DE81963C - - Google Patents

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DE81963C
DE81963C DENDAT81963D DE81963DA DE81963C DE 81963 C DE81963 C DE 81963C DE NDAT81963 D DENDAT81963 D DE NDAT81963D DE 81963D A DE81963D A DE 81963DA DE 81963 C DE81963 C DE 81963C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Beim Verschmelzen von salzsaurem o-p-Toluylendiamin (m-Toluylendiamin) mit Anilin und dessen Homologen auf ca. 220 bis 270° entstehen Monosubstitutionsproducte des o-p-Toluylendiamins, die nach folgender Formel zusammengesetzt sind:
CH
NH9
NHR,
wobei R einen aromatischen Rest bedeutet (vergl. Patentschrift Nr. 80977, Kl. 12).
Diese neuen Basen (Amidotolylphenylamin und dessen Homologe) condensiren sich leicht und glatt mit den p-Nitrosoderivaten der secundären und tertiären aromatischen Amine zu werthvollen rothen bis violetten Azinfarbstoffen, welche sich durch ihre lebhafte Nuance und ihre Wasch- und Lichtechtheit sowie vor allem durch ihre Alkaliechtheit auszeichnen.
Von den in der Patentschrift Nr. 15272 beschriebenen Farbstoffen, die durch Einwirkung von Nitrosoverbindungen auf nicht substituirtes m-Toluylendiamin erhalten werden, unterscheiden sich die neuen Farbstoffe nicht allein in ihrer Zusammensetzung, sondern auch durch ihre Eigenschaften. Während nämlich die Producte der Patentschrift Nr. 15272 am Azinstickstoff nicht substituirt, also als Eurhodine zu betrachten sind, enthalten die Farbstoffe vorliegender Erfindung an dem einen Azinstickstoffatom aromatische Reste gebunden und stehen daher den Safraninen näher. Wie diese letzteren werden sie aus ihren wässerigen Lösungen durch Zusatz von viel Natronlauge gefällt und der entstandene Niederschlag löst sich für sich in Wasser wieder mit der Farbe des angewendeten Farbstoffes auf. Anders verhalten sich die entsprechenden Producte der Patentschrift Nr. 15272. Aus deren Lösungen fällen Alkalien, und zwar bereits kohlensaure, die freien Farbstoffbasen in Form gelbbrauner Niederschläge aus, die sich jedoch in Wasser nicht mit der Farbe des Farbstoffes wieder zu lösen vermögen. Ganz analog ist das Verhalten der Farbstoffe auf der Faser. Während die Ausfärbungen des Neutralroths (Farbstoff aus Nitrosodimethylanilin und m-Toluylendiamin, Patentschrift Nr. 15272) beim Betupfen mit alkalischen Lösungen gelb werden, verändern sich die mit den vorliegenden Farbstoffen erzeugten Färbungen durch Alkalien, selbst durch ätzende Alkalien, überhaupt nicht. Aufserdem zeichnen sich die Färbungen der letztgenannten Producte vor denen der erstgenannten noch durch ihre grofse Klarheit sowie durch gröfsere Licht- und Waschechtheit aus.
Zur Darstellung der neuen Farbstoffe verfährt man in der Weise, dal's man die eingangs erwähnten Basen (Amidotolylphenylamin und dessen Homologe) mit den Nitrosoverbindungen aromatischer Amine am besten bei Gegenwart eines geeigneten Lösungs- oder Verdünnungsmittels kalt zusammenbringt und das dabei zunächst entstehende Indamin zweckmäfsig durch Erwärmen der Reactionsmasse in das Azin überführt. Man kann auch von vornherein erwärmen,, ohne die vollständige Bildung des Indamins abzuwarten. Andererseits läfst sich die Entstehung des Azins auch durch längeres Stehenlassen in der Kälte bebewerkstelligen.
Beispiel I.
23,5 kg salzsaures Amidophenyltolylamin (Phenyl-ρ - amido -o-toluidin) werden in 100 1 Sprit gelöst und zu der kalten Lösung 27,7 kg Nitrosodimethylanilinchlorhydrat allmälig zugegeben. Es wird nun so lange ohne Zufuhr von Wärme gerührt, bis die Nitrosoverbindung verschwunden ist und die Lösung eine tiefblaue Farbe angenommen hat. Alsdann wird am Rückflufskühler erwärmt, bis die Farbe der Lösung in ein reines, lebhaftes Roth umgeschlagen ist, der Alkohol abdestillirt, der Rückstand in heifsem Wasser aufgenommen und die heifse Lösung mit Kochsalzlösung versetzt. Beim Erkalten scheidet sich der Farbstoff in kleinen Blättchen ab, die abgesaugt und geprefst werden. Der Farbstoff löst sich leicht in Wasser mit rother Farbe. Er färbt tannirte Baumwolle in lebhaften violettrothen Tönen an.
Beispiel II.
24,8 kg m - Amidoditolylamin (p - Tolyl - pamido-o-toluidin) werden in 100 1 Sprit gelöst, zu der kalten Lösung allmälig 46 kg Nitrosomethylbenzylanilinsulfosäure zugegeben und unter gelindem Erwärmen so lange gerührt, bis die Nitrosoverbindung verschwunden ist. Hierauf wird am Rückflufskühler zum Sieden erhitzt, bis der Umschlag von blau nach roth erfolgt ist. Der Sprit wird alsdann zum gröfsten Theil abdestillirt, der Rückstand mit Wasser und überschüssiger Sodalösung aufgekocht und der schwer lösliche Farbstoff abfUtrirt. Um ihn in eine leichter lösliche Form überzuführen, löst man ihn in ca. 20 proc. Salzsäure und giefst die blaue Lösung in viel heifses Wasser; der Farbstoff scheidet sich krystallinisch aus; er ist in kochendem Wasser löslich und färbt Wolle in saurem Bade blaustichig roth. :
Ganz analoge Farbstoffe entstehen, wenn man an Stelle der eben erwähnten Nitrosoverbindungen die Nitrosoverbindungen von anderen tertiären oder von secundären aromatischen Aminen zur Anwendung bringt. An Stelle des Alkohols kann man selbstverständlich andere Lösungs- oder Verdünnungsmittel, wie z. B. Eisessig, verdünnte Essigsäure, Phenol, Glycerin u. s. w., anwenden.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Färbeeigenschaften einiger so dargestellter Producte zusammengestellt.
Farbstoff aus: färbt tannirte Baumwolle
Nitrosomonoäthylanilin und p-Tolyl-p-amido-o-toluidin blaustichig roth
Nitrosomonomethyl-o-toluidin und p-Tolyl-p-amido-o-toluidin roth
Nitrosodiphenylamin und Phenyl-p-amido-o-toluidin violett
Nitrosodimethylanilin und Phenyl-p-amido-o-toluidin violettroth
Nitrosodimethylanilin und p-Tolyl-p-amido-o-toluidin violettroth
Nitrosodiäthylanilin und Phenyl-p-amido-o-toluidin. violettroth
Nitrosodiäthylanilin und p-Tolyl-p-amido-o-toluidin violettroth
Nitrosomethyldiphenylamin und Phenyl-p-amido-o-toluidin rothstichig violett
Nitrosomethyldiphenylamin und p-Tolyl-p-amido-o-toluidin rothstichig violett
NitrosomethylbenzyJanilinsulfosäure und Phenyl-p-amido-o-toluidin färbt Wolle blaustichig roth
Nitrosomethyldiphenylaminsulfosäure und p-Tolyl-p-amido-o-toluidin färbt Wolle blaustichig roth.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:-
    ι. Verfahren zur Darstellung von rothen bis violetten alkaliechten Azinfarbstoffen, darin bestehend, dafs man die p-Nitrosoverbindungen der secundären oder tertiären aromatischen Amine auf Phenyl-p-amido-otoluidin oder dessen Homologe einwirken lafst.
  2. 2. Die Ausführung des durch Anspruch i. geschützten Verfahrens unter Anwendung von Phenyl-p-amido-o-toluidin oder p-Tolyl-p-amido-o-toluidin.
  3. 3. Die Ausführung des durch Anspruch 1. geschützten Verfahrens unter Benutzung folgender Nitrosoverbindungen: Nitrosomonoäthylanilin, Nitrosomonomethyl - otoluidin, Nitrosodiphenylamin, Nitrosodimethylanilin, Nitrosodiäthylanilin, Nitrosomethyldiphenylamin, Nitrosomethylbenzylanilinsulfosa'urejNitrosomethyldiphenylaminsulfosäure.
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