkenntnis, daß es eines grundsätzlich anderen Fördermittels bedarf, um diese Nachteile zu beheben,
wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Fördervorrichtung aus einer über der Plattform schwingbar
aufgehängten, vorzugsweise anhebbaren, gegebenenfalls in bestimmten Stellungen feststellbaren Förder-
schnecke zum Querfördern des von der Aufnehmerwalze auf die Plattform gehobenen Erntegutes in
Richtung auf die Einlauföffnung sowie aus Stopffingern bestehen zu lassen, die das von der Förderschnecke
seitlich herangeschobene Erntegut in die seitliche Einlauföffnung des Preßraumes einstopfen
und diesen durchlaufen, wenn sich der Preßkolben in zurückgezogener Stellung befindet. Da eine Förderschnecke
keinen rückläufigen Teil aufweist und die ίο Plattform an keiner Stelle unterbrochen zu werden
braucht, entfallen jegliche Verluste, die sonst bei rückläufigen Fördermitteln unvermeidbar sind. Das
anfallende, von der umlaufenden Schnecke erfaßte Erntegut wird vollständig und mit sanftem Druck
in Richtung der Einlauf öffnung des Preßraumes gefördert, und um dieses Erntegut bis in das Innere
des Preßraumes in den Bereich des dort arbeitenden Preßkolbens zu bringen, erfassen Stopffinger am Ende
der Förderschnecke das dort hereingeschobene Erntegut, indem sie in dieses von oben einstechen und es,
indem sie eine Schwingbewegung ausführen, bis gut zur Mitte des Preßraumes hineinschieben, und zwar
in dem Augenblick, in dem sich der Preßkolben in zurückgezogener Stellung befindet. Während der
Preßkolben dann vorstoßend seinen Druck ausübt, schwingen die Stopf finger aus dem Preßraum aus, um
nach Endigung des Preßhubs und Rückkehr des Kolbens in seine zurückgezogene Stellung neu in das
von der Förderschnecke herangeführte Erntegut einzutauchen und es in den Preßraum zu schieben.
Um ein freies Anheben der Förderschnecke zu ermöglichen, ist es zweckmäßig, die Schnecke antriebsseitig
an einem Schwenkarm zu lagern, der in einem bogenförmigen Schlitz geführt ist. Um die Mindesthöhe
der Förderschnecke über der Plattform zu gewährleisten, kann ein vorzugsweise verstellbarer Anschlag
vorgesehen sein. Statt dessen können Mittel vorhanden sein, um die Förderschnecke in mindestens
einer bestimmten Höhe über der Plattform festzustellen, etwa wie es im Ausführungsbeispiel angegeben
ist. Der Raum zwischen dem freien Ende der Förderschnecke und der Einlauföffnung kann
durch Leitbleche derart ausgestaltet sein, daß in ihm eine Vorpressung des Erntegutes erfolgt. In dem
oberen Leitblech müssen, falls es vorhanden ist, Schlitze als Durchlaß für die Stopffinger vorgesehen
sein.
In den Zeichnungen ist als Beispiel eine Ausführungsform der Ballenpresse gemäß der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt
Fig. ι eine perspektivische Ansicht der Ballenpresse
gemäß der Erfindung,
Fig. 2 einen Grundriß der Ballenpresse,
Fig. 3 eine vergrößerte Draufsicht auf einen Teil der Ballenpresse,
Fig. 2 einen Grundriß der Ballenpresse,
Fig. 3 eine vergrößerte Draufsicht auf einen Teil der Ballenpresse,
Fig. 4 einen Schnitt 4-4 der Fig. 5,
Fig. 5 einen senkrechten Schnitt 5-5 der Fig. 2,
Fig. 6 einen senkrechten Schnitt ähnlich Fig. 5, jedoch nur einen Teil des in Fig. 5 Dargestellten und teils in anderer Anordnung,
Fig. 5 einen senkrechten Schnitt 5-5 der Fig. 2,
Fig. 6 einen senkrechten Schnitt ähnlich Fig. 5, jedoch nur einen Teil des in Fig. 5 Dargestellten und teils in anderer Anordnung,
Fig. 7 einen Schnitt 7-7 der Fig. 2,
Fig. 8 eine Ansicht, welche die Plattform und die Pickup-Einrichtung der Ballenpresse darstellt, Fig. 9 eine schaubildliche Ansicht des Stützrahmens der Förderschnecke.
Fig. 8 eine Ansicht, welche die Plattform und die Pickup-Einrichtung der Ballenpresse darstellt, Fig. 9 eine schaubildliche Ansicht des Stützrahmens der Förderschnecke.
Gemäß Fig. 2 und 4 bis 6 besitzt die Ballenpresse gemäß der Erfindung eine Preßvorrichtung 10 mit
einem Preßraum 11, der aus den Wänden 12 (oben), 13 (unten), 14 (Außenseite) und 15 (Innenseite) gebildet
ist. Ein Preßkolben 16 mit einem nahe der Wand 15 angebrachten Messer 17 geht in der Kammer
11 hin und her. Die innere Seitenwand 15 des Preßraumes besitzt eine Einlauföffnung 18 für das
Erntegut. Das Messer 17 schert beim Preßhub des Kolbens 16 alles noch nicht völlig in die Kammer
gelangte Material an der Einlauföffnung 18 ab. Eine Pleuelstange 19 wirkt mit einem Ende auf den
Preßkolben 16 und mit dem anderen Ende gemäß Fig. ι und 2 auf den Zapfen 20, der zwei große Getrieberäder
21 kuppelt. Die Räder 21 wirken über Getrieberäder 22 auf eine Welle 23, auf deren Enden
je eine Riemenscheibe 24 sitzt. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, wird die eine Riemenscheibe 24 von der auf
der Welle des Motors 27 sitzenden und von diesem angetriebenen Riemenscheibe 26 über einen Riemen 25
angetrieben.
Wie die Fig. 4 und 5 zeigen, erstreckt sich die Plattform 28 quer zur Bewegungsrichtung des Kolbens 16
im Preßraum 11 der Preßvorrichtung 10 bis zur Einlauföffnung
18. Die Plattform 28 besitzt eine senk- go
rechte Rückwand 29 und einen waagerechten Boden 30. Am Ende der Plattform 28 ist ein Seitenblech 31
angebracht, das über eine Winkelleiste 32 mit der senkrechten Rückwand 29 verbunden ist. Fig. 8 zeigt,
daß diese Rückwand 29 mit dem waagerechten Boden 30 durch eine gekrümmte Fläche 33 verbunden ist
und daß ein am oberen Ende der Rückwand 29 vorgesehenes Lager 34 als Drehpunkt für einen Stützrahmen
35 dient, der gesondert in Fig. 9 gezeigt ist. Wie dort zu sehen ist, hat der Rahmen 35 eine im
Lager 34 gelagerte kurze Welle 36. Das untere Ende des Rahmens 35 trägt ein Winkelstück 37 und im bestimmten
Abstand davon ein zweites Winkelstück 38. Die Winkelstücke werden durch Stifte auf Abstand
gehalten, auf denen Rollen 39 gelagert sind. In dem in der Nähe des unteren Endes des Stützrahmens 35
angebrachten Lagerauge 40 läuft, wie Fig. 4 zeigt, eine Welle 41, auf der eine Förderschnecke 42 sitzt,
die sich oberhalb des waagerechten Bodens 30 der Plattform 28 erstreckt. Der Rahmen 35 dient demnach
als Lagerung für die Förderschnecke 42. Bei der Schwenkbewegung um die Welle 36 im Lager 34
schwenkt der Rahmen die Förderschnecke 42 mit. Ein Winkelstück 43, das im Abstand von der Außenseite
des senkrechten Seitenbleches 31 angebracht ist, dient zur Sicherung der Rollen 39 des Armes 35 an
der am Seitenblech 31 angebrachten Platte 44, so daß also bei Schwenkbewegungen des Stützrahmens 35 die
Rollen 39 zwischen dem Winkelstück 43 und der Platte laufen. Ein bogenförmiger Schlitz 45 im Seitenblech
31 regelt die Bewegung der die Förderschnecke 42 tragenden Welle 41 bei der Schwenkbewegung des
Rahmens 35. Eine zwischen einem Auge 47 am Rahmen 35 und einem Auge 48 des Winkelstückes 32
gespannte Gegengewichtsfeder 46 erleichtert das Anheben des Rahmens 35 und der Förderschnecke 42.
So kann die Förderschnecke 42 den Boden 30 der Plattform 28 bestreichen; auf Wunsch kann sie auch
in bestimmten Stellungen festgestellt werden, und zwar z.B. mittels eines Bolzens 49, der in ein Loch 50
des Rahmens 35 und ein beliebiges Loch der Lochreihe 51 im Seitenblech 31 einsetzbar ist. Statt dessen
kann auch nur die unterste Stellung der Förderschnecke gegebenenfalls in verschiedener Höhe begrenzt
werden, während die Schnecke im übrigen frei schwingen kann. Dies kann ebenfalls durch Einsetzen
eines Bolzens 52 in ein Loch der Lochreihe 53 im Seitenblech 31 bewirkt werden. Die Begrenzung
der Abwärtsbewegung der Schnecke tritt dann durch den Anschlag des Rahmens 35 am Bolzen 52 ein.
Eine Aufnehmereinrichtung ist vor der Plattform 28 angeordnet. Sie besteht im wesentlichen aus einer
Walze mit Zinken und einer Vielzahl schmaler Metallstreifen 56, die, wie Fig. 8 zeigt, von der Walze bis
zur Bodenplatte 30 reichen. Die Einrichtung ist schwenkbar gelagert (Fig. 8) an einem Schwenkarm 57,
der mit einem Hebelarm 58 über einen Drehzapfen 59 starr verbunden ist. Über der Aufnehmereinrichtung
ist ein Packblech von langgestreckter S-Form angebracht. Wie aus Fig. 1 hervorgeht, trägt eine
Winkelleiste 61 die äußere Kante des Bleches 60. Die Leiste 61 ist einerseits mit dem Seitenblech 31 und
andererseits oben an der Preßvorrichtung 10 befestigt. An der Hinterkante ist das Blech 60 mit
Ketten 63 an der Querleiste 64 aufgehängt, die von der Leiste 43 und einer Strebe 65 über der Preßvorrichtung
getragen wird (Fig. 1).
Wie aus Fig. 1 und 2 hervorgeht, liegt ein Getriebekasten
66 an einem Ende der Welle des Zahnrades 21. Das Getriebe überträgt die Drehbewegung dieser
Welle über die Welle 67, ein Kreuzgelenk 68, die Welle 69, das Kreuzgelenk 70 auf die Kurbelwelle 71,
die in den Lagern 72 und 73 läuft. Ein Ende der Kurbelwelle 71 trägt ein Kegelrad 74, das im Eingriff
steht mit einem Kegelrad 75 auf der Welle 76, die einerseits im Lager 73 und andererseits am Seitenblech
31 im Lager 77 läuft. Auf der Welle 76 sitzt eine Schaltkupplung 78, an deren einem Ende ein
Kettenrad 79 angebracht ist, das ebenfalls auf der Welle 76 sitzt. Eine Kette 80 bewirkt die Kraftübertragung
zwischen dem Kettenrad 79 und dem Kettenrad 81, das ebenso wie die Förderschnecke 42 auf der
Welle 41 sitzt. Auf diese Weise wird die Förderschnecke angetrieben.
Wie aus Fig. 8 und 9 ersichtlich, trägt der Stützrahmen 35 einen Kettenspanner 82, 83, 84. Fig. 8 zeigt, daß die Welle 76 der Förderschnecke und ihr Drehpunkt 36 genügend nahe beieinander liegen, so daß bei der Bewegung der Schnecke zwischen den Endstellungen an den Enden des Schlitzes 45 die Spannung der Kette nicht wesentlich beeinflußt wird.
Wie aus Fig. 8 und 9 ersichtlich, trägt der Stützrahmen 35 einen Kettenspanner 82, 83, 84. Fig. 8 zeigt, daß die Welle 76 der Förderschnecke und ihr Drehpunkt 36 genügend nahe beieinander liegen, so daß bei der Bewegung der Schnecke zwischen den Endstellungen an den Enden des Schlitzes 45 die Spannung der Kette nicht wesentlich beeinflußt wird.
Nach Fig. 4 liegt die Förderschnecke nicht ganz
parallel, sondern etwas schräg zur Rückwand 29 der Plattform 28. Die Förderschnecke stützt sich nur mit
der Welle 41 im Lager 40 des Rahmens 35 ab, so daß das andere Ende 85 der Schnecke frei beweglich ist.
Es liegt infolge der Schräglage der Förderschnecke nahe bei der senkrechten Wand 86, die sich an der
Vorderseite der Einlauföffnung 18 in der Seitenwand 15
des Preßraumes befindet. Diese Wand 86 erstreckt sich mit einem quer zum Preßraum, d. h. zur Bewegungsrichtung
des Kolbens 16 verlaufenden Teil 87 über einen 900 Bogen 89 zu einem Teil 88. parallel
zur Preßkammer, der die Begrenzung für die Aufnehmervorrichtung 54 bildet. Ein gekrümmtes Leitblech
90, das einerseits an der Rückwand 29 der Plattform und andererseits am Seitenblech 31 befestigt ist,
dient dazu, den Abstand zwischen sich und der Förderschnecke in Richtung auf den Preßraum zu
erweitern.
Die Kurbelwelle 71 trägt ein Paar Lagerhälften 91
und 92. Diese sind durch U-Bolzen 93, die durch die Glieder 94 hindurchfassen, mit dem Ü-förmigen Stück
95 verbunden. Wie in Fig. 5 und 6 gezeigt ist, besitzt das U-Stück 95 L-förmige Schenkel 96, die am Ende
drehbar in Abstandstücken 97 gelagert sind. Diese wiederum sind ihrerseits drehbar auf der Welle 98 angeordnet,
die in am Winkelstück 100 angebrachte Abstandstücke 99 gelagert ist. Auf einer Achse 102
•im Scheitel der L-förmigen Schenkel liegt der Drehpunkt der Stopffinger 101, die durch ein Winkelstück
103 auf Abstand gehalten werden. Ein mit Federn 109 versehenes Bolzenpaar 105 verbindet die oberen Enden
der in Spitzen in auslaufenden Finger mit der axial zum Gelenkzapfen der Schenkel 96 angeordneten
Querleiste 107 und ist außerdem an dem Eisen 104 längen veränderlich durch Muttern 106 befestigt. Die
strichpunktierte Linie 112 deutet die nahezu elliptische
Bahn an, die die Fingerenden in bei einer Umdrehung der Kurbel 71 beschreiben. Fig. 5 zeigt
die Finger in der äußersten Stellung oberhalb des Preßraumes und Fig. 6 in der äußersten Stellung
innerhalb des Preßraumes.
Wie Fig. 3 und 7 zeigen, erfolgt die Ein- und Auswärtsbewegung der Finger durch Schlitze 114 im
Ansatz 113 des Preßraumdeckels 12 hindurch.
An der Außenseite des Preßraumes 11 (Fig. 2) läuft eine Kette 115 über ein auf der Welle des Zahnrades 21
sitzendes Kettenrad 116. Die Kette ist mit einem Landrad 117 so geschaltet, daß sie unterhalb einer
bestimmten Fahrgeschwindigkeit von der Maschine 27 angetrieben wird mit Hilfe der Getrieberäder 21 und
oberhalb einer bestimmten Fahrgeschwindigkeit durch das Rad 117. Die Kette 115 treibt eine Welle 118,
diese ihrerseits eine Kette 119, die die Welle 120 der
Aufnehmerwalze treibt. Somit wird die Aufnehmereinrichtung 54 ebenfalls durch das Landrad 117 angetrieben,
solange als bis zu einer bestimmten Fahrgeschwindigkeit die Kette 115 durch das Landrad angetrieben
wird.
Im Betrieb wird die Ballenpresse von einem Traktor in Längsrichtung der Preßkammer 11 über das Feld
gezogen. Die Aufnehmerwalze hebt die Halme auf und führt sie zur Förderschnecke 42. Das Packblech
60 über der Aufnehmerwalze drückt die Halme nieder, damit sie nicht über die Schnecke gelangen. Infolge
der schwingenden Lagerung bringt die Förderschnecke die Halme unter sich und führt sie durch seine Drehbewegung
auf der Plattform 28 zum Preßraum 10. Die Halme gleiten an der Rückwand 29 bzw. dem
Leitblech 90 entlang. Nachdem sie das freie Ende der Förderschnecke passiert haben, gelangen sie in
den vorn durch das Stück 87 der Wand 86 und hinten durch die Rückwand 29 der Plattform gebildeten
Raum, der oben durch den schrägen Ansatz 113 des Preßraumdeckels 12 und unten durch den Boden 30
der Plattform 28 begrenzt ist. Sie werden hier etwas zusammengedrückt und werden von den Stopffingern
in durch die seitliche Einlauf öffnung 18 in der Seitenwand 15 des Preßraumes 11 geschoben. Infolge
der Pressung in diesem Bereich wird eine erhöhte Menge Halme bei einem Arbeitsgang der Packfinger
ergriffen und eingestopft. Da die Förderschnecke frei schwingt und sowohl unter sich als auch in größerem
Ausmaß zwischen sich und der Plattformrückwand 29 Halme fördert, und da die Förderschnecke die vordere
Begrenzung des genannten Bereiches bildet, kann keine übergroße Pressung entstehen, die zu unerwünschter
Anhäufung von Halmen führen könnte, solange der Preßraum geschlossen ist. Man kann hier
demnach von einer Art Vorpreßkammer sprechen, da die Pressung immer geringer ist als der vom Kolben 16
in der Preßkammer 11 ausgeübte Preßdruck. Bei der Bewegung der Förderschnecke in der bogenförmigen
Führung 45 verändert sich gleichzeitig ihr Abstand von der Rückwand 29 und dem Boden 30. In dem
Maße, wie sich die Förderschnecke 42 demnach bei vermindertem oder vermehrtem Anfall von Halmen
zum Boden 30 hin oder von ihm weg bewegt, so bewegt sie sich zwangsläufig entsprechend der Menge
des Erntegutes in Richtung auf die Rückwand 29 oder in entgegengesetzter Richtung.
Die Lage der Bewegungsbahn 112 läßt sich etwas ändern durch Verstellung der Muttern 106 auf den
Bolzen 105, so daß der Scheitelpunkt der Bahn 112 auf die Wand 14 hin oder von ihr weg rücken kann.
Damit kann die Stopfwirkung der Fingerspitzen in verstärkt oder vermindert werden. Die Stopffinger
können so eingestellt werden, daß sie der Wand 14 näher kommen, als die Bahn 112 anzeigt. Nach dem
Verlauf der Bahnkurve bewegen sich die Enden in der Finger durch die Vorpreßkammer vor der Einlauföffnung
18 in den Preßraum 11, dann aufwärts durch
den Deckel 12, darauf durch den schrägen Ansatz 113 des Deckels 12 und schließlich zum Ausgangspunkt
außerhalb des Preßraumes zurück. Selbstverständlich ist die Bewegung der Stopffinger mit der des Kolbens
16 abgestimmt, so daß der Kolben zurückgezogen ist, wenn die Finger in die äußerste Stellung (Fig. 6) gebracht
sind, wogegen ein Preßhub des Kolbens nur dann erfolgt, wenn die Fingerenden in außerhalb des
Preßraumes sind (Fig. 5). Mit Hilfe der Federn 109 können die Finger nachgeben, so daß keine Überbeanspruchung
der Wand 14 eintritt, falls eine übergroße Menge Erntegut zum Einstopfen bereitliegt.
Die Stopffinger können ebenso nachgeben, wenn ein Klotz oder Stein in den Preßraum gerät.
Die vom Kolben 16 geformten Ballen werden durch eine Bindevorrichtung gebunden, die in den Figuren 5
und 7 angedeutet ist, wobei ein Nadelpaar 121 sich im Preß raum 11 durch Schlitze 122 im Kolben 16
aufwärts bewegen und den Bindedraht 123 durch den Preßraum 11 ziehen und zu Knüpfern 124 führen.
Das Leitblech 90 regelt den Abstand zwischen der Förderschnecke 42 und der Rückwand 29 der Plattform
28, wobei der Abstand in Richtung auf den Preßraum 11 zunimmt. Das ist sehr vorteilhaft, da die
Menge der Halme am Blech 31 gering ist, jedoch zum Preßraum hin immer mehr zunimmt, weil ja die durch
die Förderschnecke quergeförderten Halme zu den von der Aufnehmerwalze längsgeförderten Halmen
hinzukommen.
Die Aufnehmerballenpresse gemäß der Erfindung weist eine große Anzahl Vorzüge auf. Sie ergeben sich
vor allem aus der Anordnung einer Förderschnecke in unmittelbarer Nähe der Aufnehmerwalze. Die
schwingende Aufhängung der Schnecke gewährleistet, vorzugsweise unterstützt durch das über der Walze
aufgehängte Packblech, das sichere Fassen der Halme, so daß sie größtenteils unter und hinter die Schnecke
gebracht werden. Durch die Anordnung wird eine Vorpressung erreicht und damit eine erhöhte Wirksamkeit
der Stopfvorrichtung.
Die Anwendung einer Förderschnecke zur Anforderung von Erntegut in die seitliche Einlauföffnung
eines Preßraumes ist erfindungsgemäß erstmalig vorgeschlagen worden. Hinzu kommt, daß die schwingende
Aufhängung der Förderschnecke nicht nur in Verbindung mit einem Preßraum, sondern auch allgemein
bei Erntemaschinen aller Art neu ist. Ebenso vorteilhaft ist die neue Kombination einer Förderschnecke
unmittelbar an der Aufnehmerwalze und dem Preßraum. Das gilt auch für die Anordnung des
Packbleches über der Walze. Auch die Anordnung der Stopfeinwirkung zur seitlichen Zuführung des
Erntegutes in den Preßraum ist fortschrittlich.
Die Stopffinger sind an sich neu gestaltet und in eine zweckmäßige Kombination sowohl mit der seitlichen
Einbringung des Erntegutes als auch der seitlichen Einlauföffnung gebracht.
Claims (7)
1. Aufnehmerballenpresse mit längs der Fahrtrichtung
liegendem Preßraum mit seitlicher Einlauföffnung, vor welcher eine Plattform mit unmittelbar
davor liegender Aufnehmerwalze angeordnet ist, gekennzeichnet durch eine über der
Plattform (30) schwingbar aufgehängte, vorzugsweise anhebbare, gegebenenfalls in bestimmten
Stellungen feststellbare Förderschnecke (42) zum Querfördern des von der Aufnehmerwalze (54) auf
die Plattform (30) gehobenen Erntegutes in Riehtung auf die Einlauföffnung (18) sowie durch
Stopffinger (101), die das von der Förderschnecke (42) seitlich herangeschobene Erntegut in die seitliche
Einlauföffnung (18) des Preßraumes (11) einstopfen und diesen durchlaufen, wenn sich der
Preßkolben (16) in zurückgezogener Stellung befindet.
2. Ballenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Förderschnecke (42) antriebsseitig an einem Schwenkarm (35) gelagert ist,
der in einem ein Nähern und Entfernen der Schnecke (42) von der Plattform (28) und von der
Rückwand (29) ermöglichenden bogenförmigen Schlitz (45) geführt ist.
3. Ballenpresse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderschnecke (42) derart
schräg angeordnet ist, daß ihr Abstand zur Aufnehmerwalze (54) am freien Ende (85) geringer
ist als an der Antriebsseite.
4. Ballenpresse nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet
durch einen vorzugsweise verstellbaren Anschlag (52), der die Mindesthöhe der Förderschnecke
über der Plattform gewährleistet.
5. Ballenpresse nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß über der Förderschnecke
waagerecht ein vorzugsweise S-förmiges Packblech (90) angeordnet ist.
6. Ballenpresse nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum zwischen dem
freien Ende (85) der Förderschnecke und der Einlauföfmung (18) durch Leitbleche (90) derart ausgestaltet
ist, daß in ihm eine Vorpressung des Erntegutes erfolgt.
7. Ballenpresse nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitblech (90) zur Förderschnecke
(42) derart angeordnet ist, daß sich der gegenseitige Abstand in Richtung auf den Preßraum
(11) erweitert.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
2470 11.51
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US823965XA | 1942-11-21 | 1942-11-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE823965C true DE823965C (de) | 1951-12-06 |
Family
ID=22170931
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI920A Expired DE823965C (de) | 1942-11-21 | 1950-05-16 | Aufnehmerballenpresse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE823965C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1146300B (de) * | 1961-02-10 | 1963-03-28 | Karl Moertl | Seitlich auswerfendes Mundstueck an einem Futterlader |
| DE1155282B (de) * | 1961-12-20 | 1963-10-03 | Rech S & D Expl D Inv S Guillo | Dreschmaschine, Maehdrescher od. dgl. |
-
1950
- 1950-05-16 DE DEI920A patent/DE823965C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1146300B (de) * | 1961-02-10 | 1963-03-28 | Karl Moertl | Seitlich auswerfendes Mundstueck an einem Futterlader |
| DE1155282B (de) * | 1961-12-20 | 1963-10-03 | Rech S & D Expl D Inv S Guillo | Dreschmaschine, Maehdrescher od. dgl. |
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