DE81891C - - Google Patents
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- DE81891C DE81891C DENDAT81891D DE81891DA DE81891C DE 81891 C DE81891 C DE 81891C DE NDAT81891 D DENDAT81891 D DE NDAT81891D DE 81891D A DE81891D A DE 81891DA DE 81891 C DE81891 C DE 81891C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
- D06C11/00—Teasing, napping or otherwise roughening or raising pile of textile fabrics
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Cleaning In General (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Juni 1890 ab.
Um bei einer Rauhmaschine die, beiden Serien Rauhwalzen mit verschieden gerichtetem
Kratzenbeschlag' aufserhalb des Tambours während des Rauhens durch Bürsten continuirlich
auszuputzen, kommt eine Ausputzvorrichtung mit Ausputzbürsten zur Anwendung, welche zeitweilig, periodisch an die beiden
Systeme von Rauhwalzen antreffen und dieselben ausputzen.
Diese neue Vorrichtung kann in verschiedener Weise ausgeführt sein und Bewegung erhalten.
Beiliegende Zeichnung mit Fig. 1 bis 10 veranschaulicht
verschiedene Ausführungsformen dieser neuen Vorrichtung.
Die Fig. 1 bis 3 stellen Ausputzblätter dar, auf eine Walze aufgezogen, welche Walze eine
mit der Tambourgeschwindigkeit genau correspondirende positive Bewegung erhält, damit
die Ausputzblättter in bestimmtem Zeitmafs an jeder Walze der entsprechenden Serie stets zur
Wirkung kommen.
Die Fig. 4 bis 7 zeigen zwei beliebig schnell laufende Ausputzbürsten, welche eine in bestimmtem
Zeitmafse schwingende, zum Rauhtambour ab- und zugehende Bewegung erhalten und somit jede Rauhwalze der entsprechenden
Serie ausbürsten.
Fig. 8 bis 10 zeigen Ausputzblätter, welche eine nach bestimmtem Zeitmafse schwingende
Hin- und Herbewegung erhalten und in gleicher Weise jede Rauhwalze einer Serie
reinigen.
Bei sämmtlichen Fig. 1 bis 10, Fig. 7 ausgeschlossen,
sind alle Rauhwalzenserien mit gleichem Durchmesser und in einem Kreis gelagert dargestellt.
In Fig. 7 sind die Rauhwalzenserien in zwei ungleichen Kreisen' gelagert, wodurch die Peripherie
des Tambours zwei verschiedene äufsere Rauhwalzenkreise erhält, welche Eigenthümlichkeit
auch bei gleichem Lagerkreise der Walzen durch ungleichen Durchmesser der-,
selben hervorgerufen wird.
Fig. ι zeigt den Querschnitt eines Tambours D,
in dessen Reifen die beiden Serien gleich grofser Rauhwalzen AB in einer Kreislinie
gelagert sind.
Das Gehäke der beiden Walzenserien ist nach zwei verschiedenen Richtungen gebogen.
Zum Reinigen derselben sind daher zwei Ausputzvorrichtungen MN nöthig, welche auf
der Hälfte ihrer Oberfläche mit je einem geeigneten Ausputzblatte beschlagen sind.
Dieselben werden von dem Tambour aus durch die Zahnräder R1 R* Ra R* R5 derart
angetrieben, dafs die Ausputzwalze N in der Drehrichtung des Tambours rotirt, und dafs
ihre beschlagene Hälfte jedesmal mit einer Kratzenwalze der Serie B zusammentrifft und
diese reinigt, dafs dagegen die Rauhwalzen der Serie A an ihrer unbeschlagenen Seite
vorübergehen.
Die Ausputzwalze M dagegen, welche in entgegengesetzter Richtung rotirt, läfst umgekehrt
die Walzen der Serie B unberührt passiren, während ihre beschlagene Hälfte stets
mit einer Kratzenwalze der Serie A zusammentrifft und diese reinigt.
In Fig. 2 sind die beiden Ausputzwalzen MN auf je zwei gegenüberliegenden Vierteln ihres
Umfanges mit Bürstblättern beschlagen.
Der Antrieb erfolgt mittelst Riemen vom Tambour D aus. Ihre Thätigkeit ist ganz
ähnlich, wie mit Bezug auf Fig. 1 beschrieben.
(2. Auflage, ausgegeben am 3. Juli
Um ein Gleiten des Antriebriemens T zu verhindern, ist derselbe in gewissen Abständen
mit Löchern versehen; die Scheiben R1R3
und i?4 dagegen, über welche der Riemen läuft, tragen auf ihren Kränzen in gleichen
Zwischenräumen vorspringende Stifte oder Zapfen, welche durch die Löcher im Riemen
hindurchtreten.
R'2 ist eine eingeschaltete Scheibe, welche zum Spannen des Riemens dient.
An Stelle des Riemens kann auch ein in gleicher Weise durchlochtes Stahlband oder
eine Gliederkette als Antriebmittel für die Ausputzwalzen dienen.
In solchen Fällen, in denen die beiden Serien A und B eine ungleich grofse Anzahl
Rauhwalzen haben, mufs die Breite der Beschlagstreifen beider Ausputzwalzen so bemessen
sein, dafs dieselbe in genauem Verhältnifs steht zu der Anzahl gleichartiger auf einander folgender
Rauhwalzen.
In Fig. 3 z. B. ist je eine Rauhwalze B abwechselnd mit zweien der Serie A angewendet.
Die Ausputzwalze M mufs daher zwei Rauhwalzen A hinter einander reinigen, während
Ausputzwalze N nur eine von Serie B zu reinigen hat.
Dementsprechend ist Ausputzwalze M auf zwei Dritteln, N dagegen nur auf einem Drittel
ihrer Oberfläche zu beschlagen.
In gleicher Weise kann auch je eine Rauhwalze A abwechselnd mit zweien der Serie B
hinter einander folgend angewendet werden.
Ist das Verhältnifs der Walzenzahl zu einander ein anderes, so ist die Breite der Beschlagstreifen
beider Ausputzwalzen dementsprechend einzurichten.
Die Ausputzwalzen MiV können nur je ein Blatt oder auch drei und mehr Blätter erhalten
und sind dementsprechend in ihrer Geschwindigkeit zu reguliren.
In Fig. 4 sind die beiden vollbeschlagenen Ausputzwalzen M und iV auf beiden Endseiten
der Maschine in den durch die Welle H1 verbundenen
Hebelarmen α gelagert.
Das eine verlängerte Ende dieses Hebels läuft in eine Coulisse aus, deren Schlitz P über
dem auf der Welle H'2 befestigten Excenter E
gleitet.
Sobald die durch Räder R R1 vom Tambour aus in Bewegung gesetzte Scheibe R2 sich dreht,
werden die Hebelarme α durch die über das Excenter E gleitende Coulisse in eine auf- und
niedergehende Bewegung um ihren Drehpunkt H1 versetzt, dem periodischen Erscheinen der zugehörigen
Rauhwalzenserie entsprechend, dergestalt, dafs die beiden Ausputzwalzen MN
abwechselnd gehoben und gesenkt bezw. an die Rauhwalzen herangestellt oder von denselben
abgehalten werden.
Eine rotirende Bewegung in entgegengesetzter Richtung erhalten die Ausputzwalzen durch
den über die Schieber R'2 Rs i?4 gelegten
Riemen.
Die Ausputzwalze M berührt infolge der schwingenden Bewegung nur die Rauhwalzen
der Serie A, die Bürstenwalze iV nur diejenigen der Serie B.
Anstatt durch Excenter und Coulisse kann die schwingende Bewegung der beiden Ausputzwalzen
auch durch eine Rolle F herbeigeführt werden, die, wie punktirt gezeigt, in
dem verlängerten Ende des Hebels α gelagert ist und durch die Feder ο gegen den die
Scheiben der Rauhwalzen treibenden Riemen r herangezogen und in stetem Contact mit demselben
gehalten wird.
Der Riemen r umspannt die Scheiben der Rauhwalzen und bildet die Form eines regelmäfsigen
Polygons mit abgerundeten Ecken. Sobald der Tambour sich dreht, wird die Rolle F durch die Ecken dieses Polygons
nach aufsen gedrängt. Gleitet sie jedoch über die zwischen je zwei Ecken liegende Fläche,
d. i. eine Seite des Polygons, so wird sie von der Feder ο in der Richtung auf die Tambourmitte
herangezogen.
Der Hebelarm α mufs diesem Auf- und Niedergehen der Rolle folgen und wird dadurch
in eine schwingende Bewegung versetzt, in deren Folge die Ausputzwalzen, wie bereits
bemerkt, in abwechselnder Reihenfolge an die Rauhwalzen herangestellt und von denselben
abgehalten werden.
Anstatt die Rolle F auf dem die Rauhwalzen umspannenden Riemen gleiten zu lassen, läfst
sich auch, wie in Fig. 5 gezeigt ist, eine aus regelmäfsigen Curven zusammengesetzte Gleitbahn
W, welche die Stelle des Polygons vertritt, anwenden. :
Diese Gleitbahn ist seitlich am Tambour befestigt, bewegt sich zusammen mit diesem,
und die Rolle F gleitet auf ersterer in ganz gleicher Weise wie auf dem Riemenpolygon
nacr^ Fig. 4.
In Fig. 6 sind die beiden vollbeschlagenen Ausputzwalzen M und N mit ihren Zapfen in
excentrischen Büchsen s gelagert. * Letztere werden vom Tambour aus durch die Zahnräder
R1 R2 R3 R* Rr>
jR6 in Umdrehung versetzt.
Infolge dieser Umdrehung der excentrischen Lagerbüchsen s werden die Ausputzwalzen MiV
abwechselnd dem periodischen Erscheinen :der Rauhwalzenserien entsprechend an die Rauhwalzen
heranbewegt oder von denselben ferngehalten , wobei die Ausputzwalze M die
Serie A, Walze N dagegen die Serie B reinigt.
Neben ihrer auf- und niedergehenden Bewegung erhalten die Ausputzwalzen eine rotirende
Bewegung durch den Riemen T, welcher über die Scheiben R7 R9 und i?1,0 sowie
über die Spannrolle Rs gelegt ist.
Wenn die Rauhwalzenserien zwei verschieden
grofse äufsere Tambourkreise bilden, dann ist nur tür die tiefer liegende Walzenserie eine
neue Ausputzvorrichtung M oder N in Anwendung zu bringen.
Fig. 7 zeigt die Walzen der Serie B in einem Kreise angeordnet, welcher mit der
Peripherie des Tambours zusammenfällt, während Serie A etwas über die letztere vorsteht.
Demnach ist für die im gröfseren Kreise liegende Serie der Walzen A eine gewöhnliche,
vollbeschlagene, beliebig schnell laufende Bürstwalze M dargestellt.
Die im-» kleineren Kreise liegende Serie B
hingegen hat eine neue Ausputzvorrichtung N, welche auf zwei gegenüberstehenden Vierteln
ihrer Oberfläche mit Bürstenbeschlag bedeckt ist.
Beide Ausputzwalzen werden durch Riemen T in entgegengesetzter Richtung vom Tambour
aus durch die Riemscheiben R1R2R3 und
Spannrolle i?'2 getrieben.
JDer Umfang der Scheibe R1 R3 ist in entsprechenden
Zwischenräumen mit Stiften versehen, um ein Gleiten des mit entprechenden
Löchern versehenen Riemens zu verhindern.
Anstatt beide Ausputzwalzen durch nur einen Riemen zu treiben, läfst sich auch für jede
derselben ein besonderer Riemen verwenden, wie dies in punktirt gezeichneten Linien χ
dargestellt ist.
Es läfst sich auch die eine Bürste durch Riemen und die andere Bürste durch Räder
antreiben.
In Fig. 8 sind zwei Ausputzblätter MiV auf Hebelarmen α befestigt dargestellt. Die Hebelarme
α haben in h ihren Drehpunkt und sind durch Coulissen b mit einander verbunden. Die
Coulissen erhalten durch das auf Welle / sitzende Excenter χ eine mit der Tambourgeschwindigkeit
genau correspondirende positive Bewegung, welche mittelst Excenters χ den
Hebelarmen α und somit auch den Bürstenblättern MiV eine den Rauhwalzen gegenüber
im bestimmten Zeitmafs schwingende Hin- und Herbewegung ertheilt.
Einerseits ist diese schwingende Bewegung so abgemessen, dafs Blatt M die Walzen der
Serie A betrifft und Blatt N die Walzen der Serie B betrifft.
Andererseits ertheilt diese schwingende Bewegung den Bürstenblättern gleichzeitig eine
Links- und Rechtsbewegung, welche nöthig ist,: die Walzen der Serien A und B mit verschieden
gerichtetem Kratzenbeschlag auszuputzen.
Die dargestellten Bürstenblätter M und N vereinigen durch ihre schwingende Hin- und
Herbewegung die zum Ausputzen beider Serien nothwendige Bewegung nach links und rechts,
und es trifft daher jedes einzelne Blatt beide Serien in richtiger Bewegung nach rechts und
nach links und in geeigneter Geschwindigkeit der Tambourbewegung gegenüber. Deshalb
genügt auch nur ein solches Bürstenblatt M zum Reinigen beider Serien, wie Fig. 9 darstellt.
Dasselbe erhält durch einen in Fig. 10 speciell
im Durchschnitt gezeigten Mechanismus eine hin- und herschwingende Bewegung.
Das Ausputzblatt M ist in dem auf der Welle h befestigten Hebelarm α gelagert, die
Welle h ist aufserhalb des Maschinengestelles mit einem gabelförmigen Theil b versehen,
welcher das Excenter χ umgreift. Das Excenter ist auf dem Bolzen / befestigt, welcher
ebenfalls die Antriebscheibe R trägt.
Der ganze Mechanismus ist in dem Gehäuse g eingeschlossen und wird durch den
Riemen T und die Scheibe R1 vom Tambour aus in Bewegung gesetzt.
Sobald der Bolzen / mit dem Excenter χ sich dreht, veranlafst der das Excenter umschliefsende
gabelförmige Theil b den das Ausputzblatt M tragenden Hebelarm α zu einer
sehr schnell hin- und hergehenden Bewegung, und bei jeder dieser Bewegungen wird eine
Rauhwalze der entsprechenden Serie gereinigt.
Um ein Gleiten des Riemens zu verhindern, sind in gewissen Abständen im Riemen Löcher
angebracht, auf dem Kranze der Scheiben JR R1 dagegen vorstehende Stifte.
Anstatt des Riemens kann auch ein entsprechendes Stahlband oder eine Gliederkette
oder Räder angewendet werden.
An Stelle der angewendeten Hebel und Excenter kann auch ein anderer ähnlich wirkender
Mechanismus Anwendung finden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Ausputzvorrichtung für Rauhmaschinen mit zwei Serien Rauhwalzen mit verschieden gerichtetem Kratzenbeschlag, bestehend aus einer oder mehreren aufserhalb des Tambours gelagerten Ausputzbürsten, welche während des Rauhens in bestimmtem Zeitmafs periodisch an die mit nach der einen Seite gerichtetem Kratzenbeschlag versehenen Rauhwalzen treffen und dieselben ausputzen, aber die Walzen mit entgegengesetzt gerichtetem Kratzengehäke nicht berühren.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE81891C true DE81891C (de) |
Family
ID=354336
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT81891D Active DE81891C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE81891C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2607526A1 (fr) * | 1986-12-02 | 1988-06-03 | Sucker & Franz Mueller Gmbh | Brosse de nettoyage pour machine de grattage a tambour, et machine de grattage a tambour equipee d'une telle brosse |
| EP0649928A3 (de) * | 1993-08-30 | 1996-02-07 | Sperotto Rimar Spa | Vorrichtung zum Rauhen von Geweben oder Gestricken mit Ansaugen und Reinigen. |
-
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- DE DENDAT81891D patent/DE81891C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2607526A1 (fr) * | 1986-12-02 | 1988-06-03 | Sucker & Franz Mueller Gmbh | Brosse de nettoyage pour machine de grattage a tambour, et machine de grattage a tambour equipee d'une telle brosse |
| DE3641159A1 (de) * | 1986-12-02 | 1988-06-09 | Sucker & Franz Mueller Gmbh | Ausputzbuerste einer tambourrauhmaschine |
| EP0649928A3 (de) * | 1993-08-30 | 1996-02-07 | Sperotto Rimar Spa | Vorrichtung zum Rauhen von Geweben oder Gestricken mit Ansaugen und Reinigen. |
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