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Registrierkasse Die Erfindung betrifft eine Registrierkasse, wie sie
z. 13. in Läden zur Kontrolle des Tagesverkaufs Verwendung findet. Die neue Registrierkasse
besitzt eine Tastatur, auf welcher die einzelnen Verkaufsbeträge angeschlagen werden,
damit sie für den Käufer und den Verkäufer durch Einstellung der hierfür vorgesehenen
Anzeigewerke im Schauwerk sichtbar und schließlich auf einem Kontrollstreifen abgedruckt
werden.
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Die bisher bekannten Registrierkassen. dieser Art sind kompliziert
und infolgedessen teuer in der Herstellung.
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Erfindungsgemäß wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, daß man der
Registrierkasse eine besonders einfache Konstruktion gibt, welche es ermöglicht,
das Gerät aus verhältnismäßig wenigen Teilen zu bauen. Erreicht wird dies dadurch,
daß auf einer im Gerät angebrachten Welle eine Anzahl von Organen drehbar gelagert
ist, die nachstehend Hauptorgane genannt werden und von. denen je eines einer Dezimalstelle
der im Gerät zu registrierenden Zahlen entspricht. Jedes dieser Hauptorgane besteht
im wesentlichen aus einem mit der Tastatur zusammenarbeitenden Winkelhebel, einem
für den Verkäufer sichtbaren Kontrollstreifen mit den Ziffern o bis 9, einem für
den Käufer sichtbaren Kontrollstreifen mit den Ziffern o bis 9 und einem Sektor
mit Lettern, welche den Verkaufsbetrag auf einen im Gerät vorhandenen Registrierstreifen
drucken.
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Weitere der Erfindung zugehörige eigenartigen Einzelheiten sind nachstehend
im Zusammenhang mit einer Erläuterung der Zeichnung näher beschrieben.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Registrierkasse
gemäß der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. t eine Ausführungsform des Gerätes
in Seitenansicht mit fortgelassenem Gehäuse,
Fig.2 das gleiche Gerät
in Draufsicht, ebenfalls mit fortgelassenem Gehäuse, Fig. 3 und 4 zwei Einzelheiten
und Fig. 5 schematisch die vier Hauptorgane des Gerätes verkleinert in Draufsicht.
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i i ist ein rechteckiges Gehäuse, in dem eine Geldschublade 12 untergebracht
ist, die in Fig. 2 z. T. aus dem Gehäuse 12 herausragt. Von Ständern oder Trägern
13 wird eine fest stehende Welle 14 mit vier drehbar auf ihr gelagerten Zahnrädern
15 in Nebeneinanderanordnung getragen. Jedes Zahnrad besitzt vierzig Zähne. Über
diesen Zahnrädern 15 ist eine Tastatur 16 mit vier Tastenreihen 17 vorgesehen, von
denen jede den Ziffern o bis 9 und je einem der vier Zahnräder 15 zugeordnet ist.
Die Tastatur ist in bekannter Weise so eingerichtet, daß sich jeweils nur eine Taste
in jeder Reihe niederdrücken läßt und dadurch deren nach innen gerichteter Zapfen.
18 auf die `'Felle 14 zubewegt wird,- so daß er dieser näher als die übrigen Tastenzapfen
ist.
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Neben jedem Zahnrad 15 ist auf der Welle 14 ein @-Vinkelhebel 19,
2o drehbar angeordnet. Der Arm i9 dieses Winkelhebels trägt eine Sperrklinke 21,
die mit dem zugehörigen Zahnrad 15 im Eingriff steht, so daß das Zahnrad 15 mitgenommen
wird, wenn der Winkelhebel 19, 20 in Richtung des Pfeiles 22 gedreht wird. Eine
Gege.nsperrklinke 23 verhindert eine Rückdrehung des Zahnrades 15, wenn der Winkelhebel
19, 20 entgegengesetzt zur Richtung des Pfeiles 22 gedreht wird.
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Auf der Welle 14 ist ferner ein Arm 24 drehbar gelagert, der unten
in einem Bügel 25 endet. Die Schublade 12 in dem Gehäuse i i ragt mit einer
an einer hochstehenden Platte angebrachten Rolle 27 in den Bügel 25 hinein. Bei
völligem Herausziehen der Schublade 12 schwenkt die Rolle 27 den Arm 24 mit dem
Bügel 25 um 9o° in die in Fig. i gestrichelt wiedergegebene Lage 24'. Wenn die Schublade
12 danach wieder in das Gehäusen zurückgeschoben wird, kehrt der Arm 24 mit dem
Bügel 25 in die ursprüngliche Lage zurück.
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Auf der Welle 14 ist schließlich ein U-förmiger Bügel drehbar gelagert,
zwischen dessen Schenkeln 28 alle vier Zahnräder 15 auf der Welle 14 drehbar gelagert
sind. An dem Verbindungsarm 29 der beiden Schenkeln 28 sind vier viertelkreisförmig
gebogene Stangen 30 befestigt, welche, wie aus Fig. 3 ersichtlich, nahe ihren
freien Enden je eine Aussparung 31 aufweisen, in die ein am Arm i9 angebrachter
Kugelraster mit Feder 32 und Kugel 33 eingreift. Der U-förmige Bügel 28, 29 steht
über einen Arm 34 am Arm 24 mit diesem in Mitnahmeverbindung, so daß er bei jedesmaligem
Herausziehen und. Einschieben der Schublade 12 um 9o0 um die Welle 14 geschwenkt
wird.
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Die Schublade 12 wird in bekannter Weise dem Einfiuß einer sogenann:ten
nicht gezeichneten. Umkehrsperrklinke ausgesetzt, so daß sie beim Herausziehen nicht
eher wieder hereingeschoben werden kann, bevor sie ganz herausgezogen war. Ebenso
kann sie erst herausgezogen werden, nachdem sie vollkommen eingeschoben. war.
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Die vier Zahnräder 15 weisen je vierzig Zähne auf. Vor ihnen ist eine
nicht gezeichnete Zehnerübertragungsvorrichtung angebracht. Diese Übertragungsvorrichtung
überträgt bei jeder \'iertel,umdrehung eines der Zahnräder 15 eine Einheit auf das
daneben angebrachte Zahnrad. Ferner sind die Zahnräder 15 an ihrem Umfang mit ebenfalls
nicht gezeichneten Ziffern versehen, damit die Summe der ,in Gerät getasteten Ziffern
jederzeit ablesbar ist.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen Geräteteile ist wie folgt: Anfangs
sind die vier o-Tasten der Tastatur eine gerückt. Beträgt die Verkaufssumme z. B.
7,35 DM, so drückt man die Taste 7 in der zweiten Reihe der Tastatur, die Taste
3 in der dritten Reihe und die Taste 5 in der vierten Reihe nieder. Alsdann drückt
man auf einen in der Zeichnung nicht gezeichneten Knopf, der bewirkt, daß die Schublade
12 ein wenig'in die in Fig. 2 gezeigte Lage hervorspringt. Dann zieht man mit der
Hand die Schublade ganz heraus.
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Der Arm 24 wird bei der Bewegung der Schublade 12 von dieser mitgenommen
und um 9o° geschwenkt. Dabei wird auch der Bügel 28, 29 nebst den daran befestigten
bogenförmigen Stangen 30 um 9o° geschwenkt. Die bogenförmigen Stangen 30
nehmen je einen der Winkelhebel 19, 20 mit, bis dieser gegen das Ende 18 der jeweils
niedergedrückten Taste stößt. Durch Auslösen der Kugelraste 32, 33 bleibt der betreffende
Winkelhebel 19, 20 stehen, während der Bügel 28, 29 seine Bewegung fortsetzt. Die
am Arm i9 des gerade bewegten Winkelhebels sitzende Schaltklinke 21 hat nun das
zugehörige Zahnrad 15 um eine Anzahl Zähne gedreht, entsprechend der in der Tastatur
niedergedrückten Taste.
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Wenn die Schublade 12 ganz herausgezogen ist und dann ganz eingeschoben
wird, nehmen die bogenförmigen Stangen 3o auf dem Rückweg die Winkelhebel i9, 2o
wieder mit, nachdem der Kugelraster 32, 33, 31 wieder eingerückt ist. Unmittelbar
bevor die Schublade 12 ganz eingeschoben ist, drückt ein in der Zeichnung nicht
gezeichnetes Organ alle vier o-Tasten, die sich am unteren Ende der Tastenreihen
befinden, nieder, wodurch die vorher niedergedrückten Tasten 7, 3 und 5 von selbst
wieder in die Ausgangslage zurückkehren, so daß die Registrierkasse wieder zum Registrieren
des nächsten Verkaufsbetrages bereit ist.
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Wie aus Fig.2 und 3 ersichtlich, steht der Winkelhebel i9, 2o mit
einer parallel zur Welle 14 verlaufenden Querstange 35, diese wiederum mit einer
kreisbogenförmigen Stange 36 in starrer Verbindung, welche in einen kreisbogenförmigen
Streifen 37 ausläuft, der die Ziffern o bis 9 trägt. An die Stange 36 schließt sich
eine parallel zur Welle 14 verlaufende Stange 38 an, welche an ihrem freien Ende
in einen kreisbogenförmigen Streifen übergeht, der wiederum die Ziffern o bis 9
trägt.
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Die Streifen 39 sind an ihrer der Welle 14 zugekehrten Seite mit aus
einer Platte ausgeschnittenen Armen 4o starr verbunden, welche auf der Welle 14
drehbar gelagert sind. Jeder Arm 40 ist ferner fest mit einer parallel zur Welle
14 verlaufenden
Stange 41 starr verbunden, welche wiederum rnit
einem auf der Welle 14 drehbar gelagerten Sektor 42 starr verbunden ist. Am Rande
des Sektors 42 sind bei 43 Zifferlettern o bis. 9 angebracht.
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Die Teile 19, 20, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42 bilden ein zusammenhängendes
Hauptorgan, das auf der Welle 14 drehbar gelagert ist. Von diesen Hauptorganen gibt
es beispielsweise insgesamt vier, von denen je eins je einer Tastenreihe der Tastatur
zugeordnet ist. Das beschriebene Hauptorgan entspricht der Einerziffernreihe, das.
danebenliegende Hauptorgan der Zehnerziffernreihe. Das der Zehnerziffernreilie entsprechende
Hauptorgan ist in Fig. 5 mit den Bezeichnungen 19', 20', 35', 36', 37', 38', 39',
40', 41', 42' bezeichnet.
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An der dem Verkäufer zugekehrten Seite des Gerätes ist eine Schiene
4.t (Fig. .4) mit einer Aussparung 45 (Fig. 5) angebracht, damit der Verkäufer die
Verkaufssumme kontrollieren kann. Auf der dem Käufer zugekehrten Seite des Gerätes
ist eine Schiene 46 (Fig. i) mit einem Ausschnitt 47 (Fig. 2 und 5) vorgesehen,
damit der Käufer den Verkaufs-1>etrag ebenfalls kontrollieren kann.
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Vor den Sektoren 42, .42' . . . ist ein von einer Vorratsrolle kommender
Papierstreifen 48 und vor diesem ein Hammer 49 angebracht, der bei Annäherung der
Schublade 12 an ihre ganz ausgezogene Stellung unter dem Einfluß einer nicht gezeichneten
Feder den Papierstreifen 48 und ein dahinterliegendes, nicht gezeichnetes Farbband
gegen die Lettern 43 drückt.
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Wie schon beschrieben, hat die Tastatur 16, 17 eine solche Form, daß
sie sich über einen Winkelbereich von 9o° auf einem um die Welle 14 verlaufenden
Bogen erstreckt. Die Zahnräder 15 haben je vierzigZähne, so daß durch den Schwingarm
i9 und die daran befestigte Schaltklinke21 dieEinstellung der Tastatur 17 unmittelbar
auf die einzelnen Zahnräder 15 übertragen wird. Bei jeder Vierteldrehung des Zahnrades
15 wird bei Überschreitung des Wertes 9 auf das nächste, links danebenliegende Zahnrad
15 eine Einheit übertragen (Zehnerschaltung). Dies wird durch die besonders einfache
Vorrichtung ermöglicht, welche nicht den Gegenstand der Erfindung bildet und andererseits
nur aus wenigen Teilen besteht.