DE821392C - Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen, gegen siedendes Wasser und heisse verduennte Saeure widerstandsfaehigen Gebilden, wie Faeden, Fasern oder Filme, aus pflanzlichen oder tierischen Eiweissstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen, gegen siedendes Wasser und heisse verduennte Saeure widerstandsfaehigen Gebilden, wie Faeden, Fasern oder Filme, aus pflanzlichen oder tierischen Eiweissstoffen

Info

Publication number
DE821392C
DE821392C DEP1982A DEP0001982A DE821392C DE 821392 C DE821392 C DE 821392C DE P1982 A DEP1982 A DE P1982A DE P0001982 A DEP0001982 A DE P0001982A DE 821392 C DE821392 C DE 821392C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
threads
fibers
resistant
vegetable
films
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP1982A
Other languages
English (en)
Inventor
Andrew Mclean
David Traill
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE821392C publication Critical patent/DE821392C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/10Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing oxygen
    • D06M13/12Aldehydes; Ketones
    • D06M13/127Mono-aldehydes, e.g. formaldehyde; Monoketones
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F4/00Monocomponent artificial filaments or the like of proteins; Manufacture thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft die Behandlung von Fäden, Fasern oder Filmen, welche durch Koagulieren von Phosphorproteinen oder vegetabilischen Globulinlösungen erhalten werden. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf die Erzeugung von fadenartigen Produkten, welche sich in heißen, sauren Färbebädern färben lassen und gegen die Einwirkung von siedendem Wasser oder heißer verdünnter Säure widerstandsfähig sind. Es werden die Lösungen von Erdnuß- oder Sojabohnenglobulinen in alkalischen oder salzhaltigen Lösungen, oder Eiweißlösung in wäßrigem Harnstoff verformt und die Gebilde anschließend unlöslich gemacht.
Fadenartige Produkte, welche durch Koagulation der vorgenannten Proteinlösungen unter Wirkung von sauren salzhaltigen oder anderen gewöhnlichen Koagulierungsbädern erhalten werden, sind durch das Wasser zu stark gequollen, um durch Auswaschen von den Elektrolyten befreit zu werden, ehe sie zwecks Reduktion ihrer Löslichkeit weiterbehandelt werden. Eine Verbesserung in dieser Hinsicht kann durch Behandeln des koagulierenden Materials mit Formaldehyd erreicht werden, doch sind auf diese Weise erzeugte Produkte gegen siedendes Wasser, saure oder heiße Färbebäder nicht widerstandsfähig und eignen sich überdies nicht für einen textiltechnischen Gebrauch. Die meisten Farbstoffe, welche sich zum Färben von Wollgegenständen eignen, werden aus heißen, sauren Färbebädern auf Wolle gefärbt. Künstliche, fadenartige Proteine sind nun mit der Wolle
chemisch verwandt und lassen sich im allgemeinen mit Wollfarben gut färben. Werden die koagulierten Proteingegenstände durch heiße, saure Färbebäder gegen übermäßiges Quellen widerstandsfähig gemacht, so können sie nicht mit sauren Wollfarbstoffen ohne Einbuße ihrer Individualität gefärbt werden. Außerdem ist es wichtig, zur Erreichung identischer Farbtöne beim Färben von Wolle oder von Proteinfasern keine Reagenzien
ίο von drei- oder anderen mehrwertigen Metallen zu verwenden, da selbst geringste Spuren solcher Metalle die üblichen Färberesultate beeinträchtigen können. Es ist somit danach zu trachten, für die Behandlung von Proteinfäden oder vegetabilischen Globulinfäden keine Bäder zu verwenden, welche Salze, beispielsweise von Aluminium, Chrom oder Eisen enthalten.
Es wurde nun festgestellt, daß es möglich ist, geformte, koagulierte, nicht gehärtete Protein-
ao gegenstände gegen Quellen und zerstörende Wirkungen von sauren Färbebädern, wie sie zum Färben von Wolle Verwendung finden, widerstandsfähig zu gestalten, indem die geformten, koagulierten, noch wasserlöslichen oder in heißen verdünnten Säuren löslichen Gegenstände mit einer konzentrierten Lösung von Natriumsulfat, welche mit 200 bis 320 g/l Schwefelsäure auf einen tieferen pH-Wert als 0,5 angesäuert ist, behandelt werden.
Erfindungsgemäß werden von Filmen, Fäden und Fasern, die aus kolloidalen wäßrigen Lösungen von denaturierten vegetabilischen Globulinen oder Casein durch Ausfällen in mit Schwefelsäure angesäuerten Alkalisulfatbädern erhalten werden, vorzugsweise gleich nach dem Verlassen des Fällbades, bei einer erhöhten Temperatur während einer verhältnismäßig langen Zeitdauer mit einer wäßrigen Lösung behandelt, die 3 bis 4 Mol Alkalisulfat oder Ammoniumsulfat, überschüssiges Formaldehyd und 200 bis 320 g/l Schwefelsäure enthält und einen geringeren pH-Wert als 0,5 aufweist.
Im allgemeinen wird bei einer längeren Behandlungsdauer den behandelten Gegenständen ein größeres Widerstandsvermögen verliehen. Die erforderliche Zeitdauer hängt von der Temperatur ab, wobei bei niedriger Temperatur eine längere und bei höherer Temperatur eine kürzere Behandlungsdauer benötigt wird. Bei 30 bis 400 genügt im allgemeinen eine Behandlungsdauer von etwa 12 bis 24 Stunden.
Das Widerstandsvermögen des behandelten Proteinmaterials gegenüber einem sauren Färbebade kann dadurch geprüft werden, daß der Gegenstand während 90 Minuten bei 970 mit einem Testbade, enthaltend 0,1% Schwefelsäure und 0,25% Natriumsulfat, behandelt wird. Ist das das Widerstandsvermögen verleihende Verfahren zufriedenstellend gewesen, so wird der Gegenstand dieser Behandlung widerstehen, wobei der Gegenstand hierauf, ohne Schaden zu nehmen, gewaschen und getrocknet werden kann. Werden nach der Behandlung des Gegenstandes 5 bis 10 ecm des verbrauchten Schwefelsäure-Natriumsulfat-Testbades mit dem gleichen · Volumen einer 40%igen Natriumhydroxydlösung gemischt und mit zwei oder drei Tropfen einer i°/oigen Lösung von Kupfersulfatpentahydrat versetzt, so wird kein Farbumschlag eintreten, wenn das das Widerstandsvermögen verleihende Verfahren vollständig war. Verlieren die Gegenstände nach der Behandlung mit dem Schwefelsäure-Natriumsulfat-Testbade ihre Individualität oder Form, so muß das das Widerstandsvermögen verleihende Verfahren als nicht vollständig durchgeführt betrachtet werden. Das gleiche gilt, wenn das verbrauchte Testbad die Anwesenheit von Biuretgruppen durch Färbumschlag von Rot nach Violett oder Rosa nach Zugabe des Natriumhydroxyds und Kupfersulfats anzeigt.
Die Erfindung sei durch das nachstehende Beispiel erläutert.
Beispiel
Erdnußprotein wird in einer wäßrigen Natriumhydroxydlösung gelöst und in einer schwefelsauren Natriumsulfatlösung zu einem Fadenkabel verspönnen, wobei die lineare Geschwindigkeit des Auffangens ungefähr fünfmal so groß ist wie die lineare Ausstoßgeschwindigkeit durch die Spinndüse. Diese Fäden werden dann mit einer gesättigten Natriumsulfatlösung unter Aufrechterhaltung ihrer Länge gewaschen, bis sie eine geringe Schrumpffähigkeit erreicht hat, worauf diese Fäden zu Fasern geschnitten werden. Die Stapelfasern werden während 20 Stunden bei 350 in ein Bad von 3molarem Natriumsulfat eingetaucht, welches je 100 cm3 3,25 cm3 4O%igen Formaldehyd und 14,4 cm3 o.8%ige Schwefelsäure enthält. Dann werden die Fasern gewaschen und getrocknet. Bei der Prüfung in der weiter oben beschriebenen Weise in einem 0,1% Schwefelsäure und 0,25% Natriumsulfat enthaltenden Testbade bei 970 zeigen diese Fasern hierauf keine Änderung im Griff und lassen sich nach dem Waschen und Trocknen in zufriedenstellender Weise auskämmen. Das Testbad zeigt gleichfalls keine Biuretgruppenreaktion.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von künstlichen, gegen siedendes Wasser und heiße verdünnte Säure widerstandsfähigen Gebilden, wie Fäden, Fasern oder Filme, durch Verformen von wäßrigen Lösungen von pflanzlichen oder tierischen Eiweißstoffen in mit Schwefelsäure angesäuerten, alkalisulfathaltigen Fällbädern, dadurch gekennzeichnet, daß man die noch nicht gehärteten Gebilde mit einer wäßrigen Lösung behandelt, die 3 bis 4 Mol Alkali- oder Ammoniumsulfat, einen Überschuß von Formaldehyd und 200 bis 320 g/l Schwefelsäure enthält und außerdem einen geringeren pH-Wert als 0,5 aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung während 12 bis 24 Stunden mit einer 30 bis 400 warmen Lösung erfolgt.
2227 11.51
DEP1982A 1946-01-07 1949-02-25 Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen, gegen siedendes Wasser und heisse verduennte Saeure widerstandsfaehigen Gebilden, wie Faeden, Fasern oder Filme, aus pflanzlichen oder tierischen Eiweissstoffen Expired DE821392C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB53046A GB605830A (en) 1946-01-07 1946-01-07 Improvements in or relating to the insolubilising treatment of films, filaments, fibres and like shaped articles made from protein solutions

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE821392C true DE821392C (de) 1951-11-19

Family

ID=10253905

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP1982A Expired DE821392C (de) 1946-01-07 1949-02-25 Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen, gegen siedendes Wasser und heisse verduennte Saeure widerstandsfaehigen Gebilden, wie Faeden, Fasern oder Filme, aus pflanzlichen oder tierischen Eiweissstoffen

Country Status (6)

Country Link
BE (1) BE470186A (de)
CH (1) CH270841A (de)
DE (1) DE821392C (de)
FR (1) FR939572A (de)
GB (1) GB605830A (de)
NL (1) NL61884C (de)

Also Published As

Publication number Publication date
FR939572A (fr) 1948-11-18
GB605830A (en) 1948-07-30
NL61884C (de) 1948-05-15
CH270841A (de) 1950-09-30
BE470186A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1074818B (de)
DE1032526B (de) Verfahren zum Stabilisieren von linearen stickstoffhaltigen Polykondensationsprodukten
DE898658C (de) Verfahren zur Herstellung von Proteinfaeden
DE821392C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen, gegen siedendes Wasser und heisse verduennte Saeure widerstandsfaehigen Gebilden, wie Faeden, Fasern oder Filme, aus pflanzlichen oder tierischen Eiweissstoffen
DE909491C (de) Verfahren zur Herstellung von Faeden oder Fasern aus Casein
DE908905C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Faeden oder Fasern aus gegebenenfalls mitMilchcasein gemischtem Pflanzeneiweiss, besonders Sojacasein
DE885460C (de) Verfahren zum Unloeslichmachen von Faeden oder Fasern aus Milch-oder Sojabohnencasein mit Chromsalzen
DE953428C (de) Verfahren zum Faerben oder Bedrucken von Gebilden aus Celluloseestern
DE898947C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Faeden aus Erdnussglobulin
DE842826C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen, unloeslichen Gebilden, wie Faeden oder Fasern, aus vegetabilischen Saatgutglobulinen oder Phosphorproteinen
DE872784C (de) Verfahren zur Verbesserung der Knitterechtheit von aus Cellulose bestehenden Textilien
DE923606C (de) Verfahren zum Veredeln von Fasern und Faserstofferzeugnissen
DE596888C (de) Verfahren zum Faerben von Wolle mit Nitro-o-oxyazofarbstoffen
DE726130C (de) Verfahren zum Faerben von tierischen Fasern und anderen stickstoffhaltigen Stoffen
DE751162C (de) Verfahren zur Herstellung von Faeden, Filmen, Baendchen oder anderen kuenstlich geformten Gebilden aus Eiweissstoffen
DE933022C (de) Verfahren zur Herstellung von Effektfaeden enthaltenden Faserverbaenden
DE479224C (de) Verfahren zum Faerben von Massen oder Fasern aus Celluloseacetat
DE833102C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen, unloeslichen Faeden oder Fasern aus Proteinen
DE274867C (de)
DE492664C (de) Verfahren zur Veredelung von Kunstseide, Stapelfaser und aus ihnen hergestellten Geweben
AT149978B (de) Verfahren zum Mattieren von Textilien.
DE639199C (de) Verfahren zum Faerben von Mischgeweben aus pflanzlichen und kuenstlichen Faserstoffen
DE966067C (de) Verfahren zur Herstellung von gefaerbten Gebilden aus regenerierter Cellulose
DE432726C (de) Verfahren zur Erzeugung von echten Faerbungen mit Kuepenfarbstoffen
DE880741C (de) Verfahren zur Veredlung von Textilien