DE815587C - Einspritzpumpenbetaetigungsvorrichtung bei Verbrennungskraftmaschinen - Google Patents
Einspritzpumpenbetaetigungsvorrichtung bei VerbrennungskraftmaschinenInfo
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Description
- Einspritzpumpenbetätigungsvorrichtung bei Verbrennungskraftmaschinen Die Betätigung der Einspritzpumpe bei Verbrennungskraftmaschinen geschieht meist durch Nocken, Rollenhebel und Stößel, wobei der durch den Kokken bewegte Rollenhebel über den Stößel den Pumpenstempel bewegt.
- Bei der erfindungsgemäßen Anordnung ist der lZollenliebel nicht, wie sonst üblich, im Gehäuse gelagert, sondern in einem Endpunkt einer Schwinge. Die Schwinge stützt sich gleitend im Gehäuse ab und trägt an ihrem anderen Ende einen teilzylindrischen Bolzen, der exzentrisch mit einer ini Gehäuse gelagerten und durch einen Hehel verdrehbaren Achse verbunden ist.
- Bei Mehrzylindermaschinen können Einzelschwingen für jeden Zylinder verwendet werden, oder es kann eine :Mehrzahl von Schwingen zu einem Bauelement zusammengefaßt sein.
- l,,rtin<liingsgeiniill verschiebt der teilzylindrische Bolzen beim Verstellen, z. B. durch einen Hebel, von einer Grundstellung aus in einem ersten Bereich, der der Einstellung von Früh- oder Spätzündung dient, nur die Schwinge, die dabei an einer festen Gehäusekante gleitet. Durch dieses Verschieben der Schwinge wird die Rolle des Rollenhebels früher oder später von dem mit der Nokkenwelle umlaufenden Nocken erfaßt, so daß der Pumpenstempel früher oder später betätigt wird und somit nach Belieben Früh- oder Spätzündung eingestellt werden kann. In einem anschließenden zweiten Bereich, der dem Vorpumpen dient, kommt der teilzylindrische Bolzen mit seiner Kante in direkte Berührung mit dem Rollenhebel. Dieser wird hierbei, falls der Nocken nicht gerade an der Stelle des größten Hubes steht, so weit bewegt, daß der Pumpenstempel auf und ab geschoben wird, wodurch ein Vorpumpen von Brennstoff bei stillstehendem Motor bewirkt wird. Durch Drehen der den exzentrisch angeordneten Bolzen tragenden Achse werden demnach folgende Wirkungen erzielt: Bei Drehung in dem erstgenannten Bereich gelangt durch die Verschiebung der Schwinge die Rolle des Rollenhebels nach Wahl früher oder später in den Bereich des Nockens, so daß hierdurch nach Belieben Früh- oder Spätzündung eingestellt werden kann. Bei Drehung in dem anderen Bereich drückt die Kante des exzentrisch angeordneten Bolzens den Rollenhebel direkt an den Stößel kraftschlüssig an. In diesem Drehbereich kann bei stillstehendem Motor durch Bewegen des Hebels ein sogenanntes Vorpumpen der Brennstoffpumpe erreicht werden.
- In der Zeichnung ist die Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes an Hand eines Beispieles erläutert.
- Fig. i zeigt einen senkrechten und Fig. 2 einen waagerechten Schnitt durch eine Einspritzpumpenbetätigungsvorrichtung. Fig. 3 zeigt die in Fig. i strichpunktiert angegebene Lage des Rollenhebels in der Stellung des Vorpumpens noch deutlicher. Vom Nocken i dei Nockenwelle 14 wird über die Nockenrolle 2, den Rollenhebel 3 und den Stößel 4 eine normale Einspritzpumpe 5 betätigt. Der Rollenhebel 3 ist auf einer Achse 6 gelagert, die in den Bohrungen einer Schwinge 7 sitzt. Auf der Zeichnung ist die Schwinge als kastenförmige Doppelschwinge dargestellt. Sie kann aber auch durch zwei einzelne Laschen gebildet werden. Die Schwinge ist in einem teilzylindrischen Bolzen 9 mit Achse 8 gelagert. Der Bolzen 9 ist exzentrisch an einer mittels Hebels i i drehbaren Achse io angebracht. Die Schwinge 7 selbst stützt sich an der Stelle 12 gleitend am Gehäuse ab. Bei Drehen des Nockens i in Pfeilrichtung wirkt infolge der Kraft an der Rolle 2 und der von der Einspritzpumpe über den Stößel 4 erfolgenden Gegenkraft die Lagerung des Rollenhebels 3 starr und unterscheidet sich in der Wirkung nicht von der gewöhnlichen Anordnung.
- Durch Betätigen von Hebel i i bei stehendem oder laufendem Motor von Hand, mittels eines Gestänges oder einer Regeleinrichtung aus der Stellung a zur Stellung b hin kann kontinuierlich der Einspritzzeitpunkt verändert werden, und zwar in dem in den Figuren dargestellten Beispiel in Richtung auf Spätzündung und umgekehrt bei Bewegen des Hebels i i von b nach a in Richtung auf Frühzündung. Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Schwinge wird eine einfache Zündverstellung ohne den Nachteil einer unerwünschten Bewegung des Pumpenstempels erreicht, denn je nach der Lage des exzentrisch angeordneten Bolzens 9 zum Nocken und zum Drehpunkt des Rollenhebels kann man erreichen, daß durch die Zündverstellung der Hubbeginn der Einspritzpumpe nur unwesentlich verschoben wird.
- Bei nichtlaufendem Motor ist, wie ersichtlich, ein Vorpumpen, d. h. ein Einspritzen von Kraftstoff, durch Betätigen von Hand möglich, indem beispielsweise der Hebel i i über b hinaus nach c bewegt wird. Bei Hinundherbewegen von c nach d wird durch die Kante 13 des Bolzens 9 der Rollenhebel 3 so weit angehoben, daß er den Stößel 4 berührt und dadurch den Stößel 4 und die Einspritzpumpe betätigt. So tritt bei entsprechender Stellung des Hebels i i eine Förderung von Kraftstoff durch den Einspritzpumpenstempel ein.
- Durch Rückstellen des Hebels i i in den Bereich zwischen b und a wird wieder der normale Lauf des Motors ermöglicht. Das Ende eines Einspritzhubes beim Vorpumpen von Hand ist in Fig. i strichpunktiert und in Fig. 3 deutlich gezeigt. In der Zeichnung ist der Übersicht halber nur die Betätigung für eine Einzylindereinspritzpumpe dargestellt. Man sieht ohne weiteres, daß die gleiche Anordnung auch für Mehrzylindermotoren möglich ist und daß man je nach den Platzverhältnissen und den sonstigen Erfordernissen die Schwinge 7 jedes Zylinders einzeln oder gemeinsam für mehrere Zylinder ausbilden kann. Das Zusammenfassen der Schwingen hat den Vorteil einer steiferen Konstruktion.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Einspritzpumpenbetätigungsvorrichtungbei Verbrennungskraftmaschinen durch Nocken und Rollenhebel, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rollenhebel (3), der an einer gleitend im ,Gehäuse abgestützten Schwinge (7) um eine in ihrem einen Ende befestigte Achse (6) drehbar und mit der Schwinge verschiebbar ist, die willkürliche Bewegung des Pumpenstempels (Vorpumpen) von Hand (beim Anfahren) oder die automatische Änderung des Bewegungsbeginnes (Zündverstellung) des Pumpenstempels (beim Betrieb) ermöglicht, indem ein teilzylindrischer Bolzen (9), der exzentrisch mit einer im Gehäuse gelagerten Achse (io) verbunden ist, willkürlich verstellt wird.
- 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Mehrzylindermaschinen sowohl Einzelschwingen als auch, zu einem Bauelement zusammengefaßt, eine gemeinsame Schwinge verwendet werden kann.
- 3. Anordnung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der teilzylindrische Bolzen (9) bei Verstellung von einer Grundstellung aus in einem ersten Bereich (Zündverstellung) nur .die Schwinge verschiebt, ohne in direkten Eingriff mit dem Rollenhebel zu kommen, während er in einem zweiten Bereich (Vorpumpen) mit seiner Kante (13) in direkte Berührung mit dem Rollenhebel (3) kommt und ihn hierbei unabhängig von der Lage des Nockens (i) so weit bewegt, daß der Pumpenstempel auf und ab geschoben wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG2748A DE815587C (de) | 1950-06-28 | 1950-06-28 | Einspritzpumpenbetaetigungsvorrichtung bei Verbrennungskraftmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG2748A DE815587C (de) | 1950-06-28 | 1950-06-28 | Einspritzpumpenbetaetigungsvorrichtung bei Verbrennungskraftmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE815587C true DE815587C (de) | 1951-10-04 |
Family
ID=7116842
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG2748A Expired DE815587C (de) | 1950-06-28 | 1950-06-28 | Einspritzpumpenbetaetigungsvorrichtung bei Verbrennungskraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE815587C (de) |
-
1950
- 1950-06-28 DE DEG2748A patent/DE815587C/de not_active Expired
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