DE82099C - - Google Patents

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DE82099C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B13/00Obtaining lead
    • C22B13/02Obtaining lead by dry processes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/34Obtaining zinc oxide

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. \&
Gegenstand vorliegender Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur fortlaufenden und rationellen Behandlung von Blende, insbesondere von solcher, welche silberhaltiges Blei enthält, zum Zwecke, das Blei, Zinkoxyd und andere Bestandtheile daraus auszuscheiden, sowie auf einen Apparat zur Ausübung dieses Verfahrens.
Zu diesem Zwecke wird die Blende pulverisirt und mit Bleioxyd, vortheilhaft Bleiglätte, gemischt. Diese Mischung wird in eine Retorte gegeben und in derselben unter Ausschlufs der Luft geschmolzen. Hierbei findet eine Zersetzung statt, infolge deren das silberhaltige Blei sich abscheidet und auf den Boden des Schmelztiegels sinkt, wo es von Zeit zu Zeit abgestochen wird. Dem in dem Schmelztiegel zurückbleibenden Rückstande wird ein Flufsmittel, beispielsweise Hochofenschlacke, zugefügt. Ist der Rücksiand dadurch flüssig geworden, so werden erhitzte Luft, Dampf oder andere gasförmige Oxydationsmittel durchgeblasen, was eine Abscheidung von Zinkoxyd zur Folge hat. Dasselbe schwimmt oben und kann von Zeit zu Zeit durch Oeffnen des Schmelztiegels entfernt werden.
Das Mischungsverhältnifs der Beschickung des Schmelztiegels ändert sich natürlich entsprechend der Art des zu behandelnden Erzes. Es mufs genügend Bleiglätte zugefügt werden, damit einerseits der gröfsere Theil des Erzes oxydirt werden kann und andererseits noch genug Bleiglätte übrig bleibt, um eine flüssige Masse zu erhalten, in welcher sich das silberhaltige Blei von dem Zinkoxyd abtrennt, welches letztere über der Bleiglätte schwimmt.
Dem nach dem Abstechen des Bleies und Entfernen des Zinkes in dem Schmelztiegel verbleibenden Rückstande, welcher zum gröfsten Theil aus Bleioxyd besteht, wird alsdann wieder frisches Erz zugesetzt.
Nach mehreren Operationen wird ein Theil des Bleioxyds durch Zufügung von kohlehaltigen Materialien reducirt und das dabei erhaltene Blei abgestochen.
Nach einiger Zeit besteht der Rückstand in der Retorte aus einem Gemisch von Bleioxyd mit so viel Zinkoxyd, dafs er für die Behandlung von Erz nach dem vorbeschriebenen Verfahren untauglich ist.
Alsdann wird das Bleioxyd möglichst vollständig durch Zufügung von kohlehaltigem Material reducirt, das Blei scheidet sich ab und das zurückbleibende Zinkoxyd wird entfernt, worauf die Arbeit von Neuem beginnt.
Zur. Ausübung des vorbeschriebenen Verfahrens können verschieden gestaltete Apparate verwendet werden.
In beiliegender Zeichnung ist ein solcher Apparat in einem Verticalschnitt beispielsweise dargestellt, welcher sich in der Praxis als besonders brauchbar erweist.
C ist ein eiserner Schmelztiegel über einem Ofen F. Der Schmelztiegel ist mit einem Abstich T versehen und besitzt einen Deckel A, der mit seinem Rand behufs luftdichten Abschlusses in einen mit Sand gefüllten Kanal J einpafst. Der Deckel A ist hohl. Der innere hohle Raum ist mit M bezeichnet und wird vermittelst eines Rohres B mit erhitzter Luft, Dampf oder sauerstoffhaltigem Gas gespeist.
Von dem hohlen Raum M erstrecken sich Blasrohre t nach abwärts, jedoch nicht ganz bis auf den Boden des Schmelztiegels.
Die durch die Reaction erzeugten Dämpfe, welche in der Regel aus schwefliger Säure und Bleisulfat bestehen, werden durch ein Rohr, wie beispielsweise bei K dargestellt, abgeführt und alsdann in der bekannten Weise behandelt, um das Sulfat niederzuschlagen und Schwefelsäure zu gewinnen. Der Deckel A kann auf geeignete Weise angehoben werden, wenn der Schmelztiegel neu beschickt oder sein Inhalt herausgenommen werden soll. Wenn die Abzugsröhren K beseitigt werden, werden an Stelle derselben Hauben L aufgesetzt, welche den luftdichten Abschlufs der Deckelöffnung bewirken. Die Rohre K und die Hauben L ruhen '■ mit ihrem unteren Rande ebenfalls in mit Sand gefüllten Kanälen' oder Rinnen j.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Verfahren zur Verarbeitung von Blende, dadurch gekennzeichnet, dafs ein Gemisch des Erzes mit Bleioxyd in einem geschlossenen Schmelztiegel geschmolzen, das dabei sich abscheidende silberhaltige Blei abgestochen und der übrig bleibende Theil durch Hinzufügung eines Flufsmittels geschmolzen wird, worauf erhitzte Luft oder sauerstoffhaltiges Gas durch den flüssigen Rückstand durchgeblasen und das an die Oberfläche tretende Zinkoxyd entfernt wird.
  2. 2. Ein Apparat zur Ausübung des durch Anspruch ι. gekennzeichneten Verfahrens, bestehend aus einem mit einem Abstich versehenen eisernen Schmelztiegel, dessen hohler, mit Rohren (t) versehener Deckel (A) zur Zuführung der erhitzten Luft oder des sauerstoffhaltigen Gases dient.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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