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Bei der Verwendung von wasserhaltigen Brennstoffen, insbesondere von
feuchtem Holz, Braunkohle u. dgl., als Brennmaterial entsteht beim Anfeuern im Füllraum
an den noch kalten Feuerungswandungen Kondenswasser, das aus der Fülltür heraustropft
und häufig zu Verschmutzungen der Vorderplatte des Ofens führt. Zur Vermeidung dieses
Nachteils hat man bereits die innere Türschutzplatte, auf der sich das bei der zunehmenden
Erwärmung des Ofens allmählich wieder verdampfende Schwitzwasser am längsten hält,
mit einer Abtropfleiste versehen. Durch diese kann jedoch das besonders in den Türecken
abtropfende oder abfließendeSchwitzwasser nicht erfaßt werden.
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Die Erfindung ist demgegenüber auf eine Anordnung zur vollständigen
Erfassung des Schwitz-Wassers gerichtet. Sie besteht darin, daß unterhalb der Unterkante
des Türrahmens, inbesondere der Fülltür, eine an beiden Enden über die lichte Türbreite
hinausragende und vorteilhaft mit feuchtigkeitsaufsaugendem Material ausgefüllte,
offene Auffangrinne angeordnet ist.
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Hierbei umfaßt die Erfindung sowohl die Anordnung der Auffangrinne
an der Vorderwand des Ofens, wobei deren Oberkante aus der Ebene der Türöffnung
vorsteht, wie auch die Auffangrinne an der Unterkante der Tür selbst befestigt sein
kann. In diesem Falle steht die Oberkante der Auffangrinne aus derDichtungsebene
derTürvor. In beiden Fällen wird die Auffangrinne durch eine Randverbreiterung der
Tür überdeckt.
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In der Zeichnung ist der Erfindunsgegenstand in zwei Ausführungsformen
beispielsweise zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt Abb. i eine Vorderansicht
eines Fülltürrahmens einer Ofentür mit hieran befestigter Auffangrinne, die in Abb.
2 in einem senkrechten Schnitt dargestellt ist; Abb. 3 gibt eine Ausführungsform
wieder, bei der die Auffangrinne an der Unterkante der Fülltür befestigt ist.
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An der unteren Kante eines Türrahmens io ist eine Ausnehmung i i ausgespart,
vor der eine Abdeckleiste 12 mittels der Schrauben 13 befestigt ist. Die Aussparung
i i ist mit Asbest o. dgl. 14 ausgefüllt. Die freie Kante 15 der Leiste 12 ragt
aus der Dichtungsebene 16 der Tür vor (Abb. 2), ihre Länge ist größer als die lichte
Breite der Tür (Abb. i).
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Ist das saugfähige Material 14 in einer an der Tür 17 befestigten
offenen Rinne 18 angeordnet, so ragt die freie Kante der Rinne 18 in die Ausnehtnung
i i des Ofenkörpers hinein. Eine Randverbreiterung i9 überdeckt die Auffangrinne
12 bzw. 18. i. Anordnung an Ofentüren u. dgl. zum Auffangen von Schwitzwasser, dadurch
gekennzeichnet, daß unterhalb der Unterkante des Türrahmens (io), insbesondere der
Fülltür, eine an beiden Enden über die lichte Türbreite hinausragende, offene Auffangrinne
(12 bzw. 18) angeordnet und vorteilhaft mit feuchtigkeitsaufsaugendem Material (14)
ausgefüllt ist.
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2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangrinne
(12) an der Vorderwand des Ofens befestigt ist und aus der Ebene (16) der Türöffnung
vorsteht.
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3. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangrinne
(18) an der Unterkante der Tür (17) befestigt ist und aus deren Dichtungsebene (16)
vorsteht.
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4. Anordnung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Auffangrinne (12 bzw. 18) durch eine Randverbreiterung (i9) der Tür überdeckt ist.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung wird das an der Türschutzplatte bzw. an den
Feuerungswandungen entstehende Kondenswasser sicher in die Auffangrinne geleitet,
deren Füllung mit flüssigkeitsaufsaugendem Material aus Asbest oder sonstigen feuerfest
imprägnierten Faserstoffen bestehen kann. Bei zunehmender Erwärmung des Ofens verdampft
die Flüssigkeit aus dem Dichtungsmaterial, das dann bei einem erneuten Anfeuern
wieder in voller Saugfähigkeit zur Verfügung steht.
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Die Erfindung zeichnet sich durch den Vorteil aus, daß das austretende
Schwitz- bzw. Kondenswasser restlos in der Rinne aufgefangen wird. Dieses gilt sowohl
für die gesamte lichte Breite der Tür, wie insbesondere auch für die Türecken, über
die die Auffangrinne beiderseits hinausragt. Das an den Dichtungsflächen der Tür
entstandene Kondenswasser gelangt unmittelbar in die Auffangrinne, die vorzugsweise
senkrecht unter dem Dichtungsspalt liegt. Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 ergibt
sich der Vorteil, daß das nachgiebige Dichtungsmaterial bei geschlossener Fülltür
gegen die Ofenvorderplatte angepreßt wird. In jedem Falle steht die Auffangrinne
durch das Halteblech in unmittelbarer Berührung mit dem Ofenkörper, so daß bei dessen
Erwärmung sofort die Verdampfung des in der Auffangrinne angesammelten Kondenswassers
eingeleitet wird. Durch die Randverbreiterung der Tür, die die Auffangrinne überdeckt,
wird vermieden, daß die technische Anordnung geinäß der Erfindung die äußere Ofenansicht
stört.