DE82091C - - Google Patents

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DE82091C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C3/00Profiling tools for metal drawing; Combinations of dies and mandrels for metal drawing
    • B21C3/02Dies; Selection of material therefor; Cleaning thereof
    • B21C3/12Die holders; Rotating dies

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Extraction Processes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der bisherigen Art des Ziehens von Metallstangen und Draht wird ununterbrochen die Metallstange durch das Ziehloch des Werkzeuges gezogen, so dafs Metallsplitter, Schlacke, Hammerschlag, Sand und sonstige Verunreinigungen mit in das Ziehloch hineingehen. Setzt sich eine solche Verunreinigung im Ziehloch, zwischen der Wandung des Werkzeuges und der Oberfläche der zu bearbeitenden Stange fest, so entsteht auf dem folgenden Theil der Stange ein Rifs der Länge nach. Geht die Verunreinigung mit dem Metallstab durch das Ziehloch hindurch, so erzeugt sie einen Rifs in der Wandung des Werkzeuges, der wieder Veranlassung wird, dafs das Metall, welches nach dieser Verletzung des Werkzeuges das Ziehloch passirt, einen erhabenen Längsstreifen zeigt. Beide Entstehungsarten von Längsrissen nennt man in den Ziehereien das Streifigwerden. Dieser Uebelstand, der sehr häufig auftritt und ein grofses Hindernifs bei der Fabrikation von gezogenen Stangen und Draht ist, wird beim vorliegenden Verfahren vermieden.
Das Verfahren besteht darin, dafs dem Werkzeug, welches in bekannter Weise sich um seine Achse dreht, zugleich eine Bewegung in seiner Längsrichtung ertheilt wird.
Das sogenannte Ziehen erfolgt in derselben W^eise wie das Ausschmirgeln von Hähnen und Büchsen, das Bohren von Löchern in Gestein und ähnliche Arbeiten, wobei dem Vordringen von Werkzeug und Arbeitsstück gegen bezw. in einander ein Lösen, dann wieder unter Drehen des Werkzeuges ein erneutes Vordringen folgt. Wenn bei dem Hindurchgehen der Metallstange durch das Ziehloch immer in bestimmten Zwischenräumen ein Lösen stattfindet, so kann das Verunreinigungsmaterial durchschlüpfen oder bei Seite gequetscht werden, keinenfalls kann es aber zwischen der Wandung des Werkzeuges und dem Werkstück so festgeklemmt werden, dafs das Streifigwerden eintreten könnte. Dies geht aus dem Erfolg beim Ausschmirgeln von Büchsen hervor, wo bei nur geradliniger oder nur drehender Bewegung die Schmirgelkörner ähnliche Risse hervorrufen würden, wie das in Rede stehende Streifigwerden.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine zur Ausführung des Arbeitsverfahrens brauchbare Einrichtung dargestellt. Fig. 1 zeigt die Seitenansicht, Fig. 2 die Stirnansicht einer Ziehbank für Stangen und Fig. 3 einen Einzeltheil.
Die zu bearbeitende Stange 1 wird durch die Zange 2 nach rechts gezogen. Die Riemscheibe 4 mit dem in derselben befestigten Werkzeug 3 sind sowohl vor- und rückwärts beweglich, als auch drehbar gelagert. Durch den in eine Ringnuth der Riemscheibennabe eingreifenden zweiarmigen Hebel 5 nebst Stange 6, die an eine Kröpfung 7 der Welle 8 angreift, wird während der Arbeit dem Werkzeug 3 eine Bewegung in der Richtung des Werkstückes, und zwar abwechselnd vor- und rückwärts gegeben. Zu gleicher Zeit wird durch die Welle 8 die Kurbel 9 und die Stange 10, die Zahnstange 11, das Zahnrad 12, die Welle 13 und die Riemscheibe 14 und durch den Riemen 15 die Scheibe 4 und
damit das Werkzeug 3 gedreht, während die Stange in bekannter Weise mittelst Zange 2 durch das Werkzeug gezogen wird.
Die Wellenkröpfung 7, die Stange 6 und der Hebel 5, wie auch die Kurbel 9 nebst Stange 10 können durch andere gleichwirkende Theile ersetzt werden, es ändert dies am Wesen der Sache nichts.
Fig. 3 zeigt beispielsweise an Stelle der Zahnstange 11 und des Zahnrades 12 einen von der Stange 10 bewegten Arm mit einer unter Federdruck stehenden Schaltklinke, die in ein Schaltrad 12a greift und die Welle 13 absatzweise dreht.
An Stelle der beschriebenen können beliebige andere Mechanismen treten, welche zur Erzeugung der nöthigen Bewegungen geeignet sind. Die verschiedenen Bewegungen lassen sich durch passende Antriebsmittel auf die verschiedenste Weise hervorbringen.
Bei dünnen Stangen und Draht ersetzt man zweckmäfsig die Zange 2 durch einen Ziehklotz, auch kann man dabei die Schaltklinke durch eine Riemscheibe ersetzen und ununterbrochene Drehung übertragen.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Verfahren zum Ziehen von Draht o. dgl. durch sich drehende Zieheisen, dadurch gekennzeichnet, dafs letzteren aufser der Drehbewegung noch eine Bewegung in der Längsrichtung des Werkstückes ertheilt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE955943C (de) * 1950-05-23 1957-01-10 Dr Werner Schulz Verfahren und Einrichtung zum Verformen langgestreckter Werkstuecke, z.B. zum Ziehen von Rohren, unter Anwendung von Schwingungen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE955943C (de) * 1950-05-23 1957-01-10 Dr Werner Schulz Verfahren und Einrichtung zum Verformen langgestreckter Werkstuecke, z.B. zum Ziehen von Rohren, unter Anwendung von Schwingungen

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